Heinz-Josef Esser starb im Alter von 73 Jahren

 Er war das soziale Gewissen der Schützen

 Einer der engagiertesten Schützenbrüder dieser Stadt ist tot: Heinz-Josef Esser aus Geistenbeck, treuer Wegbegleiter von Bezirkspräses Johannes van der Vorst und anerkannt als „soziales Gewissen“ der Bruderschaften, erlitt am Donnerstag einen Herzinfarkt. Er wurde 73 Jahre alt. Die Nachricht von seinem überraschende Tod löste in Pfarrgemeinde und Schützenkreisen tiefe Betroffenheit aus. Hatte sich doch Esser, der über lange Monate ans Bett gefesselt war, erst vor kurzen aus dem Rollstuhl gekämpft  und offensichtlich neue Kraft gewonnen. Er nahm nach langer Zeit wieder am öffentlichen Leben teil, war noch am Wochenende für den Bruderrat unterwegs. Das soziale Engagement war ihm Verpflichtung. In seiner Heimatbruderschaft St. Josef Geistenbeck, im Bruderrat der Bruderschaften und in der Pfarrgemeinde Heilig Geist trug er über mehr als fünf Jahrzehnte besondere Verantwortung - als Brudermeister und General, als Bezirksjungschützenmeister und Sozialreferent, als Mitglied in Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand. Besondere eng war sein Zusammenwirken mit Pfarrer van der Vorst, den er vielfältig unterstützte. Esser war ein gläubiger Mensch, der stets für andere da war. Er war herzlich und hilfsbereit. Er konnte zuhören und trösten. Er konnte Rat geben und begeistern. Er war der Jugend nahe und mit den Nöten der Alten vertraut. Seine Dienste waren vielfältig. Er besuchte Kranke. Er begleitete Beerdigungen, wenn kein Priester zur Verfügung stand. Er half im Gladbacher Münster. Er unterstützte Menschen in Not. Er teilte gerne – vor allem seine Zeit und seine Freude. Bezirkspräses  Johannes van der Vorst und Bezirksbundesmeister Horst Thoren sehen in Heinz-Josef Esser ein Vorbild an Brüderlichkeit und Herzensgüte. Heinz-Josef Esser wurden für seine Verdienste um Kirche, Stadt und Bruderschaft vielfältige Auszeichnungen zuteil – zuletzt erhielt er den selten vergebenen Goldenen Stern zum Sankt-Sebastianus-Ehrenkreuz.Sein größter Wusch blieb ihm verwehrt – mit seiner Frau, mit Familie und Freunden im September das Fest der Goldenen Hochzeit zu feiern. ( August 2017 )

Pressekönig ist Werber für Gladbach und die NEW

 Das war ein Vogelschuss ganz nach dem Geschmack der Journalisten: Bis zuletzt spannend und mit einem Überraschungssieger. Daniel Pelzer, Experte für Marketing und Kommunikation bei der NEW, darf sich ab sofort Pressekönig nennen. Er traf überraschend gut - und der Vogel fiel mit dem 244. Schuß. An seiner Seite stehen als Ministerinnen, von Karikaturist Nik Ebert vorgeschlagen und von Horst Thoren folgsam ernannt, RP-Lokalchefin Denisa Richters und Gundhild Tillmanns von der Neuß-Grevenbroicher-Zeitung. Als Favoriten war das Trio der Pressestelle des Polizeipräsidiums angetreten. Was den gastgebenden Bruderrat nicht überraschte, war die Dauer des Schießens. Die Medienleute – 56 traten an – brauchten wie in den Vorjahren extrem lange, um den Holzvogel von der Stange zu holen. Es fehlte bei fast allen an der Treffsicherheit. Daniel Pelzer hatte wohl selbst nicht mit seinem Erfolg gerechnet. Er nahm sichtlich überrascht von Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners das Ersatz-Königssilber in Empfang (die eigentliche Königskette hatten die Schützen im Tresor vergessen). Dazu gab es den hölzernen Königsvogel als Trophäe und Blümchen für die Ministerinnen. Der Pressevogelschuss ist alljährlich im Vorfeld des Stadtschützenfestes (2. und 3. September) gute Gelegenheit zum Gedankenaustausch zwischen Vertretern der Stadt, der städtischen Unternehmen und des Brauchtums mit den Medienleuten. OB Reiners, von den Schützen mit einer XXL-Wasserpistole für seine Enkel bedacht, nutzte die Chance, um für die Stadt zu werben, ins Gespräch zu kommen und anzustoßen. Als „sehr sympathisch“ lobte er die „Gesichter des Stadtschützenfestes“ – das Ehepaar Natascha und Jörg Pauen, das auf allen Plakatsäulen in der Stadt aufs große Brauchtumsfest hinweist.  ( August 2017 )

Europa-Schützen treffen in Gladbach auf König Fußball und den Berliner Erzbischof

 Für drei Tage ist Mönchengladbach europäische Schützenhauptstadt. Mitte August kommen 250 Europa-Schützen in die Stadt. In der Kaiser-Friedrich-Halle tagt das europäische Schützenparlament. Borussen-Präsident Rolf Königs empfängt die Gäste aus zwölf Nationen im Borussia-Park. Höhepunkt der Europa-Schützen-Tage (17. bis 19. August) aber ist die Investiturfeier der Ritterschaft vom heiligen Sebastianus in Europa mit dem Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch im Gladbacher Münster. Den Ritterschlag für 19 christlich überzeugte europäische Brauchtumsfreunde vollzieht am Freitag, 18. August, 17 Uhr, der Prior der Ritterschaft, Charles-Louis Prinz de Merode, am Altar der Münster-Basilika.  Die öffentliche Investiturfeier, musikalisch gestaltet vom Münsterkantor Klaus Paulsen und dem erweiterten Münsterchor, bezieht sich in ihrem Leitgedanken („Maria im Sternenkranz – Patronin der europäischen Schützen“) auf die zwölf Sterne der Europa-Flagge und das in der Festwoche anstehende Patrozinium der Gladbacher Hauptpfarre Mariä Himmelfahrt. Nach dem Pontifikalamt formiert sich um 18.30 Uhr auf dem Münsterplatz ein Festzug, der gegen 19.30 Uhr mit dem Großen Zapfenstreich und dem Hissen der Europafahne am Rathaus Abtei endet. Der gastgebende Bruderrat um Schützenchef Horst Thoren, der selbst als Vizepräsident dem Führungskreis der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen angehört, hat den Gästen aus zwölf Nationen eine Begegnung mit den „drei große B“ versprochen, die Gladbachs Zusammenhalt ausmachten: Brauchtum, Borussia und Bier. Thoren ist wie Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners davon überzeugt, dass die „niederrheinische Prositkultur dazu beitragen kann, die europäische Freundschaft zu stärken.“ Reiners wie Thoren wollen in europakritischen Zeiten dazu beitragen, dass Grenzen fallen und Miteinander gepflegt wird. Dazu dient auch der europäische Schützenabend, zu dem Bruderrat und Stadt in den Rathausinnenhof einladen. Einziger Programmpunkt neben zünftigem Essen und entsprechender Musik: Miteinander reden. ( August 2017 ) 

Zum Tode von Klaus Cörstges

Die Nachricht ging wie ein Lauffeuer durch die sozialen Medien: Klaus Cörstges ist tot. Der stadtbekannte Bruderschaftler aus Mönchengladbach-Hehn, führendes Mitglied im Bruderrat der Bruderschaften und über Jahrzehnte vielfältig engagiert im kirchlichem und sozialem Bereich von Pfarre und Stadt, war auf offener Straße zusammengebrochen. Er starb noch am selben Tag an Organversagen auf der Intensivstation des Franziskushauses. Die Ärzte hatten über Stunden um sein Leben gekämpft. Klaus Cörstges wurde 64 Jahre alt.

Wer Klaus Cörstges kannte, wusste um seine unbedingte Loyalität und umfassende Leistungsbereitschaft. Pfarrer Harald Joseph berichtete gestern anerkennend von der Standardfrage, die Klaus Cörstges häufig stellte: „Was kann ich tun?“ Klaus Cörstges fragte nicht nur, er machte. Er kümmerte sich um die Schützen-Feste Dicker Turm und war Archivar der Bruderschaften. Er war Repräsentant des Brauchtums in der Stadt Mönchengladbach und sein Botschafter für den Niederrhein. Sein Leben hatte der Junggeselle dem Einsatz fürs Allgemeinwohl gewidmet. Häufig war er der freundliche Nothelfer im Hintergrund, oft übernahm er aber auch verantwortliche Aufgaben - für Bruderschaft und Pfarre, für Gladbacher Tafel und Katholikenrat, für Bruderrat und Kirchenvorstand. Es machte ihm Freude, seine Erfolge über Facebook mit vielen Freunden zu teilen. So erfuhr die halbe Stadt, wenn Klaus Cörstges wieder einmal mit den Rittern vom heiligen Sebastianus in Europa oder den Georgsrittern aus Kärnten auf Reisen war.  

Dabei war Klaus Cörstges nicht eitel. Es ging ihm nicht in erster Linie um Auszeichnungen, wohl aber um Freundschaftsbeweise und Anerkennung. Die wurde ihm vielfältig zuteil – durch die Berufung zum Schöffen ebenso wie durch Ehrungen der Stadt oder des Roten Kreuzes, vom Brauchtum ganz zu schweigen. Gladbachs Schützenchef Horst Thoren nannte Cörstges gestern „ein Vorbild für alle, die wissen wollen, was ‚Bruder sein ist mehr‘ bedeutet.“ Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners, der im Urlaub vom plötzlichen Tod des engagierten Hehner Bürgers erfuhr, zeigte sich tief betroffen. 

In den sozialen Medien kursierten vielfältige Beileidsbekundungen. Betont wurden immer wieder Herzlichkeit und Hlfsbereitschaft von Klaus Cörstges. Die meisten schrieben: „Wir haben einen Freund verloren.“   ( Juli 2017 ) 

Schützenjugend mit neuen Bezirksprinzen aus Lürrip und Waldhausen

Ihre neuen Bezirksjugendmajestäten ermittelte die Sankt-Sebastianus-Schützenjugend Mönchengladbach, Rheydt, Korschenbroich am Samstag beim Bezirksjungschützenfest in Waldhausen. Den Titel des Bezirksschülerprinzen errang Lars Oberüber (zweiter von links) aus Lürrip. Er holte den Holzvogel mit dem 99. Schuss von der Stange. Als Ritter stehen ihm Kirstin Grönewaller aus Hardterbroich (links) und Felix Olbrich aus Venn zur Seite. Beim Vogelschuss um die Bezirksprinzenwürde war Marvin Kaminski (zweiter von rechts) aus Waldhausen mit dem 194. Schuss erfolgreich. Seine Ritter sind Andreas Delvos (rechts) aus Hardterbroich und Fabian Erens aus Venn. Vorgestellt wurden die neuen Bezirksj8ungendmajestäten nach dem Schießen von Bezirksjungschützenmeister Sebastian Schnock. Ins Amt eingeführt werden sie bei der Krönungsmesse zum Stadtschützenfest im September. Foto: Sebastian Schnock (frei) ( Mai 2017 )

Schützentag am Dicken Turm mit königlicher Gästeschar

Dass Schützen oft „dicke Freunde“ sind, wollen die Bruderschaftler beim Fest am Dicken Turm am Sonntag, 7. Mai, 11 bis 17 Uhr, unter Beweis stellen. Der Fest-Auftakt in der Gladbacher Altstadt, Turmstiege 16, soll Brauchtumsfreunde aus Stadt und Land zusammenführen. Gefeiert wird am historischen Rundling, einst Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung, der an diesem Sonntag allen Bürgern zur Besichtigung offen steht. Die Schützenausstellung im Turm, verteilt auf drei Ebenen (vom tiefen Kellergewölbe bis zum Turmzimmer) soll die Feierkultur der Bruderschaften („Hoch lebe der König“ / „Ein Prosit auf Tradition und Gemütlichkeit“) vorstellen, aber auch historische Einblicke mit Urkunden, Uniformen und Königssilbern bieten. Gleichzeitig will der gastgebende Bruderrat die Pläne zum Ausbau des Stadtturms präsentieren. Mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Rheinland wird die mittlere Ebene hergerichtet und als Ausstellungsraum ausgebaut. Hier soll in Zukunft in Wechselausstellungen der Schatz der Bruderschaften präsentiert werden. Dort sind aber auch thematische Ausstellungen zu den Bruderschaftsidealen und zur europäischen Schützenidee vorgesehen. Ein Vorgeschmack auf die Schützenbpracht bietet zum Turmfest am 7. Mai, 12 Uhr, der Aufzug von drei Dutzend Majestäten, die sich zum königlichen Gruppenfoto am Turm formieren.   ( April 2017 )

Borussenpräsident Rolf Königs war Gastgeber beim Schmausen in Gladbachs Schützen-Feste Dicker Turm

Sankt Martin: Statt Mantelteilung baten die Schützen um Unterhosen für Bedürftige
Im Zeichen des Teilens stand diesmal der Königs-Abend im Dicken Turm, den Schützen-Hausherr Horst Thoren jetzt als festen Bestandteil des Gladbacher Brauchtumskalenders zwischen Sankt Martin und Nikolaus verortete und damit Borussenpräsident Rolf Königs als Gastgeber auch für die Zukunft in die Pflicht nahm. Vom heiligen Mantelteiler Martin entliehen die Schützen und ihre lokalprominente Gästeschar die Grundidee des Abends, die Hilfsbereitschaft, vom Nikolaus die Großherzigkeit. Die Freude der Brauchtumsfreunde über die Einladung zum Schmausen und Schwafeln und das gute, von Wolfgang Eickes gekochte Essen (Suppe von der Karotte, Bauernente, Tonkabohnenmousse) nutzten die Schützen für eine Spendenbitte besonderer Art. Sie baten um Unterwäsche (!), denn den Obdachlosen von Café Pflaster, so berichtete der frühere Altstadt-Sheriff Josef Vitz, fehle es an Feinripp für drunter. Die Schützen wollen helfen, sammelten unter den Schmausern Bares zum Kauf neuer Wäsche und wollen mit Unterstützung der Gladbacher Tafel auch Second-Hand-Underwear besorgen. Damit folgen die Bruderschaftler Sankt Martin, dessen Vorbild sich auch Rolf Königs und Renate Schaffrath verpflichtet fühlen. Deshalb wurde beiden gedankt - zunächst Rolf Königs für seine Gastgeberschaft und sein vielfältiges Wirken für Stadt, Land und die Borussia, dann Renate Schaffrath, die als hohe Anerkennung ihrer sozialen Aktivitäten in der Schaffrath-Stiftung den vom Bruderrat gestifteten Martinshelm der Wohltäter erhielt. Dafür gab es viel Beifall, nicht zuletzt von Monika Bartsch (Gladbacher Tafel) und dem Seelsorger-Trio mit Johannes van der Vorst, Manfred Riethdorf und Hermann-Josef Schagen. Freude am Teilen und guter Gemeinschaft fanden auch Oberbürgermeister Hawi Reiners (als Eselversteher begrüßt), Ehren-OB Heinz Feldhege, MdB Ansgar Heveling und Bezirksvorsteher Herbert Pauls. Das CDU-Politiker-Quartett stieß mit Bezirkskönig Marc Gülzow und seine Ministern Tilman Sehlen und Heinz Ritters an und lobte das Brauchtum. Dem guten Beispiel folgten von der SPD Felix Heinrichs (als Steinmeier von Gladbach begrüßt), Polizeipräsident Wiesselmann und Dezernent Engel. Sein Amtskollege Fischer suchte derweil den Schulterschluss mit Festival-Macher vom Dorp. Wirtschaftsgespräche führten Jürgen Steinmetz (IHK), Rechtsanwalt Peter Backes (BMW), Hans-Peter Ulepic (Gladbacher Bank), Gert Kartheuser (First), Joachim Potrykus (Handelshof), Jochen Bücker (Jessen), Ludwig Quacken (Maria Hilf) und die Architekten Burkhard Schrammen und Tom Bolzen. Einfach nur lustig fanden den Abend Karikaturist Nik Ebert, Professor Gunter Konrad und Hermann Jansen, die sich besonders über die vorgezogenen Nikokaus-Präsente freuten. Horst Thoren verteilte vom Handelshof gestiftete Weckmänner im Schützenlook und Solarwackelfigürchen aus dem Euroshop. Zur Wahl standen Schneemann, Engelchen und Rentier, aber kein Esel, wie OB Reiners bedauernd feststellte. ( November 2016 )

Foto 1: Rolf Königs (rechts) und Monika Bartsch überreichen Renate Schaffrath den von den Schützen um Horst Thoren (links) gestifteten Martinshelm der Wohltäter. Dabei Bezirkspräses Johannes van der Vorst und Bezirkskönig Marc Gülzow. 

Foto 2: Traute Gladbacher Runde mit IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steimmetz, Polizeipräsident Mathias Wiesselmann, Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners und Schützenchef Horst Thoren.

Foto 3: Von Seelsorgern umrahmt. Schützensenior Heinz Thoren mit den Pfarrern Manfred Riethdorf (links) und Hermann-Josef Schagen (rechts)

Foto 4: Hubertus-Orden für Gladbachs Spitzenkoch Wolfgang Eickes, angsteckt von Horst Thoren. Fotos Mario Winkler (frei)


 Acht Gladbacher Bruderschaftler mit Papstkreuzen geehrt

 

Dem Aufruf des Heiligen Vaters sind etliche Bruderschaftler aus Mönchengladbach gefolgt und im „Heiligen Jahr der Barmherzigkeit“ nach Rom gepilgert. Als Dank gab es jetzt für acht Gladbacher Bruderschaften die von Papst Franziskus gesegnete Anno-Santo-Kreuze. Im Rahmen einer festlich gestalteten Schützenmesse in Venn überreichte Bezirksbundesmeister Horst Thoren die silbernen Kreuze an verdiente Schützenbrüder, die die Abzeichen stellvertretend für ihre jeweilige Gemeinschaft tragen dürfen. Horst Thoren, der die Ehrung für das Präsidium des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften vornahm, betonte die Vorbild-Funktion der Auszeichnung. Das silberne Kreuz mit dem Bildnis des Papstes und dem Symbol des „barmherzigen Samariters“ stehe für die soziale Verpflichtung „Bruder sein ist mehr“ und sei somit auch Mahnung, dem Nächsten Halt und Stütze zu sein. Die Messe in Venn  eröffnete das Winterprogramm der Bruderschaften. Hermann-Josef Kronen vom Volksverein gegen Arbeitslosigkeit warb bei den Schützen um Unterstützung für sein beispielhaftes Sozialprojekt. Unser Bild zeigt die Zelebranten der Meßfeier, Bezirkspräses Johannes van der Vorst (links) und Pastor Horst Straßburger (rechts) mit Schützenchef Horst Thoren (zweiter von links) und den mit dem Anno-Santo-Kreuz ausgezeichneten Schützenbrüdern (von links) Uwe Büschkens (Eicken), Hermann-Josef Hauser (Hardt), Peter Fieseler (Hermges), Clemens Offergeld (Rheindahlen), Jürgen Zimmermanns (Venn), Willi Kempers (Stadtmitte), Hans-Dieter Möller (Mülfort), Frank Jöris (Bruderrat). Foto: Heinz-Josef Katz (frei)

Nikolaus lobte Korschenbroichs Schützen

Da fühlten sich selbst gestandene Bruderschaftler - wie Ehrenpräsident Hermann-Josaef Kronen - an die Kinderzeit erinnert: Sankt Nikolaus kam zur vorweihnachtlichen Bruderschaftsfeier ins Pfarrheim und ließ Kronen und die versammelten Schützen-Jubilare Kinderlieder singen und Nikolausreime aufsagen. "Nikolaus. Nikolaus heiliger Mann - zieh die Sonntagsstiefel an ." So klang es fröhlich aus dem Pfarrsaal, in den die Sebastianer um Präsident Peter Schlösser und König Axel Manns die Schützen-Senioren, die 2016 ein Ehejubiläum oder einen besonderen Geburtstag gefeiert haben, willkommen hießen. Der Nikolaus (Bezirksbundesmeister Horst Thoren hatte das Bischofsgewand übergestreift) lobte den bruderschaftlichen Einsatz und würdigte die versammelten Schützen-Senioren wegen ihrer Lebensleistung für Bruderschaft und Gemeinwohl. Bürgermeister Marc Vanten, sein Stellvertreter Hans-Willi Türks, die Pfarrer Marc Zimmermann, Hermann-Josef Schagen und Alois Müller hörten das gern und zollten Nikolaus und Schützenschar Beifall. Die Feier im Pfarrheim nutzte Präsident Peter Schlösser um das schöne Schützenjahr Revue passieren zu lassen und sich noch einmal beim königlichen Gastgeber 2016, Majestät Marco Krames, zu bedanken. Schlössers Aufruf, das soziale Profil der Schützen zu stärken, war verbunden mit der Bitte um Unterstützung der Wunschbaumaktion für bedürftige Kinder. ( November 2016 )

Schützenfest im Winter mit Borussias Nikolausmützen

Das Bekenntnis zum "Ganzjahresbrauchtum Borussia" ist für die Freunde des Sommerbrauchtums zu allen Jahreszeiten wichtig: Deshalb setzte das neue Bezirkskönigshaus der Schützen beim winterlichen Treffen im Pfarrheim Hardterbroich gern und aus Überzeugung grüne Borussia-Nikolausmützen auf. So präsentierten sich Bezirksmajestät Marc Gülzow aus Lürrip (Mitte) und seine Minister Tilman Sehlen aus Speick (dritter von links) und Heinz Ritters aus Wickrathhahn mit ihren Damen der versammelten Gästeschar. Anlass für die frohe Runde mit Musik (das Lürriper Trommlerkorps spielte auf) und Currywurst-Topf (angerichtet vom Hardterbroicher Kaiser Marcel Sturm) war der traditionelle Kennenlernabend, bei dem sich zum Ende des Schützen.Jahres der beim Stadtschützenfest ermittelte Bezirkskönig dem Hofstaat aus Bruderrat, Bruderschaft und Stadtoffizieren vorstellt. Als Geschenk hatte Bezirksbundesmeister Horst Thoren einen hölzernen Königsvogel mitgebracht (gestiftet von der Volksbank), der Gülzow an den spannenden Vogelschuss im September erinnern soll. Mit den Schützen feierten Altstadt-Sheriff Josef Vitz (der für die Schützenhilfe bei der Unterhosen-Sammel-Aktion für Obdachlose dankte) und der neue Stadtdezernent und bergische Schützenbruder Matthias Engel (links), der vom Bruderrat kurzerhand zum Schützen-Beigeordneten ernannt wurde. Das frohe Fest in vorweihnachtlicher Stimmung war auch Abschiedsabend für Vorjahreskönig Christoph Korsten und seine Minister Kurt Kochem und Frank Mösges. Da der neue König Marc Gülzow wie sein Vorgänger Korsten aus Lürrip kommt, ist mit dem Schützenjahr die Lürriper Serie eröffnet. Die Lürriper wollen wohl versuchen, zum dritten Mal in Folge den Bezirkskönig zu stellen. Doch zunächst regiert bis zum September Marc Gülzow.( November 2016 ) Foto: Heinz-Josef Katz

Ritterschlag für Professor Aloys Buch

Professor Aloys Buch darf sich jetzt Ritter nennen. Der anerkannte Theologe aus Korschenbroich, im Vorjahr von Papst Franziskus eingeladen zur Familiensynode in Rom, wurde im niederländischen Leudal bei Roermond in die Ritterschaft vom heiligen Sebastianus in Europa aufgenommen. Den Ritterschlag vollzog in der Martinuskerk von Neer Prior Prinz Charles-Louis de Merode, der Dr. Buch auch die Auszeichnung ansteckte (Foto). Gewürdigt wurde mit der Ehrung Buchs Einsatz für Kirche und Glauben (Aloys Buch lehrt als Theologieprofessor in Vallendar und unterstützt die Gladbacher Pfarre St. Vitus als Diakon) und seine Verbundenheit zu den Bruderschaften. Mit dem Zelebranten der Investiturfeier, Weihbischof de Jong, sprach Professor Buch bei der Begegnung nach der Festmesse über dessen Predigt zu Inspiration, Mut und Einheit. Zu den ersten Gratulanten gehörte Bezirksbundesmeister Horst Thoren, der als Subprior in der Ritterschaft wirkt. Die Investiturfeier war Teil der Frühjahrstagung der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen. 

Europa-Tage in Leudal mit 150 Delegierten und Rittern

Weihbischof forderte von den Europa-Schützen Mut zur Einheit

Die Vorfreude auf das Europa-Schützen-Treffen im nächsten Jahr im niederländischen Leudal bestimmte die Frühjahrstagung der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen. An die 150 Delegierte und Ritter aus sieben Ländern trafen sich eine Woche nach Ostern in der Maas-Gemeinde bei Roermond, um sich einzustimmen auf das große Fest 2018, um neue Mitglieder in die Ritterschaft vom heiligen Sebastianus in Europa aufzunehmen, um die europäische Verbundenheit der Brauchtumsfreunde zu feiern. Die Schützen aus Leudal waren beste Gastgeber und warben mit Herzlichkeit und guter Organisation für Ihr Europa-Fest im nächsten Jahr, das Bürgermeister Arno Verhoeven als internationalen Höhepunkt in der noch jungen Geschichte der 36.000 Einwohner großen Verbandsgemeinde bezeichnete. Einen Vorgeschmack bot zur Frühjahrstagung insbesondere die Investiturfeier der Ritterschaft in der neugotischen St.-Martinus-Kerk im Ortsteil Neer. Wunderbare Musik der Schützenkapelle mit Bläsern und Dudelsackpfeifern, eine würdige Zeremonie beim Ritterschlag mit 21 neuen Rittern, eine erfrischend aufmunternde Predigt des Roermonder Weihbischofs Everardus Johannes de Jong machten die Festmesse zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Ein sichtlich ergriffener Prinz Charles-Louis de Merode dankte als Prior der Ritterschaft dem Weibbischof für seine Worte. De Jong hatte die Ritter zu Inspiration, Mut und Einheit aufgerufen. Er forderte Einsatz für den Glauben, Zeichen der Herzlichkeit und Willen zur europäischen Einigung. Seine Botschaft kam an. Viele Delegierte dankten dem Bischof für Richtungsweisung. Der Oberhirte fühlte sich verstanden und blieb auch zum Festabend bei den Schützen. Er versprach, im Dialog mit der Ritterschaft zu bleiben und nahm gern die Einladung zu weiteren Begegnungen an. Sein Aufruf zur Einheit war auch Thema der Plenarversammlung am nächsten Tag im Hotel Oranjerie in Roermond. Präsident Charles-Louis de Merode und Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann gaben einen positiven Jahresbericht, der insbesondere vom gemeinsamen Glaubensbekenntnis bei der Romwallfahrt 2016 und den völkerverbindenden Begegnungen zu den Europa-Schützen-Tagen in Lippstadt und Doornenburg bestimmt war. Als Regionalsekretär der Region 1 wurde Friedhelm Pauen bestätigt. Louis Litjens und Peter-Olaf Hoffmann erhielten aus der Hand von Präsident Charles-Louis de Merode den Verdienstorden in Gold. Die Anstrengungen zur Anerkennung als europäisches Kulturerbe sollen nach der erfolgten deutschen Aufnahme in das nationale Verzeichnis verstärkt werden. Das Europa-Schützen-Treffen 2024 soll im österreichischen Mondsee abgehalten werden. Die Zusammenkunft in Roermond endete mit der Einladung von Vize-Präsident Horst Thoren zu den Europa-Schützen-Tagen im August (17. bis 19.) in Mönchengladbach. Thoren versprach für die Herbstagung eine Begegnung mit drei großen B: Borussia Mönchengladbach, Brauchtum und Bier. 
Europa-Schützen mit Bischof und Bürgermeister in Leudal. Unser Bild zeigt von links Prinz Charles-Louis de Merode, Louis Litjens, Europakönigspaar Josef und Berta Lohninger, Bürgermeister Arno Verhoeven, Weihbischof Everardus Johannes de Jong, Jos Verbeeten, Horst Thoren

Königskrone für Majestät aus Korschenbroich

Einen König mit Krone und Krönungsmantel hatten die Schützenfreunde vom Jägerzug Werp drop noch nie. Außergewöhnlich waren auch der Austragungsort und die Regeln des Wettkampfs um die Schützenkönigswürde. Im niederländischen Helden bei Venlo traten die 13 Korschenbroicher Bruderschaftler zum Königsschießen an. Als Gäste der Schutterij St. Lambertus durften Sie mit einer zwanzig Kilo schweren Donnerbüchse anlegen. Dabei schossen sie nicht auf einen Vogel, sondern auf eine Holzplatte mit aufgemaltem Hahn, der in der Mitte eines schwarzen Kreises thronte. Es galt, Schuss um Schuss den schwarzen Ring zu perforieren. Als schließlich nach dem 115. Schuss der Hahn zu Boden purzelte, stand Klaus Segbert als Zugkönig für Unges Pengste fest. Der 59jährige Rechtsanwalt wurde noch am Schießstand proklamiert, bekam von den niederländischen Gastgebern die Krone aufgesetzt und den Mantel umgehängt. Statt Zepter gab es ein Pils. Ein Prosit der Majestät! Foto: H. Thoren

Gladbacher Stadtschützenfest mit 2500 Schützen und 30.000 Gästen 

Wetterglück ließ Bezirkskönig Marc Gülzow strahlen
Ein strahlender König, 2500 fröhliche Schützen, 30.000 begeisterte Besucher. Das Gladbacher Stadtschützenfest bot - trotz dunkler Wolken am Festsonntag - alles, was sich Brauchtumsfreunde wünschen. Die versammelten Schützenfreunde ließen die Tradition und ihren neuen Bezirkskönig (Marc Gülzow aus Lürrip) hochleben, pflegten die Freundschaft mit dem eigens aus Österreich angereisten Europakönig Josef Lohninger, staunten über Gladbachs Nibelungen mit Michael Schroeren als Siegfried und amüsierten sich über Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners , der sich redlich mühte, zwei (von Schützenchef Horst Thoren bestellte) störrische Esel über die Paradestrße zu führen. Der Spaß an der Freude bestimmte das Festgeschehen - und alle spielten mit. Selbst das Wetter (Samstag sonnig, Sonntag wolkig) passte, weil pünktlich zum Schützenaufzug Donnergrollen und Regenschauer endeten.
Das war ein Bezirkskönigsschießen nach dem Geschmack der Gladbacher Schützen: Kein langes Warten, trotzdem Spannung pur. Nach einer knappem Stunde stand der neue Bezirkskönig fest. Mit dem 108. Schuss holte Marc Gülzow aus Lürrip um genau 16 Uhr den Holzvogel von der Stange und verwies damit seine acht Mitbewerber auf die Plätze. Der 36jährige Busfahrer hatte besonderes Schießglück. Sein Treffer saß so gut, dass sich der Vogel, davor völlig regungslos, teilte und die Holzflügel wie zwei halbe Hähnchen vom Schießstand purzelten. Danach war Gülzow umringt von Schützen, die ihm gratulieren wollten. Besonders Lürrip jubelte. Zum zweiten Mal in Folge kommt der Bezirkskönig aus der Pfarrbruderschaft Sankt Petrus und Paulus. So war Vorgänger Christoph Korsten auch einer der ersten Gratulanten. Er verkündete sogleich die Fortsetzung der Lürriper Regentschaft. Gleich danach kam Oberbürgermeister Hans-Wilhelm, der sich durch die Schützen hatte durchkämpfen müssen, um Gülzwo und seine beiden Minister Heinz Ritters aus Wickrathhahn und Tilman Sehlen aus Speick zu erreichen. Ritters und Sehlen, die vor Gülzow geschossen hatten, wurden für ihre Vorarbeit mit dem Ministertitel belohnt. Königin Sarah-Lina Gülzow erfuhr per Handy vom Erfolg ihres Mannes. Ihr Kommentar war kurz und herzlich: "Schatz, ich hab dich lieb. Ich komme sofort zum Kapuzinerplatz." Und tatsächlich war Frau Königin wenige Minuten später zur Stelle. Offensichtlich hatte Sarah Gülzow (sie stammt aus der Hardterbroicher Schützendynastie Lutterberg) mit allem gerechnet. Denn sie war schon festlich frisiert und auch geschminkt. Für den "Ball aller Majestäten" fehlte nur noch das passende Kleid. Nach Kuss und Umarmung machten sich die Gülzows deshalb schnell auf den Weg nach Hause und später zur KFH, wo getanzt und geschunkelt wurde: "Schenk mir heut Nacht dein ganzes Herz ..."
Ins Amt eingeführt wurde Marc Gülzow am Festsonntag bei der feierlichen Krönungsmesse im Münster. Regionaldekan Ulrich Clancett, der in seiner Predigt auf die heilige Mutter Teresa und ihre Vorbildfunktion einging, übernahm für den erkrankten Bezirkspräses Johannes van der Vorst die Krönungszeremonie. Dazu sang der Mnnerchor Holt, dazu spielte die Big Band Sankt Barbara Neuwerk.
Mit Pauken und Trompeten ging es nach der Messe weiter. Am Rathaus Abtei formierte sich der Festzug der 2500 Schützen und Musikanten durch die Innenstadt, der mit der großen Festparade am Alten Markt seinen Abschluss fand. Das Ja-Wort zur Parade gab OB Reiners, das General Lothar Erbers erbeten hatte und gern annahm. Der Vorbeimarsch von 35 Bruderschaften und Vereinen machte Freunde - vor allem dem neuen König, der von einer Kanzel aus das Geschehen beobachte und mit freundlichem Dauerwinken den Schützen dankte.
Zu Ehren der Schützen-Majestät paradierten sechs Regimenter und zwölf Musikformationen. Dabei und in der ersten Reihe Gladbacher Prominente, die sich mit ihren überhohen Zylindern auf erste Gladbacher Schützenfest von 1836 bezogen und die Tradition der Schwalbenschwanz-Kompanie "Auf Zack im Frack" fortsetzten. Krönender Abschluss der Parade war der Große Zapfenstreich, den Schützen-Hauptmann Gert Orths kommandierte und den Innenstaatssekretär Günter Krings, Ehrengast auf der Tribüne, stellvertretend für die Kanzlerin erlebte. Ihm und ihr zu Ehren spielten die vereinten Musikanten zur Serenade.
Später dann traf sich die versammelte Festgemeinde auf dem Kapuzinerplatz wo die Schützen ihr Feldlager hatten und abends schöne Tanzmädchen (von der Dance Company aus Viersen) zu sehen und kölsche Tön zu hören waren. Dort nahm Venn erneut den Siegerpokal für die größte Abordnung in Empfang, freute sich Günhoven über den Frauenpokal, hatte der Bruderrat Gelegenheit, mit den Helfern und Unterstützern beim großen Stadtschützenfest anzustoßen. Besonderen Dank sagten die Schützen Polizei und Feuerwehr, MGMG, Festwirt Rolf Jansen und Marktbeschicker Sven Tusch, allen Förderern und ganz besonders den teilnehmenden Schützen. Schützenchef Horst Thoren wiederholte, was er schon in der Festmesse gesagt hatte:"Freude und Freundschaft sind Kernbegriffe unseres Brauchtums. Unsere Feste halten Leib und Seele zusammen." ( September 2016 )
Bild-Info: Umjubelt: Gladbachs neuer Bezirkskönig Marc Gülzow aus Lürrip mit seinen Ministern Heinz Ritters aus Wickrathhahn (zweiter von linkis) und Tilman Sehlen aus Speick. Eingerahmt wird das Königstrio von Oberbürgermeisster Hans-Wilhelm Reiners (rechts) und Schützenchef Horst Thoren. Getragen wird der König von den Schützenbrüdern Hans-Martin Fondermann und Detlev Robens. / Gladbachs Schützen-Lilli für das Europakönigspaar Berta und Josef Lohninger aus Österreich. / Für diese hohe Auszeichnung kam eigens der stellvertrende Bundesschützenmeister Wolfgang Genenger (links) nach Mönchengladbach: Goldener Stern für den verdienten Schützenbruder Heinz-Josef Esser aus Geistenbeck. / Schunkelstimmung mit Herz beim Gladbacher "Ball aller Majestäten". Die versammelten Königinnen, dekoriert mit Lebkuchenherzen, tanzten zu "Schenk mir heute Nacht dein ganzes Herz ..." Foto: Mario Winkler (frei)


Gladbachs neuer Bezirkskönig Marc Gülzow
Gladbachs neuer Bezirkskönig Marc Gülzow aus Lürrip mit seinen Ministern Heinz Ritters aus Wickrathhahn (zweiter von linkis) und Tilman Sehlen aus Speick. Eingerahmt wird das Königstrio von Oberbürgermeisster Hans-Wilhelm Reiners (rechts) und Schützenchef Horst Thoren. Getragen wird der König von den Schützenbrüdern Hans-Martin Fondermann und Detlev Robens. Foto: Mario Winkler (frei) ( September 2016 )


Neuer Pressekönig spricht für die Sparkasse
Drei Chefs beim Pressekönigsschießen auf dem Treppchen. Bernd Ormanns, Kommunikationschef der Stadtsparkasse, ist Pressekönig. Oliver Auster, Bild-NRW-Chef, und RP-Chefredakteur Michael Bröcker sind Minister. Der Vogel fiel mit dem 153. Schuss durch einen Glückstreffer. Denn es war schon so dunkel, dass die 51 mitschießenden Journalisten den Holzvogel kaum noch sehen konnten. Erste Gratulanten: OB Hans-Wilhelm Reiners und Bezirkskönig Christoph Korsten. Erleichtert Schützenchef Horst Thoren, der wegen der Länge des Schießens bereits ein Losverfahren zur Ermittlung des Pressekönigs in Erwägung gezogen hatte. Seinen großen Auftritt hat der Kommunikationskönig beim Stadtschützenfest am 4. September. ( August 2016 )


Stadtschützenfest am 4. September mit 2500 Zugteilnehmern und den Nibelungen
Siegfried bringt den Schützen das Rheingold nach Gladbach
Auf Schatzsuche gehen Gladbachs Bruderschaften beim Stadtschützenfest am ersten Sonntag im September. Genauer gesagt, wollen sie das legendäre Rheingold der Nibelungen entdecken. Und damit das nicht zu schwierig wird, haben die Schützen den Eigentümer persönlich eingeladen, mit Ihnen zu feiern. Ihre Hoffnung: Siegfried von Xanten, Königssohn und Drachentöter, Held und Frauenschwarm, hat die goldige Fracht im Schlepp, wenn er am 4. September, hoch zu Ross, über den Alten Markt in Mönchengladbach reitet.
Ja, die historienkundigen Bruderschaftler sind tief eingestiegen in die Welt deutscher Mythen! Vorne an ihr sagenverliebter Chef Horst Thoren, der alljährlich zum Stadtschützenfest Volkslegenden auferstehen lässt und (durch heftige Verknotungen) einen Bezug zu Mönchengladbach und/ oder den Niederrhein herstellt. Und wieder einmal muss ein prominenter Gladbacher in die Hauptrolle schlüpfen!
Bei (jung) Siegfried fiel es den Schützen nicht ganz so leicht wie sonst, die darstellerische Allzweckwaffe Michael Schroeren ins Spiel zu bringen. Wird nicht Jüngling und Kraftprotz Siegfried in der Regel als hünenhaft, jugendlich und mit Wallehaar und göttlicher Stimme dargestellt (siehe und höre Wagner in Bayreuth)?
Wie wir aber in all den Jahren gelernt haben, ist Bürgermeister Michael mit einigen Kunstgriffen durchaus in alles und jedes verwandelbar. So auch jetzt:
Das mit dem Haar lässt sich theatertechnisch regeln. Gesänge kommen vom Playback - und die Größe, nun ja. wozu gibt es hohe Pferde?! Das Wichtigste haben beide jedenfalls gemeinsam: Wie Siegfried, der Sagenhafte, eher mit List (und Tücke), statt mit roher Kraft, den schrecklichen Drachen überwand und den Schatz eroberte, so kann ihm der junggebliebene Pfiffikus Schroeren (70), absolut das Wasser reichen! Zumal er mit seinem überwältigenden Charme und darstellerischer Finesse fehlende Zentimeter spielend ausgleicht.
Bewaffnet mit Nibelungen-Helm, Tarnkappe und Legendenwissen reitet er am ersten September-Sonntag, ab 15 Uhr, dem Schützenregiment voran zur Parade am Alten Markt. Dort trifft der rheinische Super-Asterix den geschichtskundigen Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners und - den Drachen! Noch ein Besetzungsproblem!
Während als Lanzenhalter des edlen Recken Borussen-Geschäftsführer Stephan Schippers mit all seinem "Halt Pohl"-Geschick glänzen wird, bleibt die Rolle des speienden Ungetüms vorerst noch unbesetzt. Oder traut sich der, einem grimmen, feuerspeienden Schatzwächter am ehesten ähnelnde Stadtkämmerer Bernd Kuckels, die Rolle zu übernehmen? Womöglich eilt ihm der - strafzinserprobte Sparkassenchef Hartmut Wnuck zu Hilfe!? Der ist beim Stadtschützenfest eh vor Ort, trägt als Mitglied der historischen Truppe Frack und Zylinder und lässt sich von NEW-Chef Friedhelm Kirchhartz kommandieren. Kirchhartz, der einzige im "Promi-Look" mit Schützenerfahrung, teilt sich mit Karikaturist Nik Ebert ("Ich bin immer der Einzige, der im Gleichschritt geht..!") Ex- Offizier und Ausbilder bei der Bundeswehr, die undankbare Aufgabe, die Frackträger in Reih und Glied durch die Stadt zu führen.
Solchermaßen aus- und vorgeführt werden bekannte Feiergrößen wie Volksbank-Vorstand Franz-Dirk Meurers, Chefarzt Ralf Dürselen, NEW-Vorstand Frank Kindervater, Rechtsanwalt Peter Backes, Immobilienkaufmann Norbert Bienen oder der neue MAGS-Chef Hans-Jürgen Schnass. Bürgermeisterin Petra Heinen-Dauber, im Biedermeierkleid des ersten Gladbacher Schützenfestes von 1836 dabei, lässt sich von EX-OB Monika Bartsch ins Geschehen einführen. Sportausschußvorsitzender Frank Boss will seinen ersten Auftritt nutzen, um das Schützen-Sportabzeichen zu machen. Der einzige mit Überblick und Ruhe ist Volksbank-Pensionär Lothar Erbers, der als General das gesamte Regiment mit 2500 Schützen und Muskanten anführt. Erbers hofft dabei auf Unterstützung von Schützen-Altstadtsheriff Josef Vitz und Polizeipräsident Mathis Wisselmann. Ordnung muss sein!
Wer die Promitruppe mit Siegfried und den Frackträgern, den noch unbekannten Drachen und natürlich 2500 Schützen und Musikanten mit ihrem neuen König sehen und erleben will, ist herzlich eingeladen: Sonntag, 4. Sepember, ab 15 Uhr, am Alten Markt.
Gefeiert wird am ersten September-Wochenende beim Feldlager auf dem Kapuzinerplatz und beim Schützenball in der Kaiser-Friedrich-Halle. Geboten wird Schützentradition mit Spannung und Emotion (beim Vogelschuss am Samstag15 Uhrauf dem Kapuzinerplatz), mit Gebet und Litanei (bei der Krönungsmesse Sonntag13.45 Uhr im Münster), mit Pauken und Trompeten (bei der Festparade am Sonntag 16 Uhr am Alten Markt), mit Tschingerassabum und kölsche Tön (beim Feldlager auf dem Kapuzinerplatz mit Ausklang am Festsonntag).
Die Schützen haben versprochen: Sollte Siegfrieds Rheingold erbeutet werden, kommt der Schatz - ohne Abschläge und Verwaltungsgebühren - der Stadt und sonstigen Bedürftigen zugute. Wenn nicht, so sagen die Bruderschaftler, sei das auch nicht schlimm. Schließlich sei das Brauchtum an sich schon ein Schatz, anerkanntes Kulturerbe sogar, das sich beim Stadtschützenfest in Mönchengladbach am ersten September-Wochenende ohne große Mühe entdecken lasse. (August 2016 )


Mönchengladbacher Stadtschützenfest 2016:
Gladbach sucht den Superkönig!
Geht beim Königsschuss alles mit rechten Dingen zu? Wird geschummelt? Steht gar vor dem Schießen bereits fest, wer am Ende den Vogel von der Stange holt und sich fortan mit „Majestät“ anreden lassen darf ?
Gladbachs Bruderschaften betonen: „Alles korrekt.“ Zumindest beim Stadtschützenfest (3. und 4. September) gehe nichts hintenrum. Hier seien ausschließlich die Treffer vorne entscheidend. Dabei wissen eingeweihte Schießmeister genau, wie sie den Vogel präparieren müssen, damit er zum "richtigen" Zeitpunkt fällt.
Säge und Bohrer sind die unverzichtbaren Hilfsmittel für Schießmeister, die zwar "korrekt" sind, aber nicht ewig Zeit haben, auf den neuen König zu warten. Denn auch beim Vogelschuss zum Stadtschützenfest sind am Fest-Samstag, 3. September, auf dem Kapuzinerplatz gerade mal 60 bis 80 Minuten fürs Schießen vorgesehen. Dann muss der Vogel am Boden liegen, damit die Schützen ihren neuen König nach Terminplan pünktlich hochleben lassen können. Denn das Programm läuft weiter, und am Abend muss Seine Majestät (möglichst mit Frau) festlich gekleidet zum Ball in der Kaiser-Friedrich-Halle erscheinen. Das heißt: Vogel runter 16 Uhr, Jubel, Herzen, Händedrücken, zwei Bierchen in Ehren - dann per Handy die ersten königlichen Befehle nach Hause schicken: "Dreh die Lockenwickler rein, lass mir Badewasser ein" - ab ins Taxi nach Hause, Küsschen für die Königin, frisch machen, Anzug überziehen, zur KFH, Auftritt dort um 20 Uhr.
Damit das klappt, haben die Schießmeister vorgesorgt: Der Holzvogel (Fichtenholz, Adlerform, 50 Zentimeter Spannweite) stammt aus der Werkstatt des Volksvereins gegen Arbeitslosigkeit und wurde nach erprobtem Vorbild gefertigt. Ein ehemaliger Bundeskönig liefert die Vorlage und hinterlegte die Standards für die Klein-Serien-Produktion: Die Volksverein-Schützen-Vögel sind stabil und formschön, haben die richtigen Proportionen, dazu noch Krönchen, Reichsapfel und Zepter und halten (je nach Zielgenauigkeit der Schützen) zwischen 60 und 120 Schuss aus dem Kleinkalibergewehr stand. Dann purzeln sie zu Boden.
Das klappt meistens, aber nicht immer. Im Vorjahr hielt der Holzvogel 299 Treffern stand, bevor ihn Christoph Korsten aus Lürrip mit dem 300. Schuß von der Stange holt. Das brachte den ganzen Terminplan durcheinander. Diesmal soll deshalb alles nach Plan verlaufen und der Königsadler vorsorglich präpariert werden.
Wenn nämlich die Königskandidaten nicht vogelschusserfahren sind, muss der Vogel vorsorglich angebohrt und angesägt werden, damit ihn selbst Fehlschüsse erschüttern können. Ansonsten gilt die Grundregel für alle Kandidaten: "Auf den Balg halten." Gemeint ist das starke Mittelstück mit der tragenden Schraube (Mutter mit spitzem Aufsatz), deren Umfeld rundum perforiert werden muss, damit der Vogel jeglichen Halt verliert und kopfüber zu Boden stürzt. Steht mancherorts der König schon vor dem Schießen fest, weil sich Vorstand und Majestät in spe darauf verständigt haben, ist beim Stadtschützenfest alles offen. Bei bis zu 39 Königskandidaten (alle schon Majestät der eigenen Bruderschaft und im Schießen erfahren), lässt sich kaum schummeln. Warum auch? Schließlich suchen die Bruderschaften unter ihren Majestäten in Stadt und Land den "König der Könige", freut sich der Bruderrat über möglichst viele Bewerber. Bezirksbundesmeister Horst Thoren: "Unser Bezirkskönigsschießen lebt vom spannenden Wettbewerb. Hätten wir nur einen ´ausgesuchten´ Kandidaten, wo bliebe da der Reiz? Wir sind froh, dass meist ein Dutzend Könige und mehr antritt."
Sachkundige Aufsicht gibt es zuhauf: Da sind die Könige selbst, da stehen die Präsidenten der Bruderschaften und Vereine mit wachem Auge dabei, da ist das Publikum zum Zuschauen eingeladen. Den besten Durchblick hat am Samstag, 15 Uhr, aber Schieß-Experte Kurt Schillings, der mit seinem Präzisionsfernrohr den Vogel beobachtet und den Schützen Tipps geben kann und darf. Schützenchef Horst Thoren betont allerdings: "Ohne Gewähr. Kein Schütze kann sich später darauf berufen." Trotzdem hat der Bruderrat mit Bezirksschießmeister Stefan Feiks und seinem Team gleich vier sachkundige Berater und Beobachter abgestellt. Der Bruderrat betont: Der Vogelschuss ist Teil des historischen Königsspiels und letztlich Glückssache.
"Aber kein Spiel für Glücksritter", sagt Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst. Denn der König hat Pflichten, nicht nur beim Stadtschützenfest, wo er am Fest-Sonntag, 6. September, 13.45 Uhr, im Münster gekrönt und anschließend in der Kutsche durch die Stadt gefahren und bei der Parade (16.15 Uhr) am Alten Markt von 2500 Schützen und Musikanten gefeiert wird. Denn die Würde und Bürde des Amtes (plus prächtiger Drei-Königs-Kette) trägt er ein ganzes Jahr – bis zum nächsten Vogelschuss 2016, wenn Bruderratsfreund Hans-Josef Heupts wieder Buch führt über die neuen Königskandidaten. ( August 2016 )


Zwei Tage Stadtschützenfest: Treffpunkt Kapuzinerplatz
Gutes Essen,leckeres Altbier,schönes Brauchtum
Der Alte Markt zeigt sich am ersten Wochenende im September von seiner gemütlichen Seite: Die Schützen ziehen auf, bringen alte Trachten mit und Volksfeststimmung, wie sie früher einmal war und heute noch beliebt ist.
Budengassen und Stände, Spaßmacher und Musikanten sorgen am Samstag,3. September, und Sonntag, 4. September, für ein wenig Jahrmarktatmosphäre. Das alles beim Stadtschützenfest, das mehr als 150 Jahre Tradition hat und seit seiner Wiederbelebung vor drei Jahrzehnten stetig wachsenden Zulauf vorweisen kann.
Erwartet werden bis zu 50.000 Marktgäste, die neugierig, hungrig und schaulustig sein sollen: Alle drei Bedürfnisse wollen die gastgebenden Schützen erfüllen.
Wenn die Bruderschaften auch auf Altbewährtes setzen, alles beim Alten lassen sie nicht. So hat ihr Stadtschützenfest längst Stadtfestcharakter, geht’s beim „Treffpunkt Kapuzinerplatz“ locker und lustig zu (Festsamstag und Festsonntag, 11 bis 22 Uhr). Tradition ist für die Gastgeber alles, was man kennt und liebt und nicht verstaubt ist.
Das sind die Oldies von Abba, Beatles und Zappa ebenso wie Schützenfolklore und die Geheimnisse von Tausend-und-einer-Nacht. Und zur unterhaltsamen Bühnen-Show zapfen die Festwirte heimisches Altbier an und servieren Deftiges und Kulinarisches: Treffpunkt Kapuzinerplatz..
Historisch sind die Trachten und Uniformen der Schützen, die sich am ersten Wochenende im September auf dem Alten Markt zu Umzügen und Parade sammeln. Am Festsamstag, 3. September, geht’s mit dem Königsschuss los, ermitteln die Bruderschaften unter bis zu 39 Kandidaten um 15 Uhr beim Vogelschuss auf dem Kapuzinerplatz ihre neue Majestät.
Das Schützenprogramm am Festsonntag, 4. September, beginnt mit der Krönungsmesse um 13.45 Uhr im Münster. Danach ziehen 2500 Schützen und Musikanten (zwölf Musikkapellen blasen den Marsch) durch die Innenstadt und zur Parade, die um 16 Uhr am Alten Markt ist. Die Marscherlaubnis gibt Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners, ohne dessen Ja-Wort General Lothar Erbers nicht antreten lässt. OB Reiners hat an diesem zweiten Festtag seine erste Bewährungsprobe schon hinter sich. Er muss zur Eröffnung das Freibierfass ´mit Schwung anschlagen und allen zuprosten.
Die Schützen aber müssen marschieren, erst den Berg hinab und dann wieder hinauf. Nur der König geht nicht zu Fuß. Er lässt vorfahren, sitzt in der Kutsche. Stehen dürfen die Zuschauer, von denen bei gutem Wetter allein bei der Festparade am Sonntag, 4. September, 16.15 Uhr, gut und gern 20.000 am Alten Markt erwartet werden. ( August 2016


Papst Franziskus hob den Gefällt-mir-Daumen
Europa-Schützen mit Musikfreunden zur Wallfahrt in Rom
Europakönig Josef Lohninger aus Österreich fühlte sich wie ein Kaiser, als er in den Petersdom einzog. Unter den Klängen von 12 Musikgruppen aus Österreich, Liechtenstein und Deutschland schritt die Majestät, begleitet von seiner Frau und der stattlichen Wallfahrergruppe der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen, durchs Hauptportal in die Papstkirche, wo die Blicke (und Fotohandys) tausender Besucher auf ihn gerichtet waren. Der Einzug in die Peterskirche,der Königsitz im Chorgestühl am Hauptaltar, die Schützenmesse mit Monsignore Franz Xaver Brandmayr, Rektor der deutschen Nationalkirche in Rom, schließlich der Ausmarsch mit klingendem Spiel über den Petersplatz ließen Lohninger schwärmen. „Das werde ich nie vergessen“, sagte er noch Stunden später. Für ihn und seine Frau und Königin ist das „unvergessliche Erlebnis“ der Romwallfahrt im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit schon jetzt Höhepunkt seiner dreijährigen Regentschaft. Dem zweiten, bereits eindrucksvollen Tag in Rom, folgt am dritten Tag die Fronleichnamsprozession in den Vatikanische Gärten. Angeführt von Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann eröffnen die Europa-Schützen den Gebetszug, der bei sengender Hitze zu den Lourdesgrotten führt, wo der Freiburger Erzbischof Stephan Burger predigte. Die Erzbruderschaft vom Campo Santo Teutonico mit ihrem Rektor Dr. Fischer hatte zum dritten Mal die deutsche Gemeinde zur Prozession eingeladen und diesmal auch Musiker und Europa-Schützen eingebunden. Gebete und Musik erfreuten offensichtlich auch den emeritierten Papst Benedikt, der dem Gebetszug vom Fenster seiner Wohnstatt aus zuwinkte. Und wieder war der Europakönig gerührt: „Unvergesslich.“ Dem stimmte auch Europa-Präsident Charles-Louis de Merode gerne zu, der gemeinsam mit Vizepräsident Horst Thoren das Königspaar eskortierte. Er sah in der Fronleichnamsprozession im Vatikan „Ein Fest des Glaubens.“ Das sagte er auch dem Rektor des Campo Santo, Dr. Hans-Peter Fischer, der gemeinsam mit Erzbischof Georg Gänswein, dem Präfekten des Päpstlichen Hauses, nach der Prozession zur Vesper geladen hatte. Fischer erhielt von de Merode ein echt sllbernes Schützenzeichen mit dem Kölner Dom als Symbol der Verbundenheit zwischen Schützenbruderschaften und Erzbruderschaft am Campo Santo. Nach den Gebeten stärkten sich die Europa-Schützen in einem Landlokal in den Außenbezirken Roms bei einem zünftigen Abend mit Blasmusik, Bier und Pasta für den großen Tag der Papst-Begegnung. Zum Abschluss der Wallfahrt, die Peter-Olaf Hoffmann und Marion Stimmel bestens vorbereitet hatten, bestand Gelegenheit, bei Papstmesse und Angelusgebet den heiligen Vater zu sehen. Und tatsächlich nahm Papst Franziskus auch Schützen und Musiker wahr. Bei seiner Rundfahrt mit dem Papamobil über den Petersplatz wurde er von den vereinigten Musikern mit Traditionsmärschen begrüßt, der Papst winkte dem Europakönig zu und zeigte den Musikanten mit dem Gefällt-mir-Daumen, dass die frohe Botschaft der europäischen Pilger und ihrer Musikbegleiter bei ihm angekommen war. ( Mai 2016 )


Zum 300jährigen des Hannen-Hauses brachten Alphornbläser ein Ständchen für Biergartenkuh Hanni
Wie auf der Alm ging es bei der Feier zum 300-jährigen Bestehen des Hannen-Stammhauses in Korschenbroich zu: Vor dem traditionellen ehemaligen Gerichtshaus, Weinhaus und späteren Stammhaus der Hannen-Brauerei spielten vier Alphornbläser sozusagen die Begrüßungsfanfaren. Während dessen ließ es sich die Kuh Hanni hinter dem Hannen-Haus wohlergehen: zwar nicht auf satter Almwiese, dafür aber frisch getränkt mit einem kühlen Hannen Alt.
Denn die 300-Jahr-Feier des ehrwürdigen Hannen-Hauses, das nach dem großen Dorfbrand von 1716 als Weinhaus der Herrschaft Myllendonk errichtet wurde,hatte auch Zukunftsweisendes zu bieten. Symbol dafür war die Taufe von Kuh Hanni durch Rosemarie Bernauer. Die kunstbegabte Apothekerin hatte die lebensgroße Kuh-Skulptur stilecht mit einer Lederhose, der geballten Hannen-Faust auf dem Allerwertesten und mit Trachtenhemd bemalt. Die Apothekerin und Künstlerin nahm auch die Kuh-Taufe mit einem ordentlichen Bierseidel vor und wünschte Hanni dabei: "Möge dein Euter ständig Bier geben!" Und vor der "Alm" kam es den vielen prominenten Gästen beim Empfang mit Alphornklang beinahe so vor, als ob sie über einen imaginären roten Teppich liefen. Die geübten Alphornbläser um Malermeister und Musiker Reinhard Weyen sind allerdings große Auftritte gewöhnt, hatten sie doch unlängst vor 40.000 begeisterten Zuschauern zur Eröffnung der Biathlon-World-Team-Challenge in der Schalke-Arena in Gelsenkirchen aufgespielt.
Ganz so viele Gäste waren zur 300-Jahr-Feier natürlich nicht ins Hannen-Haus gekommen. Dafür hatte in gewisser Weise ganz Korschenbroich zumindest musikalisch etwas von dieser zünftigen Jubiläums-Brause: Denn Alphörner lassen sich, je nach Landschaft, fünf bis zehn Kilometer weit hören. Mächtig Spaß hatten bei Kuh-Taufe, Alphornbläser-Empfang, einem deftigen Brauhaus-Buffet und frisch gezapftem Hannen-Bier die Gäste aus Politik, Schützenbruderschaften, Sport und - der versammelte Klerus, der in Korschenbroich auch bei keiner geselligen Veranstaltung fehlen darf. Die Priester Marc Zimmermann und Hermann-Josef Schagen aus Korschenbroich und ihr Rheydter Amtsbruder Manfred Riethdorf wurden vom Hausherrn Horst Thoren aber nicht in Verlegenheit gebracht. Sie mussten nicht bei der profanen Kuh-Taufe assistieren. Das besorgten dann die Carlsbergbrauer um Reinhard Werth, der eigens von Holsten aus Hamburg angereist war, um mit seinem niederrheinischen Lieblingsbier anzustoßen.
Auch musste der ebenfalls zu den Gästen zählende Professor Gunter Konrad, ehemaliger Ärztlicher Leiter des Krankenhauses Maria Hilf, an diesem Abend keinen medizinischen Beistand leisten und konnte entspannt mitfeiern. Dabei hatte Korschenbroichs neuer Bürgermeister Marc Venten ein bedeutsames und, je nachdem, wer es benutzt, ein nicht ganz ungefährliches Geschenk für den Gastgeber mitgebracht: einen Cityroller, damit Horst Thoren vom Hannen-Haus immer mal schnell zum Rathaus rollen kann. Das war an diesem Abend aber nicht nötig. Denn neben dem Bürgermeister waren auch genügend weitere Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Brauchtum zum gemeinsamen Zuprosten auf ein Bier vorbei gekommen.
Bundestagsabgeordneter Ansgar Heveling und sein Landtagskollege Lutz Lienenkämper trugen sich ebenso ins Gästebuch wie Landrat-Vize Hans-Ulrich Klose, Bürgermeister-Stellvertreter Albert Richter oder die frühere Gladbacher Oberbürgermeisterin Monika Bartsch. Gern gesehene Gäste waren auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Günter Krings, Borussen-Geschäftsführer Stephan Schippers und der frühere AOK-Chef Wilfried Jacobs . Bis schließlich um zwei Uhr in der Frühe die letzten Besucher gegangen waren, wurde auch im Brunnenhof des Hannen-Hauses so manch ein Plausch gehalten und dabei mit dem ein und anderen leckeren Bierchen auch auf Kuh Hanni angestoßen. Die ertrug selbst die Melkversuche gelassen. Kein Muh kam aus ihrem Maul, dafür muhte zur Freude der Gäste der Schützenchor um Bezirkskönig Christoph Korsten und Bundesgeschäftsführer Ralf Heinrichs. Denn in rheinischen Landen gilt selbst bei historischen Jubiläen: Spaß muss sein. ( Mai 2016 )
Fotos Mario Winkler (frei) Seit 300 Jahren markantes Bauwerk im Ortskern von Korschenbroich: Das historische Weinhaus, im Volksmund Hannen-Haus genannt (hier am Jubiläumsabend stilvoll beleuchtet).
Alpenklänge zum Auftakt: Die Alphornbläser um Reinhard Weyen eröffneten das zünftige Bierfest zum 300jährigen des Hannen-Hauses. Hatten ihren Spaß mit Biergartenkuh Hanni: die Carlsberg-Crew mit Reinhard Werth, Guido Ellerwald und Frau Bruckes sowie Horst Thoren.
Am Brauwasserbrunnen hinter dem Hannen-Haus: (von rechts) Staatssekretär Günter Krings, Pfarrer Manfred Riethdorf, Bundestagsabgeordneter Ansgar Heveling, Hausherr Horst Thoren und Pfarrvikar Hermann-Josef Schagen


Botschafter Kameruns von Unges Pengste begeistert
Seine Exzellenz dankte beim Besuch in Korschenbroich für die Schützen-Initiative Augenhilfe Afrika
Wie exakt die Korschenbroicher Schützen marschieren können, darüber war die Gattin des Kameruner Botschafters erstaunt. Victorine und Jean-Marc Mpay waren nicht nur Ehrengäste bei „Unges Pengste“. Der Botschafter, der am Pfingstmontag auch zum Ehrenmitglied der Augenhilfe Afrika, per Urkunde dokumentiert, ernannt wurde, nahm an diesem Tage auch die Parade ab. Zuvor war er bereits von Korschenbroichs Bürgermeister Marc Venten begrüßt und eingeladen worden, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen. Die Schützen mit Bezirksbundesmeister Horst Thoren überreichten dem Botschafter den silbernen "Stern der Freundschaft". Den trug er mit Stolz bei der Königsparade. Auch Victorine Mpay und die Referentin des Botschafters, Evelyne Gerick, bestaunten das Defilée der Schützen von der Ehrentribüne aus.
Mit in der Entourage des Ministers war auch der Kameruner André Tang Bayock nach Korschenbroich gekommen. Und auch er staunte nicht schlecht, erlebte der seit vielen Jahren in Düsseldorf lebende Afrikaner damit sein erstes Schützenfest in Deutschland. Dafür, vielleicht auch, weil er nicht wusste, was da auf ihn zukam, hatte der Kameruner ein besonderes "Utensil" unter dem Arm: "Das ist gut gegen böse Geister", zeigte Bayock strahlend eine Art von Zeremonienstab und einen 100 Jahre alten Stoßzahn. Böse Geister traf Bayock natürlich auf dem Korschenbroicher Pfingstfest natürlich nicht an, dafür gewannen er und das Botschafterpaar etliche neue Freunde.
Dazu zählt sich nun auch der Kameruner Augenarzt und Korschenbroicher Schützenbruder Dr. Raoul Cheuteu, der in diesem Jahr bereits bei zwei Operationskampagnen mehr als 100 Blinden das Augenlicht zurückgeben konnte. Die gleiche Wellenlänge, auch sprachlich, fanden nicht nur Cheuteu und der Botschafter auf Anhieb. Auch Charles-Louis Prinz von Merode, der Präsident der Europäischen Gemeinschaft historischer Schützen (EGS), freute sich, bei "Unges Pengste" mit den Kamerunern in seiner Muttersprache auf Französisch kommunizieren zu können.
International und weltumspannend ging es auch beim gemeinsamen Essen mit der Botschafter-Delegation im Hannen-Stammhaus zu, zu dem Bezirksbundesmeister Horst Thoren nach der Königsparade eingeladen hatte. Da konnte CDU-Bundestagsabgeordneter Ansgar Heveling aus seiner neuen Position als Vorsitzendem des Bundes-Innenausschusses berichten. Und Botschafter Mpay aus seinem profunden Erfahrungsschatz als Sicherheitsattaché auch in den USA, Kanada und sogar in China mitdiskutieren. Seit 2008 ist er Botschafter Kameruns in Deutschland. Und über die Aktivitäten der Augenhilfe Afrika in seinem Heimatland war er beim Besuch zu „Unges Pengste“ bereits bestens unterrichtet.
Denn der Mönchengladbacher Professor Gunter Konrad hatte den Botschafter in Mönchengladbach bei einem Vortrag in der Freimaurerloge kennengelernt und war seiner anschließenden Einladung nach Berlin gefolgt. Prof. Konrad ist Vorstandsmitglied und medizinischer Berater der Augenhilfe Afrika. Aber Raoul Cheuteus Namen und vor allem sein humanitärer Einsatz für die Blinden haben sich auch über die Lions-Clubs verbreitet. Über den Korschenbroicher "Löwen" Fritz Otten hatte Cheuteu den Einstieg in diese internationale Gemeinschaft gefunden und war auch in Kameruns Hauptstadt Yaoundé sofort vom dortigen Lions-Club aufgenommen worden. In diesem Jahr ist er sogar ihr Präsident.
Ein besonderer Unterstützer der Augenhilfe Afrika ist auch der Lions-Club Kaarst-Korschenbroich, mit dessen Spenden Dr. Cheuteu während seines Deutschlandaufenthaltes jetzt ein überaus wichtiges medizinisches Gerät anschaffen und mit nach Kamerun nehmen kann. Das hilft ihm bei den künftigen Operationen, den blinden oder fast blinden Patienten Augenlinsen einzusetzen, die ihnen eine weitaus bessere Sehschärfe bieten, als es mit den bescheidenen Möglichkeiten bei den "Busch-Operationen" bislang möglich war.
Weitere Informationen über die Arbeit der Augenhilfe Afrika gibt es unter www.augenhilfe-afrika.de. Das Spendenkonto hat die Nummer: DE52 3055 0000 0093 4481 32 bei der Sparkasse Neuss. ( Mai 2016 )


Waldhausen stellt beide Bezirksprinzen
Ihre neuen Jugendmajestäten ermittelte die Sankt-Sebastianus-Schützenjugend beim Bezirksprinzenschießen in Waldhausen. Neuer Bezirksprinz ist Florian-Markus Corres aus Waldhausen, der den Holzvogel mit dem 219. Schuss von der Stange holte. Den Titel des Bezirksschülerprinzen errang mit dem 96. Schuss Niklas Groth (ebenfalls Waldhausen). Die beiden Prinzen und ihre Ritter wurden am Wochenende vorgestellt. Ins Amt eingeführt werden sie bei der Krönungsmesse zum Stadtschützenfest im September. Unser Bild zeigt die beiden Prinzenhäuser mit Bezirksschülerprinz Niklas Groth, Sankt. Sebastianus und Sankt Vitus Obergeburth Waldhausen (3.v.li.), 1. Ritter: Lukas Lange, Sankt. Hubertus Bruderschaft Wickrathhahn (2.v.li.), 2. Ritter: Maurice Kosinski, Sankt. Petrus und Paulus Pfarrbruderschaft Lürrip (li.), Bezirksprinz Florian-Markus Corres, Sankt Sebastianus und Sankt. Vitus Obergeburth Waldhausen (3.v.re.), 1. Ritter: Nico Horn, Sankt. Josef Schützenbruderschaft Geistenbeck (2.v.re.), 2. Ritterin: Raphaela Linssen, Sankt. Josef Pfarrbruderschaft Hermges (re.), Foto: Heinz-Josef Katz ( April 2016 )


Nachtwallfahrt der Bruderschaften am 12. März
Schützen folgen Papstaufruf zum Jahr der Barmherzigkeit
"Sei bei mir alle Tage!“ Unter diesem Leitwort ziehen die Bruderschaften aus Stadt und Land am Samstag, 12. März, zum Marienheiligtum in Hehn. „Wir beten bei unserem Pilgergang für Menschen in Not, die einsam sind, sich allein fühlen, die Unterstützung und Wegbegleitung brauchen. Wir beten für alle, die Mangel leiden an liebevoller Fürsorge und brüderlicher Freundschaft. Das heilige Jahr der Barmherzigkeit, von Papst Franziskus ausgerufen, soll uns Ansporn sein, Herz und Hand zu öffnen. Der Betgang der Bruderschaften möge uns die Kraft geben, aus dem Glauben heraus das eigene Leben zu meistern und dem Nächsten voll Vertrauen Freund und Stütze zu sein“, erklären Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst und Bezirksbundesmeister Horst Thoren in ihrer Einladung zur Nachtwallfahrt 2016. Die Hauptpilgergruppe macht sich um 19 Uhr ab Pfarrkirche Speick auf den Weg. Die Pilgermesse um 20.30 Uhr in Hehn liest Pfarrer Manfred Riethdorf, der den erkrankten Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst vertritt. Nach dem Gottesdienst kommen Schützen und Gäste zur Agape im Pfarrheim zusammen. Gegen 22.00 Uhr wird an den Grotten der Schlußsegen erteilt. Zur Nachtwallfahrt der Bruderschaften, 1983 neubegründet, kommen jeweils 600 Schützen zu Fuß nach Hehn. Jedes Jahr stellen die Bruderschaften ihren Pilgergang unter ein Leitwort, das den Gebeten Inhalt und Richtung geben soll. (März 2016)


Niederrhein-Initiative erfolgreich: Schützenwesen als Kulturerbe anerkannt
Unesco würdigt integrative Kraft der Schützen
Die Kulturerbe-Initiative der Schützen, vor zwei Jahren zu Unges Pengste in Korschenbroich von Bezirksbundesmeister Horst Thoren öffentlich angestoßen, hat jetzt die Anerkennung der Unesco gefunden. Endlich haben es die Schützen schriftlich! Ihr traditionelles Brauchtum gehört zum deutschen Kulturerbe. Das haben die Kultusministerkonferenz unter Leitung der sächsischen Kultusministerin Brunhild Kurth und die Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters bestätigt. Damit folgen sie der Empfehlung der Experten der Deutschen Unesco-Kommission, die dem Schützenwesen eine prägende soziale und gesellschaftliche Rolle zubilligt. In der Begründung heißt es, das Schützenwesen sei vielerorts ein wichtiger, historisch gewachsener und lebendiger Teil der regionalen Identität. Bestes Beispiel: Unges Pengste in Korschenbroich. Das große Fest verbindet Lebensfreude mit Heimattreue, ist offen für alle, führt Menschen zusammen.
So würdigt das Expertenkomitee das Schützenwesen als "Ausdruck lokal aktiver Kulturpraxis mit lebendiger Traditionspflege, die stark in örtliche Sozial- und Kulturmilieus eingebunden ist." Sein Vorsitzender Professor Christoph Wulf hatte sich bei einer Gesprächsrunde mit Vertretern der Kommission im Sommer in Bonn von den Korschenbroicher Initiatioren Ansgar Heveling, Bundestagsabgeordneter und Schützenbruder, und Horst Thoren, Justiziar und Vizepräsident der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen, überzeugen lassen. Wulf hebt als prägend insbesondere „die Verpflichtung gegenüber sozialem Engagement und ziviler Kultur“ hervor und betont auch den "integrativen Charakter" des Schützenwesens.
Die Schützen sind Kulturerbe-Pioniere. Sie gehörten zu den ersten Verbänden die den Antrag auf Aufnahme in das nationale Unesco-Verzeichnis stellten. Die Würdigung durch die Unesco-Kommission ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Anerkennung auch als europäisches Kulturerbe. Entsprechend stolz zeigen sich Prinz Charles-Louis de Merode, Präsident der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen, und Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann. Die verdiente Anerkennung sei "Ausdruck der Wertschätzung für all die Schützenschwestern und Schützenbrüder, die die Traditionen des Schützenwesens in seinen vielfältigen Ausprägungen in den Bruderschaften, Gilden und Vereinen vor Ort jeden Tag leben und dazu beitragen, auch in schwierigen Zeiten ein Zeichen für Gemeinschaft zu setzen", so Hoffmann. Prinz de Merode sagt: "Wir sind überglücklich. Für mich als Belgier, der in Deutschland lebt, ist die lebendige, grenzüberschreitende und die Völker verbindende Tradition des Schützenwesens von herausragender Bedeutung. In den Niederlanden ist das Schützenwesen schon seit längerem als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Mit der Anerkennung nun auch in Deutschland sind wir der europäischen Anerkennung einen wichtigen Schritt näher gekommen."
Mit Unterstützung der Deutschen Schützenbundes und schriftlicher Empfehlung durch Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm Salm und Großmeister Karl von Habsburg hatte die Europäische Gemeinschaft Historischer Schützen bereits Ende 2013 den Antrag eingebracht. Die Kultusministerkonferenz hat jetzt – nach Anerkennung durch das Land Nordrhein-Westfalen und intensiver Prüfung durch die nationale Unesco-Kommission - seine Anerkennung ausgesprochen und sich damit, verpflichtet, zur Erhaltung dieser lebendigen Traditionen beizutragen. Gleichzeitig kann der Schützenantrag als europäische Initiative ergänzt und weitergeleitet werden. Die Chancen dazu sind gut, hatte Professor Wulf bereits im Sommer erklärt. Die weitere Vorgehensweise soll kurzfristig mit Ansgar Heveling abgestimmt werden. Der Bundestagsabgeordnete, selbst Schützenbruder in Korschenbroich, hatte Peter-Olaf Hoffmann und Horst Thoren bei der Ausarbeitung der umfänglichen Antragsunterlagen beraten und unterstützt und wird mit seinen Kontakten auch das weitere Verfahren begleiten. Kulturstaastsministerin Monika Grütters Kulturstaatsministerin Monika Grütters sieht in der Anerkennung auch eine Verpflichtung Tradition lebendig zu erhalten. Sie erklärte: "Das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass Reichtum nicht allein in Wohlstand begründet liegt, sondern insbesondere auch in der Vielfalt unserer Kultur. Wir schärfen damit das Bewusstsein für den ideellen Wert der über Generationen überlieferten Kenntnisse und Bräuche." Horst Thoren sieht die gesellschaftliche Bedeutung des Schützenwesens durch die Würdigung bestätigt und freut sich, "dass unsere in Bierlaune angestoßene Initiative diesen Erfolg hat." Er betont: "Das Schützenwesen verbindet Tradition mit Lebensfreude. Unsere Bruderschaften und Vereine stehen für Heimat und Geborgenheit. Wenn jetzt die Unesco das Schützenwesen als Kulturerbe anerkennt, wird nicht allein Geschichte gewürdigt, sondern die gesellschaftliche Kraft des Brauchtums." ( Dezember 2015 )


Gladbachs neuer Bezirkskönig liebt die kleine Kneipe
Peter Alexander muss Willis Bierstübchen gekannt haben, als er die "kleine Kneipe" besang. Das Zwei-Raum-Lokälchen in Lürrip, Musterbeispiel für das urgemütliche Gladbacher Glas-Bier-Geschäft, kam jetzt zu besonderen Ehren. Für einen Abend war das Stübchen königlichen Residenz, denn Christoph Korsten, seit dem Stadtschützenfest im September Bezirksmajestät der Schützen, hatte zum Kennenlerntreff in seine Stammkneipe eingeladen. Deshalb stand an der Tür "geschlossene Gesellschaft", deshalb drängten sich vor Willi Theke Bruderrat und Schützenfreunde, um mit dem neuen König Christoph Korsten aus Lürrip seinen Ministern Kurt Kochen aus Dahl und Frank Mösges aus Wickrathhahn zünftig anzustoßen. Weil der Platz beschränkt, die Freude aber groß war, sorgten die Damen für ein "fliegendes Buffet", wieselten Willi und seine Freunde umher, um jeden sein Gläschen an den Stehplatz zu bringen. Schützenchef Horst Thoren erinnerte noch einmal an den "längsten Vogelschuss aller Zeiten", den Christoph Korsten mit dem erlösenden 300. Schuss beendete. Weil der arg zerschossene Holzvogel als Zierde fürs Wohnzimmer nicht mehr zu gebrauchen war, gab es als Geschenk von Volksbank-Vorstand Franz-Dirk Meurers einen orginalgetreuen Nachbau des Königsadlers. Die Damen bekamen Blumen und das Königshaus Ehrenkarten für die Prinzenproklamation. Wie eng die Verbindung zwischen Sommer- und Winterbrauchtum ist, zeigte sich auch beim Aufzug der Musikanten, denn unter den Spielleuten war auch ein früherer Karnevalsprinz, der zur Freude der Schütze auf die Pauke haute. Das versuchten später dann auch, angefeuert von Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst, der neue König und seine Minister. Sie versprachen, fröhliche Repräsentanten zu sein und die Freude des Brauchtums in die Stadt zu tragen. Sie betonten aber auch die soziale Verpflichtung der Bruderschaften für Menschen in Not und das Prinzip der Schützenhikfe. Unser Bild zeigt Christoph und Silvia Korsten mit Königsvogel sowie die gut beschirmten Ministerpaare Kochen und Mösges (rechts). Links Schützensenior Kurt Franken und Bezirkspräses Johannes van der Vorst. ( November 2015 )


Schützenausflug / Gladbacher Ordensschwestern treffen Legionäre in Xanten
Hab mein Wage, voll geladen, voll mit lieben Schwestern“ intonierte Schützenchef Horst Thoren. Dieser mehrfach zitierte Satz war kennzeichnend für die heitere Atmosphäre bei der vom Bezirksverband der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften Mönchengladbach, Rheydt, Korschenbroich organisierten Ordenswallfahrt. Mit 22 Nonnen aus den verschiedensten Konventen der Stadt ging es per Bus nach Xanten. „Mit dieser Tagesfahrt möchten wir Danke sagen. Danke für den aufopferungsvollen Dienst, den unsere Schwestern tun oder getan haben“, begründete Thoren die Einladung. Von Mitgliedern des Bruderrates organisiert und begleitet, besuchte die Gruppe das archäologische Museum in Xanten und genoss ein Kaffeestündchen in der Römischen Herberge, an dem auch Bürgermeister Michael Schroeren und Frank Boss vom Landschaftsverband teilnahmen. Es folgte eine beeindruckende Führung durch den imposanten St.-Viktor-Dom. Ein Grußwort des Xantener Weihbischofs Wilfried Theisingleitete über zu einer von Bruderratsmitgliedern inhaltlich vorbereiteten Marienvesper. Der Tag endete – noch lange nicht. Denn während Thoren eine Runde Eis ausgab, marschierte zur Überraschung der Gäste eine Gruppe römischer Legionäre auf den Xantener Marktplatz, ein international besetzter historischer Verein, der gerade in der Römerstadt eine Tagung abhielt. Ein schnell organisierter Fototermin – und dann ging es ab nach Korschenbroich, wo die Wallfahrtsgruppe im der Gaststätte „Zum Anker“ bei einem Abendessen den Tag ausklingen ließ. Seit Mitte der 80er Jahre lädt der Bruderrat regelmäßig die Ordensleute der Stadt zu Ausflügen ein. Hike (Text und Fotos frei)( Oktober 2015 )


Schützen-Willi von Kölner Gräfin adoptiert
Ihr Mann ist ein Nachfahre Jan van Werths und deshalb dem Brauchtum eng verbunden. Sie selbst freut sich an Trachten und Uniformen und hat vielleicht deshalb Gladbachs Schützen-Willi ins Herz geschlossen. Die Kölner Gräfin von Hoensbroech, deren Gemahl Constantin beim Bundesschütrzenfest in Büttgen Schirmherr war, hat sich die Schützenpuppe gewünscht und von Bezirksbundesmeister Horst Thoren geschenkt bekommen. Die Übergabe war öffentlich und eine Gaudi für Zuschauer und Ehrengäste. Denn Thoren drückte der Gräfin den frechen Rotschopf beim Vorbeimarsch in die Hand. Dafür gab´s ein hochadeliges Bützchen, was Thoren herzlich freute und den Grafen gottlob nicht störte. Foto: Herbst (frei) ( September 2015 )


Gladbachs neuer Bezirkskönig Christoph Korsten kommt aus Lürrip / 10.000 Schützengäste sahen die Festparade
Stadtschützenfest der Solidarität für Brauchtum und Menschen in Not
Soviel Solidarität verdient Anerkennung: Mönchengladbachs Bruderrat bedankt sich bei den gut 10.000 unentwegten Zuschauern, die trotz Zittertemperaturen und drohender Regenwolken zur Festparade kamen und dem neuen Bezirkskönig Christoph Korsten aus Lürrip fröhlich zujubelten. "Diese Begeisterung fürs Brauchtum ist was Wunderbares", lobt Schützenchef Horst Thoren die Brauchtumsfreunde aus nah und fern. Einsatz und Durchhaltevermögen zeigten beim Stadtschützenfest auch die 2500 Schützen und Musikanten, die zu Ehren seiner Majestät frohgemut aufmarschierten und rheinisch-preußisch feierten. Dauerregen (am Festsamstag) und Kälteschock (am Festsonntag) machte Schützen und Gästen offensichtlich wenig aus. Sie erlebten trotz der Wetterkapriolen ein stimmungsvolles Stadtschützenfest, dessen frohe Botschaft einen ernsten Hintergrund hat. Die Schützen aus Stadt und Land sagten "Herzlich willkommen" und meinten damit auch die Flüchtlinge, die in Mönchengladbach und Korschenbroich suchen, was sie in ihrer Heimat nicht finden können: Frieden, Halt, Schutz und Hilfe. "All das kann Bruderschaft geben", betonten Bezirksbundesmeister Horst Thoren und Festprediger Regionaldekan Ulrich Clancett bei der Krönungsmesse im Gladbacher Münster. So war Mönchengladbachs Stadtschützenfest auch ein Fest brüderlicher Solidarität mit Menschen in Not.
Das ist Rekord beim Stadtschützenfest in Mönchengladbach! Zweieinhalb Stunden und 300 Schuss. So hartnäckig wehrte sich noch kein Holzvogel gegen den Königsschuss. Am Ende holte Christoph Korsten aus Lürrip den widerspenstigen Holzadler von der Stange. Er ist Gladbachs neuer Bezirkskönig. Sein Volltreffer, vom frierenden, im Dauerregen ausharrenden Publikum lange ersehnt, wurde mit Jubel bedacht. Besonders freuten sich des Königs Freunde von der Pfarrbruderschaft Sankt Petrus und Paulus Lürrip, die den 54jährigen Elektroniker umarmten und hochleben ließen. Des Königs Frau Silvia erfuhr per Handy vom Erfolg ihres Mannes, der sagte nur kurz "Ich hab dich lieb" und "gleich tanzen wir in der Kaiser-Friedrich-Halle." Derweil diskutierten auf dem Kapuzinerplatz noch die Königskandidaten (mit Korsten 13 an der Zahl) über den "längsten Vogelschuss aller Zeiten". Was wäre passiert, wenn der Vogel oben geblieben wäre? Selbst Schützenchef Horst Thoren schien zeitweise ratlos. Als Thoren kurz vor dem 300. Schuss angeboten hatte, den Vogelschuss abzubrechen und das Losglück entscheiden zu lassen, votierten Königsbewerber und Schützenfreunde lauthals für die Fortsetzung des Schießens. Kurz danach fiel der Vogel. Endlich! Mit dem Königstreffer standen dann auch die beiden Schützenr fest, die den neuen Bezirkskönig als „Bodyguards“ auf Schritt und Tritt begleiten: Kurt Kochen aus Dahl und Frank Mösges aus Wickrathhahn hatten vor dem König auf den Vogel geschossen und sich damit den Ministertitel verdient. Ihr erster Auftritt mit dem König führte sie abends zum Ball aller Majestäten in die Kaiser-Friedrich-Halle. Das erste Probelaufen (-tanzen) für das neue Bezirkskönigshaus endete beschwingt mit einem dicken Lob des Publikums: „Die können selbst den Kaiserwalzer.“
Förmlich ins Amt eingeführt wurde der neue Bezirkskönig am Festsonntag bei der feierlichen Krönungsmesse im Gladbacher Münster von Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst, dem Regionaldekan Ulrich Clancett als Prediger zur Seite stand: Bruder sein ist mehr. sagte Clancett, beziehe auch die mit ein, die als Flüchtlinge kommen und Halt und Heimat suchen. Sie bräuchten Hilfe, weil sie da sind. Da hörten die Schützen aufmerksam hin, verstehen sie doch ihr Brauchtum als Angebot, Freude und Freundschaft, Halt und Geborgenheit zu finden. Nach der Messe – musikalisch gestaltet von Cäcila Holt, Polizeichor und Big Band Sankt Barabara Neuwerk - formierte sich mit Pauken und Trompeten, der Festzug der 2500 Schützen und Musikanten, an dessen Spitze sich Borussen-Geschäftsführer Stephan Schippers, Bürgermeister Michael Schroeren und Karnevals-Vize Hans-Peter Jansen als "Wikinger-Trio" zeigte und dem Fest seine historische Sondernote gaben. Die Wikinger gehörten, so dozierte Schützenchef Horst Thoren, zu den vielen Volksstämmen, die im Laufe der Jahrhunderte nach Gladbach kamen und in der Gesamtheit den besonderen Menschenschlag des lebensfrohen Gladbachers prägten. Drei kleine Wikinger-Jungen (Motto: Wickie war ein Gladbacher) mit Sammelbüchse für die Flüchtlingshilfe der Gladbacher Tafel machten deutlich, wie der gastgebende Bruderrat um Bezirksbundesmeister Horst Thoren die Einladung "Herzlich willkommen" versteht: Als Angebot zur Schützenhilfe, als freundliches Willkommen – auch und gerade für die Flüchtlinge aus fernen Landen. Da sehen sich die Schützen an der Seite von Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners, der beim Empfang im Rathaus Abtei für bruderschaftlichen Dienst gedankt, ein frohes Fest gewünscht, aber auch die Herausforderung der Gastfreundschaft für die Heimat-Suchenden betont hatte.
Zu Ehren der Wikinger, die der Kälte trotzen, und der echten Schützen-Majestät (Christoph Korsten, der nach Queen-Manier huldvoll winkte) paradierten schließlich am Alten Markt unter dem Kommando von General Lothar Erbers (im Frack mit preußischem Zweispitz) sechs Regimenter und zwölf Musikformationen. Dabei und in der ersten Reihe Gladbacher Prominente, die sich mit ihren überhohen Zylindern auf erste Gladbacher Schützenfest von 1836 bezogen und die Tradition der Schwalbenschwanz-Kompanie „Auf Zack im Frack“ fortsetzten. Krönender Abschluss der Parade war der Große Zapfenstreich, den Schützen-Hauptmann Willi Kempers (ein Rhein-Preuße mit wunderbarer Uniformsammlung) kommandierte und den Innenstaatssekretär Günter Krings, Ehrengast auf der Tribüne, stellvertretend für die Kanzlerin erlebte. Ihm und ihr zu Ehren spielten die vereinten Musikanten zur Serenade.
Später dann traf sich die versammelte Festgemeinde auf dem Kapuzinerplatz – wo die Schützen ihr Feldlager hatten und abends kölsche Tön von "Hätzblatt" zu hören waren. Dort nahm Venn den Siegerpokal für die größte Abordnung in Empfang, freute sich Günhoven über den Frauenpokal, hatte der Bruderrat Gelegenheit, mit den Helfern und Unterstützern beim großen Stadtschützenfest anzustoßen. Besonderen Dank sagten die Schützen Polizei und Feuerwehr, MGMG, Festwirt Rolf Jansen und Marktbeschicker Sven Tusch, allen Förderern und ganz besonders den teilnehmenden Schützen. Schützenchef Horst Thoren wiederholte, was er schon in der Festmesse gesagt hatte: " … so ist unser Fest ein Zeichen der Solidarität, so bringt das große Fest Menschen zusammen, die dann auch nach den fröhlichen Tagen noch zusammenhalten …" ( September 2015 )
Foto: Aus Lürrip kommt der neue Bezirkskönig der 39 Schützenbruderschaften in Mönchengladbach und Korschenbroich: Christoph Korsten (54, von Beruf Elektriniker) holte beim Bezirkskönigsschießen in Gladbach den Vogel mit dem sagenhaften 300. Schuss (!) von der Stange. Er ist damit "König der Könige" im Bezirksverband. Unser Bild zeigt Korsten nach dem Vogelschuss mit Bezirksbundesmeister Horst Thoren (von links) sowie den Bezirksministern Kurt Kochen aus Dahl und Frank Mösges aus Wickrathhahn. Foto: Marlene Katz (frei) / Historische Truppe mit Wikingern beim Stadtschützenfest in Mönchengladbach. Foto. Coerstges (frei)


Historische (Promi-)Truppe beim Gladbacher Stadtschützenfest mit echtem OB und falschen Wikingern
+ Zeigten sich beim Gladbacher Schützenfest im historischen Gewand und dem Brauchtum verbunden: Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners und die Gladbacher Promi-Runde, von links Horst Thoren, Monika Bartsch, Norbert Bienen, Hans-Peter Jansen, Norbert Post, Michael Schroeren, Franz-Dirk Meurers, Stephan Schippers, Ralf Dürselen, Hans-Wilhelm Reiners, Gert Kartheuser, Lothar Erbers und Nik Ebert. In der ersten Reihe die Wikinger-Jungs "Wickie war ein Gladbacher" mit Tom Kremer, Paul und Konrad Jöris. ( September 2015 )


Gladbachs stolze Offizierstruppe
Ein dickes Dankeschön sagt der Bruderrat sagt der Bruderrat seinen Stadtoffizieren, die zum Mönchengladbacher Stadfschützenfest rheinisch-preußisch aufmarschierten und den Festzug der 2500 schützen und Musikanten in Bewegung hielten. Die Truppe um den kommandierenden Offizier Willi Kempers (der gab beim Zapfenstreich den Ton) und den stadtbekannten Rittmeister zu Fuß Heinz-Josef Katz (der trägt sich und seine rote Husarenuniform gekonnt zur Schau) überzeugte durch Haltung und Auftritt. Im Rathausinnenhof ließen sich die Stadtoffiziere ablichten und zeigten dabei Vielfalt – sowohl bei den Uniformen als auch beim Gesichtsausdruck. Unser Bild zeigt von links Jürgen Zimmermann (Venn), Heinz-Josef Katz (Wickrath), Markus Fondermann (Speick), Peter Vosswinke (Rheindahlen), Klemens Schloßmann (Geistenbeck, schon 25 Jahre dabei), Jörg Pauen, (Kleinenbroich), Hans-Martin Fondermann (Lürrip), Josef Vitz (Günhoven), Frank Matzerath (Waldhausen, lebt in Süddeutschland), Gert Orths (Rheindahlen, dahinter), Daniel Schnock (Waldhausen), Frank Heckers (Hardterbroich, hinten), Markus Fondermann (Lürrip), Willi Kempers (Rheindahlen), Andreas Broicher (Hardterbroich) und Theo Dieken (Neuwerk). Foto: rimapress ( September 2015 )


Ordensdank zum Gladbacher Stadtschützenfest
Zwei Venner und ein Kleinenbroicher hatten zum Stadtschützenfest besonderen Grund zur Freude: Sie wurden mit Orden bedacht. Frank Jöris und Jürgen Zimmermann, beide aus Venn und für Bruderrat und Stadtoffiziere im Einsatz, erhielten das Sankt-Sebastianus-Ehrenkreuz für ihre Verdienste ums Stadtschützenfest. Jörg Pauen aus Kleinenbroich, Ex-Bezirkskönig und Mitglied im Bruderrat, bekam das Silberne Verdienstkreuz. Unser Bild zeigt die neuen Ordensträger Jöris, Zimmermann und Pauen (von links) mit Bezirksbundesmeister Horst Thoren (rechts) beim Ball aller Majestäten im großen Saal der Kaiser-Friedrich-Halle. Foto (frei): Katz


Gladbachs neuer Bezirkskönig kommt aus Lürrip / 10.000 Schützengäste sahen die Festparade
Christoph Korsten siegte bei Rekordvogelschuss
Zweieinhalb Stunden und 300 Schuss. Das ist Rekord beim Stadtschützenfest in Mönchengladbach! So hartnäckig wehrte sich noch kein Holzvogel gegen den Königsschuss. Am Ende holte Christoph Korsten aus Lürrip den widerspenstigen Holzadler von der Stange. Er ist Gladbachs neuer Bezirkskönig. Sein Volltreffer, vom frierenden, im Dauerregen ausharrenden Publikum lange ersehnt, wurde mit Jubel bedacht. Besonders freuten sich des Königs Freunde von der Pfarrbruderschaft Sankt Petrus und Paulus Lürrip, die den 54jährigen Elektroniker umarmten und hochleben ließen. Seine Frau Silvia erfuhr per Handy vom Erfolg ihres Mannes, der sagte nur kurz "Ich hab dich lieb" und "gleich tanzen wir in der Kaiser-Friedrich-Halle." Sein prächtiges Königssilber erhielt der neue Superkönig am Sonntag bei der Krönungsmesse im Gladbacher Münster. Danach formierte sich der Festzug der 2500 Schützen und Musikanten am Rathaus Abtei. Paradiert wurde zu Ehren der neuen Majestät am Alten Markt: Trotz dunkler Wolken und Zittertemperaturen kamen 10.000 Zuschauer, die einen rheinisch-preußischen Parademarsch mit 35 Bruderschaften und 12 Musikkorps sahen. Mit Christoph Korsten standen die beiden Schützen im Mittelpunkt des Festgeschehens, die vor ihm geschossen hatten und für die gute Vorarbeit den Ministertitel tragen dürfen. Es sind Frank Mösges aus Wickrathhahn und Kurt Kochen aus Dahl. Insgesamt 13 Königskandidaten waren zum Vogelschuss angetreten und hatten bis zuletzt durchgehalten. Als Schützenchef Horst Thoren kurz vor dem 300. Schuss anbot, den Vogelschuss abzubrechen und das Losglück entscheiden zu lassen, votierten Königsbewerber und Schützenfreunde lauthals für die Fortsetzung des Schießens. Kurz danach fiel der Vogel endlich. Treffpunkt beim Stadtschützenfest war an beiden Festtagen der Kapuzinerplatz, wo die Schützen Feldlager und Bühnenprogramm boten und zum Abschluss mit „Hätzblatt“ für musikalisches Herzrasen sorgten. ( September 2015 )
Foto: Aus Lürrip kommt der neue Bezirkskönig der 39 Schützenbruderschaften in Mönchengladbach und Korschenbroich: Christoph Korsten (54, von Beruf Elektriniker) holte beim Bezirkskönigsschießen in Gladbach den Vogel mit dem sagenhaften 300. Schuss (!) von der Stange. Er ist damit „König der Könige“ im Bezirksverband. Unser Bild zeigt Korsten nach dem Vogelschuss mit Bezirksbundesmeister Horst Thoren (von links) sowie den Bezirksministern Kurt Kochen aus Dahl und Frank Mösges aus Wickrathhahn. Foto: Mario Winkler (frei)


Vier Gladbacher Bewerber um den Europakönigstitel
Gladbachs will den Europatitel. Nicht nur im Fußball, auch im Schützewnwesen. Gleich vier Schützen aus der Region sind am Wochenende beim Europakönigsschießen im niedersächsischen Peine Kandidaten um die Europakönigswürde. Antreten zum Vogelschuss werden die drei ehemaligen Bezirkskönige Bernd Knitter aus Waldhausen, Jörg Pauen aus Kleinenbroich und Michael Kremer aus Hockstein sowie Ex-Bezirksminister Frank Doumen aus Holt, der ebenfalls startberechtigt ist. Begleitet wird das Quartett von Frank Jöris und Klaus Cörstges aus dem Bruderrat sowie einer starken Schützenabordnung, die beim Europaschützenfest Flagge zeigt für Gladbach und den Niederrhein. Schützenchef Horst Thoren, der dem Präsidium der Europaschützen angehört und ebenfalls nach Peine reist drückt den Königskandidaten die Daumen: "Wir haben nicht mal schlechte Chancen, obwohl weit über 100 Bewerber aus sieben Nationen antreten. " ( August 2015 )


Piff, paff - der Vurel mott eraff
So heißt es wieder beim großen Gladbacher Stadtschützenfest, das am ersten September-Wochenende (5. und 6. September) 2500 Schützen und Musikanten auf die Beine und Fakir, Clown und Tanzmädchen auf die Bühne bringt. Das alles beim Treffpunkt (auf dem) Kapuzinerplatz, wo zum Auftakt am Samstag, 5. September, ab 15 Uhr der neue Bezirkskönig ausgeschossen wird. Den Titel "König der Könige" der 39 Schützenbruderschaften aus Stadt und Land erringt, wer mit gezieltem Schuss den Holzvogel von der Stange holt. Zuschauen (beim Vogelschuss wie beim Bühnenprogramm) kostet nichts, "bietet aber", so der gastgebende Bruderrat, "beste Unterhaltung." So Samstag (5. September) ab 18 Uhr beim Freiluftschwoof mit der Pop-Formation "Area 41", so Sonntag (6. September) um 18.30 Uhr beim Showabend mit den niederrheinischen Mundartbarden von „Hätzblatt“. Zwischendurch und immer gibt es in der Oberstadt Schützenfolklore zu sehen und zu erleben. Höhepunkte sind da die Krönungsmesse am Sonntag (6. September)um 13.45 Uhr im Gladbacher Münster sowie Festzug (ab 15.30 Uhr) durch die Innenstadt und Festparade (ab 16.15 Uhr) am Alten Markt. Bis zu 50.000 Gäste werden zum Stadtschützenfest erwartet. Die Losung der Schützen zum großen Bruderschaftstreffen: "Freut euch des Lebens …" ( Juli 2015 )


Sonderkappe Brauchtum und Borussia für Pastor van der Vorst
Zum Geburtstag kam Geburtstagskind Johannes van der Vorst unter die Haube. Der Bezirkspräses der Bruderschaften im Gladbacher Land trägt jetzt eine eigens für ihn kreierte Brauchtumskappe, die Borussia, Schützen und Karnevalisten vereint. Zum 85. erhielt van der Vorst die Sonderanfertigung als Geschenk der Kliniken Maria Hilf, die die Brauchtumsfeier im Franziskushaus ausrichteten. Unser Bild zeigt Gladbachs Schützen-Pastor Johannes van der Vorst mit den Krankenhausgeschäftsführern Jürgen Hellermann und Andreas Lahm, Borussenpräsident Rolf Königs, Karnevslsboss Bernd Gothe und Schützenchef Horst Thoren. Alle fünf Gratulanten ließen den Jubilar hochleben und lobten seinen Einsatz für Stadt und Ganzjahresbrauchtum. Unter den Festgästen waren auch Staatssekretär Günter Krings, Bürgermeisterin Petra Heinen-Dauber, MdL Norbert Post, die Ex-Oberbürgermeister Monika Bartsch und Heinz Feldhege sowie Europa-Schützen-Präsident Prinz Charles-Louis de Merode. Foto (frei): Mario Winkler ( Juli 2015 )


Sommerbrauchtum feiert Wintertradition – Könige und Promis schlitterten übers Eis
Eisstockschießen bei 22 Grad! Das gibt´s nur bei Gladbachs Schützen. Zum Königsehrenabend bei der GEM nutzten die Freunde des Sommerbrauchtums eine der schönsten Wintertraditionen, um ihre beliebte Mai-Meisterschaft auszutragen. Seit Jahren schon eröffnet der Bruderrat die Festzeit mit einem Wettbewerb für Schützenkönige und Promis. Im Vorjahr, WM bestimmt, wurde gekickt, diesmal übers (Ersatz-)Eis geschlittert. Der Wettbewerb war spannend, weil anders als manches Königsschießen ergebnisoffen. Bezirkskönig Raimund Schmitz und seine Minister Walter Dunkel und Markus Bollendonk ließen vorsichtshalber den Promi-Gästen den Vortritt, bevor sie sich selbst mit Eifer und Schwung auf die schneeweiße Kunststoffpiste wagten. Erst mal gucken, wie das die Experten aus Politik und Wirtschaft machen, die auch sonst in schwierigsten Situationen kaum ins Schleudern geraten. So traten als Teamchefs vier stadtbekannte Persönlichkeiten gegeneinander an, die alle eins wollten – die von Schützenchef Horst Thoren präsentierte Super-Trophäe PPP (Plüsch-Pinguin-Pitter) mit nach Hause nehmen. SPD-Fraktionschef Felix Heinrichs, Sparkassenvorstand Hartmut Wnuck, MdB Ansgar Heveling und die frühere Oberbürgermeisterin Monika Bartsch legten los und arbeiteten mit allen Tricks. Wurfstark die Teamkollegen; Bartsch hatte Ex-Altstadt-Sheriff Josef Vitz und Volksbanker Hans-Willi Engels im Rücken, Wnuck setzte auf Uschi Schneider und Frank Boss, Heinrichs führte eine Super-Koalition mit Erich Oberem und Michael Schroeren an und Ansgar Heveling vertraute auf Karikaturist Nik Ebert und Korschenbroichs Vize-Bürgermeister Hans-Willi Türks. Trickreich die Angrifftaktiv der Eiststock-Schützen, die mehr warfen denn schleuderten. So kam es zu Punkteabzug, aber auch zu knappen Schiedsrichterentscheidungen. Sven Tusch, erfahrener Eistockorganisator vom Weihnachtsmarkt, hatte kein leichtes Amt, mit Polizeihauptkommissar Michael Mertens aber beste Unterstützung. Wie auch immer. Nach drei Durchgängen (jeder gegen jeden) konnte Gastgeberin Gabi Teufel, von Horst Thoren vorgestellt als Gladbachs Streusalzqueen, die Trophäe überreichen. Den Pinguin ergatterte Monika Bartsch für ihren Enkel Mats. Als Vorsitzende der Gladbacher Tafel nahm sie auch und besonders dankbar die Spende der Schützen für die Flüchtlingshilfe entgegen. Dafür hatte Bezirkspräses Johannes van der Vorst unter den Schützen-Gästen gerne gesammelt. Die gaben sich großzügig, weil in bester Stimmung und von Hannen-Carlsberg bestens versorgt. Den ließen sich die Schützenfreunde Marsch bis in die Nacht blasen. Das erledigte mit besonderem Einsatz die Big Band Sankt Barbara Neuwerk, die auch musikalisch die Schützensieger im Eisstockschießen hochleben ließ. Die Teamführer aus Hehn und Hockstein freuten und versprachen die gewonnen Plüschtieren im nächsten Kindergarten abzugeben. Der Königsehrenabend, ausgerichtet von Hannen-Carlsberg, war Einstimmung auf das Super-Festwochende mit sechs feiernden Bruderschaften. Ohne Eistockschießen, gern aber mit 22 Grad und mehr. ( MAi 2015 )


Königstreffen an Gladbachs Schützen-Feste
Zur Eröffnung der Schützen-Festzeit 2015 formierten sich an der „Schützen-Feste Dicker Turm“ in der Gladbacher Altstadt die versammelten Majestäten der Bruderschaften und Vereine aus dem Bezirksverband Mönchengladbach, Rheydt, Korschenbroich zum Gruppenbild. Unser Foto zeigt in der ersten Reihe sitzend Bezirkskönig Raimund Schmitz aus Kleinenbroich (Mitte), eingerahmt von seinen Ministern Markus Bollendonk (links) aus Dahl und Walter Dunkel aus Ohler.Ohlerfeld sowie (von links) Nord-Bezirksvorsteher Herbert Pauls, Bezirksbundesmeister Horst Thoren, Tafel-Vorsitzende Monika Bartsch, Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners. Rechts Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst und Monika Winkens von den niederländischen Freunden aus Helden. ( Mai 2015 )


Gladbachs neuer und alter Schützenchef: Horst Thoren
Zum siebten Mal haben die versammelten Präsidenten der 39 Schützenbruderschaften und -vereine aus Mönchengladbach und Korschenbroich Horst Thoren zum Bezirksbundesmeister gewählt. Der 56jährige Korschenbroicher, Jurist und Journalist, wurde einstimmig im Amt bestätigt. Thoren führt den Bezirksverband der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften seit 1988. In seiner Fünf-Jahres-Bilanz hob Thoren bei der Wahlversammlung in Geistenbeck das gute Miteinander in den Bruderschaften hervor und betonte, gerade in Zeiten des Wandels habe Bruderschaft eine wichtige Funktion als Mutmacher und Kraftspender. Dabei zeigten die frohen Schützenfeste und großen Jubiläen öffentliche Wirkung und schenkten Schützen und Gästen gleichermaßen vielfältig Freude. Im Rückblick betonte Thoren, besondere Höhepunkte seien das Jubiläum "175 Jahre Gladbacher Schützenfest" 2011 und die damit Ausstellung verbundene Ausstellung zur Stadt- und Schützengeschichte in Schloss Rheydt gewesen. Mit Stolz verwies Thoren auf die erfolgreichen Buchprojekte. Erst kürzlich erschienen die Ratgeber "Schützen-Fitness-Trainer" und "Schützen-Kochbuch". Besonderen Dank sagte der Schützenchef den Mitstreitern im Bruderrat und dem Führungskreis der Präsidenten. Besonders hervor hob er die Leistungen von Hans-Josef Heupts, der 30 Jahre dem geschäftsführenden Bruderrat angehörte und weiterhin als Berater eingebunden ist. Dem Führungsgremium der Bruderschaften gehören weiter an Johannes van der Vorst (Bezirkspräses), Hans-Willi Engels (Kassierer), Frank Jöris (Schriftführer), Klaus Cörstges, Jörg Pauen, Theo Dieken, Sebastian Schnock, Heinz-Josef Esser, Stefan Feiks, Heinz-Josef Katz, Willi Kempers, Heinz-Josef Rebig, Bernd Knitter und Kurt Schillings. Aus dem Seniorenkreis unterstützen die Ehrenmitglieder Kurt Franken, Heinz Thoren, Albert Kremer und Charly Vieweg den Bezirksvorstand. Internetbeauftragter ist Ludwig Schmitz. Im Bruderrat sollen in den nächsten Jahren die wissenschaftlichen Projekte fortgeführt werden, die helfen, das Schützenwesen in seiner historischen und gesellschaftlichen Dimension zu erfassen. Weiterführen will der Bruderrat auch seine vielfältigen Aktivitäten für Kinder. Beispielhaft sind dabei die beliebte Handpuppen "Schützen-Willi" und "Schützen-Lilli" sowie die Schützen-Königskiste mit Spielmaterial fürs Kinderschützenfest. Damit reagieren die Bruderschaften auch auf den demographischen Wandel. Thoren: "Wer Tradition und Brauchtum als soziale Kraft erhalten will, muss verstärkt Kinder und Jugendliche für die Welt von Kirmes, König und Schützenfest begeistern". ( April 2015 )


Schützen-Hilfe für Kinder in Ghana
Doppelter Neuanfang bei der Kinderdirekthilfe Korschenbroich: Ein neuer Vorsitzender und ein neues Hilfsprojekt bestimmen die Zukunftspläne der erfolgreichen Sozialaktion. Karl-Heinz Göris hat die Nachfolge von Jürgen Hüsges angetreten, der die Initiative vor 32 Jahren mit Unterstützung der Schützenbruderschaften ins Leben rief und bis zum Vorjahr führte. In Abstimmung mit Hüsges hat der Verein eines neues Hilfsprojekt übernommen. Schon die Pfingsttombola 2015 soll bedürftigen Kindern in Ghana zugute kommen. Göris und Hüsges hoffen auf ähnliche gute Ergebnisse wie beim bisherigen Kinderprojekt in La Paz, dessen Förderung nach 18 Jahren abgeschlossen werden konnte. In La Paz förderte die Kinderdirekthile das vom Gladbacher Pfarrer Josef Neuenhofer gegründete Hilfswerk für Straßenkinder. Hier sei die Finanzierung nach Abschluss der Aufbauphase gesichert. In Ghana aber sei die Not groß, sagt Göris. Mit dem neuen Projektansatz folgt die Kinderdirekthilfe einer Empfehlung des Kindermissionswerks in Aachen, das für Ghana Unterstützer suchte und auch die La-Paz-Hilfe koordinierte. Ohne die finanzielle Hilfe vom Niederrhein, so heißt es beim Kindermissionswerk, hätte Pfarrer Josef Neuenhofer seine Hilfsprojekt mit Klinik, Werkstätten und Heimen kaum so erfolgreich aufbauen können. Entsprechende Schützen-Hilfe erhofft sich das Kindermissionswerk jetzt für Ghana. Karl-Heinz Göris kann für sein neues Projekt auf die Schützen-Hilfe der Korschenbroicher Bruderschaften setzen. Zur Unterstützung hat sich eine Schützen-Gruppe um Marco Heuter, Thomas Siegers und Friedhelm Pauen gefunden, die für die Kinderdirekthilfe die traditionelle Pfingsttombola organisieren. Kinderdirekthilfe Korschenbroich Konto 26.151.555, (Sparkasse Neuss BLZ 305.500.00). ( April 2015 )


Jungschützen ermitteln ihre Bezirksjugendmajestäten
Ihre neuen Bezirksjugendmajestäten ermittelt die Sankt-Sebastianus-Schützenjugend Mönchengladbach, Rheydt, Korschenbroich am Samstag, 2. Mai, beim Bezirksprinzenschießen in Geistenbeck. Der Bezirksjungschützentag wird um 13.30 Uhr mit einer Schützenmesse in der Pfarrkirche Heilig Geist eröffnet. Danach formiert sich der Festzug. Zum Vogelschuss treten die Prinzen und Schülerprinzen der Bruderschaften und Vereine um 15 Uhr am Pfarrheim Stapper Weg 335 an. Gegen 17 Uhr werden die neuen Bezirksjugendmajestäten (Bezirksprinz und Bezirksschülerprinz) mit ihren Rittern der Öffentlichkeit vorgestellt. Gastgeber des Schützentreffens ist die Sankt-Josef-Bruderschaft Geistenbeck. ( April 2015 )


Schützen-Feste Dicker Turm bietet am Sonntag 3. Mai Fest und Ausstellung
Für die Schützen ist schon Weihnachten
Gladbachs Schützen stehen am kommenden Sonntag, 3. Mai, an der Weihnachtskrippe stramm! Dabei haben sich die Bruderschaften keinesfalls in der Jahreszeit geirrt. Vielmehr ist die Krippe Teil einer besonderen Ausstellung in der „Schützen-Feste Dicker Turm“, mit der die Festzeit des Sommerbrauchtums eröffnet wird. Zum öffentlichen Schützen-Treff am stattlichen Rundling in der Gladbacher Altstadt zeigen die Oberarchivare Klaus Cörstges und Willi Kempers im Turmzimmer die Neusser Schützenkrippe, die Dr. Britta Spies vom Rheinischen Schützenmuseum ausgeliehen hat. Die Leihgabe war wohl auch deshalb möglich, weil Gladbachs Schützenchef Horst Thoren für die Brauchtumskrippe einen der drei (Schützen-)Könige gestiftet hat. An der Krippe, im vorigen Jahr erstmals in der Weihnachtszeit in Neuss zu sehen, haben nämlich Schützenfiguren die Rolle der Hirten und Weisen übernommen.
Während die Besucher (ab 11 Uhr) den Turm von außen bestaunen und von innen erkunden können, zapfen die gastgebenden Schützen auf dem Platz an der Feste Altbier an und laden zum "Königstreffen" ein. Denn das Turm-Fest (mit sehenswerter Schützenausstellung hinter den dicken Mauern) ist traditionell Auftakt für die Schützen-Fest-Zeit und erste Gelegenheit für die Majestäten aus Stadt und Land sich in voller Pracht (in Uniform, mit Orden und Ehrenzeichen) in der Öffentlichkeit zu zeigen. Das Königsfoto, zu dem auch Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners sein Kommen angesagt hat, wird um 12 Uhr "geschossen" und ist als Dokumentation lebendiger bruderschaftlicher Tradition gedacht.
Im Turm zeigt der gastgebende Bruderrat neben der Schützenkrippe Schönes und Wertvolles aus dem Silberschatz der Bruderschaften, historische Bilder und Urkunden und natürlich Dokumente aus der Turmgeschichte, die die Archivare Klaus Cörstges und Willi Kempers zusammengetragen hat. Die Erkundung des Turm - der Aufstieg ins hohe Turmzimmer oder der Abstieg in die dunklen Kellergewölbe - ist nicht nur für Kinder spannend, denen Geschichten aus der Turmhistorie, von Kerker und dunklen Gesellen versprochen wird. Daneben gibt es zahlreiche Schützengäste – unter anderem aus den Niederlanden – die sich und ihre Tradition vorstellen. Der Bruderrat will mit seinem „Tag der offenen Tür“ von 11 bis 17 Uhr Brauchtum begreifbar machen und für das "NRW-Kulturerbe Schützenwesen" in seiner historischen Dimension, kulturellen Vielfalt und gesellschaftlichen Bedeutung werben. Gäste sind herzlich willkommen,.die mit den versammelten Schützen, plaudern, anstoßen und feiern wollen und dabei Turm- und Schützengeschichte kennenlernen können. ( April 2015 )


Nachtwallfahrt der Bruderschaften am 21. März
Schützen beten für Flüchtlinge
"Aber sie fanden keine Herberge!" Unter diesem Leitwort ziehen die Bruderschaften aus Stadt und Land am Samstag, 21. März, zum Marienheiligtum in Hehn. „Wir beten bei unserem Pilgergang für Menschen in Not, die als Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten zu uns kommen und sich nach Glück und Geborgenheit sehnen. Anderen Asyl zu gewähren, ihnen einen Platz in der „Herberge Deutschland“ einzuräumen, erfordert, was Papst Franziskus uns vorlebt - die persönliche Bereitschaft zum Verzicht. Der Betgang der Bruderschaften soll uns Kraft geben, aus dem Glauben heraus das eigene Leben zu meistern und dem Nächsten – mag er uns auch noch so fremd erscheinen - voll Vertrauen Freund und Stütze zu sein“, erklären Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst und Bezirksbundesmeister Horst Thoren in ihrer Einladung zur Nachtwallfahrt 2015. Die Hauptpilgergruppe um Bezirkskönig Raimund Schmitz aus Kleinenbroich – er trägt das Friedenskreuz des Bezirksverbandes - macht sich um 19 Uhr ab Pfarrkirche Speick auf den Weg. Die Pilgermesse um 20.30 Uhr in Hehn liest Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst. Nach dem Gottesdienst kommen Schützen und Gäste zur Agape im Pfarrheim zusammen. Gegen 22.00 Uhr wird an den Grotten der Schlußsegen erteilt. Zur Nachtwallfahrt der Bruderschaften, 1983 neubegründet, kommen jeweils 600 Schützen zu Fuß nach Hehn. Jedes Jahr stellen die Bruderschaften ihren Pilgergang unter ein Leitwort, das den Gebeten Inhalt und Richtung geben soll. ( März 2015 )


Europaritter aus dem Gladbacher Land trafen sich
Dreizehn Ritter vom heiligen Sebastianus in Europa trafen sich zum zweiten Rittertreffen ihrer Region in Hehn. Mit dem Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling, selbst Mitglied der Ritterschaft, hatten die Organisatoren Heinz-Josef Rebig und Klaus Cörstges einen namhaften Referenten gewinnen können. Klaus Cörstges führte die Gruppe zunächst zur Gnadenkapelle mit dem Marienbildnis und anschließend durch die Wallfahrtskirche Hehn und berichtete über deren Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte. Nach der Führung ging es ins „Haus Heiligenpesch“. wo Ansgar Heveling seine Sicht als christlichen Bundestagsabgeordneten schilderte und den möglichenZwiespalt zwischen Christ und Gesellschaft einging. Dann folgte ein kurzer Einblick in die Arbeit der EGS und der Ritterschaft durch Regionalsekretär Friedhelm Pauen. Weitere regionale Teffen der Ritterschaft vom heiligen Sebastianus sind für die Region Mönchengladbach/Korchenbroich beabsichtigt und werden über den Bezirksverband der Bruderschaften koordiniert. ( Januar 2015 )


Gladbachs Bruderrat ehrte drei verdiente Geburtstagskinder
Gleich drei verdiente Bruderratsfreunde ließ Bezirksbundesmeister Horst Thoren bei der Jahresabschlusssitzung im Korschenbroicher Hannen-Haus hochleben: Kurt Schillings, Heinz-Josef Katz und Charly Vieweg wurden beglückwünscht und gelobt. Ehrenmitglied Vieweg, vor kurzem 80 Jahre alt geworden, erhielt zum Dank für seinen unermüdlichen Einsatz in langen Jahren eine Bronzearbeit mit einer Darstellung des heiligen Sebastianus. Heinz-Josef Katz, bekannt als roter Husar und emsiger Mitstreiter im Bruderrat, durfte sich zum 70. Geburtstag über eine Silbermedaille Kaiser Wilhelms „Dem besten Schützen“ freuen. Für Kurt Schillings, verdienter Bruderratsfreund und Schützenpräsident aus Speick, hatte Thoren zum Eintritt ins Rentenalter einen guten Tropfen mitgebracht. Das Trio, von den Bruderratskollegen mit Beifall bedacht, freute sich über die Anerkennung und versprach weiterhin aktive Mitarbeit. ( Januar 2015 )


"Kätzchen" schon 70 Jahre alt
Eine der bekanntesten Schützen dieser Stadt hat ganz heimlich seinen 70. Geburtstag gefeiert: Heinz-Josef Katz, Bruderratsfreund aus Wickrath, wollte kein großes Aufhebens um sich. Deshalb verzichtete er auf die Festeinladung und stieß nur mit seiner Familie auf den besonderen Geburtstag an. Gratuliert wurde trotzdem - noch Wochen nach dem eigentlichen Termin. Denn Katz (genannt "Kätzchen") ist "bekannt wie ein bunter Hund" - als Rittmeister zu Fuß beim Stadtschützenfest (in roter Husarenuniform), als Alt-Karnevalist in Rheydt, als Chronist des Brauchtums und Experte für Vogelzucht. Unser Bild zeigt Katz (Mitte) bei einer seiner Lieblingsbeschäftigung - als Dienstleister im Dicken Turm (mit Lothar Erbers und Joachim Potrykus) bei der Verteilung von Schützen-Weckmännern (mit weißer Mandel-Zuckerguß-Hose). Foto (frei): Mario Winkler (Januar 2015 )


Königliche Geburtstagsfeier für Gladbachs Schützen-Feste Dicker Turm
Diesen Geburtstag feierten Gladbachs Schützen fröhlich! Der Dicke Turm, Schützen-Feste in der Altstadt, steht seit 500 Jahren und der Bruderrat der Bruderschaften ließ seine Heimstatt hochleben. Die Gastgeberschaft zur königlichen Geburtstagsfeier hatte Borussenpräsident Rolf Königs übernommen, der Gladbachs Promi-Koch Wolfgang Eickes auftischen ließ. Erste Gratulanten waren Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners und seine drei Vorgänger Norbert Bude, Monika Bartsch und Heinz Feldhege. Auf ein Bierchen kamen auch Innen-Staatssekretär Günter Krings und sein Bundestagskollege Ansgar Heveling vorbei. Und natürlich feierten viele Schützenfreunde mit, unter ihnen Karikaturist Nik Ebert (der die gereimte Festrede hielt), die Banker Hartmut Wnuck, Hans-Peter Ulepic und Franz-Dirk Meurers (die sich spendabel zeigten) und Festprediger Manfred Riethdorf (der den Rundling und alle Gäste segnete). Gladbachs Schützenchef Horst Thoren gab sich launig, präsentierte eine große Geburtstagstorte und dankte den Freunden und Förderern des Brauchtums für vielfältige Schützenhilfe. Besonderen Dank sagte Thoren dem früheren Oberbürgermeister Norbert Bude, der sich als Stadtvater und als Vorreiter beim Stadtschützenfest verdient gemacht habe. Bude bekam den Drei-Königs-Orden der Bruderschaften (Foto) und wurde - wie Gastgeber Rolf Königs - als Langzeitfreund des Brauchtums gelobt und gefeiert. Das Gruppenbild zeigt die Geburtstagspaten (von links) Rolf Königs, Norbert Bude, Horst Thoren, Christoph Müller-Leisse, Jochen Bücker und Nik Ebert, die die Jubiläumstorte präsentierten. Und gespendet wurde auch (für die Gladbacher Tafel). Als Sammler betätigte sich Pastor Riethdorf, der auch beim Bezirkskönigshaus mit Markus Bollendonk, Majestät Raimund Schmitz und Walter Dunkel großzügige Spender fand. Gladbachs jüngster Pensionär, Ex-Volksbank-Chef Lothar Erbers, gab für den Freundeskreis die Losung aus: "Dicke Freunde im Dicken Turm." So soll die altehrwürdige Schützen-Feste auch in Zukunft Treff der Bruderschaftsfreunde und ihrer Unterstützer sein. Fotos: Mario Winkler (Dezember 2014 )


Schützenhilfe für die Gladbacher Tafel
Die Freunde des Sommerbrauchtums treffen sich auch in der kalten Jahreszeit – um zu diskutieren. Im Winterprogramm bieten die Schützenbruderschaften Gesprächsrunden insbesondere zu sozialen Fragen an. Diesmal war Monika Bartsch Gast beim Bruderrat der Bruderschaften, der nach einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Heilig Geist im Pfarrheim Geistenbeck tagte. Die frühere Oberbürgermeisterin berichtete als Vorsitzende der Gladbacher Tafel über die Aktivitäten ihres Vereins, der Lebensmittel sammelt und an Bedürftige verteilt. Sie warb engagiert für die Mitarbeit im Verein, in dem 100 ehrenamtliche Helfer an den beiden Ausgabetagen Mittwoch und Freitag 800 Familien versorgen. Für die Tafel sind täglich vier Kühlfahrzeuge unterwegs, um Lebensmittel, die kurz vor dem Ablauftermin stehen, bei Sponsoren aus Handel und Gastronomie abzuholen. Auch die Schützen unterstützen die Gladbacher Tafel. Bezirkskassierer Hans-Josef Heupts (links) und der stellvertretende Bezirksbundesmeister Frank Joeris überreichten Monika Bartsch einen Spendenscheck über 1500 Euro. Foto: Klaus Cörstges ( Dezember 2014 )


Spitzenplätze für Gladbachs Königskandidaten
So treffsicher waren Gladbachs Bundeskönigskandidaten seit 30 Jahren nicht: 27 von 30 möglichen Ringen! Sowohl Michael Kremer als auch Frank Doumen gehörten zu den besten Schützen unter 102 Bewerbern beim Schießwettbewerb zum Bundesschützenfest in Kerkrade. Zum Titel gereicht hat es dennoch nicht. Der Diözesankönig Aachen (Hans Reinhart aus Stolberg) schoss 28 Ringe, der Bundeskönig (Ralf Raschke aus Büren) sogar 29 Ringe. Dennoch kamen Kremer und Doumen mit stolz geschwellter Schützenbrust zurück nach Gladbach. Freude auch der Nikolaus-Bruderschaft in Hardt. Sie bekam den Sozialpreis des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, weil sie im Vorjahr einer Familie half, die bei einem Brand ihr gesamtes Hab und Gut verloren hatte. Präsident Hermann-Josef Hauser nahm mit einer Schützenabordnung den Preis in Kerkrade aus der Hand von Hochmeister Prinz Emanel zu Salm Salm entgegen. zu den ersten Gratulanten zählte Gladbachs Schützenchef Horst Thoren. (September 2014)


Augenhilfe Afrika zeigt in der Sparkasse beeindruckende Fotodokumentation "Licht im Dunkel"
Ein großes, einäugiges Sparschwein steht jetzt in der Sparkassen-Hauptstelle in Korschenbroich. Ein Auge ist mit einem Pflaster zugeklebt. Dieses Sparschwein ist Teil der Ausstellung der Augenhilfe Afrika, die dort noch bis zum 14. November zu sehen ist. Der aus den Bruderschaften entstandene gemeinnützige Verein präsentiert die ersten Ergebnisse seiner Arbeit in Kamerun und den benachbarten afrikanischen Ländern.
Schützenbruder und Augenarzt Dr. Raoul Cheuteu hat in Kamerun bereits vier erfolgreiche Operationskampagnen gegen die Blindheit mit Spendengeldern der Augenhilfe abgeschlossen; die fünfte ist in Vorbereitung. Die erste von der Augenhilfe Afrika finanzierte Kampagne , bei der 50 Menschen das Augenlicht zurückerhielten, ist vom Vereinsvorsitzenden Dr. Franz Thoren und Vereinssprecherin Gundhild Tillmanns begleitet und für diese Ausstellung dokumentiert worden.
Auf den Bildtafeln der beeindruckenden Ausstellung sind viele ganz junge, mittelalte und auch alte Menschen zu sehen, deren Augen zunächst trübe sind vom Grauen Star, die nicht oder kaum noch sehen können. Dr. Cheuteu und sein Kollege Dr. Giles Kagmeni operieren die notleidenden Blinden in entlegenen Gegenden Afrikas, wo es sonst keine medizinische Versorgung gibt, kostenfrei und absolut ehrenamtlich. Die Augenhilfe Afrika finanziert dann die Medikamente, Augenlinsen und den sonstigen Operationsbedarf.
Mit dem Pflaster auf dem Auge – so wie das große, "hungrige" Spendenschwein – haben die Menschen die Operation hinter sich und warten auf das Ergebnis: Wenn dann am nächsten Tag nach der Operation das Pflaster abgezogen wird, dann geschehen damit auch "machbare Wunder".
Da ist die blinde Mutter mit den beiden blinden Söhnen in der Ausstellung zu sehen, die nach den Operationen wieder oder zum ersten Mal sehen können: "Jetzt habe ich eine richtige Familie!", hat sich ihr Mann gefreut. Ein Bild stiller Freude und inniger Dankbarkeit vermittelt die Mutter mit den Söhnen, die auf dem Abschlussbild der Ausstellung den Betrachtern aus sehenden Augen entgegenblicken.
Solche "Wunder" sind machbar. Für nur 50 Euro kann ein blinder Mensch in Afrika operiert und von Blindheit geheilt werden. Dies dokumentieren die Bilder in der Sparkasse, wo außerdem ein Dauerfilm von den Augenoperationen läuft. Wer sich noch näher über die Augenhilfe Afrika informieren möchte, sollte einen Blick auf die Homepage werfen: www.augenhilfe-afrika.de/Spendenkonto 934 481 32, BLZ 305 500 00,Sparkasse Neuss oder IBAN DE52 3055 0000 0093 4481 32, BIC WELA DE DN. (Oktober 2014)
Foto: Raoul Cheuteu und Gundhild Tillmanns von der Augenhilfe Afrika werben um Spenden für Operationskampagnen in Kamerun.


Bezirkskönig Raimund Schmitz feierte unter Sonnenschirmen
Bei Kaiserwetter ließ sich der neue Bezirkskönig der 39 Schützenbruderschaften in Mönchengladbach und Korschenbroich feiern: Gut sechs Wochen nach dem Königsschuss in Gladbach hielt Raimund Schmitz im heimischen Kleinenbroich Hof. Sein "Sommerfest im Oktober" führte bei Temperaturen um 25 Grad Bruderrat und Stadtoffiziere, Freunde und Weggefährten zum Freilufttreff zusammen. Sie alle freuten sich mit Raimund und Andrea Schmitz auf das gemeinsame Königsjahr 2015. Der Bruderrat überreichte Schützen-Sonnenschirme ("Nur notfalls für Regen geeignet", wie Bezirksbundesmeister Horst Thoren betonte) und stellte Raimund Schmitz und seinen Ministern Walter Dunkel (Ohler-Ohlerfeld) und Markus Bollendonk (Dahl) die Begleit-Truppe vor, die im nächsten Jahr mit dem Königshaus auf "Wohlfühl-Reise" zu den Schützenfesten der Region gehen soll. Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst gab seinen Segen dazu. Die örtlichen Pastöre Marc Zimmermann und Hermann-Josef Schagen versprachen ebenfalls ihre Unterstützung. Korschenbroichs Vize-Bürgermeister Hans-Willi Türks und der Kleinenbroicher Bruderschaftspräsident Hans-Bert Heimanns zeigten sich mächtig stolz, dass Kleinenbroich zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren den Bezirkskönig der 20.000 Gladbach-Korschenbroicher Schützen stellt. Ex-Bezirkskönig Michael Kremer aus Hockstein, der mit seinen Ministern Frank Doumen und Wolfgang Steffens bis zum Stadtschützenfest im September regiert hatte, gratulierte seinem Nachfolger herzlich und hatte für ihn das sogenannte „Saalsilber“ mitgebracht, das seine Majestät bei Veranstaltungen im Herbst und Winter trägt. Zur Erinnerung an den Vogelschuss in Mönchengladbach überreichte Horst Thoren einen von der Volksbank Mönchengladbach gestifteten unversehrten Königsvogel. Das Original, von Schmitz mit dem 192. Schuss von der Stange geholt, war zu Boden gestürzt und auseinander gebrochen. Unser Bild zeigt unterm Sonnenschirm das Bezirkskönigspaar Raimund und Andrea Schmitz mit den Ministerpaaren Markus und Manuela Bollendonk sowie Walter und Andrea Dunkel. Im Hintergrund Vize-Bürgermeister Hans-Willi Türks und Bruderschaftspräsident Hans-Bert Heimanns. Foto: Mario Winkler (frei)( Oktober 2014 )


Zwei Gladbacher wollen Bundeskönig werden
Auf den möglichen Erfolg angestoßen haben sie bereits: Ex-Bezirkskönig Michael Kremer und sein Minister Frank Doumen streben nach dem Bundeskönigstitel. Das gab das Duo beim Stadtschützenfest bekannt und hob die Gläser. Aus der Ankündigung wird an diesem Wochenende ein ernstes Unterfangen. Am Samstag müssen der Hocksteiner Kremer und der Holter Doumen beim Bundeskönigsschießen antreten. Geschossen wird bei Aachen, gefeiert im niederländischen Kerkrade. Dort erwartet die örtliche Schützengilde, die dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften angehört, zum Bundesfest 10.000 deutsche und niederländische Schützen. Die beiden Gladbacher Königskandidaten haben mehr als 100 Konkurrenten, die ebenfalls nach der Bundeskrone streben. Auf den Besuch in Holland freit sich Kandidat Doumen besonders. Schließlich ist der Holter gebürtiger Niederländer, hat einen niederländischen Pass und trägt zur Schützenuniform Oranje-Hosenträger. Unabhängig davon, ob Doumen oder Kremer erfolgreich sind, wollen Gladbachs Schützen Sonntag in Kerkrade dem neuen Bundeskönig zujubeln. "Das ist uns Ehre und Verpflichtung", verkündet Schützenchef Horst Thoren, der gemeinsam mit den Königskandidaten und dem neuen Bezirkskönigshaus um Reimund Schmitz, Walter Dunkel und Markus Bollendonk in Kerkrade aufzieht. Unser Bild zeigt die prostenden Königskandidaten Frank Doumen und Michael Kremer (rechts) mit Altstadt-Sheriff Josef Vitz,. Schützenfreund Wolfgang Steffens, Präses Johannes van der Vorst, Horst Thoren, Schankwerk-Chefin Frauke Bruckes und OB Hans-Wilhelm Reiners, der den Gladbachern Glück und Erfolg beim Bundeskönigsschießen wünscht. Foto: Mario Winkler (frei) (Oktober 2014 )


Ordensdank für verdiente Europa-Schützen
Seinen ersten Auftritt als neuer Regionalsekretär der Europa-Schützen hatte Friedhelm Pauen in Mönchengladbach. Pauen verstand den Besuch als Heimspiel. Schließlich ist er mit einem Hehner Mädchen verheiratet und wohnt in Korschenbroich. Der Staatsbeamte aus dem Düsseldorfer Wissenschaftsministerium verlieh in seiner ehrenamtlichen Schützenrolle zwei Verdienstkreuze der Europa-Schützen, deren Präsidiumsmitglied er ist. Solchermaßen ausgezeichnet wurden die Gladbach-Rheydter Oberschützen Theo Dieken (Neuwerk) und Heinz-Josef Esser (Geistenbeck). Unser Bild zeigt Pauen mit den verdienten Schützenbrüdern in der Kaiser-Friedrich-Halle. Foto: Mario Winkler (frei) ( September 2014 )


Goldener Stern für den Goldjungen Hans-Josef Heupts
Er gehört zu den Stützen des Bruderrates, steht am liebsten aber in der zweiten Reihe: Hans-Josef Heupts aus Hardterbroich, Apollinaris-Schütze seit 1962, trägt sei mehr als drei Jahrzehnten besondere Verantwortung für die Bruderschaften in Stadt und Land. Dafür wurde er jetzt besonders geehrt. Heupts erhielt für seine bruderschaftliche Lebensleistung den Goldenen Stern der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, der nur äußerst selten vergeben wird. „Ohne Hans-Josef Heupts gäbe es das Stadtschützenfest in seiner heutigen Form nicht“, betonte Gladbachs Schützenchef Horst Thoren bei der Ehrung in der Kaiser-Friedrich-Halle. Er bezeichnete Heupts als treuen Weggefährten, der sich seit 34 Jahren sachkundig und engagiert im geschäftsführenden Bruderrat einbringe: „Hans-Josef Heupts ist uns Vorbild, weil er das ´Bruder sein ist mehr’“. Über die besondere Auszeichnung freute sich auch Ehefrau Käthe Heupts, die ihren Mann tatkräftig unterstützt und auch selbst Schützenschwester in Hardterbroich ist: „Hans-Josef ist mein Goldjunge.“ . Ausgezeichnet wurden zum Stadtschützenfest darüber hinaus Josef Behrendt mit der Fürst-Salm-Reifferscheidt-Plakette. Heinz-Josef Esser und Theo Dieken mit Verdienstkreuz der Europa-Schützen und Heinz-Josef Rebig mit dem Sankt-Sebastianus-Ehrenschild. Foto: Mario Winkler


Gladbacher Stadtschützenfest mit Überraschungskönig: Raimund Schmitz aus Kleinenbroich
Drei kleine Könige, Sonne zur Parade und 30.000 Gäste
Es war ein Stadtschützenfest der kleinen Gesten und großen Gefühle: Drei kleine Könige sammelten als Caspar, Melchior und Balthasar für die „Gladbacher Tafel“. Der große König – Bezirksmajestät Raimund Schmitz - freute sich wie ein Kind und wurde von 30.000 Gästen gefeiert. Gladbachs neuer Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners verlieh seinen Königsorden an alle Bruderschaftsmajestäten und an „König Fußball“ Rolf Königs. Zur Parade kam die Sonne und beschien 2500 Schützen und Musikanten, die brav und im Gleichschritt „Kaiser Barbarossa“ folgten. Der Kaiser war nicht echt, die Stimmung aber wohl und richtig herzlich.
Die Schützen im Gladbacher Land haben einen Überraschungskönig: Raimund Schmitz, ein 41jähriger Gerüstbauer aus Kleinenbroich, schoss beim Stadtschützenfest in Mönchengladbach den Vogel ab. Er wurde Bezirkskönig, ohne es zu merken. Denn der widerspenstige Holzadler, der anderthalb Stunden dem Dauerfeuer der neun Königskandidaten standgehalten hatte, brach erst anderthalb Minuten nach dem Schmitz-Treffer (dem 192. Schuss) auseinander und stürzte zu Boden. Das hatte kaum einer der vielen hundert Zuschauer beim Bezirkskönigsschießen auf dem Kapuzinerplatz mitbekommen. Auch Schmitz nicht. Erst durch den Lautsprecher-Aufruf von Schützenchef Horst Thoren erfuhr der verdutzte König von seinem Schieß-Glück. Jubel bei den Kleinenbroicher Schützenfreunden, Freude auch bei den Bruderschaftlern aus Dahl und Ohler-Ohlerfeld, die mit Walter Dunkel und Markus Bollendonk die Bezirksminister stellen. Minister werden traditionell die beiden Schützen, die vor dem König auf den Vogel geschossen und damit wichtige „Vorarbeit“ geleistet haben. Zu den ersten Gratulanten zählten Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners und die Ehefrauen der neuen Majestäten: Schulterklopfen vom OB, Küsschen von den Damen. Abends dann wurde in der Kaiser-Friedrich-Halle königlich getanzt. Wie gut, dass Andrea Schmitz vorsorglich zum Friseur gegangen war …
Ins Amt eingeführt wurde der neue Bezirkskönig am Festsonntag bei der feierlichen Krönungsmesse im Gladbacher Münster von Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst, dem Regionaldekan Ulrich Clancett als mahnender Prediger zur Seite stand: Tradition sei gut, sagte Clancett, sie brauche aber Offenheit, um sich weiter entwickeln zu können. Da hörten die Schützen aufmerksam hin, verstehen sie doch ihr Brauchtum als Angebot, Freude und Freundschaft, Halt und Geborgenheit zu finden. Nach der Messe – musikalisch gestaltet von Cäcila Holt, Polizeichor und Big Band Sankt Barabara Neuwerk - formierte sich, ebenfalls mit Pauken und Trompeten, der Festzug der 2500 Schützen und Musikanten, an dessen Spitze sich Bürgermeister Michael Schroeren als "Kaiser Barbarossa" zeigte und dem Fest seine historische Sondernote gab. Der geheimnisvolle Rotbaart, der vor 850 Jahren die Gebeine der heiligen drei Könige den Kölnern schenkte, stellte den Bezug zur Losung des Stadtschützenfestes her: "Schützen als Erben der heiligen drei Könige: Weihrauch, Silber, gute Laune." Drei kleine Sternsinger mit Sammelbüchse für die Gladbacher Tafel machten deutlich, wie der gastgebende Bruderrat um Bezirksbundesmeister Horst Thoren den Vorbild-Charakter der heiligen drei Könige versteht: Großherzig und großzügig.
Zu Ehren des falschen Kaisers und der echten Schützen-Majestät (Schmitz – rheinischer Hochadel) paradierten schließlich am Alten Markt unter dem Kommando von General Lothar Erbers (im Frack mit preußischem Zweispitz) sechs Regimenter und zwölf Musikformationen. Dabei und in der ersten Reihe Gladbacher Prominente, die sich mit ihren überhohen Zylindern auf erste Gladbacher Schützenfest von 1836 bezogen und die Tradition der Schwalbenschwanz-Kompanie „Auf Zack im Frack“ fortsetzten. Krönender Abschluss der Parade war der Große Zapfenstreich, den Schützen-Hauptmann Heinz-Josef Katz (ein Preuße mit Kaiser-Wilhelm-Bart und niederländischer Mutter) kommandierte und den Box-Weltmeisterin Ina Menzer, Ehrengast auf der Tribüne, mit Herzklopfen erlebte. Ihr zu Ehren spielten die vereinten Musikanten zur Serenade.
Später dann traf sich die versammelte Festgemeinde auf dem Kapuzinerplatz – wo die Schützen ihr Feldlager hatten und abends kölsche Tön von „Hätzblatt“ zu hören waren. Dort nahm Venn den Siegerpokal für die größte Abordnung in Empfang, freute sich Geistenbeck über den Frauenpokal, hatte der Bruderrat Gelegenheit, mit den Helfern und Unterstützern beim großen Stadtschützenfest anzustoßen. Besonderen Dank sagten die Schützen Polizei und Feuerwehr, MGMG, Festwirt Rolf Jansen und Marktbeschicker Sven Tusch, allen Förderern und ganz besonders den teilnehmenden Schützen. Schützenchef Horst Thoren wiederholte, was er schon in der Festmesse gesagt hatte: " … so bringt das große Fest Menschen zusammen, die dann auch nach den fröhlichen Tagen noch zusammenhalten …"
FBildunterschriften: Aus Kleinenbroich kommt der neue Bezirkskönig der 39 Schützenbruderschaften in Mönchengladbach und Korschenbroich: Raimund Schmitz (41, von Beruf Gerüstbauer) holte beim Bezirkskönigsschießen in Gladbach den Vogel mit dem 192. Schuss von der Stange. Er ist damit "König der Könige" im Bezirksverband. Unser Bild zeigt Schmitz nach dem Vogelschuss mit Bezirksbundesmeister Horst Thoren (von links), den Bezirksministern Walter Dunkel aus Ohler-Ohlerfeld und Markus Bollendonk aus Dahl und Gladbachs Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners. Küsschen nach dem Vogelschuss: Es freuen sich Andrea und Walter Dunkel, Andrea und Raimund Schmitz, Manuela und Markus Bollendonk.Links Bezirksbundesmeister Horst Thoren, rechts OB Hans-Wilhelm Reiners. Fotos (frei) Mario Winkler


OB Reiners besteht Faßanstich-TÜV
Die Blicke verraten alles: Skeptisch der von Schankwerk-Chefin Frauke Bruckes ("Kriegt er das hin?"), fragend der von Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners ("Mach ist das richtig?"). Am Ende ging alles gut beim ersten Faßanstich des neuen OB. Fehler- und tropfenfrei, so das Urteil der sachkundigen Zuschauer auf dem Kapuzinerplatz. Die Schützen erklärten: "Hawi hat den TüV-Test zum Faßanstich bestanden." Die passende Plakette soll Reiners, so Schützenchef Horst Thoren, in den nächsten Tagen bekommen. Foto: Mario Winkler (frei) (September 2014)


Europa-Schützen tagten in Olpe
Ritterschaft steht vor der Anerkennung als katholischer Verband
Die Europa-Schützen-Tage in Olpe waren geprägt von bester Gastfreundschaft und europäischen Gemeinschaftssinn: Drei Tage lang waren in der südwestfälischen Kreisstadt Delegierte aus sechs Ländern versammelt, um über die Ausrichtung der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS) und der Ritterschaft vom heiligen Sebastianus in Europa zu sprechen, bei der Investiturfeier neue Ritter aufzunehmen und bei festlichen Abenden Gemeinschaft zu pflegen. Die Gastgeber um Kreisoberst Andreas Tillmann bekamen viel Lob. Das Generalsekretariat mit Peter-Olaf Hoffmann und Assistentin Marion Stimmel war zufrieden – mit der Stimmung, aber auch mit den Ergebnissen der Beratungen. Zwei gute Nachrichten aus Olpe: 1. Peine ist für das Europa-Schützen-Fest 2015 bestens gerüstet und freut sich auf Zehntausende Gäste. 2. Die EGS-Initiative auf Anerkennung des Schützenwesens als Unesco-Kulturerbe ist auf einem guten Weg.
Hoffnung auf baldige Anerkennung durch die nationale Unesco-Kommission machte den Europa-Schützen der Korschenbroicher Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling. Heveling, von Justiziar Horst Thoren vorgestellt „als wichtiger Berater und Wegbegleiter beim Anerkennungsverfahren“, schilderte in seinem Vortrag vor den Delegierten in der Stadthalle den Weg zur Anerkennung und die Chancen, die mit einer entsprechenden Würdigung verbunden sind. Heveling betonte, das sShützenwesen habe die hohe Ehre verdient, weil es als gesellschaftliche Kraft traditionelle Werte vermittele und vielen Menschen Heimat und Orientierung biete. Horst Thoren, der gemeinsam mit Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann, das umfängliche Antragswerk bei der Landesregierung eingebracht hatte, freute sich, mitteilen zu können, dass mit der bereits erfolgten Anerkennung als NRW-Kulturerbe ein erster Erfolg zu vermelden sei.
Sehr zufrieden mit der Entwicklung von EGS und Ritterschaft zeigte sich Präsident Charles-Louis de Merode, der den Gastgeber für „die wunderbaren Tage“ dankte und das Engagement von Ansgar Heveling lobte. Für den Präsidenten war ein besonderer Höhepunkt der Europa-Schützen-Tage die Investiturmesse. Hier habe sich gezeigt, wie stark das christliche Erbe prägend sei für die Ritterschaft, sagte de Merode. Die Ritterschaft steht kurz vor der Anerkennung als katholischer Verband. Im Oktober stehen letzte Gespräche dazu an. Im Rahmen der Investiturfeier wurde der neue Regionalsekretär der Region 1, Friedhelm Pauen, zum Komtur befördert. Weitere Aufnahmen zeigten eindrucksvoll, wie gut sich die Ritterschaft entwickelt. ( August 2014 )


Zwei Gladbacher wollen Bundeskönig werden
Auf den möglichen Erfolg angestoßen haben sie bereits: Ex-Bezirkskönig Michael Kremer und sein Minister Frank Doumen streben nach dem Bundeskönigstitel. Das gab das Duo beim Stadtschützenfest bekannt und hob die Gläser. Aus der Ankündigung wird an diesem Wochenende ein ernstes Unterfangen. Am Samstag müssen der Hocksteiner Kremer und der Holter Doumen beim Bundeskönigsschießen antreten. Geschossen wird bei Aachen, gefeiert im niederländischen Kerkrade. Dort erwartet die örtliche Schützengilde, die dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften angehört, zum Bundesfest 10.000 deutsche und niederländische Schützen. Die beiden Gladbacher Königskandidaten haben mehr als 100 Konkurrenten, die ebenfalls nach der Bundeskrone streben. Auf den Besuch in Holland freit sich Kandidat Doumen besonders. Schließlich ist der Holter gebürtiger Niederländer, hat einen niederländischen Pass und trägt zur Schützenuniform Oranje-Hosenträger. Unabhängig davon, ob Doumen oder Kremer erfolgreich sind, wollen Gladbachs Schützen Sonntag in Kerkrade dem neuen Bundeskönig zujubeln. "Das ist uns Ehre und Verpflichtung", verkündet Schützenchef Horst Thoren, der gemeinsam mit den Königskandidaten und dem neuen Bezirkskönigshaus um Reimund Schmitz, Walter Dunkel und Markus Bollendonk in Kerkrade aufzieht. Unser Bild zeigt die prostenden Königskandidaten Frank Doumen und Michael Kremer (rechts) mit Altstadt-Sheriff Josef Vitz. Schützenfreund Wolfgang Steffens, Präses Johannes van der Vorst, Horst Thoren, Schankwerk-Chefin Frauke Bruckes und OB Hans-Wilhelm Reiners, der den Gladbachern Glück und Erfolg beim Bundeskönigsschießen wünscht. Foto: Mario Winkler (frei)( August 2014 )


Silberstiftung zeigt das Münster mit Barockturm
Das Abschiedsgeschenk ist aus Silber und schlägt eine Brücke der Erinnerung über 100 Jahre von 1914 ins Jahr 2014. Das amtierende Bezirkskönigshaus mit Majestät Michael Kremer und den Ministern Frank Doumen und Wolfgang Steffens suchte sich als Motiv für seine Silberstiftung eine historische Medaille aus, die 1914 aus Anlass des rheinischen Schützentreffens in Mönchengladbach geprägt wurde. Die Medaille, von Goldschmied Peter Bremer neu gegossen und auf ein Silberschild gesetzt, zeigt den Abteiberg und das Münster, damals noch mit Barockturm. Das letzte fröhliche Fest vor den Schrecken des 1. Weltkriegs ist den Bruderschaften Mahnung, sich für den Frieden einzusetzen und Freundschaft über Grenzen hinweg zu pflegen. Die Silberplatte wird während der Krönungsmesse am Festsonntag, 7. September, 13,.45 Uhr, dem Bruderrat in der Münsterkirche übergeben und von Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst gesegnet. Foto: Katz (frei) ( August 2014 )


Weihrauch, Silber und Spaß an der Freud!
Zum Gladbacher Stadtschützenfest am 7. September erinnern die Bruderschaften an die Weisen aus dem Morgenland. Kaiser Friedrich Barbarossa bringt drei kleine Könige nach Gladbach.
Mit dem wohl geheimnisvollsten deutschen Kaiser, dem "Rotbart", wollen die Schützen diesmal die historische Figur in den Mittelpunkt ihres Festes stellen, die den Kölner Landen die "Heiligen Drei Könige" schenkte. Besser gesagt: Mit Erlaubnis Friedrich Barbarossas konnte der Kölner Erzbischof Rainald van Dassel die Gebeine der "Weisen aus dem Morgenland" in Mailand konfiszieren … Das war - vor 850 Jahren - der Anfang der besonderen Verehrung von Caspar, Melchior und Balthasar am Rhein.
Darauf beziehen sich die Bruderschaften, die sich und ihr Brauchtum in der Nachfolge der "dienenden Könige" sehen. Deshalb reitet der Kaiser, der zu Lebzeiten wohl nie das Gladbacher Münster gesehen hat, zum Stadtschützenfest am 7. September über den Alten Markt und gibt sich, so hofft der gastgebende Bruderrat, großherzig und spendabel. Muss er auch. Denn im Bemühen, niederrheinisches Brauchtum übergreifend darzustellen, hat Gladbachs Schützenchef Horst Thoren drei kleine Sternsinger eingeladen. Die Kinder sollen als Caspar, Melchior und Balthasar auftreten und gewissenhaft dafür sorgen, dass dabei für die Gladbacher Tafel viel Silber zusammenkommt!
Kurz und gut: Die Bruderschaften erinnern zum Stadtschützenfest an die Heiligen Drei Könige. Und an deren Wirken als "Suchende und Gebende". Eine wichtige Grundlage der christlichen Tradition. Das Leitwort zum Fest lautet von daher: "Die Schützen als Erben der Heiligen Drei Könige - Weihrauch, Silber, gute Laune." Soweit die Fest-Idee.
Nun zu den Akteuren: Der "diebische" Kölner Erzbischof ist natürlich "persona non grata" - und als solche nicht eingeladen. Dafür tritt der Kaiser, der die Gebeine der Heiligen im Jahr 1164 "beschaffen" ließ, als Vorreiter des Brauchtums persönlich bei Festzug und Parade in Erscheinung. Die Sternsinger begleiten ihn als kleine "Satelliten" - und machen, als Sammler milder Gaben, das Ganze zu einer fröhlichen Sozialaktion. Zum Wohle der Bedürftigen!
Die Herrscher-Krone darf sich - erprobt bereits als alter Fritz und Napoleon - Michael Schroeren aufsetzen. Der neu gewählte Bürgermeister konnte auf Befragen seine Qualifikation unzweifelhaft unter Beweis stellen. Er hat schon mal in einer Burg übernachtet, in der auch Friedrich Barbarossa genächtigt haben soll! Das rote Barthaar ist bestellt. Die Krone wird ausgeliehen. Die Historie des geheimnisvollen Kaisers und die sich um ihn rankenden Legenden (Barbarossa soll tief im Berg im Kyffhäuser auf seine Wiederkunft warten) will Schroeren noch nachlesen, damit er alles weiß und richtig macht
Notfalls kann Kaiser-Wiedergänger Schroeren noch beim Festzug Ex-OB Monika Bartsch nachfragen. Die studierte Lehrerin begleitet im Damensattel die historische Truppe zum Stadtschützenfest, die - wie in den Vorjahren - in Bürgertracht von 1836 daher kommt und damit die Brücke vom mittelalterlichen Rotbaart zur Neuzeit baut.
Es folgt ein kleiner, aber besonders gediegener Hofstaat! Dabei sind "Auf Zack im Frack" erprobte prominente "Brauchtumsdarsteller" - zur Erinnerung an das erste Gladbacher Schützenfest vor 178 Jahren stilecht gekleidet mit Röhrenzylinder und Schwalbenschwanz.
Darunter illustre Figuren wie NEW-Chef Friedhelm Kirchhartz (als Kommandeur), Professor Gunter Konrad (als Leibarzt), Brauer Michael Hollmann (als Mundschenk) oder Reise-Experte Gert Kartheuser (als Quartiermacher). Volksbanker Lothar Erbers ist wieder General hoch zu Ross - und erbittet von OB-Neuling Hans-Wilhelm Reiners die Erlaubnis zur Parade. Da bleibt Sparkassenchef Hartmut Wnuck lieber bodenständig und sorgt beim Empfang der Ehrengäste für ein, zwei Runden Freibier. (Bei der Gelegenheit gibt er sicherlich die erste Spende für die Gladbacher Tafel.)
So sind die Spitzenkräfte der gediegenen Bürgerschaft gewinnbringend unterwegs - und GEM-Chefin Gabi Teufel achtet (auf ihre charmante Art) darauf, dass alles "sauber" abläuft. Kein Problem eigentlich, wenn Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre (in historischer Uniform) die Oberaufsicht hat!
Gefeiert werden die drei Weisen aus dem Morgenland gleich zweimal: Zunächst bei der Krönungsmesse am Festsonntag, 7. September, 13.45 Uhr, im Gladbacher Münster, wo Regionaldekan Ulrich Clancett über "königliche Weisheit" predigen und wo Präses Johannes van der Vorst die silbernen Amtsketten an die neuen Bezirksmajestäten überreichen wird.
Später dann, bei Festzug (15.30 Uhr) und Parade (16.15 Uhr), stellt sich Kaiser Barbarossa, gemeinsam mit "seinen" Sternsingern, in den Dienst der guten Tat - und des biblischen Dreigestirns! Dessen Mission des Schenkens bekommt durch die Sammlung für die Gladbacher Tafel und die Einladung zum fröhlichen Miteinander beim Treffpunkt Kapuzinerplatz, eine eigene, schützenfestliche Note: "Weihrauch, Gold und Myrrhe" - werden zu Weihrauch, Silber und Spaß an der Freud`!
Ein herzliches "Zum Wohle!" den Menschen in unserer Stadt! ( August 2014 )


Tradition seit 1836 – Gladbacher Stadtschützenfest am 6. und 7. September
Schützen, Glanz und Gloria am Alten Markt
Wer Folklore mag, gerne gut isst und Geselligkeit liebt, sollte am ersten September-Wochenende (6. und 7. September 2014) in die Gladbacher Oberstadt kommen: Dort feiern Bruderschaften und Bürger ihr Stadtschützenfest in der Tradition von 1836, gibt's beim Treffpunkt Kapuzinerplatz zwei Tage lang Unterhaltung zum Nulltarif. Das Bühnenprogramm (Samstag und Sonntag von 11 bis 22 Uhr) bietet Jux-Jazz und Komik, Klamauk und Tanz, Pop und schöne Mädchen. Sonntagabend (ab 18.00 Uhr) gibt´s kölsche Tön, bringen die rheinischen Barden von "Hätzblatt" Freches und Frohsinn auf die Bühne. Das Ende schließlich ist rockig-poppig.
Zum Auftakt am Festsamstag präsentieren die Schützen ihre Könige. Und das gleich zwei Mal. Zunächst bei der Serenade am Maria Hilf, später noch einmal beim Fest-Treffpunkt auf dem Kapuzinerplatz, wo am Nachmittag der neue König ausgeschossen und abends abgerockt (ab 18 Uhr) wird. Der Aufmarsch der Majestäten am Festsamstag (6. September, 14 Uhr) gleicht einer Modenschau. Nur dass nicht Kleider, sondern Kleinodien zur Schau gestellt werden. Der Weg der bis zu 39 Bruderschaftskönige, die ihre wertvollen silbernen Amtsketten auf der Brust tragen, führt vom Maria Hilf, wo die Kapellen um 13.30 Uhr zur Serenade spielen, zum Kapuzinerplatz. Dort ist um 14.30 Uhr Fassanstich, schwingt der neue Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners erstmals den Hammer, wird ab 15 Uhr um die Bezirkskönigswürde geschossen.
Angelegt wird mit einem Kleinkalibergewehr, das aus Sicherheitsgründen fest justiert ist und damit auch die Gewähr bietet, dass keiner mit dem Schießgewehr durch die Gegend oder gar daneben schießen könnte. Getroffen wird (fast) immer, doch von der Stange fällt der Adler aus Fichtenholz (50 Zentimeter Spannweite) nur, wenn das Federkleid durchlöchert und des Vogels Gleichgewicht nachhaltig gestört ist. Wer den Vogel von der Stange holt, ist "König der Könige" und für ein Jahr Repräsentant der 39 Schützenbruderschaften und -vereine im Bezirksverband Mönchengladbach, Rheydt, Korschenbroich. Der Holzvogel (Fichtenholz, Adlerform, 50 Zentimeter Spannweite) stammt aus der Werkstatt des Volksvereins gegen Arbeitslosigkeit und entsprechen den Vorgaben eines erfahren Vogelbauers und mehrfachen Schützenkönigs. Die vom Volksverein in Serie gefertigten Schützen-Vögel sind stabil und formschön, haben die richtigen Proportionen, dazu noch Krönchen, Reichsapfel und Zepter und halten (je nach Zielgenauigkeit der Schützen) zwischen 60 und 120 Schuss aus dem Kleinkalibergewehr stand. Dann purzeln sie zu Boden.
Festlich geht's am Samstag, 6. September, 20 Uhr, im großen Saal der Kaiser-Friedrich-Halle zu. Dort ist "Ball aller Majestäten" zu Ehren des dann scheidenden Bezirkskönigs Michael Kremer aus Geistenbeck und seiner Minister Franz Doumen aus Holt und Wolfgang Steffens aus Geneicken-Bonnenbroich.
"Wer Schützenbrauch und Bruderschaftstradition besser verstehen möchte und nach Ursprüngen und Bindungen fragt, sollte am Sonntag, 7. September, um 14 Uhr zur feierlichen Krönungsmesse ins Münster kommen", rät Bezirksbundesmeister Horst Thoren. Die Bruderschaften haben ihre Wurzeln und ihre Heimat in der katholischen Kirche und in Mönchengladbach eine soziale Tradition. Im Münster predigt Regionaldekan Ulrich Clancett, dem Propst Dr. Albert Damblon und Bezirkspräses Johannes van der Vorst zur Seite stehen. Van der Vorst hat auch die ehrenvolle Aufgabe, dem neuen Bezirkskönig und seinen Ministern die wertvollen silbernen Amtsketten umzuhängen. Musikalisch gestaltet wird die Krönungsmesse vom Männergesangverein Holt und von der Big Band Sankt Barbara Neuwerk.
Parallel zu Bürgerfest und Feldlager auf dem Kapuzinerplatz läuft das Festprogramm der Schützen: Sie krönen am Festsonntag, 7. September, 13.45 Uhr, im Münster ihren neuen König, treten dann um 15.30 Uhr mit 2500 Bruderschaftlern und Musikanten am Rathaus Abtei zum Festzug an. An der Spitze kommen mit Pferd und Wagen Gladbacher Promis in Trachten und Uniformen aus der Biedermeier-Zeit, denn die Schützen begehen das Stadtschützenfest in alter Tradition und beziehen sich dabei aufs erste gesamtstädtische Gladbacher Schützenfest von 1836. Die große Königs- und Festparade mit 12 Musikkapellen und Tambourkorps ist um 16.15 Uhr am alten Markt und schließt mit Zapfenstreich und Serenade. Paradiert (und musiziert) wird vor großem Publikum und großer Majestätenschaft. Die Könige der Schützenbruderschaften und -vereine sitzen auf der Ehrentribüne. Für die Zuschauer gibt's Stehplätze. Tipp der Schützen: Wer früh kommt, steht in der ersten Reihe.
Die Marscherlaubnis gibt Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners, ohne dessen Ja-Wort General Lothar Erbers nicht antreten lässt. Der Aufzug der Bruderschaften dauert eine gute Stunde, lockt in der Regel mehr als 20.000 Zuschauer und endet mit Serenade und Zapfenstreich.
Das Festprogramm geht danach auf dem Kapuzinerplatz weiter, wo die Majestät um 17.30 Uhr mit Pauken und Trompeten erwartet wird. Das Stadtschützenfest endet Sonntagnacht auf dem Kapuzinerplatz mit dem stimmungsvollen Froh-Singsang der Kolibris und Tanzmelodien. Die Schützen hoffen, dass ihr Programm zieht und Zehntausende Gäste mitfeiern und miteinander fröhlich anstoßen: „Ein Prosit der Gemütlichkeit.“ ( Juli 2014 )


Niederrhein-Initiative erfolgreich: Schützenwesen als NRW-Kulturerbe anerkannt
Kulturministerin soll mit den Schützen lebendiges Brauchtum erleben
Die Kulturerbe-Initiative der Schützen, vor einem Jahr zu Unges Pengste in Korschenbroich von Gladbachs Schützenchef Horst Thoren angestoßen, hat jetzt die Anerkennung der Landesregierung gefunden. Kulturministerin Ute Schäfer gibt es den Schützen schriftlich! Ihr traditionelles Brauchtum gehört zum Kulturerbe des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Namen der Landesregierung überreichte die Ministerin bei einer Feierstunde in Düsseldorf die entsprechende Urkunde und brachte besonderen Dank und Anerkennung zum Ausdruck. Ute Schäfer erklärte: "Wir können sehr stolz sein auf unser reiches kulturelles Erbe in Nordrhein-Westfalen. Den Wert unseres Kulturerbes deutlich zu machen und zu bewahren, ist der Landesregierung sehr wichtig." Mit den Schützen wurden der rheinische Karneval sowie die regionalen Traditionen des Osterräderlaufs und des Flussfischens in das Inventar des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Schützen und Karnevalisten sind damit Kulturerbe-Pioniere in Nordrhein-Westfalen. Sie gehörten zu den ersten Verbänden die im November den Antrag auf Aufnahme in das nationale Unesco-Verzeichnis stellten. Die Würdigung durch das Land Nordrhein-Westfalen ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Anerkennung als „Weltkulturerbe“. Entsprechend stolz nahm Prinz Charles-Louis de Merode die Urkunde in Empfang. Der Präsident der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS), der von Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann und Justiziar Horst Thoren (den Initiatoren und Unterzeichnern des Antrags) begleitet wurde, erklärte: "Das Schützenwesen in Rheinland und Westfalen verbindet Tradition mit Lebensfreude. Unsere Bruderschaften und Vereine stehen für Heimat und Geborgenheit. Wenn jetzt das Land NRW das Schützenwesen als Kulturerbe anerkennt, wird nicht allein Geschichte gewürdigt, sondern die gesellschaftliche Kraft des Brauchtums."
Mit Unterstützung der NRW-Schützenverbände und schriftlicher Empfehlung durch Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm Salm und Großmeister Karl von Habsburg hatte die EGS den Antrag beim Kulturministerium eingebracht. Das Land Nordrhein-Westfalen hat jetzt – nach Prüfung durch eine unabhängige Jury - seine Anerkennung ausgesprochen und sich damit, so die Ministerin, "verpflichtet, zur Erhaltung dieser lebendigen Traditionen beizutragen". Gleichzeitig wurde der Schützenantrag als "länderübergreifende" Initiative an die Kultusministerkonferenz gegeben, die über die Aufnahme in das nationale Unesco-Verzeichnis entscheidet. Erste Rückmeldungen werden nach Einschätzung des Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling zum Jahresende erwartet. Heveling, Schützenbruder in Korschenbroich, hatte die Peter-Olaf Hoffmann und Horst Thoren bei der Ausarbeitung der umfänglichen Antragsunterlagen beraten und unterstützt und wird mit seinen Kontakten auch das weitere Verfahren begleiten. Ministerin Ute Schäfer sieht in der Anerkennung auch eine Verpflichtung Tradition lebendig zu erhalten. Beim Schützenwesen hob sie auch dessen gesellschaftliche Bedeutung hervor und seine demokratische Struktur schon zu feudalen Zeiten. Ute Schäfer: "Vor allem aber ist es wichtig, Traditionen so lebendig zu erhalten, wie wir sie heute erleben, damit auch in Zukunft diese Auszeichnung gerechtfertigt ist." Horst Thoren sieht sich durch die Würdigung der Landesregierung bestätigt und freut sich, „dass unsere in Bierlaune angestoßene Initiative diesen Erfolg hat.“ Er will die Ministerin zum Stadtschützenfest nach Mönchengladbach einladen: "Hier kann sie erleben, wie jung und lebendig unser Brauchtum ist." ( Juli 2014 )


Lob für Gladbachs Schützen als Wegbegleiter der Heiligtumsfahrt
"Auf die Schützen ist Verlass!" Propst Albert Damblon und Regionaldekan Ulrich Clancett waren voll des Lobes. Die Wegbegleitung der Bruderschaften zur Gladbacher Heiligtumsfahrt 2014 sei vorbildlich gewesen, betonten Damblon und Clancett. Bruderschaftler aus Stadt und Land hatten, organisiert vom Bruderrat, die "Münsterwache" übernommen und während der einwöchigen Pilgerzeit in der Münsterkirche die Heiligtümer bewacht. Beim Eröffnungsgottesdienst im Münster und zum Abschluss beim Pontifikalamt mit Bischof Heinrich Mussinghoff am Fuß des Abteibergs trugen Schützen den Abendmahlsschrein, in dem ein Stoffende des Abendmahltuchs aufbewahrt wird. Beeindruckend war der Aufzug von mehr als 500 Bruderschaftler, die am Fronleichnamstag zum Abschluss der Heiligtumsfahrt in feierlicher Prozession aufzogen und an der Altarinsel Aufstellung nahmen. Bezirksbundesmeister Horst Thoren, der den Pilgerzug mit Bezirkskönig Michael Kremer anführte, dankte den Schützen für "ihren Glaubenseinsatz". Er hob besonders die tragende Rolle der Stadtoffiziere um Jürgen Zimmermanns und Willi Kempers hervor, die den schweren Schrein zum Altar trugen und ihn später auf der Ladefläche eines offenen Wagens zurück ins Münster brachten. Thoren: "Das war Schwerstarbeit unter den Augen des Bischofs." Klaus Cörstges als Organisator der Münsterwache, Frank Jöris und Heinz-Josef Esser als Unterstützer beim Pontifikalamt wurden ebenfalls lobend erwähnt. Gemeinsam mit Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst traf Thoren nach dem Pontifikalamt den Bischof in der Münster-Sakristei. Van der Vorst und Thoren versprachen Wegbegleitung auch zur nächsten Heiligtumsfahrt in sieben Jahren und überreichten Heinrich Mussinghoff eine silberne Anstecknadel mit einer Ansicht des Gladbacher Abteibergs. "Unser Münster ist Zeichen der Stadt und des Glaubens", erklärte das Schützen-Duo dem Bischof, der sich für das Geschenk freundlich bedankte. ( Juni 1024 )


Gladbachs Könige feierten ihr Fußballfest schon vor der WM
Noch vor dem Welt-Fußball-Fest in Brasilien, waren Gladbachs Schützen im WM-Fieber. Der Bruderrat hatte den Königsehrenabend – ein frohes Majestäten-Treffen auf Einladung der Carlsberg-Tochter Schankwerk zur Wums-WM erklärt und Schützen und Ehrengäste eingeladen, ihre Trittkraft zu erproben. So traten Bezirkskönig Michael Kremer (mit Hut in Schwarz-Rot-Gold), etliche Bruderschaftskönige, aber auch die Ehrengäste mit den OB-Kandidaten Norbert Bude und Hans-Wilhelm Reiners, mit Düsseldorfs Stadtkämmerer Manfred Abrahams, MdB Ansgar Heveling, den Bankern Hartmut Wnuck (Sparkasse) und Franz-Dirk Meurers (Volksbank), Bauunternehmer Jochen Bücker und Medizin-Professor Gunter Konrad zum „Pengen“ an. Elektronisch wurde gemessen, wer den stärksten Tritt hat. Preise gab es auch – Deutschlandfähnchen fürs Auto, Schokoriegel in Schwarz-Rold-Gold und Tröten mit Fangesang. Wer letztlich gewann, war bei dieser WM nicht wichtig, wenn auch Altstadtsheriff Josef Vitz genau Buch führte und die Sieger notierte. Die Preise, gestiftet von Kirmesorganisator Sven Tusch, überreichte Gladbachs Schützenchef Horst Thoren, der sich einen Spaß daraus machte, möglichst originelle Paarungen und Mannschaften gegeneinander antreten zu lassen. Sein Joker war Andre Heynckes, Präsident der Holter Schützen, der als Neffe des legendären Jupp Heynckes zum Fußball-Experten berufen wurde. Der fröhliche Abend, den Christoph Fels für Schankwerk eröffnete, bot leckeres Bier und zünftige Speisen und mit GEM-Chefin Gabi Teufel eine gute Gastgeberin, die nicht nur ihr Casino als Treffpunkt zur Verfügung gestellt hatte, sondern sich auch selbst um die Schützen-Gäste kümmerte. Der Bruderrat dankte herzlich, auch für Gabi Teufels Einsatz in der Stadt. Präses Johannes van der Vorst und Schützenchef Horst Thoren steckte Gabi Teufel eine silberne Brosche mit einer Ansicht des Abteibergs an und ernannte sie zum „Schützen-Schutzengelchen“. Auch Altstadt-Sheriff Josef Vitz bekam einen neuen Titel. Weil Vitz noch vor dem Stadtschützenfest in Pension geht, soll er ab dem Fest als Schützen-Sheriff in historischer Uniform Dienst tun. Für Gastgeber Christoph Fels, der seine zukünftige Schwiegermutter, Schankwerk-Chefin Frauke Bruckes, vertrat, gab es Blümchen und ein Vorab-Geschenk zur Hochzeit. Und natürlich sammelte Bezirkspräses Johannes van der Vorst für einen guten Zweck – diesmal für Schützen-Inititiative Augenhilfe Afrika. ( Juni 2014 )
Fotos: Gladbachs OB-Kandidat Hans-Wilhelm Reiners bei der Wums-WM. Links mit Schwarz-Rot-Gold-Hut Bezirkskönig Michael Kremer. Schützen-Dank für Christoph Fels und Gabi Teufel. Mit Schützen-Kappe (für die Hutsammlung) Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst.


Silber-Münster für Franz-Josef Ungerchts Die Auszeichnung kam überraschend und war redlich verdient: Franz-Josef Ungerechts, Medienfachmann mit besonderer Beziehung zum Schützenbrauchtum, darf ab sofort das Gladbacher Münster am Revers tragen. Und zwar in Sterlingsilber. Schützenchef Horst Thoren dankte mit der besonderen Ehrung für vielfältige Schützenhilfe, die der Hehner Ungerechts als langjähriger Präsident der Sankt-Michaels-Bruderschaft, als Bezirkskönig, als Redakteur und Verlagsleiter geleistet hat. Anlass für die Auszeichnung war jetzt die Vorstellung eines umfänglichen Hochglanzmagazins zum Schützenwesen, das Franz-Josef Ungerechts als Autor gestaltet und für den Stadtspiegel erstellt hat. Thorens Dankworte schlossen mit dem Wunsch auf noch viele weitere Magazine, die den "Glanz des Brauchtums einfangen" und Schützen und Lesern Freude machen. ( Juni 2014 (


Diözesanprinz kommt aus Geistenbeck
Vom Diözesanjungschützentag in Brüggen kam Kai Kuhlen aus Geistenbeck mit Prinzensilber zurück: Der 24jährige Jungschütze der Sankt-Josef-Brudershaft, vor wenigen Wochen bereits auf Bezirksebene erfolgreich, holte in Brüggen beim Schießen um die Diözesanprinzenwürde den Vogel mit dem 96. Schuss von der Stange. Er ist jetzt oberster Repräsentant aller jungen Bruderschaftler im Bistum Aachen. Zu den ersten Gratulanten gehörte Bezirksjungschützenmeister Frank Engel, der sich mit Kuhlen freute und seine volle Unterstützung für das Prinzenjahr zusagte. Kuhlen wird bei etlichen Terminen im Bistum die Schützenjugend repräsentieren und braucht Wegbegleitung aus Mönchengladbach. ( Juli 2014 )


Bürgermeister-Dank zum Thoren-Jubiläum „25 Jahre Bundes-Horst“
Das Dankeschön-Körbchen war bestens bestückt und als Präsent-Päckchen für Jubilar Horst Thoren passend. Denn Bürgermeister Heinz-Josef Dick hatte zum 25jährigen Amtsjubiläum „25 Jahre Bundes-Horst“ all das zusammengestellt, was ein Schützenchef braucht, um fit zu bleiben (von Fußpflaster über Energie-Gel und Muskel-Wohl bis zu Thermosflasche mit Kraft-Tee und Traubenzucker). Dick dankte beim Pfingstempfang im Hannen-Haus dem Bezirksbundesmeister für vielfältigen Einsatz und Ideenreichtum, für Tatkraft und Humor. Und der Bürgermeister fügte hinzu: „Auf noch viele Jahre mit Horst Thoren!“ Dazu sollen die guten Dinge aus dem Körbchen Kraft und Ausdauer geben. Denn der Schäützendienst, so meinte der Bürgermeister, sei auch schon mal aufreibend. Der so gelobte Jubilar nahm es mit einem Lächeln und sagte erst mal Prost: "Auf die Freundschaft". Thoren sprach von der Gemeinschaftsleistung, die die Stärke der Bruderschaften ausmache und von der Freude, Bruderschaftler zu sein. Dann ging er zur Tagesordnung über. Denn Feiern stand auf dem Programm. Thorens Hoch galt den versammelten Majestäten und der Festfreude zu "Unges Pengste". (Juni 2014)


Ein Schwarzafrikaner bewundert Unges Pengste und feiert mit
Sitten und Gebräuche der Einheimischen muss der Schwarzafrikaner Raoul Cheuteu beim großen Korschenbroicher Schützenfest nicht erst erlernen. Er kennt sie. Jedes Jahr reist der Augenarzt aus Kamerun zu „Unges Pengste“ an, feiert und marschiert als einziger schwarzer Schützenbruder an den Pfingsttagen mit. Doch in diesem Jahr kommt er in einer besonderen Mission als Repräsentant der Augenhilfe Afrika. Dieser gemeinnützige Verein wurde auf Initiative des Mediziners im vergangenen Jahr in der niederrheinischen Kleinstadt gegründet. Schnell hat die Schützeninitiative in der Region Freunde und Förderer gefunden und kann so mit Spenden die mobile Augenklinik des promovierten Facharztes unterstützen: „Ich möchte den Armen in meinem Land etwas von dem Guten zurückgeben, das ich selbst in Deutschland erfahren habe", sagt Raoul Cheuteu, der in seinem Medizinstudium von der Korschenbroicher Unternehmerfamilie Otten gefördert worden ist. Eine erste Operationskampagne in die entlegenen armen Regionen Nordkameruns konnte die Augenhilfe Afrika Anfang des Jahres bereits finanzieren. 50 am Grauen Star Erblindete können wieder sehen. Viele Blinde mehr sollen dieses machbare Wunder noch erleben. Deshalb ist Raoul Cheuteus Niederrhein-Besuch diesmal auch so etwas wie eine Promotiontour für die Blindenheilung. Gemeinsam zu feiern und Gutes zu tun, ist von jeher das Ziel der Schützenbruderschaften und ihrer Feste. Deshalb fügt sich der schwarz Schützenbruder auch so selbstverständlich in das große Korschenbroicher Fest an den Pfingsttagen ein.
Raoul Cheuteu ist ein personifiziertes Weltkulturerbe. Geboren in Kamerun als ältester Sohn einer alten Familie, studiert er zunächst im Kongo, bis das wegen des Bürgerkriegs dort zu gefährlich wird. Er geht nach Russland, lernt die Sprache und den Korschenbroicher Wolfgang Otten kennen, der in Moskau für "Help" arbeitete. Raoul Cheuteu wird fortan von der Familie Otten in seinen Studien gefördert. "Die Ottens sind meine weiße Familie. Sie haben mich regelrecht adoptiert", sagt er dankbar. Inzwischen spricht Weltbürger Raoul perfekt Deutsch, Englisch, Russisch, Französisch, seine afrikanische Stammessprache und vor allem auch ein wenig niederrheinisches Platt, aber zu allem Überrberfluss auch noch bayerisch. Aus seiner Studienzeit in München hat er nicht nur seine Lederhose und die warmen wollenen Wadenstrümpfe behalten, die er übrigens auch immer noch liebend gerne im heißen Kamerun anzieht. Der Schwarzafrikaner spricht auch so passabel Bayerisch, dass er sogar in einer Münchener Volkstheatergruppe mitspielen durfte.
Wer mit dem schwarzen Schützenbruder feiern und mehr von seiner Mission erfahren möchte, kann Raoul Cheuteu an den Pfingsttagen in Korschenbroich treffen – bei den Paraden der 1000 Schützen und 350 Musikanten, beim Tanz im Festzelt oder beim Bierchen auf den Festplätzen der kleinen Stadt. Der promovierte Augenarzt trägt Schützenhut und auf der grünen Krawatte stolz das Abzeichen seines Schützenzuges "Pappköpp". Für Raoul Cheuteu ist Korschenbroich "meine zweite Heimat". Und er weiß, warum er gern mit den Schützenfreunden feiert: "Die Freude, die Gemeinschaft, das Verbundensein mit der Tradition wird hier gelebt. Ich bewundere die Korschenbroicher dafür, dass sie mit ihren Traditionen eins sind."
Schütze Raoul und seine "Pappköpp" um Fritz und Heiner Otten haben einen vollen Festkalender: Samstag und Sonntag Kultparty im Festzelt mit Booster und Wallstreet, Montag Königsball. Paradiert wird Sonntag, 16.45 Uhr, Montag, 12.30 Uhr. ( Juni 2014 )
Fotos (honorarfrei): Der Kameruner Raoul Cheuteu ist Korschenbreoicher Schütze aus Überzeugung. / Beim Spiel Deutschland gegen Kamerun traf Raoul Cheuteu auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die sich für seine Initiative Augenhilfe Afrika interessiert und Unterstützung angeboten hat. / Raoul Cheuteu mit Borussenpräsident Rolf Königs (Mitte) und Bezirksbundesmeister Horst Thoren im Borussia-Park.


Der Dicke Turm - Gladbachs Bekenntnis zur Schützen-Geschichte
Den dicken Turm haben Gladbachs Schützen ins Herz geschlossen. Wie lieb sie den Rundling in der Gladbacher Altstadt haben, zeigten die Bruderschaftler zum Fest am Dicken Turm, bei dem gleich mehrere hundert Schützen mit ihren Königen antraten, um auf den Turm und seine Geschichte anzustoßen. Das fröhliche Prost auf die Schützen-Feste gehört mit zum traditionellen Treffen der Majestäten, die sich auf der Turmtreppe als versammelte Königsschar ablichten lassen und dann im 600 Jahre alten Gemäuer auf Spurensuche gehen. Die Archivare Klaus Cörstges und Willi Kempers hatten diesmal den Schwerpunkt auf die Turmgeschichte gelegt und historische Urkunden und Ansichten zusammengetragen, die zeigen, wie sich der Turm und sein Umfeld im Laufe der Jahrhunderte veränderte. Einst Teil der mittelalterliche Stadtbefestigung ist der stattliche Bau heute Treffpunkt in der Altstadt, Heimat des Bruderrates mit Archiv und kleinem Schützenmuseum und vor allem ein Blickfang und damit auch Fotomotiv für alle Stadtfreunde und –besucher, die sich mit und ohne Begleitung auf Erkundungstour durch die Altstadt machen. Das Fest am Dicken Turm bot Neugierigen Gelegenheit auch einmal hinter die dicken Mauern zu schauen, denn der Bruderrat um Gladbachs Schützenchef Horst Thoren hatte die schweren Türen weit geöffnet. Der Einladung, sich auf den drei Ebenen des Turms, dem beiden Gewölben und dem großen Turmzimmer umzuschauen, folgten viele, nicht nur Brauchtumsfreunde. Sie sahen eine kleine, aber feine Ausstellung zur Turmgeschichte, konnten historische Königssilber bestaunen oder sich Uniformen und Fahnen ansehen und damit ein wenig von der Pracht der großen Feste erahnen. Was die Gastgeber besonders freute: Der eine oder andere Besucher brachte auch etwas mit, um die Schützen-Geschichts-Sammlung zu vervollständigen. So hatte Markus Fondermann aus Lürrip auf dem Dachboden ein großes schweres Holzwappen entdeckt, das sein Großvater zum Bundesfest 1972 geschnitzt hatte. Jetzt hängt das große Wappen im Dicken Turm. Andere Stifter hatten Fotos dabei oder versprachen, wertvolle Uniformteile vorbei zu bringen. Der Tag der offenen Turmtür war somit Treffpunkt mit Festcharakter, aber auch Beweis von Geschichtsbewusstsein. Schützenchef Horst Thoren freute sich insbesondere über das Interesse junger Leute, die viele Fragen stellten und mehr wissen wollten über die Historie der Bruderschaften in Stadt und Land. Horst Thoren: „Das zeigt auch, welche Anziehungsktraft unser lebendiges Brauchtum bis heute besitzt.“ (Mai 2014)


Johannes Paul II. neuer Schutzheiliger der Bruderschaften im Gladbacher Land
Die Bruderschaften in Stadt und Land haben einen neuen Schutzpatron: Johannes Paul II. Einen Tag nach der Heiligsprechung des polnischen Papstes in Rom hat der in Geistenbeck tagende Bruderschaftsrat den neuen Heiligen zum Schutzpatron der 39 Schützenbruderschaften in Mönchengladbach und Korschenbroich bestimmt. Damit bekommt der traditionelle Schützenheilige Sankt Sebastianus zwar keine Konkurrenz, wohl aber einen starken Partner an die Seite, betonen die Bruderschaftler um Bezirksbundesmeister Horst Thoren und Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst. Horst Thoren, der Johannes Paul II. zweimal begegnet ist (2001 und 2003) und den verstorbenen Papst verehrt, hatte bei der Zusammenkunft von Bruderrat und Bruderschaftspräsidenten angeregt, dem Schützenbezirk mit Johannes Paul II. einen eigenen, aktuellen Schutzheiligen zu geben, der den Menschen in bester Erinnerung ist und so noch stärker Vorbild sein könne. Die Oberschützen folgten dem Antrag einstimmig., wohl auch, weil Thoren die Brauchtumsnähe des polnischen Papstes betonte. Johannes Paul II. war Schützenbruder in Krakau und hatte eine enge Beziehung zu den polnischen Bruderschaften und ihren europäischen Freunden. (Mai 2014)


Erster Erfolg im Anerkennungsverfahren: Schützenwesen als UNESCO-Kulturerbe
Doppelter Erfolg für den Kulturerbe-Antrag der Schützen: Das Land NRW (siehe beiliegendes Schreiben) unterstützt die Initiative und erkennt die Bedeutung in Rheinland und Westfalen an. Zusätzlich wird der Antrag als länderübergreifendes Projekt der UNESCO-Kommission empfohlen. Die Freude bei den Unterzeichnern des Antrags der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen ist entsprechend groß: Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann und Justiziar Horst Thoren sehen in der Mitteilung des Landes "die erhoffte hohe Anerkennung des Kulturguts Schützenwesen". Besonderen Dank sprechen die Initiatoren dem Unterstützerkreis mit den Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling, Günter Krings und Patrick Sensburg, den adligen Schützen-Repräsentanten Karl von Habsburg, Charles-Louis Prinz de Merode und Emanuel Prinz zu Salm Salm, dem Neusser Schützenpräsidenten Thomas Nickel und Dr. Britta Spies vom Rheinischen Schützenmuseum in Neuss aus. Mit ihrem Fachberater Ansgar Heveling sind sich die Europa-Schützen einig, dass über die Kultusministerkonferenz und die nationale UNESCO-Kommission die Anerkennung als länderübergreifendes Projekt betrieben werden soll. Ergänzende Schreiben mit der Bitte um Unterstützung sollen in den nächsten Tagen an die Ministerpräsidenten der schützenfreundlichen Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Niedersachsen gerichtet werden. Auch der Deutsche Schützenbund wurde um Unterstützung gebeten. (Mai 2014)


Europa-Schützen zeigen Solidarität mit den Brüdern in der Ukraine
Die Sorge um die Kosaken in der Ukraine prägte die Plenarversammlung der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS), an der in Peine mit Ralf Heinrichs, Friedhelm Pauen und Horst Thoren auch drei Schützen aus der Region teilnahmen. Präsident Charles-Louis de Merode und Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann begrüßten unter dem Beifall der Delegierten den Sprecher der urkrainischen Kosaken, Viktor Fedosjuk, und baten ihn um einen Bericht über die Lage in seinem Heimatland. Fedosjuk, dessen Ausführungen der polnische EGS-Vizepräsident Andrzej Wegener übersetzte, berichtete von den Protesten auf dem Maidan in Kiew, die Gefahr für die Demonstranten, zu denen er selbst zählte, und die Opfer der Auseinandersetzungen. Die Spende der Europaschützen für soziale Hilfe, Ende Februar auf Beschluss des Präsidiums bewilligt, habe sehr geholfen, unter anderem habe man eine kugelsichere Weste kaufen können. Die Not sei weiterhin groß, die Sorge, welchen Weg das Land nehme und wie Russland reagiere, bestimme das Leben der Menschen. Fedosjuk dankte für Solidarität und Unterstützung der Europa-Schützen. Er überreichte als Zeichen der Verbundenheit ein großes ukrainisches Brot, eigens für die Tagung gebacken, um es mit den Freunden zu teilen und damit Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. Präsident Charles-Louis de Merode nahm, sichtlich gerührt, das Brot in Empfang. Gemeinsam mit Fedosjuk schnitt er es nach der Tagung im Ratskeller an. Gemeinsam wurde gegessen und der Opfer gedacht.
Wie notwendig Schützenhilfe ist, berichteten Andrzej Wegener und Josef Fedosjuk im Gespräch mit den Korschenbroicher Delegierten. Mit seinen polnischen Freunden hat Wegener in Tuchola eine ukrainische Flüchtlingsfamilie aufgenommen. Erst kam die hochschwangere Frau mit zwei kleinen Kindern über die Grenze. Sie war von Schärgen des alten Regimes bedroht worden, weil ihr Mann zum Widerstand gehörte. Wenige Wochen später wurde der Mann, schwer verletzt, nach Tuchola gebracht. Er wird dort im Krankenhaus behandelt. Betroffen nahmen die Delegierten den Bericht entgegen. Spontan ließ Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann für die ukrainische Familie sammeln. Ein beachtlicher Betrag kam zusammen, den Andrzej Wegener für die Betreuung der Flüchtlinge verwenden wird. Die Korschenbroicher versprachen Fedosjuk, sich daheim für weitere Schützenhilfe einzusetzen. (Mai 2014)
Foto: Bezirksbundesmeister Horst Thoren (rechts) im Gespräch mit Josef Fedosjuk, dem Sprecher der ukrainischen Kosaken, und dem polnischen EGS-Vizepräsidenten Andrzej Wegener (links).


Jugend-Orden für zwei Senior-Schützen

Der eine ist schon 70 Jahre alt, der andere feiert den 70. Geburtstag im Dezember. Heinz-Josef Esser aus Geistenbeck und Heinz-Josef Katz aus Wickrath sind stadtbekannte (Senior-)Schützen und wurden jetzt geehrt: Von der Schützenjugend (!) erhielt Katz den Verdienstorden in Bronze und Esser den Verdienstorden in Silber. Gewürdigt wurde damit, so betonten Diözesanbundesmeister Wolfgang Genenger und Gladbachs Schützenchef Horst Thoren, der anhaltende besondere Einsatz des Duos für den Schützennachwuchs. Unser Bild zeigt Katz (links) und Esser mit Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst, der die Ehrung vornahm. Foto: Marlene Katz ( Mai 2014 )



Zwei neuen Bezirksprinzen für die Schützenjugend
Ihre neuen Bezirksjugendmajestäten ermittelte die Sankt-Sebastianus-Schützenjugend beim Bezirksprinzenschießen in Mülfort. Neuer Bezirksprinz ist Kai Kuhlen von der Sankt-Josef-Bruderschaft Geistenbeck, der den Vogel mit dem 54. Schuss von der Stange holte. Ihm zur Seite stehen die Ritter Daniel Rumpf aus Broich-Peel und Pascal Görtz aus Waldhausen. Den Titel des Bezirksschülerprinzen errang mit dem 72. Schuss Justus Schmidt von der Sankt-Josef-Bruderschaft Venn. Seine Ritter sind Sarah-Michelle Plum aus Mülfort und Niklas Groth aus Waldhausen. Zu den ersten Gratulanten nach dem Vogelschuss gehörten Oberbürgermeister Norbert Bude und Bezirksjungschützenmeister Frank Engel. Ins Amt eingeführt werden die neuen Bezirksjugendmajestäten beim Stadtschützenfest im September. Unser Bild zeigt von links Norbert Bude, Sarah-Michelle Plum, Daniel Rumpf, die neuen Bezirksprinzen Kai Kuhlen und Justus Schmidt, Pascal Görtz, Niklas Groth und Frank Engel. Foto: Katz ( Mai 2014 )


Königstreffen an Gladbachs Schützen-Feste
Zur Eröffnung der Schützen-Festzeit 2014 formierten sich an der „Schützen-Feste Dicker Turm“ in der Gladbacher Altstadt die versammelten Majestäten der Bruderschaften und Vereine aus dem Bezirksverband Mönchengladbach, Rheydt, Korschenbroich zum Gruppenbild. Unser Foto zeigt in der ersten Reihe sitzend Bezirkskönig Michael Kremer aus Hockstein (Mitte), eingerahmt von seinen Ministern Wolfgang Steffens aus Geneicken (links) und Frank Doumen aus Holt, sowie (von links) Pressekönig Günther vom Dorp, Altstadt-Sheriff Josef Vitz, Norbert Post aus dem Landtag, Oberbürgermeister Norbert Bude, Bezirksbundesmeister Horst Thoren und Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst (rechts). Links (stehend) Nord-Bezirksvorsteher Reinhold Schiffers, rechts Monika Winkens von den niederländischen Freunden aus Helden. ( Mai 2014 )


11. Mai – Fest am Dicken Turm mit Ausstellung
Eintritt frei zu Schützen-Kemenate und Kerker
Die wechselvolle Geschichte des wohl eindrucksvollsten Gebäudes in der Gladbacher Altstadt hat es den Schützen angetan. Sie widmen ihre Sonderausstellung am Sonntag, 11. Mai, zum „Fest am Dicken Turm“ dem Rundling an der Waldhausener Strasse 16, der einst Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung war und heute „Schützen-Feste“ mit kleinem Schützen-Museum ist. Während die Besucher (ab 11 Uhr) den Turm von außen bestaunen und von innen erkunden können, zapfen die gastgebenden Schützen auf dem Platz an der Feste Altbier an und laden zum „Königstreffen“ ein. Denn das Turm-Fest (mit sehenswerter Schützenausstellung hinter den dicken Mauern) ist traditionell Auftakt für die Schützen-Fest-Zeit und erste Gelegenheit für die Majestäten aus Stadt und Land sich in voller Pracht (in Uniform, mit Orden und Ehrenzeichen) in der Öffentlichkeit zu zeigen. Das Königsfoto, zu dem auch Oberbürgermeister Norbert Bude sein Kommen angesagt hat, wird um 12 Uhr „geschossen“ und ist als Dokumentation lebendiger bruderschaftlicher Tradition gedacht.
Im Turm zeigt der gastgebende Bruderrat Schönes und Wertvolles aus dem Silberschatz der Bruderschaften, historische Bilder und Urkunden und natürlich Dokumente aus der Turmgeschichte, die die Archivare Klaus Cörstges und Willi Kempers zusammengetragen hat. Die Erkundung des Turm - der Aufstieg ins hohe Turmzimmer oder der Abstieg in die dunklen Kellergewölbe - ist nicht nur für Kinder spannend, denen Geschichten aus der Turmhistorie, von Kerker und dunklen Gesellen versprochen wird. Daneben gibt es zahlreiche Schützengäste – unter anderem aus den Niederlanden – die sich und ihre Tradition vorstellen. Der Bruderrat will mit seinem „Tag der offenen Tür“ von 11 bis 17 Uhr Brauchtum begreifbar machen und für das „Weltkulturerbe Schützenwesen“ (der Antrag bei der UNESCO ist gestellt) in seiner historischen Dimension, kulturellen Vielfalt und gesellschaftlichen Bedeutung werben. Gäste sind herzlich willkommen,.die mit den versammelten Schützen, plaudern, anstoßen und feiern wollen und dabei Turm- und Schützengeschichte kennenlernen können. ( Mai 2014 )


Nachtwallfahrt der Bruderschaften "Du deckst mir den Tisch"
Pilgergang als Aufruf zur Gastfreundschaft
Die Botschaft war klar: „Du deckst mir den Tisch!“ Unter dem Leitwort der Gladbacher Heiligtumsfahrt zogen die Bruderschaften aus Stadt und Land in der Nacht zum Passionssonntag zum Marienheiligtum in Hehn. Der traditionelle Pilgergang, an dem sich erneut mehr als 600 Schützen beteiligten, war eine Einladung zur Tischgemeinschaft. In seinem Aufruf zur Nachtwallfahrt erklärte Bezirksbundesmeister Horst Thoren: „Wir danken Gott, dass er uns den Tisch bereitet. Wir denken an Freunde und Weggefährten, mit denen wir gern an einem Tisch sitzen. Wir beten für einsame Menschen, denen die Tischgemeinschaft fehlt, weil sie allein sind. Wir beten für Menschen in Not, die nichts auf dem Tisch haben und Hunger leiden.“ Die Schützen, die sich in kleinen und größeren Gruppen zu Fuß auf dem Weg nach Hehn gemacht hatten und zur Pilgermesse in der Pfarrkirche zusammentrafen, nahmen das Thema der Heiligtumsfahrt zum Anlass, sich selbst als Gast-Geber anzubieten und ihre Feste verstärkt dem Miteinander zu öffnen. Propst Dr. Albert Damblon griff in seiner Predigt Thorens einleitende Worte vom Tisch als universellem Treffpunkt (bis hin zur Theke) auf und lud zur Teilnahme an der Gladbacher Heiligtumsfahrt ein, in deren Mittelpunkt die Verehrung eines Stoffendes vom Abendmahlstuch steht. Der Gedanke der Tischgemeinschaft fand seine direkte Umsetzung bei der Agape im Pfarrheim, zu der die Schützen-Pilger nach der Messe zusammenkamen: Blasmusik, ein paar Happen, ein guter Schluck zur Stärkung für den Heimweg zu Fuß. Beim Schlusssegen an den Grotten sangen die Bruderschaftler mit ihrem Bezirkskönig Michael Kremer „Marie breit den Mantel aus“. Mit dem „Vater unser“ verabschiedeten sie sich nach Hause. Seit 1983 lädt der Bezirksverband der Bruderschaften alljährlich zur Nachtwallfahrt. Für Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst und Bezirksbundesmeister Horst Thoren ist der gemeinsame Betgang ein eindrucksvolles Glaubensbekenntnis der Bruderschaften. Was Thoren und van der Vorst besonders freut, ist die große Beteiligung vor allem auch junger Schützenbrüder und –schwestern. Van der Vorst: „Das gemeinsame Beten gibt Kraft. Das spüren die jungen Leute.“ (April 2014)


Gladbacher Bruderkreuz für "drei Brüder im Geiste"
Seine höchste Auszeichnung, das Bruderkreuz, verlieh der Bruderrat der Bruderschaften jetzt an drei um Stadt und Brauchtum verdiente Persönlichkeiten: Ulrich Kania, Friedhelm Kirchhartz und Horst Thoren erhielten den silbernen Orden als äußeres Zeichen einer inneren Einstellung, die die Bruderschaften im Leitwort "Bruder sein ist mehr" auf den Punkt gebracht haben. Die Ehrung war eingebettet in die traditionelle Brauchtumsmesse, die erstmals in der Kapelle des Franziskushauses gefeiert wurde. Der Gladbacher Bruderrat würdigte Professor Ulrich Kania, Chirurg an den Kliniken Maria Hilf, der als „Nothelfer“ ein offenes Herz für seine Patienten hat, und Brauchtumsfreund und NEW-Vorstandschef Friedhelm Kirchhartz wegen ihres sozialen Denkens und Handelns. Als dritter Ordensträger kam, für ihn selbst überraschend, Schützenchef Horst Thoren hinzu, der den Bezirksverband der 39 Bruderschaften und Vereine seit 25 Jahren führt und als „tatkräftiger Gestalter und mitfühlender Bruderschaftler“ geehrt wurde. „Alle drei“, so betonte Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst, „stehen für das besondere Selbstverständnis dieser Stadt, das den benediktinischen Geist des ,Bete und arbeite´ von je her fest mit der katholischen Soziallehre verbindet." Die Geehrten stünden in Person und Ansehen vorbildlich für Mönchengladbach, seien hilfsbereit und herzlich, zupackend und mitfühlend. "Friedhelm Kirchhartz, Ulrich Kania und Horst Thoren sind würdige Träger des Bruderkreuzes der Bruderschaften. Sie gliedern sich nahtlos ein in die Reihe hochkarätiger Ordensträger, denn sie sind, wie ihre Vorgänger Franz Meyers, Norbert Blüm oder Jürgen Rüttgers, aus christlicher Verantwortung dem Nächsten Halt und Stütze", sagte van der Vorst. Danach segnete er die silbernen Orden, die den Münsterturm mit den Sebastianuspfeilen zeigen, und überreichte sie. In den zugehörigen Urkunden heißt es: "Einer ist euer Meister, ihr aber alle seid Brüder!" ( März 2014 )


Nachtwallfahrt der Bruderschaften am 5. April
„Du deckst mir den Tisch!“ - Schützen beten
„Du deckst mir den Tisch!“ Unter dem Leitwort der Gladbacher Heiligtumsfahrt ziehen die Bruderschaften aus Stadt und Land am Samstag, 5. April, betend zum Marienheiligtum in Hehn. In ihrem Aufruf zum Betgang erklären Bezirksbundesmeister Horst Thoren und Bezirkspräses Johannes van der Vorst: „Wir danken Gott, dass er uns den Tisch bereitet. Wir denken an Freunde und Weggefährten, mit denen wir gern an einem Tisch sitzen. Wir beten für einsame Menschen, denen die Tischgemeinschaft fehlt, weil sie allein sind. Wir beten für Menschen in Not, die nichts auf dem Tisch haben und Hunger leiden.“ Die Schützen nehmen das Thema der Heiligtumsfahrt zum Anlass, sich selbst als Gast-Geber anzubieten und ihre Feste verstärkt dem Miteinander zu öffnen. „Der Betgang der Bruderschaften soll uns Kraft geben, aus dem Glauben heraus das eigene Leben zu meistern und dem Nächsten voll Vertrauen Freund und Stütze zu sein“, heißt es in der Einladung weiter. Die Hauptpilgergruppe um Bezirkskönig Michael Kremer aus Hockstein – er trägt das Friedenskreuz des Bezirksverbandes - macht sich am 5. April um 19 Uhr ab Pfarrkirche Speick auf den Weg. Die Pilgermesse um 20.30 Uhr in Hehn liest Propst Dr. Albert Damblon. Nach dem Gottesdienst kommen Schützen und Gäste zur Agape im Pfarrheim zusammen. Gegen 22.00 Uhr wird an den Grotten der Schlußsegen erteilt. Zur Nachtwallfahrt der Bruderschaften, 1983 neubegründet, kommen jeweils 600 Schützen zu Fuß nach Hehn. Jedes Jahr stellen die Bruderschaften ihren Pilgergang unter ein Leitwort, das den Gebeten Inhalt und Richtung geben soll. ( März 2014 )


Zur Königsvesper lobte der OB die Schützen
Wenn der Oberbürgermeister zur Königsvesper einlädt, braucht niemand nach der Speisekarte zu fragen: Grünkohl, Würstchen und Kassler wird serviert. Und das schon seit mehr als 25 Jahren. Und zum Abschluss – sofern der Kämmerer keine Bedenken erhebt und es die Stadtkasse hergibt – gibt´s was Süßes (Pudding!) hinterher. Für OB Norbert Bude – der Tradition verpflichtet – blieb alles wie gehabt. Gemeinsam mit seiner Vorgängerin Monika Bartsch betätigte sich der OB als Vorkoster und guckte schon mal in die reich gefüllten Töpfe. Dann ließ er auftischen. Zuerst dem Bezirkskönigshaus (mit Michael Kremer, Frank Doumen und Wolfgang Steffens), dann allen Gästen, unter ihnen auch Förderer des Brauchtums wie Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre oder Sparkassenchef Hartmut Wnuck. Zur Einstimmung hatten junge Talente der Musikschule aufgespielt, später hatten zunächst der OB und dann Gladbachs Schützenchef Horst Thoren gesprochen. Der OB dankte allen Brauchtumsfreunden für ihren Einsatz und ihr Wirken in der Stadt. Bude betonte Bruder-Sinn und Schützen-Einsatz. Ganz besonders hob er die Leistung des Schützenchefs hervor, Horst Thoren mache seine Sache gut und engagiert. Und das schon seit 25 Jahren, erklärte der Oberbürgermeister. Thoren selbst sprach von einer Gemeinschaftsleistung vieler Mitstreiter. Er erinnerte in seiner Ansprache an das Schicksalsjahr 1914 und den Beginn des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren. Die europäische Idee – von den Bruderschaften mit der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen gefördert – sei die wichtigste Friedensinitiative überhaupt, erklärte Thoren. Der Abend im Freundeskreis des Brauchtums endete mit der Einladung zur Nachtwallfahrt nach Hehn und mit der Bitte an alle Brauchtumsfreunde, den Bezirkskönig und die Jugendmajestäten bei der Wallfahrt und bei den Festen des Jahres zu begleiten und zu unterstützen. Fotos: Katz (März 2014)


Brauchtumsfest mit Bier-Doktor, Trommeln und Tollitäten
Der Festort war neu, der Ablauf aber gelernt: Erstmals tagte das vereinte Sommer- und Winterbrauchtum im neuen Casino des Franziskushauses und ließ sich und die Majestäten und Tollitäten hochleben. Gastgeber Professor Andreas Lahm, wortstark unterstützt durch den moderierenden Geschäftsführer-Kollegen Jürgen Hellermann, begrüßte die versammelte Brauchtumsschar nach der von Johannes van der Vorst in der Hauskapelle zelebrierten stimmungsvollen Brauchtumsmesse im neuen Speisesaal (von den Gästen schnurstracks zum Casino erhoben). Lahm ließ â€“ wie gewohnt – Deftiges auffahren (Grünkohl, Würstchen, Kassler und Muhreejubbel), die Chefärzte gaben sich im Sketch gekonnt humorvoll und die Ordensschwestern schunkelten mit. Trommler sorgten für den Rhythmus der launigen Nacht, das von einem Brauchtumspräsidium mit Karnevalsboss Bernd Gothe, Schützenchef Horst Thoren, Ex-OB Monika Bartsch und Borussenpräsident Rolf Königs geleitet wurde. Die Brauchtumsexperten ließen fröhliche Lieder singen, verteilten Orden und Ehrenzeichen, freuten sich über ein standfestes Bezirkskönigshaus mit Majestät Michael Kremer und den Ministern Wolfgang Steffens und Frank Doumen und ein feierfreudiges Prinzenpaar mit den Tollitäten Markus und Andrea. Fürs Prinzenpaar hatte Horst Thoren die Handpuppe Schützen-Lilli mitgebracht („blond und süß wie die Prinzessin“), für die Majestäten gab es vom Krankenhaus nützliche Hilfekästen (mit Pflaster und Fußsalbe für lange Festzüge). Bolten-Chef Michael Hollmann bekam auch was - einen närrischen Titel. Er darf sich jetzt, examiniert von den Professoren Andreas Lahm und Ulrich Kania, vorgestellt von Professor Christoph Müller-Leisse, „Doctor humoris causa“ nennen (Bier-Doktor, wie die Schützen scherzten). Das passte, denn mit Hollmanns Bier wurde eifrig angestoßen. Der fröhliche Bier-Abend, bei dem Bezirksschützenkönig Michael Kremer als frischgebackener Vater (Töchterchen Daria war am Nachmittag zur Welt gekommen) gefeiert wurde, war die richtige Einstimmung auf den Höhepunkt der Karnevalssession. Und alle Gäste – Chefärzte und Stadtprominenz eingeschlossen – versprachen, dem Prinzenpaar beim Veilchendienstagszug zuzujubeln und Ähnliches im September beim Stadtschützenfest auch für die Schützenoberen zu tun. So endete das „Gipfeltreffen des Brauchtums“ mit einem Bekenntnis zur Heimat und der Gewissheit, die Rolf Königs gern verkündete, dass die Brauchtümer (Sommer- und Winterbrauchtum und Ganzjahresbrauchtum Borussia) nicht wegzudenken sind in und für Mönchengladbach. ( Februar 2014 )


Schützen spenden für den Münsterschatz
Die Ausstellung „Dem Himmel ein bisschen näher“ dokumentiert noch bis Februar Größe und Bedeutung des Gladbacher Münsterschatzes. Die Bruderschaften in Stadt und Land wollen helfen, die Schätze der Stadt "zu heben". Deshalb unterstützt der Bruderrat seit Jahren schon Propst Dr. Albert Damblon, damit Kostbarkeiten aus dem Münsterschatz restauriert werden können, denn der Pfarrgemeinde fehlt für die oft aufwendigen Arbeiten das Geld. Den Schützen-Spendenscheck 2013 überreichte jetzt Bruderrats-Kassierer Hans-Josef Heupts. Mit Schützenhilfe der Bruderschaften wurde unter anderem die Aufarbeitung des Erbärmdebildes aus dem 17. Jahrhundert bezahlt. Fäule und Holzwurm hatten dem wertvollen Relief arg zugesetzt. Die behutsame Restaurierung übernahm das Museum Abteiberg. Unser Bild zeigt Dr. Damblon mit Hans-Josef Heupts in der Münsterschatz-Ausstellung m Museum Schloss Rheydt. Der Bruderrat der Bruderschaften unterstützt zum Jahresende verschiedene Einrichtungen. So gibt es Spenden auch für die Augenhilfe Afrika in Korschenbroich, Cafe Pflaster in Gladbach und für die Gladbacher Tafel. (Dezember 2013 )


Brauchtums-Initiative fordert die "Weihnachtsmannfreie Zone"
Gleich vier Seelsorger standen Sankt Nikolaus zur Seite, als dieser jetzt im Korschenbroicher Hannen-Haus die „Weihnachtsmann-freie Zone“ proklamierte. Der Aufruf, vom Bruderrat der Bruderschaften mit Nikolaus-Darsteller Hubert Schüler in froher Runde vorgetragen, wirbt fürs "Rheinische Weltkulturerbe", zu dem die Schützen das christliche Brauchtum mit Sankt Martin und Nikolaus ebenso zählen wie ihre bruderschaftliche Tradition. "Wir stehen zum Nikolaus und erinnern gern an den wohltägigen Bischof und Freund der Kinder, der mit dem Weihnachtsmann nichts gemein hat", betonte Schützenchef Horst Thoren.
Dem stimmten Korschenbroichs Ortspfarrer Marc Zimmermann, sein Pfarrvikar Hermann-Josef Schagen und die beiden Rheydter Priester Manfred Riethdorf und Johannes van der Vorst gern zu. Sie unterstützen die Initiative von Hubert Schüler, der seit 63 Jahren zur vorweihnachtlichen Zeit im Bischofsgewand auftritt und an die Nikolaus-Legende und ihre bleibende Botschaft erinnert. Als "einzig wahrer Nikolaus", so von den Gastgebern vorgestellt, war Hubert Schüler Ehrengast der sangesfreudigen Schützen- und Bürger-Runde ("Lasst uns froh und munter sein"), die sich vom Brauchtumsdarsteller wie in Kindertagen loben, tadeln, aber auch beschenken ließen. So bekam Korschenbroichs Bürgermeister Heinz-Josef Dick (von Schützenchef Horst Thoren als "Napoleon von der Niers" begrüßt) eine kleine Statue des Franzosenkaisers, gab es für den Vize-Bürgermeister und eifrigen Fahrradfahrer Hans-Willi Türks eine rote Ferrari-Windjacke, nahm Gladbachs Altstadt-Sheriff Josef Vitz ein Traditions-Trinkgefäß "für dienstfreie Abende" mit nach Hause, konnte sich der Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling über einen eigens für ihn gefertigten Weltkulturerbe-Krug freuen. Schließlich unterstützt Heveling engagiert den rheinischen Schützen-Antrag auf Aufnahme in die Unesco-Liste.
Im Selbstbewusstsein der Bruderschaften sind die Schützen bereits als Weltkulturerbe anerkannt. Vielleicht war der besinnliche Abend in Korschenbroich auch deshalb von besonderem Stolz und ausgelassener Freude bestimmt. Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst, der den Nikolaus als "Weihbischof" begleitete, ließ den Bezirkskönig Michael Kremer aus Hockstein und seine Minister Frank Doumen aus Holt und Wolfgang Steffens aus Geneicken-Bonnenbroich hochleben. Die Ordensträger des Jahres 2013, Mit-Gastgeber des Abends, erklärte van der Vorst kurzerhand zum Brauchtumsgefolge. Solchermaßen zum Jahresabschluss nochmals geehrt präsentierten sich Frank Jöris, Heinz-Josef Rebig, Heinz-Josef Katz, Klaus Cörstges, Hans-Josef Heupts und Willi Kempers mit den Senior-Schützen Kurt Franken und Heinz Thoren (beide 85) sowie der versammelten Geistlichkeit und Politik dem Fotografen. Das Gruppenbild mit Nikolaus dokumentiert, so die Schützen, ihre Vorstellung vom umfassenden "christlichen Brauchtum". Den Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling haben die Bruderschaftler bereits gebeten, auch in Sachen Nikolaus tätig zu werden. ( Dezember 2013 )


Schützen spenden für Weihnachtspäckchen
Damit die Gladbacher Tafel rechtzeitig zum Fest bedürftige Familien in Mönchengladbach unterstützen kann, braucht sie Unterstützung – auch und besonders für die Aktion Weihnachtspäckchen. Schützenhilfe kam jetzt vom Bezirksverband der Bruderschaften. Kassierer Hans-Josef Heupts brachte eine Spendenscheck vorbei, der der Tafel und ihrer Vorsitzenden Monika Bartsch helfen soll, auch ohne Wunschzettel Kinder-Wünsche zu erfüllen. Der Bruderrat der Bruderschaften unterstützt zum Jahresende verschiedene Einrichtungen. So gibt es Spenden auch für die Augenhilfe Afrika in Korschenbroich, Cafe Pflaster in Gladbach und für Propst Albert Damblon, der für die Restaurierung besonderer Stücke im Münsterschatz finanzielle Hilfe benötigt. ( Dezember 2013 )


Blick auf die Kunst hilft Blinden in Kamerun, wieder sehend zu werden
Ausstellung im Hannen-Haus mit Benefizaktion zugunsten der Augenhilfe Afrika
Mit dem Anblick von Gemälden haben die Besucher der Ausstellung „Farben, Fantasie, Formen und Fabeln“ am Wochenende im Hannen-Stammhaus auch ihren Blick geschärft für Menschen, die nicht sehen können. Denn die Ausstellung mit einer Kunstaktion zugunsten der Augenhilfe Afrika hat auch dazu beigetragen, dass Blinden in Kamerun durch Operationen das Augenlicht wiedergegeben werden kann.
Vereinsvorsitzender Dr. Franz Thoren freute sich über die Spenden, die verbunden mit dieser Ausstellung mit Werken von Rosemarie Bernauer und Gundhild Tillmanns zusammen gekommen sind. Die beiden Künstlerinnen stifteten zwei ihrer Werke, die bei der Vernissage im Rahmen einer Benefizaktion vergeben wurden. 390 Euro kamen so für die Augenhilfe Afrika zusammen.
Einen wichtigen Unterstützer hat die Augenhilfe Afrika seit Samstag auch in dem Korschenbroicher Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling. Er erhielt bei der Ausstellungseröffnung die förmliche Ernennungsurkunde zum Schirmherrn der Augenhilfe. Heveling bekannte sich zu den Zielen des gemeinnützigen Vereins und sagte persönliche und beratende Unterstützung zu. Die Augenhilfe unterstützt in Kamerun den Augenarzt Dr. Raoul Cheuteu, der enge Verbindungen nach Korschenbroich unterhält.
Den Bezug zwar nicht unmittelbar zu Kamerun, so doch aber zu Afrika stellen die farbenfrohen Bilder von Gundhild Tillmanns dar. Ihr Thema sind die Farben der Sahara, die sich ihr im Tageslauf von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang bei ihren Wüstenexpeditionen darbieten und sie zu diesen Bildern inspirieren. Die Grundfarben Indigo, Indischgelb und Krapplack-Rot sind es auch, die sich in den Mineralien der Sahara wiederfinden.
Beide Malerinnen sind Gründungsmitglieder der Augenhilfe Afrika und werden ihre Bilder nach der Schau im Hannenhaus noch in der von Rosemarie Bernauer geleiteten Rochus-Apotheke bis Weihnachten in den Schaufenstern präsentieren. Rosemarie Bernauer bevorzugt das große Format. Und sie experimentiert gerne, wagt sich mutig an unterschiedliche Sujets, Stilmittel und Materialien. Ihr Malgrund ist mal eine Zeitungsseite, kann aber auch eine ganze Türe sein. Bernauer liebt es, mit einem Augenzwinkern zu überraschen. ( Dezember 2013 )


Schützenwesen soll Weltkulturerbe werden
Die Schützen aus dem Rheinland und Westfalen wollen ihre gelebte Tradition auf die Liste des Immateriellen Unesco-Kulturerbes bringen. Ein entsprechender Antrag wurde jetzt im Rathaus der Stadt Dormagen unterzeichnet. Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann hat als Generalsekretär für die Europäische Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS) das 19 Seiten starke Papier gemeinsam mit EGS-Justiziar Horst Thoren auf den Weg gebracht. "Wir sind hoffnungsfroh, dass wir erfolgreich sein werden", sagt Hoffmann, der dabei auf das benachbarte Ausland verwies: In Belgien und den Niederlanden wurde das Schützen-Brauchtum bereits als Weltkulturerbe anerkannt. Immaterielle Kulturgüter können aber nach deutschem Recht erst seit dem Vorjahr erstmals unter Schutz gestellt werden. Bisher werden in Deutschland nur Kultur- und Naturgüter in der Unesco-Liste geführt. Insgesamt sind es 53 Objekte; darunter der Kölner Dom.
Im Land Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben der Initiatoren 570 000 Schützen in fast 3000 Bruderschaften, Vereinen und Gilden organisiert. Darunter die Neusser Schützen, die mit 7500 aktiven Marschierern das landesweit größte Schützenfest feiern. Darunter aber auch der Schützenverein Gohr-Broich, der mit 50 Teilnehmern sein intimes Dorffest feiert. "Es geht nicht um groß oder klein", sagt EGS-Justiziar Horst Thoren aus Korschenbroich, "sondern um die gesellschaftliche Kraft, die von diesem lebendigen Brauchtum ausgeht." Die grenzübergreifenden Wurzeln der Schützen reichen bis ins Mittelalter zurück. Darum habe sich auch die EGS als internationaler Dachverband entschlossen, den Antrag zu stellen. Maßgeblich mitverfasst wurde er von einem prominenten Juristen und Schützenbruder: dem Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling (CDU) aus Korschenbroich. Das ist kein Zufall. Mit einem Glas Bier in der Hand wurde beim Schützenfest "Unges Pengste" in Korschenbroich beschlossen, die Weltkulturerbe-Idee voranzutreiben. Einfacher gedacht als getan. "Das Verfahren ist kompliziert", sagt Heveling. Formal geht der Antrag nun an die NRW-Landesregierung, die allein befugt ist, dem deutschen Unesco-Komitee Vorschläge zu machen. Über die nationale Liste entscheidet abschließend dann die Unesco. Die Antragsteller erwarten, dass bis zu einer Antwort mehr als ein Jahr vergehen wird.
Prominente Fürsprecher unterstützen den Antrag. So haben der belgische Honorarkonsul Prinz Charles-Louis de Merode und der österreichische Erzherzog Karl von Habsburg-Lothringen Empfehlungsschreiben auf den Weg gebracht. Beide Vertreter des europäischen Hochadels sind zugleich über Spitzenämter eng mit der EGS verbunden. In seinem Brief schreibt von Habsburg, dass das Schützenwesen vielen Menschen "Heimat, Sinn und Halt" gebe. Dabei sieht er die Bruderschaften als eine wichtige gesellschaftliche Kraft: "Insbesondere mit ihrer christlichen Ausrichtung und ihren kirchlichen Bindungen – mit Heiligen als Schutzpatrone". Die gesellschaftliche Kraft werde durch die Wahrnehmung mannigfacher sozialer Aufgaben greifbar und konstituiere sich für das bruderschaftliche Selbstverständnis. "Bruder sein ist mehr!" dort werde auch der historische Ursprung dieser Bruderschaften in den Gebets- und Pestbruderschaften fassbar."
Hinter dem Antrag steht auch der Neusser Bürger-Schützen-Verein. In seinem Empfehlungsbrief betont Präsident Thomas Nickel die Integrationskraft: "Viele Neubürger finden alljährlich über das Neusser Schützenwesen in die städtische Gemeinschaft hinein." Das Schützenwesen sei nicht nur ein Fest für vier Tage, sondern eine "soziale Gemeinschaft, die das gesamte Jahr hindurch lebendig ist." In Neuss steht auch das Rheinische Schützenmuseum, in dem das Brauchtum dokumentiert und erforscht wird. Die Leiterin, Dr. Britta Spies, kommt in ihrem Gutachten zu dem wissenschaftlichen Schluss: "Damit ist das Schützenwesen, das in seinem Kern Jahrhunderte alte Traditionen bewahrt, viel mehr als ein folkloristisches Überbleibsel vergangenen Zeiten. es ist meiner Überzeugung nach ein wichtiger und gesellschaftspolitisch wirksamer Teil der modernen Gesellschaft, mit hoher integrativer Kraft und großem Potenzial, eine lebenswerte Zukunft zu gestalten."
Rückenwind kommt auch aus der Politik. Für die drei CDU-Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling, Günter Krings (Mönchengladbach) und Patrick Sensburg (Hochsauerlandkreis) verkörpern die Schützen ein "urdemokratisches Gesellschaftsverständnis", denn jeder "Bürger" könne ohne weiteres für ein Jahr "König" sein. Es komme nicht auf Abstammung oder gesellschaftliche Position an. ( Dezember 2013 )
Foto: Brachten den Antrag Weltkulturerbe auf den Weg: Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann (von rechts), MdB Ansgar Heveling und Justiziar Horst Thoren.


Bruderschaften versprechen Schützenhilfe zur Heiligtumsfahrt
Ob Gladbachs Abendmahltuch echt ist oder nicht, konnte bislang nicht bewiesen werden. Zur Heiligtumsfahrt im nächsten Jahr aber (alle sieben Jahre wird der Abendmahlschrein geöffnet und die Stoffreliquie öffentlich gezeigt) soll geprüft werden, ob das seit Jahrhunderten in der Gladbacher Abtei verwahrte Stoffstück mit einem ebenfalls als Stück vom Abendmahlstuch verehrten Stofffetzen aus dem Stephansdom in Wien übereinstimmt. Regionaldekan Ulrich Clancett kündigte jetzt zur Eröffnung des Winterprogramms der Bruderschaften die wissenschaftliche Untersuchung an. Auf das Ergebnis ist er gespannt, wenn er auch sagt: "Die Reliquie ist ein Zeichen der Volksfrömmigkeit. Sie hat Bedeutung, weil seit Jahrhunderten Gläubige nach Gladbach gekommen sind, um sie zu sehen." Auf die Echtheit komme es dabei nicht an. Bei den Bruderschaften warb Clancett gemeinsam mit Bernd Buers vom Organisationskomitee um erneute Unterstützung bei der Heiligtumsfahrt. Erneut sollen die Schützenbrüder den Abendmahlsschrein tragen und insbesondere beim Abschlussgottesdienst an Fronleichnam Flagge zeigen und die Prozession mit Königen und Fahnen begleiten. Bezirkspräses Johannes van der Vorst und Bezirksbundesmeister Horst Thoren sagten Schützenhilfe für die Heiligtumsfahrt zu. Die Bruderschaften wollen sich mannstark einbringen und damit auch ihrem historischen Auftrag als Glaubensschützer gerecht werden. Das Leitwort zur Wallfahrt "Du deckst mir den Tisch" passe gut zum bruderschaftlichen Gedanken. Unser Bild zeigt Ulrich Clancett (von rechts), Bernd Buers und Johannes van der Vorst mit der Werbefahne zur Heiligtumsfahrt (13. bis 19. Juni), die der Regionaldekan den Bruderschaften zum Geschenk machte. ( November 2013 )


Gladbachs XXL-Königsfamilie wartet auf Kind Nr. 6
Die königliche Famiie war komplett, als seine Majestät im Pfarrheim Hockstein Hof hielt: „Wenn schon königlich feiern, dann mit allen Kindern“, verkündete Gladbachs XXL-Bezirkskönig Michael Kremer, der mit seiner Frau Barbara, den fünf Kindern (das kleinste auf dem Arm) und den Ministern Wolfgang und Frank Doumen und ihren Frauen zum Kennenlernabend eingeladen hatte. Bruderrat und Stadtoffiziere, Bezirksstandarte und Vorjahres-Königshaus waren die Gäste, die mit dem neuen König anstießen, mit den Kindern spielten, die zünftige Gulaschsuppe löffelten und vor allem eins taten – erzählten. Denn der Königsabend wenige Wochen nach dem Stadtschützenfest soll Majestäten und Gefolge zusammenbringen und vor allem die Damen einbeziehen in den schützenfestlichen Freundeskreis. Zum Abend gehörten – wie immer bei den Schützen – kleine Ehrungen und Geschenke, zunächst für die Kinder Schützen-Pins, dann für die Damen Blumen, schließlich für König und Minister überdimensionale Erinnerungsfotos. Michael Kremer durfte sich über einen Gartenzwerg mit Solarbeleuchtung freuen („da kommt des Königs Übergröße noch mehr zur Geltung“) und über einen heilen Königsvogel (den Lothar Erbers von der Volksbank spendiert hatte). Der hölzerne Vogel fürs traute Heim ist Ersatz für den doch arg zerrupften Holzadler, den Kremer beim Vogelschuss zum Stadtschützenfest abgeschossen hatte. Vorjahreskönig Bernd Knitter und seine Minister Wolfgang Schäfer und Sven Brosch machten ihren Thronfolgern die Aufwartung und hatten die kleinen silbernen Amtsketten mitgebracht, die die Majestäten bei ihren Auftritten im Winter tragen. Das große Silber ist der Schützen-Festzeit vorbehalten. Die Vorfreude darauf war Kremer & Co. anzumerken. Doch zunächst freut sich seine Majestät auf Familienzuwachs. Seine hochschwangere Frau und Königin erwartet im Februar Kind Nr. 6. Einen Namensvorschlag gibt es auch schon. Schützenchef Horst Thoren empfiehlt: „Falls es ein Junge wird, wären Sebastian nicht schlecht.“ Die Hocksteiner Heimatbruderschaft Sankt Margaretha, vertreteten durch Präsident Jürgen Lenz, würde sich wohl eher ein Mädchen wünschen. Dann wäre Gretchen richtig. Aber entscheiden tut nur eine: Die Mutter! ( November 2013 )


Kocharena im Dicken Turm: "Echt lecker!"
Wer aus dem Fernsehen die Kocharena kennt, weiß, da gibt es in der Jury einen gemütlichen Dicken, einen sachkundigem Frechen und eine etwas schräge Sympathische. Beim Königsmahl im Dicken Turm gab MdL Norbert Post den genießerischen Rainer Calmud, kopierte Zahnarzt Heinz Schnock den schnorrigen Heinz Horrmann, versuchte sich Rechtsanwältin Doris Overlack-Kosel als Enie van de Meiklokjes. Alle drei hatten ihren Spaß und gaben Bestnoten für das Menü von Wolfgang Eickes, das Gladbachs Palastkoch (Palace St. George) in der beengten Turmküche gezaubert hatte. Von Dessertspezialist Post, der selbst nur Spiegekeier anrichten kann, kam zur schwarzen Mousse der Kommentar: "Bestimmt ohne Kalorien." Freizeit-Gourmet-Koch Heinz Schnock, Spezialität guter Wein und Geflügel, lobte den zartschmelzenden Tafelspitz, der mit Wirsing serviert wurde, und Doris Overlack-Kosel, jüngst noch Schnibbelkönigin beim Schützenkochen, favorisierte die Schwarzwurzelsuppe mit Blutwursteavioli, die sie komplett auslöffelte. Das größte Lob aber kam vom Schützenkönigshaus mit Michael Kremer, Frank Doumen und Wolfgang Steffens: "Echt lecker!" ( November 2013 )


Gladbachs Schützen-Solidarität mit Sankt Martin: Teilen für die Gladbacher Tafel
Das Bekenntnis zum christlichen Brauchtum kam von Herzen und wurde von ehrlicher Freude getragen: Spontan stimmte die Promi-Gästeschar im Dicken Turm das Martinslied an, als Schützenchef Horst Thoren zur besonderen Solidarität mit den von den Linken verfemten heiligen Mann aufrief. In die Martinsrolle schlüpfte sodann Oberbürgermeister Norbert Bude (stilecht mit Goldhelm und rotem Mantel), dem man das Ritterschwert (vom blechernen Turmritter) zur Mantelteilung reichte. Den Bettler gab Düsseldorfs (reicher) Stadtkämmerer Manfred Abrahams, der als Neuwerker um Gladbachs Finanznöte weiß und deshalb mit der Bettlerrolle betraut wurde (Begründung: "Wer in Geld schwimmt, leidet als Bettler noch mehr.") Das neue AB-Brauchtums-Duo (Abrahams / Bude) machte eine gute Figur und nahm Ex-Monika Bartsch (im martinsroten Jäckchen passend gekleidet) in die Mitte. Denn die Schützen verbanden ihren Martinsaufruf mit der Bitte, mit der Gladbacher Tafel zu teilen, deren Vorsitzende Monika Bartsch ist. Dabei standen überragend Gladbachs XXL-König Michael Kremer aus Hockstein und der nicht weniger große Borussen-Präsident Rolf Königs, den der Bruderrat mit einem silbernen Kaisersiegel ehrte ("Gewidmet Rolf Königs und dem Ganzjahresbrauchtum"). Das Siegel war auch Dankeschön für die bewährte Gastgeberschaft beim Königs-Mahl im Turm, denn der Borussenpräsident hatte fürs Schmausens im alten Gemäuer erneut Gladbachs Spitzenkoch Wolfgang Eickes an den Herd gestellt. Eickes hatte Geburtstag bekam Blumen und ein Ständchen. Die Gäste hatten Hunger und genossen Spitzenküche (Schwarzwurzelsuppe, Tafelspitz, schwarze Mousse). Schmecken ließen es sich unterem anderem von der Borussenspitze Siegfried Söllner, Stephan Schippers und Hermann Jansen, von den Banken Hartmut Wnuck (Sparkasse), Lothar Erbers und Franz-Dirk Meurers (beide Volksbank) und Hans-Peter-Ulepic (Gladbacher Bank), aus der Wirtschaft Gabi Teufel (GEM), Jochen Bücker (Jessen). Frank Kindervatter (NEW), Burkhard Schrammen (Architekt), Joachim Potrykus (Handelshof), Stefan Wimmers (Citymanagement), Lutz Menge (Menge) und Raymond Opzalski (DIS AG), von Politik und Verwaltung Norbert Post, Klaus Schäfer, Frank Boss, Rolf Besten, Erich Oberem, Hans-Willi Türks und Hans-Jürgen Schnaß, aus der Abteilung Gesundheit die Professoren Gunter Konrad, Christoph-Müller-Leisse, Andreas Lahm sowie Gisela Salz (Barmer) und Heinz Schnock (Zahnarzt), von den altgedienten Brauchtumsfreunden Heinz Linssen, Hubert Schüler, Ulli Hillekamp und Dieter Röhlen, von der Geistlichkeit Johannes van der Vorst und Manfred Riethdorf, von den Medien Günter vom Dorp, Nik Ebert, Ralf Jüngermann und Thomas Manglitz. Für den Heimweg gab es dann noch für jeden einen Weckmann, spendiert von Handelshof-Chef Joachim Potrykus, und als weiteres Mitbringsel für zu Hause kleine lustige Weihnachtsentchen, die NEW-Vorstand Frank Kindervatter bezahlen durfte. ( November 2013 )
Foto: Sankt Martin (OB Norbert Bude) mit Bettler (Manfred Abrahams eingerahmt von Borussenpräsident Rolf Königs (links), Bezirkskönig Michael Kremer und Schützenchef Horst Thoren (rechts). Im roten Martinsjäckchen Ex-OB Monika Bartsch (Gladbacher Tafel).


Schüzen beim Orgelbauer
Auf seiner Entdeckungsreise zu „verborgenen Schätzen“ im Stadtbezirk Nord führte Bezirksvorsteher Reinhold Schiffers die Majestäten und Präsidenten seiner Bruderschaften und Schützenvereine in die Werkstatt von Orgelbauer Martin Scholz an der Tomphecke in Hardt. Schiffers, der sich mit vorgenommen hat, in jedem Jahr neu ein „kleines Wunder“ zu präsentieren, war bei Scholz an der richtigen Adresse. Denn der Orgelbauer, seit 1993 selbständig und seit 2005 in Hardt ansässig, erstellt mit sechs sach- und fachkundigen Kollegen nach alter Handwerkstradition beeindruckende Instrumente, die ihren Platz finden in Kirchen des Landes. In Planung hat Scholz derzeit eine Großorgel mit neun Meter Höhe für Sankt Lambertus in Erkelenz (die Pfarre sammelt noch, um die Kosten von über einer Million Euro aufzubringen), deren Modell die Schützen bewundern konnten. Am Beispiel einer kleinen Truhenorgel demonstrierte Scholz, dessen berühmter Vater Viktor Scholz als Kantor am Gladbacher Münster wirkte, wie viel überlieferte Handwerkskunst in einer Orgel steckt. Scholz verzichtet bei seinen Instrumenten bewusst auf Elektronik und setzt auf altbewährte mechanische Lösungen. Neben Neubauten bildet die Sanierung und Pflege alter Instrumente den Schwerpunkt seiner Tätigkeit. Bezirksvorsteher Reinhold Schiffers und Gladbachs Schützenchef Horst Thoren dankten dem Orgelbauer am Ende des Werkstattbesuchs für den beeindruckenden Einblick in sein Kunsthandwerk und freuten sich über das kleine Konzert, das der Organist seinen Gästen in der Werkhalle gab. Zum Abschluss ihrer Entdeckungsreise („Ich bin hier schon oft vorbei gefahren, wusste aber von dieser Orgelwerkstatt nichts“, bekannte ein Oberschütze aus Hardt.) kehrten die Bruderschaftler bei „Onkel Gustav“ ein, wo Schiffers Deftiges servieren ließ. Unser Bild zeigt die Nord-Schützen mit Bezirksvorsteher Reinhold Schiffers und Bezirkskönig Michael Kremer in der Werkstatt des Orgelbauers. ( Oktober 2013 )


Gladbachs Schützen-Lilli für den Münchner Kardinal Marx
Familienzuwachs im erzbischöflichen Haus zu München. Kardinal Reinhard Marx hat Schützen-Lilli mit in die bayerische Residenz gebracht. Bekommen hat der Kirchenfürst das freche Schützenmädchen (Blondschopf mit grünem Etuikleid) beim Bundesschützenfest in seiner Heimatstadt Geseke. Dort traf Marx mit Gladbachs Schützenchef Horst Thoren zusammen, der ihm die lustige Handpuppe zum Geschenk machte. Kommentar dazu: „Das einzige weibliche Wesen, das bei Ihnen einziehen darf.“ Der Kardinal, der Schützen-Lilli und die Idee, mit der Puppe Kinder fürs Brauchtum zu begeistern, toll findet, korrigierte: „Ordensschwestern gibt es auch.“ Marx hatte in Geseke beim Pontifikalamt wortgewaltig gepredigt, sich dabei als Schützenbruder der örtlichen Sankt-Sebastianus-Bruderschaft zur Tradition bekannt und die stärkende Kraft der Gemeinschaft betont.“ Dazu passe, so Thoren im Gespräch mit dem Kardinal, der Grundgedanke, den der Gladbacher Bruderrat mit den Puppenpärchen Schützen-Lilli und Schützen-Willi in Kindergärten und Schulen vermitteln will: „Im Verein ist niemand allein.“ ( September 2013 (


Schwarzer Schützenbruder bittet um Hilfe für Blinde in Kamerun
Korschernbroichs jüngster Verein schlägt eine humanitäre Brücke vom Niederrhein nach Kamerun. Mit der Initiative „Augenhilfe Afrika“ wollen Dr. Franz Thoren und sein afrikanischer Schützenbruder Dr. Raoul Chateu erblindeten Menschen in Zentralafrika das Augenlicht zurückgeben.
Mit offenen Augen und einem offenen Herzen bereist der gebürtige Korschenbroicher Dr. Franz Thoren seit vielen Jahren die Welt. In Kamerun/Zentralafrika hat Thoren mit eigenen Augen Kinder erlebt, die aufgrund von Mangelernährung erblindet sind. Er hat aber auch Menschen jeden Alters gesehen, denen das Augenlicht wiedergegeben wurde.
Das kann der in Deutschland ausgebildete Augenfacharzt Dr. med. Raoul Edgard Cheuteu mittlerweile in zwei von ihm gegründeten Kliniken in Kamerun bewirken. Das möchte der ambitionierte Mediziner aber vor allem in in einem groß angelegten Hilfsprojekt mit einer mobilen Klinik in den von fast jeder Zivilisation abgelegenen ländlichen gebieten Kameruns ermöglichen. Dazu benötigt er finanzielle Hilfe. Nicht einmal eine Brille können sich die meisten Menschen dort leisten, geschweige denn eine Augenoperation.
Nun kommt Franz Thoren ins Spiel und mit ihm das Schützenwesen. Denn Dr. Cheuteu, besser bekannt als Raoul, gehört seit vielen Jahren zum Korschenbroicher Schützenzug „Pappköpp“, Franz Thoren zu den „Kiesköpp“. Jedes Jahr zu „Unges Pengste“ fliegt Raoul aus Kamerun ein, um begeistert mit zu paradieren und zu feiern. Und aus weit mehr als einer Augenblickslaune heraus ist unter den beiden Schützenfreunden Raoul und Franz der Plan entstanden, die Augenhilfe Afrika zu gründen. Die Gründungsversammlung fand am Montagabend in Korschenbroich statt. Raoul Cheuteu möchte mit seinem Engagement auch der Korschenbroicher Familie Otten, die ihn während seines Medizinstudiums in Russland und Deutschland unterstützt hat, zeigen, dass sie gut und richtig gehandelt hat.
Die Gründungsmitglieder des gemeinnützigen Vereins Augenhilfe Afrika sind unter anderem Mediziner und Juristen. Medizinischer Berater ist vor allem Professor Gunter Konrad, der ehemalige Ärztliche Direktor der Mönchengladbacher Klinik „Maria Hilf“ und über 40 Jahre lang Busch-Arzt und Ethnologe bei den Asmat in Papua. Vereinsvorsitzender Dr. Franz Thoren wird im Frühjahr erneut nach Kamerun fliegen, um den offiziellen Start der Kampagne gegen Blindheit der Augenhilfe Afrika zu begleiten. Schützenchef Horst Thoren berät den Verein strukturell und inhaltlich bei Aufbau und Organisation der Hilfeleistungen.
Ein Gesundheitssystem wie in Deutschland gibt es in Kamerun nicht einmal ansatzweise. Jedwede medizinische Behandlung gibt es nur auf Barzahlung. Wer nicht zahlen kann, wird nicht behandelt. Bereits 190 000 Blinde gibt es aktuell in Kamerun, dazu weitere 570 000, die schlecht oder kaum noch sehen können. 80 Prozent der Erblindeten könnten aber geheilt werden, bereits durch präventive Mittel oder eben durch eine Operation. Blind zu sein in einer ohnehin für europäische Begriffe ungeheuer menschenfeindlichen Lebensumgebung bedeutet für einen großen Teil der Kameruner so etwas wie den schleichenden Tod. Der beginnt bei vielen schon im Kindesalter, wenn sie denn überhaupt in die Schule gehen, aber nicht ausreichend sehen können.
Diesen Teufelskreis will die Augenhilfe Afrika durchbrechen. Dr. Cheuteu hat bereits ein Team mit einem zweiten Augenarzt und Krankenschwestern als mobile Klinikeinheit zusammengestellt. Mit dieser möchte er mit der finanziellen Unterstützung aus Deutschland nun seine landesweite Kampagne gegen Blindheit starten und höchstwahrscheinlich schon beim nächsten „Unges Pengste“ in Korschenbroich von ersten Erfolgen berichten können. ( September 2013 )
Konto der Augenhilfe Afrika bei der Sparkasse Neuss Ktnr. 93448132, BLZ 30550000, IBAN DE52 3055 0000 0093 4481 32


Stadtschützenfest mit 40.000 Gästen, 2500 Schützen und Musikanten, zwei Europa-Majestäten und einer Weltmeisterin
Gladbachs Schützen feierten ihren XXL-König Michael Kremer
Zum Stadtschützenfest zeigte Gladbach Größe: Der neue Bezirkskönig Michael Kremer hat Überlänge (Gardemaß 1,98 Meter), fünf Kinder (Nr. 6 wird im Februar erwartet) und mit 40.000 jubelnden Festgästen den zweitgrößten Fanclub der Stadt (gleich hinter Borussia Mönchenglasdbach). Als XXL-König und Big Mac vorgestellt, gab sich Kremer, so wie er ist: Herzlich und volkstümlich. Der 41jährige Schützenmusiker aus Hockstein betete brav bei der Krönungsmesse, stand bei der Parade stramm und lachte fröhlich mit, als die kölschen „Rabaue“ zu seinen Ehren sangen „Und wenn dat Trömmelche jeht“. Mit Pauken und Trompeten feierte Mönchengladbach sein Stadtschützenfest, das trotz dunkler Wolken regenfrei blieb, 2500 Schützen und Musikanten auf die Beine und Volksfeststimmung in die Oberstadt brachte. Das beeindruckte selbst die festerfahrenen Europa-Schützen-Majestäten, König Toon Weijtmanns und Prinz Bram van Bergen, die – mit großem Gefolge, Musik, Fahnschwenkern, bärtigen Klompenschützen und echten Hofnarren aus den Niederlanden angereist – beim Abschied feststellten: „Phantastisch! Einfach Klasse.“ Und auch Gladbachs Box-Weltmeisterin Ina Menzer, für die das Stadtschützenfest Brauchtumspremiere war, fühlte sich – von Schützen und Publikum herzlich begrüßt - umjubelt wie im Ring.
So spannend war das Bezirkskönigsschießen schon lange nicht mehr: Elf Kandidaten, darunter mit Karin Möller aus Mülfort eine Frau, mühten sich gut anderthalb Stunden, den hölzernen Königsadler von der Stange zu holen. Doch zunächst trafen die Schützen nicht gut genug, dann verweigerte sich der Holzvogel und fiel nur stückweise zu Boden. Zum halben Hähnchen machte Michael Rumpf aus Broich-Peel den Königsvogel, Dirk Daners aus Liedberg holte etliche Schuss später die zweite Hälfte runter, nur das Krönchen blieb hängen. Das traf dann schließlich Michael Kremer aus Hockstein - mit dem 191. Schuss. Der 41jährige Schützenmusiker, von Beruf Schichtleiter bei einem Autozulieferer, konnte sein Glück kaum fassen. Ruhig wurde er erst, als Ehefrau Barbara – von Schützenchef Horst Thoren hinzugerufen – ihm einen liebevollen Kuss gab. An der Seite des neuen Bezirkskönigs stehen als Minister die beiden Schützen, die direkt vor ihm auf den Restvogel geschossen hatten: Frank Doumen (48, Kaufmann) aus Holt und Wolfgang Steffens (58, Metzger) aus Geneicken-Bonnenbroich. Michael Kremer wird als XXL-König in die Geschichte der Bruderschaften eingehen. Er ist mit 1,98 Meter der größte Bezirkskönig aller Zeiten im Gladbacher Land. Sein Minister Doumen misst immerhin 1,93 Meter. Nornalmass bietet mit 1,73 Meter Minister Wolfgang Steffens. Und auch was die Größe seiner Familie angeht, ist Kremer Spitze. Mit seiner Frau Barbara hat er fünf Kinder. Nummer 6 ist unterwegs und kommt im Februar zur Welt. Ob es ein Prinz oder eine Prinzessin wird, wissen die Eltern noch nicht. Die versammelte Königsfamilie präsentierte sich nach dem Vogelschuss auf dem Kapuzinerplatz und wurde von Bezirksbundesmeister Horst Thoren königlich vorgestellt: „Was die Windsors in London, sind die Kremers in Mönchengladbach …“
Ins Amt eingeführt wurde der neue Bezirkskönig am Festsonntag bei der feierlichen Krönungsmesse im Gladbacher Münster von Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst. Mit van der Vorst zelebrierte Propst Albert Damblon die Festmesse, die der Männerchor Cäcilia Holt und die Big Band Sankt Barbara Neuwerk musikalisch gestalteten. Nach der Messe formierte sich unter dem Kommando von General Lothar Erbers (im Frack mit preußischem Zweispitz) der Festzug der 2500 Schützen und Musikanten, an dessen Spitze sich Oberbürgermeister Norbert Bude als grünberockter Vorreiter des Brauchtums auf weißem Pferd zeigte und von General Erbers der Meldung als „bewegter Amtsschimmel“ angesprochen wurde. Die historische Truppe aus Gladbacher Promis um Räuberhauptmann Michael Schroeren (mit Säbel, Uralt-Pistole und roter Pumuckelperücke) erinnerte diesmal an den legendären „Fetzer“, der als Räuber zur napoleonischen Zeit den Niederrhein heimsuchte und sich über Jahre jeglicher Verfolgung entziehen konnte. Dem „Schinderhannes vom Niederrhein“ folgten (historisch nicht ganz korrekt) Frackträger zu Pferd und in Kutschen, die sich mit ihren überhohen Zylindern auf erste Gladbacher Schützenfest von 1836 bezogen und die Tradition der Schwalbenschwanz-Kompanie „Auf Zack im Frack“ fortsetzten.
Zu Ehren der Majestät paradierten schließlich am Alten Markt nach dem Ja-Wort von OB Bude (er gibt traditionell die Erlaubnis zur Parade) 2500 Schützen und Musikanten in sechs Abteilungen, die von zwölf Tambourkorps und Musikkapellen begleitet wurden. Krönender Abschluss der Parade war der Große Zapfenstreich, den Schützen-Hauptmann Jürgen Zimmermanns (ein Preuße aus Venn) kommandierte und den Box-Weltmeisterin Ina Menzer, Ehrengast auf der Tribüne, mit Herzklopfen erlebte. Ihr zu Ehren spielten die vereinten Musikanten zur Serenade.
Später dann traf sich die versammelte Festgemeinde mit Big Mac-König Kremer, Räuber Fetzer und den Europa-Majestäten auf dem Kapuzinerplatz – wo die Schützen ihr Feldlager hatten und abends kölsche Tön der rheinischen „Rabaue“ zu hören waren: „Ich möchte so gern mit dir allein auf einer kleinen Insel sein!“ Dort nahm Speick den Siegerpokal für die größte Abordnung in Empfang, freute sich Hardterbroich über den Frauenpokal, hatte der Bruderrat Gelegenheit, mit den Helfern und Unterstützern beim großen Stadtschützenfest anzustoßen. Besonderen Dank sagten die Schützen Polizei und Feuerwehr, MGMG, Festwirt Rolf Jansen und Marktbeschicker Sven Tusch, allen Förderern und ganz besonders den teilnehmenden Schützen. Schützenchef Horst Thoren wiederholte, was er schon in der Festmesse gesagt hatte: „Von Herzen Rheinländer. Das sind wir wir – offen, gesellig, hilfsbereit. Möge die ur-rheinische Idee des ´leben und leben lassen´ ansteckend wirken auf alle, die zu uns kommen.“ Ein Prosit der Gemütlichkeit! ( September 2013 )
Bild1: Aus Hockstein kommt der neue Bezirkskönig der 39 Schützenbruderschaften in Mönchengladbach und Korschenbroich: Michael Kremer, Majestät der Sankt-Margarethen-Bruderschaft, holte beim Bezirkskönigsschießen in Gladbach den Vogel mit dem 191. Schuss von der Stange. Er ist damit „König der Könige“ im Bezirksverband. Unser Bild zeigt Michael Kremer nach dem Vogelschuss mit Ehefrau und Königin Barbara, Bezirksbundesmeister Horst Thoren (von links), Bezirksminister Wolfgang Steffens (Schützenverein Sankt Franziskus Geneicken-Bonnenbroich) und Bezirksminister Frank Doumen (Sankt-Michaels-Bruderschaft Holt). Bild2: Gladbachs Königsfamilie: XXL-Majestät Michael Kremer aus Hockstein mit seiner Frau Barbara und den fünf Kindern. Fotos: Mario Winkler (frei)


Weltmeisterin "boxt" mit Gladbachs Schützenchef Horst Thoren

Boxtraining beim Stadtschützenfest: Mit erhobenen Fäusten zeigt Weltmeisterin Ina Menzer Bezirksbundesmeister Horst Thoren, wie man erfolgreich boxt. Thoren gibt sich geschlagen. Ina Menzer war Ehrengast bei der Festparade zum Stadtschützenfest in Mönchengladbach, die Schützenchef Horst Thoren moderierte. ( September 2013 )


Gladbacher Promis sammeln sich um den Fetzer

Die historische Truppe zum Gladbacher Stadtschützenfest um den legendären Räuberhauptmann „Fetzer“ (Michael Schroeren mit roter Perücke). In der ersten Reihe das Damen-Quartett mit Bürgermeisterin Renate Zimmermanns (von links), Ex-OB Monika Bartsch, Sabine Bartsch und Gabi Teufel (GEM). In der Herrenriege Gladbachs Schützenchef Horst Thoren (von links), Hartmut Wnuck (Stadtsparkasse), Karikaturist Nik Ebert, Gert Kartheuser (First Reisebüro), Franz-Dierk Meurers (Volksbank), Rainer Hellekes (NEW), Frank Kindervatter (NEW), Professor Gunter Konrad (in blauer Uniform), Lutz Menge, Karnevalist Hans-Peter Jansen (in blauer Uniform), OB Norbert Bude (im grünen Schützenrock) und General Lothar Erbers (Volksbank). ( September 2013 )


Papst-Wimpel für Gladbachs Schützen-Standarte
Der neue Papst Franziskus hat es den Gladbacher Schützen angetan. Seine Glaubensstärke, Bescheidenheit und menschliche Nähe beeindrucken die Bruderschaftler. Sie wollen deshalb ihre Standarte mit einem Fahnenband versehen, das auf die Papstwahl hinweist und das Wappen des Heiligen Vaters zeigt. Beauftragt mit der Herstellung der wertvollen Stickarbeit ist der Rheydter Paramentenkünstler Hubert Schüler, der bei einem Treffen im Dicken Turm prominenten Brauchtumsfreunden seinen Entwurf zeigte. Schüler fertigt derzeit gleich zwei Papst-Wimpel in aufwendiger Kunststickerei. Auch die Schweizer Garde hat ihn beauftragt, für ihre Standarte ein Fahnenband in kunstfertiger Handarbeit zu erstellen. Unser Bild zeigt Hubert Schüler (Mitte) mit (von links) Professor Gunter Konrad, Bezirksbundesmeister Horst Thoren, Franz-Dierk Meurers und Lothar Erbers. Foto: Mario Winkler. ( September 2013 )


Ordensdank in der Kaiser-Friedrich-Halle
Die Geehrten waren sichtlich stolz: Klaus Cörstges, Willi Kempers und Hans-Josef Heupts erhielten in der Kaiser-Frierich-Halle als Dank für beispielhaften Einsatz das Verdienstkreuz der Europa-Schützen. Heinz-Josef Katz wurde mit dem Sankt-Sebastianus-Ehrenschild geehrt, Franz de Teba mit dem Hohen Bruderschaftsorden. Neue Amtsketten dürfen Detlev Robens, Hans-Josef Heupts. Jörg Pauen, Stefan Feiks und Charly Vieweg tragen.Foto: Mario Winkler ( August 2013 )


Königinnenspaß beim Ball aller Majestäten
Freude bei fünf Bruderschaften: Hehn, Dahl, Speick, Hardterbroich und Bettrath gewinnen beim „Ball aller Majestäten“ die fünf Schützen-Königskisten für Kinder, die Sparkassenchef Hartmut Wnuck spendiert hat. Die Gewinnerinnen dürfen auf den goldenen Thron-Kisten Platz nehmen. Die übrigen Königinnen bilden die Kulisse. Rechts neben der Kinder-Vogelstange das scheidende Bezirkskönigspaar Bernd und Maria Knitter. Foto: Mario Winkler ( August 2013 )


Spannender Wettkampf um die Bezirkskönigswürde mit elf Kandidaten: Hockstein stellt die Bezirksmajestät
XXL-König Michael Kremer regiert die Schützen in Stadt und Land
So spannend war das Bezirkskönigsschießen schon lange nicht mehr: Elf Kandidaten, darunter mit Karin Möller aus Mülfort eine Frau, mühten sich gut anderthalb Stunden, den hölzernen Königsadler von der Stange zu holen. Doch zunächst trafen die Schützen nicht gut genug, dann verweigerte sich der Holzvogel und fiel nur stückweise zu Boden. Zum halben Hähnchen machte Michael Rumpf aus Broich-Peel den Königsvogel, Dirk Daners aus Liedberg holte etliche Schuss später die zweite Hälfte runter, nur das Krönchen blieb hängen. Das traf dann schließlich Michael Kremer aus Hockstein - mit dem 191. Schuss. Der 41jährige Schützenmusiker, von Beruf Schichtleiter bei einem Autozulieferer, konnte sein Glück kaum fassen. Ruhig wurde er erst, als Ehefrau Barbara – von Schützenchef Horst Thoren hinzugerufen – ihm einen liebevollen Kuss gab. An der Seite des neuen Bezirkskönigs stehen als Minister die beiden Schützen, die direkt vor ihm auf den Restvogel geschossen hatten: Frank Doumen (48, Kaufmann) aus Holt und Wolfgang Steffens (58, Metzger) aus Geneicken-Bonnenbroich. Michael Kremer wird als XXL-König in die Geschichte der Bruderschaften eingehen. Er ist mit 1,98 Meter der größte Bezirkskönig aller Zeiten im Gladbacher Land. Sein Minister Doumen misst immerhin 1,93 Meter. Nornalmass bietet mit 1,73 Meter Minister Wolfgang Steffens. Und auch was die Größe seiner Familie angeht, ist Kremer Spitze. Mit seiner Frau Barbara hat er fünf Kinder. Nummer 6 ist unterwegs und kommt im Februar zur Welt. Ob es ein Prinz oder eine Prinzessin wird, wissen die Eltern noch nicht. Die versammelte Königsfamilie präsentierte sich nach dem Vogelschuss auf dem Kapuzinerplatz und wurde von Bezirksbundesmeister Horst Thoren königlich vorgestellt: „Was die Windsors in London, sind die Kremers in Mönchengladbach …“ Gefeiert wurden König und Familie am Festsonntag bei Festzug und Parade von 2500 Schützen und Musikanten und mehr als 20.000 Zuschauern.( August 2013 )


Beim Silberputz „Liebesperlen“ für die königlichen Putzfreunde
Borussen-Präsident Rolf Königs zückte sogar sein grünes Einstecktuch, um beim Silberputz im Dicken Turm die Königskette der scheidenden Bezirksmajestät Bernd Knitter auf Hochglanz zu wienern. Zum Putzteam, angeführt von Oberbürgermeister Norbert Bude (Putzwerkzeug: Rotkariertes Taschentuch) gehörten darüber hinaus die Brauchtumsneulinge Professor Andreas Lahm (Maria Hilf) und Franz-Dirk Meurers (Volksbank) sowie Rechtsanwältin Doris Overlack-Kosel („Bin keine Putzexpertin“) und Gisela Salz (Barmer).
Der fröhliche Abend im Turmzimmer des Altstadt-Rundlings stimmte ein auf das am Samstag, 31. August, beginnende Gladbacher Stadtschützenfest. Michael Schroeren, der bei Festzug und Parade in die Rolle des legendären Räuberhauptmanns „Fetzer“ schlüpft, wurde probehalber schon mal in Ketten gelegt. Das besorgte mit echten Handschellen Altstadt-Sheriff Josef Vitz. (Als „Beute für den Räuber“, Gastgeschenk und Anspielung auf das Karnevalsmotto (Gladbach - Perle am Niederrhein) gab es für alle kleine Fläschchen mit Liebesperlen, die Festmarkt-Organisator Sven Tusch spendiert hatte.) Zum Wachteam gesellten sich dann noch, von Schützenchef Horst Thoren mit Polizeiuntensilien aus dem Spielzeugladen ausgestattet, der neue Ordnungsdezernent Hans-Jürgen Schnaß, Professor Gunter Konrad, Karkaturist Nik Ebert (mit Plastik-Polizeimarke) Karnevalsboss Bernd Gothe und Ex-Prinz Gert Kartheuser (First Reisebüro).
Als möglicher Ersatzsänger für die kölschen „Rabaue“, deren Auftritt Sonntag, 18.30 Uhr, beim Schützen-Treffpunkt Kapuzinerplatz ansteht, präsentierte sich stimmgewaltig NEW-Chef Friedhelm Kirchhartz mit dem Rabaue-Ohrwurm: „Ich möchte so gern mit dir allein auf einer kleinen Insel sein …“ Das hörten gern und voll Vergnügen Düsseldorfs Stadtkämmerer Manfred Abrahams und Düsseldorf-Banker Dr. Detlev Irmen, beide Gladbacher Bürger und auf ein Bier im Turm, EX-OB Monika Bartsch („die stolzeste Oma der Stadt“), die Promi-Senioren Heinz Feldhege und Hermann Jansen, Borussen-Geschäftsführer Stephan Schippers (hat Sonntag Geburtstag) und Vizepräsident Siegfried Söllner, Voba-Chef Lothar Erbers (führt Sonntag, 15 Uhr, als General den Festzug an) und die Bezirksvorsteher Arno Oellers und Reinhold Schiffers (bekam Gartenzwerg im Schiffers-Look mit langem weißen Haar und Rauschebart).
OB Norbert plauderte zu später Stunde noch mit Alistair Clark vom britischen Verbindungsamt über deutsch-britische Beziehungen, Kultrausschußvorsitzende Manuela Luhnen sah sich die neuesten Entwürfe des Paramentenkünstlers Hubert Schüler für einen Papst-Wimpel an und der scheidende Bezirkskönig Bernd Knitter und seine Minister Wolfgang Schäfer und Sven Brosch gaben sich rührselig: „Ein schönes Jahr geht zu Ende.“
Den Schlußsegen erteilte zu später Stunde Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst, der die Festgemeinde nach Hause schickte: „Auf ein frohes Wiedersehen am Wochenende beim Stadtschützenfest.“
Gefeiert wird an beiden Festtagen (31. August und 1. September) rund um den Alten Markt. Leitwort: „Von Herzen Rheinländer …“ Die Höhepunkte: Heute, Samstag, 15 Uhr, Vogelschuss um die Bezirkskönigswürde („Piff, paff – der Vurel mot eraff“). Morgen, Sonntag, 14 Uhr, Krönungsmesse im Münster. Danach Festzug (ab 15 Uhr) und Parade (16 Uhr) mit 2500 Schützen und Musikanten. Abschluss auf dem Kapuzinerplatz mit den „Rabaue“. ( August 2013 )


Holland-Schützen brauchen Sondergenehmigung der Polizei
Sie kommen aus Holland, haben lange graue Bärte (echt oder angeklebt) und stehen für eine besondere limburgische Brauchtumstradition: Die Bielenmannen sind an den schweren Beilen zu erkennen und gehören zur Vorhut der großen holländischen Schützenumzüge. Zum Stadtschützenfest am 1. September haben sich gut 100 niederländische Schützen angesagt. Die Freunde von Sankt Urbanus Grashoek wollen mit Musik, aber auch mit ihren Bielenmannen (Foto) antreten und haben dazu eigens eine Sondergenehmigung des Gladbacher Polizeipräsidenten eingeholt. Denn die Beile gelten nach deutschen Recht als Waffen und müssen, sofern sie in der Öffentlichkeit getragen werden, förmlich angemeldet werden. Das gilt auch für die Hellebarden der Schützenfreunde aus Helden. Der gastgebende Gladbacher Bruderrat betont: „Passieren kann nichts. Aber Vorschriften müssen eingehalten werden.“ Dafür sorgt als Betreuer der Gladbacher Bruderratsfreund Klaus Cörstges, der Beile und Hellebarden nach dem Auftritt im Dicken Turm wegschließt. Zu sehen sind die (harmlosen) Beilträger aus Holland bei Festzug und Parade am 1. September ab 15 Uhr in der Oberstadt. ( August 2013 )


Die Gesichter des Stadtschützenfestes
Zwei Klompenmädchen aus Wickrathhahn sind die Gesichter des Mönchengladbacher Stadtschützenfestes 2013: Janine Dejok und Britta Wolters werben mit ihrem Foto für das große Bruderschaftstreffen, das am 31. August und 1. September 2500 Schützen und Zehntausende Besucher in die Oberstadt locken soll. Überall in der Stadt hängen die Plakate, die die beiden jungen Damen beim Aufzug mit ihrer Klompenkompanie zeigt. Schützenchef Horst Thoren freut sich über die sympathische Werbung, „die unterstreicht, wie jung und herzlich unser Brauchtum ist.“ Und natürlich sind die Klompenfrauen der Sankt-Hubertus-Bruderschaft am Festsonntag, 1. September, bei Festzug und Parade am Alten Markt dabei: „Darauf freuen wir uns jetzt schon“, sagen die Kauffrau Britta Wolters (rechts) und die Sozialpädagogikstudentin Janine Dejok (links). Foto: Mario Winkler (frei) ( August 2013 )






Schützen-Gemälde zeigt OB Bude hoch zu Ross
Schützen-Anerkennung besonderer Art für OB Bude: Der Bruderrat hat den Gladbacher Oberbürgermeister Norbert Bude in seiner Vorreiterrolle beim Stadtschützenfest malen lassen. Hoch zu Ross zeigt das Aquarell des Eickener Künstlers Klaus Callsen den Stadtchef. Bude gefällt das Bild ausgesprochen gut. Und auch Bezirksbundesmeister Horst Thoren, der den Maler in geheimer Mission beauftragt hatte, sich dem OB mit Wasser und Farbe zu nähern, findet: „Das zeigt Norbert Bude so sympathisch, wie er alljährlich beim Stadtschützenfest in Erscheinung tritt.“ Wer Bude (hoch zu Ross) live erleben will, kann das am 1. September: Um 15.15 Uhr formiert sich der Festzug (mit Bude an der Spitze) am Rathaus Abtei. Foto: Mario Winkler (frei) ( August 2013 )



Karl von Habsburg schlägt drei Gladbacher zu Rittern
Gleich dreimal ergriff Kaiser-Enkel Karl von Habsburg das Schwert, um verdiente Gladbacher zum Ritter zu schlagen. Solchermaßen geehrt verließen Dr. Günter Krings, Friedhelm Kirchhartz und Frank Jöris die Christuskirche in Neuss, wo die Ritterschaft vom heiligen Sebastianus in Europa ihre Investiturfeier abhielt. Gewürdigt wurde mit der Ehrung das Eintreten von Krings für Kirche und Staat. Der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete, so die Begründung, setze sich engagiert für christliche Werte in der Politik und das große Ziel eines vereinten christlichen Europa ein. Friedhelm Kirchhartz wurde zum Ritter geschlagen, weil er Bruderschaft lebt (Kirchhartz ist Schütze in Büttgen) und auch in seinem beruflichen Tun als NEW-Chef in Mönchengladbach den Heimatgedanken fördert. Das ausgeprägte religiöse Grundverständnis und die Übernahme von vielfältigen Aufgaben in Kirche und Bruderschaft waren ausschlaggebend für die Auszeichnung von Frank Jöris, der Theologie studiert hat, als Lehrer arbeitet und sich ehrenamtlich in Venn und Windberg und im Bruderrat der Bruderschaften einbringt. Angestoßen hatte die Ehrungen Gladbachs Schützenchef Horst Thoren, Justiziar im Ritterrat der Ritterschaft, der nach dem feierlichen Gottesdienst auch zu den ersten Gratulanten gehörte. Die Aufnahme neuer Ritter in die Gemeinschaft, vollzogen durch Großmeister Karl von Habsburg und Prior Prinz Charles-Louis de Merode, war Höhepunkt der Europa-Schützen-Tage, zu denen sich 350 Schützen aus zwölf Nationen in Neuss und Dormagen versammelt hatten. ( August 2013 )


Der neue Pressekönig plaudert mit Schlagerstars
Günter vom Dorp ist neuer Pressekönig Mönchengladbach der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Mit dem 93. Schuss holte der bekannte WDR-Moderator (vom Dorp plaudert in WDR 4 mit den Schlagerstars) den hölzernen „Großkopfseeadler“ von der Stange. Nicht einmal eine Stunde dauerte das Pressekönigsschießen im Rathausinnenhof, weil die Schießmeister den Holzvogel angesägt hatten, um es denn Journalisten leichter zu machen. Auch brachte vom Dorp Schießerfahrung mit. Schließlich war er 1992 schon einmal Pressekönig und darf sich deshalb jetzt Kaiser nennen. Die silberne Amtskette überreichte Oberbürgermeister Norbert Bude. Als Ministerinnen stehen dem neuen Pressekönig Andrea Franke (Stadtsparkasse) und Janin Meyer (Schankwerk) zur Seite. Insgesamt 76 Journalisten aus nah und fern beteiligten sich am Königsspiel. OB Bude nutze die Gelegenheit, um mit stadtnahen Unternehmen für Mönchengladbach zu werben. Schützenchef Horst Thoren lud ein zum Stadtschützenfest am 31. August und 1. September. ( August 2013 )
Foto: Freuen sich riesig: Pressekönig Günter vom Dorp (WDR-Moderator und Veranstalter der Sommermusik an Schloss´Rheydt) und seine Ministerinnen Andrea Franke (Stadtsparkasse) und Janin Meyer (Schankwerk) nach dem Vogelschuss im Rathausinnenhof. Oberbürgermeister Norbert Bude (rechts) und Schützenchef Horst Thoren rahmen das Königsgespann ein.


Stadtschützenfest soll am 31. August und 1. September bis zu 50 000 Gäste locken
Treffpunkt Kapuzinerplatz: Tanzen - Feiern - Schlemmen
Und abends rocken die "Rabaue"
Wer Folklore mag, gerne gut isst und Geselligkeit liebt, sollte am ersten September-Wochenende (31. August und 1. September) in die Gladbacher Oberstadt kommen: Dort feiern Bruderschaften und Bürger ihr Stadt(schützen)fest, gibt's auf dem Kapuzinerplatz zwei Tage lang Unterhaltung zum Nulltarif. Das Bühnenprogramm (Samstag und Sonntag von 11 bis 22 Uhr) bietet Jux-Jazz und Komik, Klamauk und Tanz, Pop und schöne Mädchen. Sonntag Abend (ab 18.30 Uhr) rocken die „Rabaue“, bringen die niederrheinischen Mundartbarden Freches und Frohsinn auf die Bühne. Das Ende schließlich ist rockig-poppig.
Und ganz nebenbei können die Festgäste shoppen gehen. Und das bis spät in die Nacht. Denn das Stadtschützenfest bietet am Festsamstag, 31. August, Late-Night-Shopping in der City (bis 22 Uhr). Da gibt es das Doppel-Angebot: Erlebnis-Einkauf in der Innenstadt mit Fest-Treffpunkt auf dem Kapuzinerplatz, wo am Nachmittag der neue König ausgeschossen und abends abgerockt
Für das leibliche Wohl der Kauf- und Brauchtumsgäste sorgt Kirmes-Chefkoch Sven Tusch mit seinem Team. Die Festwirte servieren beim „Treffpunkt Kapuzinerplatz“ Deftiges und Raffiniertes, zapfen heimisches Altbier an und versprechen zivile Preise. Der Speisezettel zum Stadtschützenfest ist lang und bietet Abwechslung: Aufgetischt werden im Biergarten Scampi-Spieße ebenso wie Holzfällersteaks und Würstchen in Reih und Glied.
Schmucke Uniformen und „staatse Kerls“ gibt's zu sehen, wenn die Schützen aus Stadt und Land am Festsamstag, 31. August, 15 Uhr, auf dem Kapuzinerplatz ihren neuen Bezirkskönig ausschießen (bis zu 39 Kandidaten gibt es) oder am Sonntag nach der Parade die neue Majestät auf offener Bühne dem Volke präsentieren. Schützenchef Horst Thoren: „Der Treffpunkt Kapuzinerplatz macht unser Schützenfest zum Stadtfest. Wir bieten Schützentradition und bunte Unterhaltung.“
Parallel zu Bürgerfest und Feldlager auf dem Kapuzinerplatz läuft das Festprogramm der Schützen: Sie krönen am Festsonntag, 1. September, 14 Uhr, im Münster ihren neuen König, treten dann um 15.15 Uhr mit 2500 Bruderschaftlern und Musikanten am Rathaus Abtei zum Festzug an. Die große Königs- und Festparade mit 12 Musikkapellen und Tambourkorps wird um 16.15 Uhr am alten Markt sein. An der Spitze reitet mit der Generalität Oberbürgermeister Norbert Bude, der hoch zu Roß das Schützen-Regiment anführt und später auch sein Ja-Wort zum Parademarsch gibt. Preußisch-stramm paradiert wird vor großem Publikum und großer Majestätenschaft. Die Könige der 41 Schützenbruderschaften und -vereine sitzen auf der Ehrentribüne. Für die Zuschauer gibt's Stehplätze. Tipp der Schützen: Wer früh kommt, steht in der ersten Reihe.
Festlich geht's am Samstag, 31. August, 20 Uhr, im großen Saal der Kaiser-Friedrich-Halle zu. Dort ist „Ball aller Majestäten“ zu Ehren des scheidenden Bezirkskönigs Bernd Knitter aus Waldhausen und seiner Minister Wolfgang Schäfer und Sven Brosch (beide Neuwerk). Unten im Foyer der Halle ist derweil „Disco-Sound“ angesagt. Die Party bietet Gelegenheit zum Mitfeiern gerade für junge Leute, die bei freiem Eintritt zu Oldies und Songs aus der Hitparade abrocken können.
Das Stadtschützenfest endet Sonntag Nacht auf dem Kapuzinerplatz mit dem stimmungsvollen Froh-Singsang der „Rabaue“ und Tanzmelodien. Samstag sorgt dort ab 1 8 Uhr die Gladbacher Formation „Area 41“. Die Schützen hoffen, dass ihr Programm zieht und bis zu 50.000 Gäste Herz fürs Brauchtum zeigen. ( August 2013 )


Zum Stadtschützenfest zieht am 1. September ein Räuberhauptmann über den Alten Markt
Der „Fetzer“ macht Gladbachs Damen nervös
Ein niederrheinischer Räuberhauptmann – ein gefürchteter sogar! – gibt Gladbachs Stadtschützenfest die historische Note. Die Schützen wollen am 1. September am Alten Markt den „Fetzer“ stellen, der zur napoleonischen Zeit am Niederrhein wütete und mit seinen Untaten den Stoff für Balladen und gar schreckliche Geschichten liefert.
Was Gladbacher Polizei und französische Militärs zu Zeiten Napoleons nicht schafften, wollen die Schützen beim großen Fest versuchen: Der „Fetzer“ soll gefangen und im „Triumphzug“ durch die Stadt geleitet werden!
Dazu setzt der gastgebende Bruderrat zum Stadtschützenfest den legendären Räuberhauptmann Mathias Weber aufs Pferd, inmitten einer äußerst beeindruckenden Schutztruppe: 2500 Schützen und Musikanten bleiben dem Räuber auf den Fersen – bis zur Parade, die zu Ehren des neuen Bezirkskönigs am Alten Markt abgehalten wird und die der Fetzer unter strenger Bewachung, beobachten darf. Für die Sicherheit sorgt Gladbachs Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre persönlich, der vom Bruderrat zur Vorbereitung die wüste Lebensgeschichte des Delinquenten und Auszüge aus dessen Kriminalakten zugeleitet bekam. Schließlich sei der Fetzer (so sagt es der geschichtskundige Schützenchef Horst Thoren) nicht irgendein Raufbold gewesen, sondern das Schreckgespenst einer ganzen Region! Gleich zweimal raubte er mit seinen Kumpanen das Neußer Rathaus aus und erbeutete dabei tausende Taler und eine silberne Weltkugel, die bis heute verschwunden ist. Er überfiel Bürger und Bauern in Wickrath, Giesenkirchen, Korschenbroich und Jüchen, fand Unterschlupf in dunklen Spelunken in Gladbach und Rheydt, entwich 13 Mal aus der Gefangenschaft, sprang gar vom Neußer Mühlenturm und entkam - ohne sich zu verletzen...
Mathias Weber, geboren zwischen Grefrath und Büttgen, mit sieben Jahren Vollwaise, war Knecht und Forsteleve auf Schloß Neersdonk, wurde von der Gräfin fortgejagt, kam als Soldat bei den „Chasseurs au Cheval“ unter, fiel unter die Räuber und blieb bei ihnen. Schnell, schnell erlernte er ihr perfides Handwerk – und wurde alsbald ihr weithin gefürchteter Hauptmann. Und weil er im Gefecht alles zu Fetzen schlug, wurde er bald der „Fetzer“ genannt. Sein größter Coup war der Überfall auf die Postkutsche in Opladen, bei der mit seinen Kumpanen unvorstellbare 13000 Reichstaler erbeutete!
An diese Geschichten um den „Schinderhannes vom Niederrhein“ wollen die Schützen erinnern und (wenn auch mit mehr als 200jähriger Verspätung) dem Recht in Gladbach zum strahlenden Sieg verhelfen.
Bei der Suche nach einem geeigneten Darsteller für die Räuber-Rolle kam der Bruderrat schnell (wieder) auf Michael Schroeren, der schon als Napoleon brillierte, den alten Fritz gab und zuletzt noch als Ludwig XIV. mit Puderperücke in Erscheinung trat. Sicherlich wird Schroeren sich, wie immer gekonnt in die Herzen der Gladbacher Bürger schauspielern. Allerdings stets unter den wachsamen Augen von Sparkassenchef Hartmut Wnuck (der von Berufswegen Geld bewahrt und gegen Diebereien aller Art ausgesprochen allergisch ist) und Rechtsanwalt Peter Backes (der lediglich die kölschen Musik- „Räuber“ um sich duldet).
Was dem ebenso talentierten wie alterslosen Hauptdarsteller Michael Schroeren an seiner Rolle als „Fetzer“ besonders gefällt, ist die Tatsache, dass dieser als „charmant“ - zumindest im Umgang mit Damen - galt. Ein Grund mehr für ihn („Ich bin für nix fies“), am 1. September, 15.15 Uhr, aufs schnelle Pferd zu steigen, um martialisch-charmant durch die Stadt zu reiten - bis er um 16.15 Uhr, am Alten Markt, von französischen Soldaten (unter dem Kommando von Professor Gunter Konrad) endgültig festgesetzt wird! Denn pünktlich zur Parade, wollen die Schützen und ihre Gäste den Räuber sicher verwahrt wissen. Schließlich gilt es, den Silberschatz der Bruderschaften – als Schmuck getragen von den Königen aus Stadt und Land – zu schützen!
Einer ebenso ehrenvollen Aufgabe widmet sich in vorderster Reihe auch die „Schwalbenschwanz-Garde“, zu der sich Gladbacher Promis vor Jahren schon zusammenschlossen: Im Biedermeier-Look ( „Im Frack auf Zack!“) wollen sie alljährlich an das erste Gladbacher Schützenfest 1836 erinnern. Einige von Ihnen werden beim Festzug in der Kutsche sitzen. Hier führt NEW-Vorstandsboss Friedhelm Kirchhartz Regie – spitzfindig assisitiert von Karikaturist Nik Ebert. In der berittenen Abteilung hat General und Pferdeflüsterer Lothar Erbers (Vorstandsvorsitzender der Volksbank) das Sagen. Unterstützt wird Erbers von Stephan Schippers, der sich als Borussen-Geschäftsführer mit Fohlen bestens auskennt.
Ob und wie der legendäre Hauptmann sich von den Damen umschwärmen lassen kann (Ex-OB Monika Bartsch mit Tochter Sabine, GEM-Chefin Gabi Teufel und Bürgermeisterin Renate Zimmermanns) ist offen und hängt auch von der Laune des Oberbürgermeisters ab. Norbert Bude sitzt beim Stadtschützenfest hoch zu Ross, hat (nicht nur am Alten Markt) das Hausrecht und könnte den „Fetzer“ glatt im Dicken Turm verschwinden lassen, sollte dieser zu dreist auftreten!
Wahrscheinlicher aber ist, dass der „Fetzer“ nebst Bedeckung nach der Parade am Alten Markt zum Kapuzinerplatz strebt. Dort werden sie alle zur Musik der kölschen „Rabaue“ („Ja, wenn denn dat Trömmelsche jeht“) – und entgegen aller historischen Korrektheit - miteinander anstoßen. Das passende „Happy End“ eines fröhlichen Heimatfestes, das diesmal als „Räuberpistole“ beginnt und - wie alle Jahre wieder - mit Jubel, Trubel und Heiterkeit ausklingt. Und mit der Vorfreude auf das nächste Jahr ... ( August 2013 )


Königstrio stiftet Europakönigsvogel in Silber
Was so ein richtiger König ist, der hinterläßt ein bleibendes Andenken an seine Regentschaft: Zwar hat Bezirksmajestät Bernd Knitter aus Waldhausen noch gut drei Wochen bis zum Ende seiner Amtszeit zum Stadtschützenfest am 31. August, doch seine Silberstiftung ist schon da. Gemeinsam mit seinen Ministern Wolfgang Schäfer und Sven Brosch legt Majestät Bernd Knitter mit seinem prächtigen Geschenk ein Bekenntnis zu Europa ab. Die Silberplatte, gefertigt von Goldschmied Peter Goeth aus Vallendar, zeigt den Europakönigsvogel der Schützen und erinnert daran, dass 2012 die Europäische Union mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Die Europäische Idee führt in der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen Brauchtumsfreunde aus neun Nationen zusammen. Der Gladbacher Bernd Knitter hat schon jetzt erklärt, in zwei Jahren beim nächsten Europakönigsschießen in Peine antreten zu wollen. Zu dieser Absicht passt seine Stiftung bestens. Schließlich ist der Europakönigsvogel mit dem Aachener Marienwappen das Symbol des europäischen Schützenkönigs. ( August 2013 )


Bruderrat schickte "Rebellen" zum Jubiläum
Als jetzt der Korschenbroicher Stadtteil Pesch sein 750jähriges Bestehen feierte, war der örtliche Bezirksverband im Festzug stark vertreten. Schließlich ist Bezirksbundesmeister Horst Thoren in Pesch geboren und aufgewachsen. Als Kenner der Ortsgeschichte, wählte der Schützenchef für seine Gruppe eine richtige Räuberpistole aus. Die historische Truppe "Die Rebellen von Pesch" um Horst Thoren erinnerte an Peter Gens und seine Mitstreiter, die Anfang des 18. Jahrhunderts der Myllendonker Gräfin die Steuern verweigerten und vom Kaiser Recht bekamen. Zur Rebellen-Truppe gehörte mit Karl-Josef Gens auch ein Nachfahre des Rädelsführers. Karl-Josef Gens, von Beruf leitender Finanzbeamter, rechtfertigt seinen steitbaren Vorfahren: "Er hatte seine Schuld schon an den Lehnshof in Roermond entrichtet und wollte nicht doppelt Steuern zahlen." (Juli 2013)


Schützen-Königskiste für Kinder ab sofort lieferbar
Die Holzwerkstatt des Volksvereins gegen Arbeitslosigkeit in Mönchengladbach hat die Produktion der "Schützenkönigs-Kiste für Kinder" aufgenommen. Angeboten wird die (als Thron ausgestaltete) Kiste mit Vogelstange / Klappvogel, Königskette und Brudermeisterkette zum Preis von 150 Euro. Im Preis enthalten ist das ergänzende Zubehör mit Spielanleitungen, Kinderbilderbuch und zwei Kinderschützenhüten. Bestellt werden kann die Königskiste über den Bezirksverband Mönchengladbach, Rheydt, Korschenbroich. Das Angebot richtet sich an Bruderschaften und Vereine, die einem Kindergarten eine Schützen-Königskiste schenken wollen oder selbst Kinderschützenfeste ausrichten. ( Juni 2013 )


Schützenausflug mit Behinderten
Die Einladung hat Tradition und führt Schützen und Behinderte zusammen: Seit Jahren schon organisiert Willi Kempers vom Bruderrat der Bruderschaften Ausflüge für die Aktion Freizeit Behinderter in Mönchengladbach. Diesmal führte die Fahrt, die von Freunden aus dem Bruderrat begleitet wurde, ins Selfkant. Ziel war die historische Mühle in Kirchhoven-Lümbach, die von ehrenamtlichen Müller des Vereins Historische Mühlen betrieben wird. So konnten die Ausflügler eine alte Windmühle im Betrieb erleben und einige sogar den Mühlenturm ersteigen. Die zweite Mühlenstation führte nach Tüschenbroich, wo in der Tüschenbroicher Mühle Nahrhaftes aufgetischt wurde und auf dem Mühlenweiher Gelegenheit zur Kahnfahrt bestand. Die Stimmung war gelöst, die Teilnehmer fühlten sich bestens versorgt. Für Willi Kempers und seine Bruderratsfreunde ist der jährliche Ausflug mit den Behinderten eine Herzensangelegenheit. Deshalb sprach er bereits bei der Heimkehr am Abend in Mönchengladbach die Einladung fürs nächste Jahr aus. Foto: Klaus Cörstges
( Juni 2013 )


Schützenjugend aus Waldhausen renoviert zwei Schulräume
Unter dem Motto „72 Stunden – Uns schickt der Himmel“ startet der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) erstmalig eine bundesweite Sozialaktion vom 13. bis zum 16. Juni. Die Jungschützen der Bruderschaft St. Sebastianus und St. Vitus Obergeburth Waldhausen sind dabei! In ihrem Projekt in der „Gemeinschafts Grundschule Am Ringerberg“ werden Sie ein Klassenzimmer einer 1. Klasse und den Computerraum, der gleichzeitig als Pflegeraum für pflegebedürftige Schüler genutzt wird. Unter der fachmännischen Leitung des amtierenden Bezirkskönigs Bernd Knitter werden die Räume malerisch neu gestaltet.
Da das ganze Projekt ehrenamtlich durch das soziale Engagement und die Men-Power der Teilnehmer bewältigt wird, ist es natürlich umso wichtiger, den Schüler- und Jungschützen hier vor Ort Unterstützung zukommen zu lassen. Dies kann beispielsweise durch Sachspenden wie z.B. die Verpflegung für die Teilnehmer und finanzielle Unterstützung zur Anschaffung von T-Shirts und Spielzeug für die Kinder geschehen.
Weitere Informationen über die bundesweite Aktion des BDKJ erhält man im Internet unter www.72stunden.de. Wer bereit ist, die Jung- und Schülerschützen bei ihrem Einsatz zu unterstützen, oder weitere Infos zur Aktion der Waldhausener Jungschützen erfahren möchte, kann sich an Projektleiter Sebastian Schnock wenden (0160-96641978). ( Juni 2013 )


Gladbacher Kochduell "Was Leckeres zum Schützenfest"
Schützen brachten den Oberbürgermeister an den Herd
Der Wettbewerb orientierte sich am perfekten Dinner und der Küchenschlacht. Gladbacher Schützen kochten nach TV-Vorbild um die Wette. Die Rezepte für das Kochduell in der NEW-Versuchsküche in Mönchengladbach-Rheydt kamen aus dem Schützen-Ratgeber Kochen „Was Leckeres zum Schützenfest!“ Mit-Autorin und Ernährungsfachfrau Ursula Fiering war denn auch als professionelle Küchenhilfe mit dabei und als Aufsicht ständig am Herd, damit nichts anbrannte. Denn die versammelten Bruderratsfreunde um Bezirksbundesmeister Horst Thoren brachten zwar viel guten Willen, aber nur eingeschränktes Kochwissen mit. Da war es auch gut, dass Thoren prominente Unterstützung eingeladen hatte, die sich nicht zu schade war, mit den schützen Gemüse zu schnibbeln, Kartoffeln zu schälen, Salat zu waschen oder Teig zu kneten. So zogen Oberbürgermeister Norbert Bude und seine Vorgängerin Monika Bartsch, Bürgermeisterin Renate Zimmermanns und Kulturausschussvorsitzende Manuela Luhnen, Sparkassenchef Hartmut Wnuck und Professor Gunter Konrad, die NEW-Vorstände Friedhelm Kirchhartz und Rainer Hellekes, GEM-Gechäftsführerin Gabi Teufel und Kirmesköchin Gerda Römgens, Karikaturist Nik Ebert, Schützen-Willi-Autorin Birgitta Ronge und Rechtsanwältin Doris Overlack-Kosel brav die langen Schürzen an und machten sich an die Arbeit. Zu fertigen und anzurichten waren Salat der Generalität, gebackene Schützenhüte, freche Möhrensuppe, Filets mit Apfelhäubchen und Rhabarberkuchen. Das alles unter Zeitdruck, unter Aufsicht und mit dem Willen, als Sieger den Küchentisch zu verlassen. Das spornte an, ließ Karikaturist Nik Ebert neue Kochkreationen erfinden, war insgesamt ein toller Spaß. Die NEW-Gastgeber Friedhelm Kirchhartz und Rainer Hellekes hatten sich alle Mühe gegeben, versorgten die Gäste höchstpersönlich mit Getränken und räumten auch brav mit ab. Am Ende konnte jeder Mit-Koch Punkte vergeben und alles bewerten (nur das eigene Gericht nicht). Es siegte schließlich das Suppen-Team vor den Apfelhäubchen. Und die Siegerprämie für beide Teams passt zur Gesamtwertung „echt lecker“. Schützenchef Horst Thoren kündigte eine Einladung zum Kirmes-Fünf-Gang-Menü an - die Sieger dürfen in der mobilen Küche von Schausteller Sven Tusch fünf Mal zuschlagen – von Currywurst, über Fritten und Schaschlik, bis Backfisch und Reibekuchen. Wer die Schützen-Gerichte (gesund und lecker) nachkochen und sich an den Zeichnungen und kleinen Kochgeschichten von Birgitta Ronge erfreuen will, sollte zum Schützen-Ratgeber Kochen „Was Leckeres zum Schützenfest!“ greifen (erschienen im Kühlen Verlag, im Buchhandel erhältlich für 9,.80 Euro). ( Juni 2013 )


Königsehrenabend mit Geburtstagsständchen für Schützen-Lilli
Der Abend hatte etwas von einem Kindergeburtstag: Fröhlich und ungezwungen feierten die Schützen aus Stadt und Land ihren Königsehrenabend. Im Mittelpunkt des Oberschützen-Treffens im GEM-Casino am Nordpark standen Bezirkskönig Bernd Knitter, seine Minister Sven Brosch und Wolfgang Schäfer und die versammelten Majestäten der Bruderschaften und Vereine aus Mönchengladbach und Korschenbroich: Ihre Könige ließen die Schützen hochleben. Und angestoßen wurde auch – mit leckerem Hannen Alt und Carlsberg Pils, angezapft von Gastgeberin Frauke Bruckes, die für die Carlsberg-Tochter Schankwerk das Versprechen abgab: „Wir halten den Schützen die Treue.“ Und wie beim Kindergeburtstag gab es lustige Spiele – zunächst das Wettwerfen auf den Klappvogel fürs Kinderschützenfest, dann mit Schausteller Sven Tusch das gemeinschaftliche Drehen am Glücksrad. Gladbachs Schützenchef Horst Thoren ließ die Gäste – unter ihnen die Bundestagsabgeordneten Günther Krings und Ansgar Heveling (Korschenbroich), die Bürgermeister Renate Zimmermanns, Klaus Schäfer und Hans-Willi Türks (Korschenbroich) und die Banker Hartmut Wnuck (Sparkasse) und Frank-Dirk Meurers (Volksbank) - sogar zum Geburtstagsständchen antreten. Der gemischte Promi-Chor sang, angeführt von Ex-OB Monika Bartsch, „zum Geburtstag viel Glück“ und feierte damit den ersten Geburtstag der kleinen Schützen-Lilli. Seit einem Jahr begleitet die rotzfreche, strohblonde Handpuppe im grünen Kleidchen die Schützen in Stadt Land. Sie wirbt – wie ihr Bruder Schützen-Willi – in Kindergärten und Grundschulen fürs Brauchtum und ist besonders gern gesehen bei den kleinen Besuchern der Schützenfeste. Einen Kuchen gab es auch. Allerdings für Gastgeberin Frauke Bruckes, der Thoren herzlich für vielfältige Schützenhilfe dankte. Wilfried Theißen von der GEM nahm – stellvertretend für seine Chefin Gabi Teufel – Blumen und Dank in Empfang, wurde aber auch selbst bedacht: Für Brauchtumsfreund Theißen gab es eine Sebastianusplakette in Bronze. Zur Ehrung spielte die Big Band Sankt Barbara Neuwerk einen kräftigen Tusch und später dann noch viele Märsche, bis zu später Stunde zum Zapfenstreich geblasen wurde. Bezirkskönig Bernd Knitter schickte die versammelten Bruderschaftler auf den Heimweg, sagte aber schnell noch zu: „Ich komme auf Gegenbesuch zu euren Schützenfesten.“ Foto 1: Geburtstagsständchen für Schützen-Lilli. In der Mitte Ex-OB Monika Bartsch, Bezirkskönig Bernd Knitter, Bürgermeisterin Renate Zimmermanns (mit Lilli) und Gastgeberin Frauke Bruckes. Foto 2: Krönchen für Ex-OB Monika Bartsch, die beim Wettwerfen auf den Klappvogel gewann. Daneben Bürgermeisterin Renate Zimmermanns und Schützenchef Horst Thoren.
( Mai 2013 )


Korschenbroicher in Rom zum Ritter geschlagen
Den Ritterschlag vollzog Kaiserenkel Karl von Habsburg, Erzherzog von Österreich persönlich: In der Jesuitenkirche Sant Ignatio in Rom nahm Habsburg als Großmeister der Ritterschaft vom heiligen Sebastianus in Europa Heinz-Josef Rebig (60) aus Korschenbroich in die Ritterrunde auf. Damit wird der Einsatz des Korschenbroicher Schützenbruders für Bruderschaft und Kirche gewürdigt. Nach der Schwertlege, dem dreifachen Auflegen des Schwertes auf die Schulter, steckte Prior Charles-Louis de Merode Rebig die Ordensinsigniem an. Der Korschenbroicher gehörte zu den insgesamt acht Investiturkandidaten aus drei Nationen, die im Rahmen der Rom-Wallfahrt der Europa-Schützen als Ritter geehrt wurden. Zu den ersten Gratulanten nach der Investiturfeier zählte Bezirksbundesmeister Horst Thoren aus Korschenbroich, Justiziar im Ordenskapitel der Ritterschaft. Die Investiturfeier, als Pontifikalamt vom niederländischen Bischof Hurtmanns gelesen, war neben der Papstszdienz und der Schützenmesse im Petersdom, einer der Höhepunkt der Pilgerfahrt von 500 Schützen aus sechs europäischen Ländern. ( Mai 2013 )


Schützenfreunde vom Niederrhein als Meßdiener im Petersdom
Besondere Ehre für die beiden Bruderratsfreunde Klaus Corstges aus Hehn und Heinz-Josef Rebig aus Korschenbroich: Die beiden verdienten Schützenbrüder dürften im Petersdom als Ministranten an der Seite von Bischof Heiner Koch die Pilgermesse der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen und des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften begleiten. Die Pilgermesse mit Segnung der neuen Europa-Schützen-Standarte am Sebastianusaltar des Petersdoms war einer der Höhepunkte der Schützen-Wallfahrt, zu der Anfang Mai 500 Schützen aus sechs europäischen Ländern in Rom versammelt waren. Die Gladbacher Abordnung führte Bezirksbundesmeister Horst Thoren, der als Justiziar dem Präsidium der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen angehört. ( Mai 2013 )


Schützen-Willi beim Papst in Rom
Der kleinste Pilger kam aus Mönchengladbach: Schützen-Willi, das rothaarige Maskottchen der Bruderschaften in Stadt und Land, war in diesen Tagen mit 500 Europa-Schützen in Rom. Gladbachs Schützenchef Horst Thoren hatte die Handpuppe mit auf die Pilgerreise genommen, um mit ihr Bilder für eine Kinder-Foto-Aktion „Schützen-Willi erklärt Rom“ aufzunehmen. In der heiligen Stadt war der Mini-Schütze im grünen Rock bei Kellnern und Touristen ein kleiner Star, der mit Schützen-Willi-Erfinder Horst Thoren bei der Papstaudienz sogar in der ersten Reihe landete. Durch Thoren, Justiziar im Präsidium der Europa-Schützen, lernte Schützen-Willi prominente Freunde kennen: Karl von Habsburg, Enkel des letzten österreichischen Kaisers, der als Großmeister der Ritterschaft vom heiligen Sebastianus in Europa die Wallfahrt anführte, liebt Willi ebenso wie Bischof Heiner Koch, der die Schützenmesse im Petersdom zelebrierte und schmunzelnd fragte, ob Schützen-Willi getauft sei. Den "römischen Schützen-Willi", beliebtes Fotomotiv auch bei der Musikparade zum Petersplatz, überreichte Thoren zum Abschluss der Wallfahrt bei einer Pasta-Party an der Engelsburg Europakönig Toon Weijtmanns aus den Niederlanden. Dazu versicherte Thoren der Europa-Majestät: Willi heiße jetzt Euro-Schützen-Willi und verstehe ab sofort auch holländisch.
Generalaudienz mit 160.000 Pilgern auf dem Petersplatz. In der ersten Reihe Schûtzen-Willi auf dem Arm von Gladbachs Schützenchef Horst Thoren. Foto: L´Osservatore Romano


Königstreffen an Gladbachs Schützen-Feste
Zur Eröffnung der Schützen-Festzeit 2013 formierten sich an der „Schützen-Feste Dicker Turm“ in der Gladbacher Altstadt die versammelten Majestäten der Bruderschaften und Vereine aus dem Bezirksverband Mönchengladbach, Rheydt, Korschenbroich zum Gruppenbild. Unser Foto zeigt in der ersten Reihe sitzend Bezirkskönig Bernd Knitter aus Waldhausen (Mitte), eingerahmt von seinen Ministern Sven Brosch (links) und Wolfgang Schäfer (rehts), beide aus Neuwerk, sowie Bezirksvorsteher Nord Reinhold Schiffers (links), Europa-Schützen-Penningmeester Louis Litjens (zweiter von links), Bezirksbundesmeister Horst Thoren (dritter von links), Königsadjutant Detlev Robens (zweiter von rechts) und Rittmeister zu Fuß Heinz-Josef Katz (rechts). ( April 2013 )


Sonntag, 28. April, am Dicken Turm: Königstreffen mit Schatzsuche
Selbst Brauchtumsfreunde aus den Niederlanden sind neugierig auf Gladbachs "Schützen-Feste Dicker Turm": Wenn sich am Sonntag, 28. April, die schweren Eichentüren des Rundlings in der Altstadt öffnen, wollen Schützen aus dem limburgischen Helden die Gelegenheit nutzen, einen Blick hinter die dicken Mauern zu werfen. Das lohnt sich am Sonntag, 11 bis 17 Uhr, ganz besonders. Denn der Bruderrat bittet Besucher in die "Schützen-Feste" an der Turmstiege 16 und will dort die gesammelte Schützenpracht präsentieren. Was sonst in Kisten und Truhen lagert oder im Sparkassen-Tresor sicher verwahrt wird, soll beim "Fest am Dicken Turm" mit "Offener Turm-Tür" gezeigt werden. Die Archivare Willi Kempers und Klaus Cörstges haben die Ausstellung (Schwerpunktthema "Der Silberschatz der Bruderschaften - Königsschmuck aus drei Jahrhunderten") vorbereitet und dabei einen Schwerpunkt auch auf vergessene und verlorene geglaubte Silberschilde gelegt. Cörstges und Kempers laden ein zur Schatzsuche: "Jede Platte erzählt eine Geschichte. Wer neugierig ist, kann sie erforschen." Im Turm wird auf drei Ebenen Schützfestliches zeigen (unter anderem auch von den niederländischen Gildebrüdern, die eine Donnerbüchse von zwei Metern Länge mitbringen und ihr Schatzkästlein präsentieren wollen). Mit einer Gast-Ausstellung ist zum zweiten Mal der Gladbacher Maler Klaus Callsen im Dicken Turm vertreten. Er hat sich auf Schützen-Motive spezialisiert und stellt seine neuesten Aquarelle aus. Was die Schützen-Freunde aus Stadt und Land besonders interessieren durfte: Callsen malt nach eigener Anschauung und hat als Beobachter bei vielen Festen (auch beim Stadtschützenfest) Motive gefunden. Zum "Tag der offenen Turmtür" gibt es das "Fest am Dicken Turm", bei dem die Schützen ein paar Fässchen Bier anzapfen und Schützenfest-Stimmung bieten. Dazu tragen besonders die Majestäten der 39 Schützenbruderschaften und -vereine bei, die am 28. April, 12 Uhr, zum Königsfoto antreten und natürlich mit Gefolge kommen. Die versammelte Königsschar wird am Turm abgelichtet. Auch das hat Tradition. Der Bruderrat lässt Jahr für Jahr ein Königsfoto für die Ahnengalerie der Schützen schießen - vom königlichen Hoffotografen. Der hat in diesem Jahr noch eine Sonderaufgabe. Er soll besonders schmucke Schützen und Könige für eine Foto-Dokumentation im Bild festzuhalten. Der Bruderrat sucht das Schützengesucht 2013. Ein Bewerber steht schon fest. Bezirkskönig Bernd Knitter wird sein Gesicht in der Schützenfest-Zeit vielfältig zeigen und in Stadt und Land fürs Brauchtum werben. Zum Schützen-Treffen am Sonntag hat er sich Verstärkung eingeladen, die auch Konkurrenz sein könnte: Bart Kok, König der Akkermannsgilde aus Venlo, hat das, was Knitter fehlt - eine richtige Krone aus dem 17. Jahrhundert. Knitter traf den niederländischen Schützenkönig vor einigen Tagen bei einem Jubiläumsfest, war zunächst etwas neidisch, aber gleichzeitig so begeistert, dass er die Einladung aussprach: Auf ein frohes Wiedersehen Sonntag, 28. April, beim Fest am Dicken Turm in Mönchengladbach. ( April 2013 )


Jungschützen ermitteln ihre Bezirksjugendmajestäten
Ihre neuen Bezirksjugendmajestäten ermittelt die Sankt-Sebastianus-Schützenjugend Mönchengladbach, Rheydt, Korschenbroich am Samstag, 27. April, beim Bezirksprinzenschießen in Broich-Peel. Der Bezirksjungschützentag wird um 13 Uhr mit einer Schützenmesse in der Pfarrkirche St. Rochus eröffnet. Danach formiert sich der Festzug durch die Rheindahlener Honschaft. Zum Vogelschuss treten die Prinzen und Schülerprinzen der Bruderschaften und Vereine um 15 Uhr am Pfarrheim Rochusstrasse an. Gegen 17 Uhr werden die neuen Bezirksjugendmajestäten (Bezirksprinz und Bezirksschülerprinz) mit ihren Rittern der Öffentlichkeit vorgestellt. Gastgeber des Schützentreffens ist die Sankt-Rochus-Bruderschaft Broich-Peel. ( April 2013 )


Nachtwallfahrt der Bruderschaften nach Hehn mit 600 Teilnehmern
Schützen begeistert von Papst Franziskus
Der neue Papst Franziskus, erst kurze Zeit im Amt, bekam Zuspruch aus Mönchengladbach. 600 Schützen aus Stadt und Land, in der Nacht zum Passionssonntag auf dem Weg zum Marienheiligtum in Hehn, beteten für ihn und gedachten in Dankbarkeit seines Vorgängers Benedikt. Bezirksbundesmeister Horst Thoren sagte zu Beginn der Pilgermesse in der Pfarrkirche Hehn: „Wir erbitten Gottes Wegbegleitung für eine Kirche im Wandel. Der Betgang der Bruderschaften soll uns Kraft geben, aus dem Glauben heraus das eigene Leben zu meistern und dem Nächsten voll Vertrauen Freund und Stütze zu sein.“ Horst Thoren und Pfarrer Horst Straßburger, der den an Grippe erkrankten Bezirkspräses Johannes van der Vorst vertrat, sprachen begeistert vom neuen Papst, der in seiner Offenheit und Bescheidenheit Mut mache und Kraft gebe. Pfarrer Straßburger predigte denn auch von einer Kirche der Barmherzigkeit, die nicht richte, sondern Geborgenheit schenke. Die Hauptpilgergruppe um Bezirkskönig Bernd Knitter – er trug das Friedenskreuz des Bezirksverbandes – hatte sich ab Pfarrkirche Speick auf den Weg. Weitere Gruppen aus anderen Pfarrgemeinden – unter anderem aus Hardt, Rheindahlen, Geistenbeck oder Neuwerk – waren ebenfalls zu Fuß unterwegs und vereinten sich in Hehn mit der Hauptgruppe, zu der sich auch die Bundestagsabgeordneten Günther Krings und Ansgar Heveling gesellt hatten. Nach der Pilgermesse kamen Schützen und Gäste zur Agape im Pfarrheim zusammen. Zu später Stunde erteilte Pfarrer Straßburger an den Grotten den Schlusssegen, nicht ohne den Schützen für ihr eindrucksvolles Glaubensbekenntnis zu danken. Was Straßburger besonders beeindruckte, war die große Zahl junger Schützen, die betend mit Nach Hehn gegangen waren. Zur Nachtwallfahrt der Bruderschaften kommen die Schützen aus Stadt und Land seit 1983 in der Nacht zum Passionssonntag zusammen. (März 2013)


Europakönig soll zum Stadtschützenfest kommen
Der Gedankenaustausch war herzlich und von gegenseitiger Sympathie getragen: Auf Schloss Merode bei Langerwehe tagte das Präsidium der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen und der neue Europakönig Toon Weijtmanns aus Udenhout / Tilburg war erstmals dabei. Gladbachs Schützenchef Horst Thoren, Justiziar im Präsidium der Europa-Schützen, nutzte die Gelegenheit, den niederländischen Brauchtumsfreund zum Stadtschützenfest einzuladen. Mit großem Gefolge, so die Bitte, möge der Europa-König am 1. September in Mönchengladbach antreten. Toon Weijtmanns versprach, die Einladung wohlwollend zu prüfen. Sein Sekretariat sortiere derzeit alle Terminwünsche. Grundsätzlich, so betonte der Niederländer, wolle er gern nach Gladbach kommen. Unser Bild zeigt Europa-König Toon Weijtmanns (Mitte) mit Gladbachs Schützenchef Horst Thoren (rechts) und Europa-Schützen-Präsident Prinz Charles-Louis de Merode. Prinz Merode, Gastgeber beim Treffen auf dem Familiensitz Schloss Merode, war vor Jahren schon zum Stadtschützenfest in Mönchengladbach und ist von den Bruderschaften der Stadt begeistert: "Gladbachs Schützen sind treue Freunde und wichtige Mitstreiter für die europäische Idee." ( April 2013 )


Nachtwallfahrt der Bruderschaften am 16. März
Schützen beten für Papst Franziskus
„Dem Herrn auf der Spur!“ Unter diesem Leitwort ziehen die Bruderschaften aus Stadt und Land am Samstag, 16. März, zum Marienheiligtum in Hehn. „Wir beten bei unserem Pilgergang für Papst Franziskus und danken in Andacht seinem Vorgänger Benedikt. Wir erbitten Gottes Wegbegleitung für eine Kirche im Wandel. Der Betgang der Bruderschaften soll uns Kraft geben, aus dem Glauben heraus das eigene Leben zu meistern und dem Nächsten voll Vertrauen Freund und Stütze zu sein“, erklären Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst und Bezirksbundesmeister Horst Thoren in ihrer Einladung zur Nachtwallfahrt 2013. Die Hauptpilgergruppe um Bezirkskönig Bernd Knitter – er trägt das Friedenskreuz des Bezirksverbandes - macht sich um 19 Uhr ab Pfarrkirche Speick auf den Weg. Die Pilgermesse um 20.30 Uhr in Hehn liest Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst. Nach dem Gottesdienst kommen Schützen und Gäste zur Agape im Pfarrheim zusammen. Gegen 22.00 Uhr wird an den Grotten der Schlußsegen erteilt. Zur Nachtwallfahrt der Bruderschaften, 1983 neubegründet, kommen jeweils 600 Schützen zu Fuß nach Hehn. Jedes Jahr stellen die Bruderschaften ihren Pilgergang unter ein Leitwort, das den Gebeten Inhalt und Richtung geben soll.( März 2013 9


Hochmeister lobt Kinder-Königsvogel: "Eine tolle Sache."
Das Lob kam von höchster Stelle: Hochmeister Emanuel Prinz zu Salm-Salm und Bundespräses Bischof Heiner Koch sind begeistert von Schützen-Königsvogel für Kinder. Als jetzt das Bundes-Präsidium der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften in Liedberg tagte, stellte Gladbachs Schützenchef Horst Thoren die Idee der Schützen-Königskiste vor, die das notwendige "Zubehör" für ein Schützenfest im Kindergarten enthält. Besonders gefiel den angereisten Oberschützen der Königsvogel mit Klapp-Mechanismus, der mit Bällen beworfen werden kann und bei einem gezielten Treffer umkippt. Dann steht der Kinder-König fest, können die jungen und Mädchen jubeln. Für den kleinen Kindergartenkönig gibt es dann auch eine hölzerne Amtskette mit Krönchenplakette und bunten Anhängern. Gefertigt hat den Kinder-Königsvogel und die Amtskette die Holzwerkstatt des Volksvereins gegen Arbeitslosigkeit in Mönchengladbach. Horst Thoren will mit Vogel und Königskiste, die jetzt erst einmal als Muster vorliegen, in die kleine Serienproduktion gehen, um mit dem Schützen-Spielzeug in möglichst vielen Kindergärten fürs Sommerbrauchtum zu werben. Unser Bild zeigt Horst Thoren, Vorsitzender des Ausschusses für Geschichte und Brauchtum, mit Hochmeister Prinz Salm und Kinder-Königsvogel im Liedberger Landgasthaus. ( März 2013 )


Bruderkreuz für den Menschenfreund Wilfried Jacobs
Das Lob für Wilfried Jacobs kam von allen Seiten: Der Bruderrat der Gladbacher Bruderschaften verlieh dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden der AOK Rheinland / Hamburg seine höchste Auszeichnung, das Bruderkreuz. Jacobs, bundesweit anerkannter Gesundheitsexperte, habe sich stets als Kümmerer verstanden und um seine Mitmenschen verdient gemacht, sagte Gladbachs Schützenchef Horst Thoren bei der Brauchtumsmesse im Maria Hilf. Der Bezirksbundesmeister würdigte Jacobs als Mann, der sich in allen Funktionen und Aufgaben treu geblieben ist: „Wilfried Jacobs versteht sich als Kümmerer, jemand, der mit dem Herzen dabei ist, bei dem, was er tut - im besten Sinne christlicher Soziallehre. Tatkräftiges Zupacken ist bei ihm wesensimmanent. Er ist nicht nur „hilfs-bereit“. Er hilft!“ Mit der Ehrung dankten die Schützen aus Stadt und Land Jacobs für seinen „bruderschaftlichen Dienst“, den er auch als Pensionär fortführe. Sein besonderes Augenmerk gilt dabei – in seiner neuen Funktion als Geschäftsführer des von ihm gegründeten Instituts für patientenorientierte Versorgungsforschung - Demenzkranken, Krebskranken und deren Angehörigen. Von ihnen und von Selbsthilfegruppen will Jacobs lernen, wie kranke Menschen die medizinische Versorgung an Leib und Seele erleben. Die Schützen wollen mit ihrer Ehrung unterstreichen, wie wesentlich Mitmenschlichkeit für das Zusammenleben ist. Thoren und Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst überreichten den silbernen Orden (er zeigt das Gladbacher Münster) mit dem Hinweis auf den Leitgedanken der Auszeichnung, der auch in der Urkunde hervorgehoben wird: „Bruder sein ist mehr“. ( Februar 2013 )
Foto: Unser Bild zeigt Wilfried Jacobs mit Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst (links) und Schützenchef Horst Thoren (rechts) bei der Ehrung in der Krankenhauskapelle Maria Hilf


König und Prinz schunkelten bis Mitternacht
Der Abend wollte und wollte kein Ende nehmen: Nach ein Gag, noch ein Auftritt, noch eine Begrüßung, noch eine Ehrung. Seit gut und gern 20 Jahren treffen sich im Maria Hilf Karnevalisten und Schützen, um gemeinsam zu schunkeln, zu lachen und rheinisch deftig zu speisen. Doch so vollgestopft mit teils erstklassigen Programmpunkten war der frohe Abend mit Prinzenpaar (diesmal Rolf und Dagmar Gaden) und Bezirkskönig (Bernd Knitter mit Minister Wolfgang Schäfer und Königsadjutant Detlev Robens) noch nie. Gemeinsam eröffnete die Freunde des Winter- und des Sommerbrauchtums die letzte Woche vor Karneval und hatten diesmal mit Gastgeber Ulli Hillekamp einen unermüdlichen Programmgestalter, der partout fünf Stunden Unterhaltung bieten wollte. Zum frohen Beginn legten Schützen und Karnevalisten bei der Brauchtumsmesse ein Bekenntnis zu den christlichen Wurzeln des Brauchtums ab. Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst predigte in der Krankenhauskapelle zu „Wer losse der Dom en Kölle“ und rief (wie auch Schützenchef Horst Thoren) dazu auf, die Kirche im Dorf zu lassen und sich für die Heimat einzusetzen. Nach dem Gottesdienst ließ Aushilfs-Krankenhauschef Ulli Hillekamp im Casino Grünkohl, Muurejubbel und Panhas servieren, wurde mit Alt angestoßen. Dazu sangen die Chefärzte „An Tagen wie diesen“ und parodierten gekonnt den Krankenhausalltag mit Bürokratie und Business-Plänen. Karnevalsboss Bernd Gothe und Schützenchef Horst Thoren vertauschten dann kurzzeitig die Rollen, stimmte dann aber gemeinsam ein Loblied auf Freundschaft und Brauchtum an, in das auch Oberbürgermeister Norbert Bude einstimmte. Den Ehrentitel des Doktor humoris causa verlieh die Klinik an den Rheydter Unternehmer und IHK-Präsidenten Heinz Schmidt, den Professor Christoph Müller-Leisse als peniblen Planer und lebensfrohen Rheinländer vorstellte. Der frohe Abend schloss nach Mitternacht. Schunkelnd zogen die Brauchtumsfreunde von dannen. Ihr Versprechen: „Beim Veilchendienstagszug sehen wir uns alle wieder.“ ( Februar 2013 )
Bildunterschrift: Zum Abschluss der Brauchtumsmesse versammelten sich Chorraum der Krankenhauskapelle Karnevalsprinz und Bezirksschützenkönig mit Gefolge. Dabei waren auch Bürgermeisterin Renate Zimmermanns und Borussen-Präsident Rolf Königs.


Schützenhilfe für den Münsterschatz
Gladbachs Schützen wollen helfen, die Schätze der Stadt "zu heben". Deshalb unterstützt der Bruderrat seit Jahren schon Propst Albert Damblon, der in der Münsterschatzkammer Kostbarkeiten hat, die dringend restauriert werden müssen, um sie zu erhalten. Der Pfarrgemeinde aber fehlt für die oft aufwendigen Arbeiten das Geld. Deshalb greift Dr. Damblon gern auf die Schützenhilfe des Bruderrates zurück. Noch rechtzeitig vor dem Fest brachte Schützen-Kassierer Hans-Josef Heupts wieder einen Scheck vorbei. Mit dieser "letzten Rate" ist die Aufarbeitung des Erbärmdebildes aus dem 17. Jahrhundert bezahlt. Fäule und Holzwurm hatten dem wertvollen Relief arg zugesetzt. Die behutsame Restaurierung übernahm das Museum Abteiberg.Unser Bild zeigt Dr. Damblon mit Hans-Josef Heupts im Münster. Foto: Katz ( Dezmeber 2012 )


Alle Jahre wieder: Kaninchen für den Schützen-Pfarrer
Das ist Traditionsbewußtsein: Seit 38 Jahren ißt Pfarrer Johannes van der Vorst zu Weihnachten Kaninchen. Und seit 38 Jahren wird ihm der leckere Braten von Familie Esser aus Geistenbeck serviert. Im trauten Heim von Heinz-Josef und Guste Esser ist Schützen-Pastor van der Vorst seit 1974 gern gesehener Weihnachtsgast. Und seitdem bedankt sich der Seelsorger jedes Jahr für das leckere Essen und verabschiedet sich mit den selben Worten: "Besten Dank, freue mich schon jetzt aufs nächste Weihnachtsessen." ( Dezember 2012 )


Gladbacher Nikolaus fordert die „Weihnachtsmannfreie Zone“
Hubert Schüler, Gladbachs wohl bekanntester Nikolaus, hat dem Weihnachtsmann den Kampf angesagt. Und der Rheydter, einst Küster an Sankt Marien, sucht Mitstreiter in Stadt und Land, die mit ihm die „Weihnachtzsmannfreie Zone“ proklamieren. Beim Bruderrat der Bruderschaften sprach „Bischof Nikolaus“ jetzt vor und fand im Freundeskreis der Schützen Unterstützer für sein Anliegen. Schließlich, so betonten die Bruderschaftler um Bezirksbundesmeister Horst Thoren, gehörten Sankt Nikolaus wie Sankt Martin zum christlichen Brauchtum und stünden mit ihren Legenden für die Botschaft der Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe. So passte es gut, dass neben Nikolausdarsteller Hubert Schüler, im Gewand des heiligen Bischofs seit 62 Jahren in vorweihnachtlicher Zeit unterwegs, auch Hans Döhmen anwesend war, der in Korschenbroich über sechs Jahrzehnte den Sankt Martin gab. Für Hubert Schüler, der selbst bei Kardinal Meisner als Nikolaus auftreten darf, hatte Schützenchef Horst Thoren einen Ehrenkrug mit Widmung anfertigen lassen: „Dem wahren Nikolaus“. In den Kreis der Nikolaus-Freunde reihten sich beim frohen, vorweihnachtlichen Abend im Korschenbroicher Hannen-Haus auch die beiden Bundestagsabgeordneten Günther Krings und Ansgar Heveling ein, die mit Korschenbroichs Bürgermeister Heinz-Josef Dick, dessen Stellvertreter Hans-Willi Türks und Gladbachs Personaldezernt Peter Holzenleuchter anstimmten: „Laßt uns froh und munter sein und uns Gott den Herrn erfreuen.“ Das wiederum freute die beiden Obersänger Hans Beckers (MGV Holt) und Hermann-Josef Eiken (MGV Cäcilia Korschenbroich), die beim gemeinschaftlichen Singen für den richtigen Ton und die weihnachtliche Stimmung sorgten. Gastgeber des festlichen Schützentreffens waren die Ordensträger des Jahres um die hoch dekorierten Freunde Stefan Feiks (ausgezeichnet mit dem Sankt-Sebastianus-Ehrenkreuz) und Willi Kempers (Sankt-Sebastianus-Ehrenschild). Als Ehrengäste aus den eigenen Reihen feierten der neue Bezirkskönig Bernd Knitter aus Waldhausen und seine beiden Neuwerker Minister Wolfgang Schäfer und Sven Brosch mit. Ihr größter Wunsch für 2013: „Viel Freude, beste Gemeinschaft und ein sonniges Königsjahr.“ Unser Bild zeigt „Bischof Nikolaus“ Hubert Schüler mit Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst (im Gewand des „begleitenden Weihbischofs“) und den Kreis der Unterstützer um Schützenchef Horst Thoren. Links neben dem Nikolaus Bürgermeister Heinz-Josef Dick und die beiden Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling und Günther Krings. (Dezember 2012 )


Professor Konrad jetzt „Königlicher Küchenchef“
Für einen guten Spaß ist er immer zu haben: Gunter Konrad, Medizinprofessor mit Herz, gilt in Gladbach als Nothelfer und wird diesem Ruf vielfältig gerecht. Dass er dabei Humor zeigt (wie hier mit Polizeimütze beim Stadtschützenfest mit Peter Schlipköter und Klaus Cörstges) macht Konrad noch sympathischer. Der anerkannte Chirurg, von Hause aus Urologe, berät die AOK Rheinland / Hamburg, bringt sein Wissen und seine Kenntnisse aber auch international ein: Er lehrt in Jakarta, war zuletzt als Berater und Operateur in Tadschikistan im Einsatz. Kommt Konrad von seinen Dienstreisen zurück, erwarten ihn seine Brauchtumsfreunde – gern auch mit Überraschungen. So soll der Professor jetzt von den Schützen einen neuen Ehrentitel bekommen. Konrad wird zum „Königlichen Küchenchef“ ernannt. Damit dankt der Bruderrat dem Professor für seinen medizinischen Rat beim neuen Kirmes-Kochbuch „Was Leckeres zum Schützenfest!“, aber auch für seine Mithilfe beim Probekochen. Denn keiner konnte so geschickt mit Messer und Gabel hantieren wie der Professor … ( Dezember 2012 )


Gladbacher Schützen besuchten die „Neue Arbeit“
Was konkrete Sozialarbeit leisten kann, erfuhren 30 Bruderschaftler beim Besuch einer der modernsten Firmenkomplexe der Stadt. Zur Eröffnung des Winterprogramms der Bruderschaften sahen sich interessierte Schützen aus Stadt und Land bei der Firma „Neue Arbeit“ in Hardt um und diskutierten nach dem Rundgang mit Geschäftführer Professor Dr. Gerd Sadowski. Die „Neue Arbeit“, so erfuhren die Besucher, gibt Langzeitarbeitslosen eine neue Chance. Sie bekommen in dem gemeinnützigen Unternehmen der Diakonie einen Job in der Großwäscherei oder im Garten- und Landschaftsbau, werden qualifiziert und so vorbereitet auf der normalen Arbeitsmarkt. Für Geschäftsführer Gerd Sadowski ist die „Neue Arbeit“ ein Sozialprojekt, das Perspektiven vermittelt und den Arbeitslosen ihren Stolz zurückgibt. Die Firma unterhält mit ihren Waschstraßen einen Großbetrieb, der insbesondere für Krankenhäuser und Altenheime der weiten Region wäscht und bügelt und dabei höchsten Qualitätsstandards genügt. Das gilt auch für den Gartenbetrieb, der für Kirchengemeinden, Firmen, aber auch für private Auftraggeber tätig wird. „Wer bei uns anklopft, bekommt eine Chance“, sagt Gerd Sadowski. Nach dem Gespräch mit den Sozialarbeitern, steht das Probearbeiten an. Wer mitzieht, sagt Sadowski, kann bleiben – in Einzelfällen auch bis zur Rente. Neben der Beschäftigung und Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen (das Unternehmen hat derzeit weit über 200 Mitarbeiter) steht die Integration von Behinderten als wichtiges Aufgabenfeld der Neuen Arbeit. Behinderte Mitarbeiter sind vor allem im Kliewer-Haus, der Tagungs- und Schulungsstätte, tätig und arbeiten dort vor allem in der Gastronomie. Bezirksbundesmeister Horst Thoren, der mit der Schützengruppe die „Neue Arbeit“ besuchte, dankte dem Geschäftsführer für den aufschlußreichen Einblick und betonte: „Der soziale Ansatz des Unternehmens passt bestens zum bruderschaftlichen Selbstverständnis.“ Die Schützen versprachen für die „Neue Arbeit“ und ihre Angebote zu werben. ( Dezember 2012 )


Der Bruderrat trauert um Heinz-Josef Schillberg
Heinz-Josef Schillberg ist tot. Er starb nach langer schwerer Krankheit im Alter von 71 Jahren. Der Bruderratsfreund, eine der tragenden Persönlichkeiten des Schützenwesens in Mönchengladbach, gehörte 1981 zu den Mitbegründern des Stadtschützenfestes. Über 30 Jahre war Heinz-Josef Schillberg Kassierer des Bezirksverbandes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften und gehörte als stellvertretender Bezirksbundesmeister bis zuletzt zum Führungskreis des Bruderrates. Als Präsident führte Schillberg über 17 Jahre die Sankt-Vitus-Martinus-Bruderschaft Eicken, die ihn zum Ehrenpräsidenten ernannte. Für den Bruderrat würdigte Bezirksbundesmeister Horst Thoren den Verstorbenen: „Wir trauern um einen guten Freund, klugen Ratgeber und überzeugten Bruderschaftler. Heinz-Josef Schillberg hat über Jahrzehnte sein Wissen und seine Tatkraft in verantwortlicher Stellung eingebracht und dabei dem Bruderschaftsleben in Mönchengladbach wichtige Impulse gegeben. Er vereinte in seiner Person den klar denkenden Finanzfachmann und den lebensfrohen Niederrheiner.“ ( Dezember 2012 )


Das Gladbacher Münster für Padre Jose´
Pfarrer Neuenhofer kann das Gladbacher Münster mit nach La Paz nehmen. Bezirksbundesmeister Horst Thoren überreichte dem aus Mönchengladbach stammenden Pfarrer beim Benefizkonzert in Korschenbroich eine silberne Brosche mit der Ansicht des Abteibergs. Die Ehrung, so Thoren, würdige Neuenhofers Einsatz für die Straßenkinder von La Paz. Thoren: "Pfarrer Neuenhofer lebt uns das ´Bruder sein ist mehr´ vor." Die Brücke der Hilfsbereitschaft vom Niederrhein in die bolivianische Hauptstadt trage, weil es den Seelsorger, den Nothelfer und tatkräftigen Sozialmanager Neuenhoer gebe, der mit der Kinderdirekthilfe Korschenbroich und den Bruderschaften Freunde und Unterstützer für seine Projekte gefunden habe. Thoren: "Neuenhofer hilft uns, zu helfen und damit Bruderschaft zu leben." Padre Jose´ freute sich sichtlich über den silbernen Anstecker, den der Korschenbroicher Goldschmied Peter Bremer nach einer Vorlage seines verstorbenen Vaters gefertigt hat. Für Neuenhofer steht der Abteiberg mit dem Münster für die Stadt, in der er aufgewachsen ist und bis heute viele Freunde hat. Unser Bild zeigt Pfarrer Josef Neuenhofer mit Bezirksbundesmeister Horst Thoren (rechts) und Jürgen Hüsges (links) von der Kinderdirekthilfe Korschenbroich, der die Schützenhilfe für die Straßenkinder koordiniert. Im Hintergrund Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst. ( November 2012 )


Königsabend mit Holzadler, Sonnenschirmen und Queen Mumm
Bei Gladbachs Schützen hat alles Tradition. Und was als Neuerung hinzu kommt, wird zumindest brauchtumsgerecht begründet. So darf sich eine rüstige ältere Dame aus Waldhausen über den Titel „Queen Mumm“ freuen. Mit der Ehrenbezeichnung – der Tradition des britischen Königshauses nachempfunden - überraschte Schützenchef Horst Thoren die Schützenschwester Gertrud Knitter. Die Rentnerin habe als Mutter des neuen Bezirkskönig Bernd Knitter Anspruch auf diesen Titel, begründete der Bezirksbundesmeister die Ehrung. Gertrud Knitter wusste nicht, wie ihr geschah, freute sich aber dann doch über Anerkennung und Blumen. Richtig stolz ist die Seniorin auf ihren Sohn Bernd („Der Bernd hat das verdient“), der als neue Bezirksmajestät der 39 Schützenbruderschaften in Mönchengladbach und Korschenbroich auftritt und sich als Volkskönig versteht. Beim Antrittsbier für seine Schützenfreunde gab sich Bernd Knitter alle Mühe, ein guter Gastgeber zu sein. Und er versprach dazu, im nächsten Jahr auf Rundreise zu möglichst vielen Schützenfesten in Stadt und Land zu gehen. Gemeinsam mit seinen Minister Sven Brosch und Wolfgang Schäfer (beide aus Neuwerk) repräsentiert Knitter für ein Jahr die 20.000 Schützen im heimischen Bezirksverband der Bruderschaften. Ein Unterstützer-Kreis aus Bruderrat, Stadtoffizieren und Freunden der Waldhausener Bruderschaft traf sich jetzt im Pfarrheim Waldhausen mit dem neuen Bezirkskönigshaus. Weil in der Hektik des Stadtschützenfest (nach dem Vogelschuss sind König und Minister in ein festes Programm mit engem Terminplan eingebunden) wenig Ruhe und kaum Zeit zu Gesprächen bleibt, bietet der so genannte Kennenlernabend die wichtige Gelegenheit zum Gedankenaustausch und bringt dabei auch die Schützenfrauen zusammen. Gastgeberin Maria Knitter, Königin an der Seite ihres Mannes Bernd, sorgte beim Treffen für die deftige Gulaschsuppe und für die frohe Grundstimmung: „Gemeinsam wollen wir ein schönes Königsjahr erleben.“ Für Bernd Knitter (46, von Beruf Maler und Lackierer) ist die Amtszeit als Bezirkskönig die Fortsetzung seiner Regentschaft in Waldhausen. Seine Waldhausener Bruderschaftsfreunde um Präsident Franz-Josef Siegers unterstützen ihn im neuen Amt und stellen auch die Offiziere der Bezirksstandarte. Beim Treffen im Pfarrheim überreichten Bezirksbundesmeister Horst Thoren und der befreundete Landtagsabgeordnete Norbert Post dem neuen Bezirkskönigshaus die Grundausstattung für die Festzeit 2013: Schützen-Sonnenschirme, Fuß-Gel und einen gefüllten Terminkalender. Für die Schützenfrauen gab es Blumen und das XXL-Königsposter, auf dem sich die Herren nach dem Vogelschuss strahlend präsentieren. Das besondere Geschenk für Bernd Knitter hatte Volksbank-Chef Lothar Erbers gestiftet: Einen hölzernen Königsadler, der in der Wohnung seiner Majestät einen Ehrenplatz bekommen soll. Unser Bild zeigt das „gut beschirmte“ Bezirkskönigshaus mit Majestät Bernd Knitter (Mitte, mit Ehefrau Maria) und den Ministern Sven Brosch (dritter von links) und Wolfgang Schäfer (dritter von rechts, mit Ehefrau Uschi). Rechts Bezirksbundesmeister Horst Thoren und MdL Norbert Post, links Königsadjutant Detlev Robens mit Ehefrau Sabine. ( November 2012 )


In Gladbachs „Schützen-Feste Dicker Turm“:
Schützen-Gäste sangen mit Rolf Königs Martinslieder
Gladbachs König unter den Gastgebern (Borussen-Präsident Rolf Königs) hatte auftischen lassen: Leckereien, gekocht von Spitzenkoch Wolfgang Eickes, wurden im Dicken Turm serviert. In der „Schützen-Feste“ tafelten Anfang November – vom Bruderrat der Bruderschaften eingeladen – Freunde und Förderer des Brauchtums. Der Abend hat Tradition und einen festen Ablauf: Erst wird erzählt, dann gelacht, schließlich geschmaust. Schon die Begrüßung (durch Gladbachs Schützenchef Horst Thoren) ist launig. Das Essen (von Königs spendiert) bestens und die Stimmung fröhlich, von Freundschaft getragen. Dass Brauchtum am Niederrhein unteilbar ist, machte Thoren deutlich, indem er die honorige Gästeschar (dabei die Bürgermeister Klaus Schäfer und Renate Zimmermanns, Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre und Nord-Bezirksvorsteher Reinhold Schiffers) mit Laternen ausstattete und Martinslieder singen ließ („Loop, Möller, loop“). Den Vorsänger gab Tenor Gert Kartheuser (First Reisebüro), der von Karnevalsboss Bernd Gothe, Rechtsanwalt Dr. Peter Backes und Bauunternehmer (und Ex-Prinz) Jochen Bücker im Singsang unterstützt wurde. Als besonders stimmgewaltig erwiesen sich die Banker Hartmut Wnuck (Sparkasse), Franz-Dierk Meurers (Volksbank) und Hans-Peter Ulepic (Gladbacher Bank). Für weibliche Zwischentöne sorgten GEM-Chefin Gabi Teufel und Bürgermeisterin Renate Zimmermanns. Noch zurückhaltend, weil noch neu im Gästekreis, brachten sich Professor Andreas Lahm (Krankenhaus Maria Hilf), Raymond Opzalski (DIS AG) und Heinz Breuer (BMW Kirsch) ein. Für alle gab es als Dankeschön Weckmänner, die Rolf Königs und Handelshof-Geschäftsleiter Joachim Potrykus verteilten. Die süßen Kerle waren Wegzehrung für die Brauchtumsfreunde, die sich zu später Stunde von Bezirkskönig Bernd Knitter und seinen Ministern Sven Brosch und Wolfgang Schäfer verabschiedeten, schnell noch Bezirkspräses van der Vorst die Hand drückten und dankbar versicherten: „Das war wieder mal ein schöner Abend bei den Schützen.“ ( November 2012 )
Bild 1: Mit Borussenpräsident Rolf Königs in der Turmküche. Von links Ulli Hillekamp, Bezirkskönig Bernd Knitter, Spitzenkoch Wolfgang Eickes, Rolf Königs, Bürgermeisterin Renate Zimmermanns, Schützenchef Horst Thoren, Ratsherr Frank Boss. Bild 2: Martinssänger in Gladbachs Schützen-Feste. Von links Sparkassenvorstand Hartmut Wnuck, Spitzenkoch Wolfgang Eickes, Borussenpräsident Rolf Königs, GEM-Chefin Gabi Teufel, Borussen-Vizepräsident Siegfried Söllner, Handelshof-Geschäftsleiter Joachim Potrykus, Borussen-Geschäftsführer Stephan Schippers, Bezirksbundesmeister Horst Thoren.


Schützen entern Piratenschiff im Vitusbad
Für die Schwimmer im Vitusbad war es eine Begegnung besonderer Art: Schützenbrüder in Uniform mit Orden und Ehrenzeichen stiefelten dieser Tage durchs Bad, standen am Beckenrand und schauten den Schwimmern beim Training zu. Angeführt wurde die schwitzende Truppe (Uniformen sind als Bademode denkbar ungeeignet) von Nord-Bezirksvorsteher Reinhold Schiffers, der zum dritten Mal Schützen aus seinem Stadtbezirk zu einer Entdeckungsreise eingeladen hatte. Schiffers hat das Ziel, den Schützen – und anderen gesellschaftlichen Gruppen - wichtige Einrichtungen im Stadtbezirk näher zu bringen. Der Besuch in der Schwimmhalle, der mit NEW-Abteilungsleiter Rolf Heithausen auch zu den technischen Einheiten in die Bad-Unterwelt führte, gehörte zu diesem Angebot. Bei zwei früheren Terminen hatte Schiffers die Nord-Schützen ins Museum Abteiberg entführt und zum Textilmaschinendepot in Eicken gebracht. Im Vitusbad postierten sich Gastgeber und Gäste zum Gruppenfoto am Piratenschiff im Spielbereich. Der Bezirksvorsteher selbst bezog als Kapitän auf der Brücke Stellung. Nach der schweißtreibenden Besichtigung kehrten die Schützen mit Schiffers zur „Abkühlung“ im Bistro van Dooren am Schillerplatz ein. Die Brauchtumsfreunde um Gladbachs Schützenchef Horst Thoren dankten recht herzlich für die Einladung und überreichten als Präsent ein abendfüllendes Videoprogramm: Vier stunden Stadtschützenfst mit Vogelschuss, Krönungsmesse und Festparade. Schiffers versprach, sich den Film baldmöglichst anzuschauen: Und zwar bei der nächsten langen Bahnfahrt. ( Oktober 2012 )


Das „Schützengrüne Schaumsüppchen“ schmeckte dem König bestens
Das Urteil der kritischen Test-Esser war mehr als positiv: „Echt lecker.“ Da waren sich das Schützenkönigspaar Silvia und Andreas Kuczera mit den Kochexperten Constanze Michels und Dirk Wymar vom Gasthof Deuss einig. Eine Woche vor dem Pescher Schützenfest probierte die Königin, unterstützt vom Kochteam des Gasthof Deuss, Deutschlands erstes Kirmes-Kochbuch für Schützen aus, das Bezirksbundesmeister Horst Thoren unter dem Titel „Was Leckeres fürs Schützenfest“ erst kürzlich herausgebracht hat. Thoren hatte der Königin den „Schützen-Ratgeber Kochen“ geschenkt und sie gleich als Testerin fürs Probekochen im Gasthof Deuss verpflichtet. So standen am Samstag gemeinsam am Herd: Schützenkönigin Sabine Kuczera, Küchenchefin Constanze Michels vom Gasthof Deuss, Koch Dirk Wymar. Als Topfgucker betätigten sich Schützenkönig Andreas Kuczera und Bezirksbundesmeister Horst Thoren, der zwar eine Kochschürze angelegt hatte, dann aber das Zubereiten der Speisen doch lieber den Experten überließ. Schließlich ist Koch Dirk Wymar auch Schütze und sogar Minister an der Seite des Königs. Gekocht und gegessen wurden Gerichte aus dem neuen Schützen-Ratgeber Kochen „Was Leckeres zum Schützenfest!“, der im Kühlen Verlag erschienen und im Buchhandel für 9,80 Euro erhältlich ist. Auf dem Speiseplan standen: Vorspeise „Schützengrünes Schaumsüppchen“, Hauptgericht „Medaillons mit Apfelhäubchen“ (flambiert), Dessert „Beerensorbet für Süße Jungs“, Kuchen „Hoch lebe die Mandarine vom Blech“. Und weil das alles so gut schmeckte und die Test-Esser gleich „zehn Punkte“ für das komplette Schützen-Menü vergaben, will Constanze Michels vom Gasthof Deuss zur Pescher Kirmes am Sonntag, 8. Oktober, drei Leckereien aus Deutschlands erstem Kirmes-Kochbuch für Schützen auf die Speisekarte ihres Restaurants setzen: Rinderbraten in pikanter Soße, Medaillons mit Apfelhäubchen (vom Schützenkönig empfohlen) und den Kuchen „Hoch lebe die Mandarine vom Blech“ (darauf freut sich Horst Thoren besonders). ( September 2012 )
Schützen-Kochen im Gasthof Deuss. Unser Bild zeigt Königin Silvia Kuczera (links) und Küchenchefin Conatanze Michels (rechts) mit Koch und Schützenminister Dik Wymar, Schützenkönig Andreas Kuczera und Bezirksbundesmeister Horst Thoren.


Schützen-Kochen bald in der Schlossküche
Gladbachs Schützenchef Horst Thoren ist sich sicher: Im fürstlichen Schloss Anholt wird demnächst „Schweinefleisch nach Art der Sappeure“ serviert. Die Gourmet-Küche der prächtigen Schlossanlage bei Emmerich muss einfach ihren Speiseplan umstellen, meint der Bezirksbundesmeister. Schließlich sei Schützen-Hochmeister Prinz Emanuel zu Salm-Salm, auf Schloss Anholt zu Hause, vom neuen Schützen-Ratgeber Kochen „Was Leckeres zum Schützenfest!“ so begeistert gewesen. Erbprinz Salm, Chef der 400.000 Schützen im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, bekam Deutschlands erstes Kirmes-Kochbuch für Schützen zum Bundesschützenfest in Hürth geschenkt, begann zu blättern und zu lesen und war voll des Lobes: „Wieder eine tolle Idee aus Mönchengladbach. Wunderbare Rezepte, herrliche Zeichnungen.“ Ob der Prinz selbst kocht, hat er nicht verraten, wohl aber das gerne im eigenen Schloßrestaurant speist. Also muss der Küchenchef ran. Er kann aus 62 Rezepten wählen. Neben dem „Schweinefleisch nach Art der Sappeure“ gibt es auch „Eiersalat der Generalität“ oder „Heimat-Suppe.“ Unser Bild zeigt Hochmeister Prinz Salm (links) beim Feinschmecker-Austausch mit Bezirksbundesmeister Horst Thoren am Rande des Bundesschützenfestes in Hürth. ( September 2012 )


Mit Lilli und Willi beim Bundesfest in Hürth
Lilli und Willi waren die lustigen Stars beim Bundesschützenfest in Hürth. Das lustige Knuddelpärchen eröffnete mit „Puppen-Papa“ Horst Thoren die Abordnung der Gladbach- Korschenbroicher Schützen, die mit einer prächtigen Truppe um Neu-Bezirkskönig Bernd Knitter und seinem Vorgänger Jörg Pauen (mit Damen und Gefolge) beste Feststimmung verbreitete. Thoren trug Schützen-Willi und Schützen-Lilli auf dem Arm und ließ die beiden Püppchen beim Festzug brav nicken und wippen. Herzliche Lacher und freundliches Winken waren die Reaktion im Publikum, das viel Freude an den Handpuppen hatte. Applaus also für Lilli und Willi, aber auch für die große Schützenabordnung. Besonderen Beifall bekamen (wie in den Vorjahren) Marlene und Heinz-Josef Katz, die als Preußen-Traumpaar auftraten (sie in weißer Festrobe, er in rotem Husaren-Look). Überhaupt schienen die Hürther für die festlichen Roben der Damen einen besonderen Blick zu haben, wie sich an der Fotoreaktion festmachen ließ. Die Damen wurden eifrig fotografiert. Das tröstete Claudia Pauen und Gertrud Schieren wohl auch darüber hinweg, dass ihre Männer als Bundeskönigskandidaten nicht erfolgreich waren. Ex-Bezirkskönig Jörg Pauen und sein Minister Paul Schieren waren nicht treffsicher genug, um Bundeskönig zu werden. Dafür dokumentierten sie aber (gemeinsam mit Vorjahres-Minister Markus Effertz) eindrucksvoll, wie fröhlich die Niederrheiner feiern können. Verstärkt wurde die Bruderratsabordnung um die amtierende Bezirksmajestät Bernd Knitter und Minister Sven Brosch mit Schützen aus Kleinenbroich, Korschenbroich, Waldhausen, Westend, Hardt und Speick. Die Speicker hatten mit dem musikalischen Reiterkorps Gerichhausen sogar eine eigene Kapelle mitgebracht. Am Ende des Festzuges und des Tages gab es Lob für die Schützen aus MG und Korschenbroich: Schöne Truppe mit Humor und Zusammenhalt! ( September 2012 )
Foto 1: Frohe Schützen-Runde beim Bundesfest in Hürth um John Rouschen aus dem niederländischen Kerkrade. Dr. Britta Spies vom Rheinischen Schützenmuseum in Neuss mit Klaus Cörstges (links) und Horst Thoren. Foto 2: Ex-Bezirkskönig Jörg Pauen aus Kleinenbroich und sein Minister Paul Schieren aus Lürrip (links) in Feierlaune. Eine Marketenderin hat die beiden gerade um einen „Notgroschen“ für die Spendenaktion erleichtert.


Gladbachs neuer Brudermeisterstab erinnert an die Tradition der Glaubensschützer
Darauf ist Gladbachs Bruderrat zu Recht stolz: Goldschmied Peter Goeth aus Vallendar hat für die Mönchengladbacher einen wundervollen Brudermeisterstab gefertigt, der in der Form der Saufeder die wehrhafte Tradition der Glaubensschützer aufgreift und sie mit bruderschaftlichen Zeichen inhaltlich auflädt. Aus der Diskussion des namhaften Künstlers mit Bezirksbundesmeister Horst Thoren ist die Idee entstanden, die christliche Vorstellung des Pilgerstabes aufzugreifen und mit der modern gestalteten Silberspitze an die mittelalterliche Aufgabe der schützenden Prozessionsbegleitung anzuknüpfen. So ist der neue Brudermeisterstab in seiner Gestaltung angelehnt an die Pike, die als Langwaffe von Schützen getragen wurde, um bei Prozession das Allerheiligste zu beschützen. Die Silberspitze, bestehende auf einem Rund und einem spießförmigen Aufsatz, zeigt bruderschaftliche und kirchliche Symbole: Auf der einen Seite stehen Sankt Sebastianus am Baum und das Gladbacher Münster (mit Kreuz-Pfeil-Zeichen der Bruderschaften) für Glaube, Bruderschaft und Heimat. Auf der anderen Seite sollen mit dem Europakönigsvogel und dem Münster (mit Mariendarstellung) die übergreifenden christlich-europäischen Bezüge der Bruderschaften betont werden. Getragen wird der Brudermeisterstab zur Krönungsmesse im Gladbacher Münster (hier ein Foto vom Einzug der neuen Majestäten beim Stadtschützenfest) und bei Prozessionen (wie alljährlich bei der Nachtwallfahrt der Schützen zum Marienheiligtum nach Hehn). Für Gladbachs Schützenchef Horst Thoren ist der neue Brudermeisterstab, dessen Erwerb durch Spenden von Freunden und Förderern möglich wurde, ein Zeichen für die christliche Verwurzelung der Bruderschaften und das bleibende Selbstverständnis: „Wir sind auf dem Weg!“ ( Setember 2012 )


Bundeswehrmusik der Spitzenklasse am 14. November in Korschenbroich
Benefizkonzert des Luftwaffenmusikkorps Münster für die Straßenkinder von La Paz
Das Luftwaffenmusikkorps 3 aus Münster gastiert mit seiner Egerländerbesetzung am Mittwoch, 14. November, in der Aula des Gymnasiums in Korschenbroich. Der Reinerlös des Benefizkonzertes kommt über die Kinder-Direkthilfe Korschenbroich den Straßenkinder von La Paz zugute. In der bolivianischen Andenmetropole betreut der aus Gladbach stammende Pater Josef Neuenhofer mit seinem Hilfsprojekt Arco Iris (Regenbogen) 4000 Jungen und Mädchen, die ausgestoßen auf der Straße leben. Pater Neuenhofer wird beim Benefizkonzert anwesend sein und will für die Unterstützung vom Niederrhein danken.
Getragen wird der Musikabend von einer Veranstaltergemeinschaft aus VdK Kreisverband Neuss und VdK Ortsverband Korschenbroich / Kleinenbroich. Bezirksverband Mönchengladbach, Rheydt, Korschenbroich im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften sowie den Korschenbroicher Schützenbruderschaften St. Katharina- Junggesellen und St.Sebastianus andererseits statt.
Die Egerländerbesetzung des Luftwaffenmusikkorps 3 Münster ist eine 18- 23 Musiker starke Bläserformation, die sich der Pflege und Tradition der böhmischmährischen Blasmusik widmet sowie international bekannte Marschmusik präsentiert. Das musikalische Angebot umfasst aber auch Arrangements aus der modernen Unterhaltungsmusik. Musikalischer Leiter der Egerländerbesetzung ist Stabsfeldwebel Thomas Sprengel.
Das Konzert beginnt um 19.00 Uhr. Eintrittskarten zum Preis von 12 € sind unter anderem über die VdK Kreisverbandsgeschäftsstellen in Neuss (Telefon: 02131 / 273774; E-Mail: kvneuss@vdk.de) und Grevenbroich (Telefon: 02181/ 61461; E-Mail: gs-grevenbroich@vdk.de) erhältlich. ( September 2012 )


Deutschlands erstes "Kirmes-Kochbuch" für Schützen
Der Titel verspricht Genuss und sagt schon alles: "Was Leckeres zum Schützenfest!" Deutschlands erster "Schützen-Ratgeber Kochen", vom Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften mit seinem Bezirks-verband in Mönchengladbach herausgebracht, will den Schützen in Stadt und Land ein neues Festkonzept schmackhaft machen: Lecker essen, locker feiern - und dabei gesund leben. "Ohne Bauch geht´s auch!" Nach diesem Motto wird der schützenfestliche Speiseplan um-gestellt: Mehr Möhrchen, weniger Fett - und Vollwert statt Fritten. Und natürlich soll es vor allem auch schmecken!
Ernährungsexpertin Ursula Fiering erklärt, was der Körper vor, während und nach der Kirmes braucht. Und sie hat Rezepte ausgewählt, die schnell zuzubereiten, gesund und lecker sind.
Die Grundidee für das Kirmes-Koch-Buch: Von allem genug, aber nicht zuviel. Das Ziel: Den Gürtel enger schnallen, damit die Uniform noch besser sitzt. Und zwar aus Überzeugung. Wie das geht - vor und während der Festtage und in der Erholungsphase danach - hat Fachköchin Ursula Fiering anschaulich und appetitanregend in einer exklusiven Schützenfest-Kirmes- Rezeptsammlung zusammengestellt und mit einer fachkundigen Kochrunde nach allen Regeln der Kunst ausprobiert.
Dort standen, neben den Schützen-Fest-Kennern des Gladbacher Bruderrates, namhafte Experten an Herd und Backofen. Ob aus medizinischer Sicht (Professor Dr. Gunter Konrad, ärztlicher Berater der AOK Rheinland-Hamburg) oder als geübter Gaumen ("Kirmesköchin" Gerda Röm-gens) - Kochen, prüfen, kosten und immer wie-der kosten …
Als "kulinarischer Pfadfinder" und Vorkoster tritt der beliebte "Schützen-Willi" in Erscheinung. Der lustige kleine Kerl mit rotem Haar, von Autorin Birgitta Ronge schon als Symbolfigur für den berühmten "Schützen-Fitness-Trainer" und unseren Bestseller "Schützen-Knigge" erfunden, begeistert sich jetzt auch für die Arbeit am Herd! Und das steckt an.
Die lustige Zeichenfigur ist motivierendes Vorbild beim Kochen und Feiern, soll all denen Mut machen, die sich bislang noch nicht an den Kochtopf gewagt haben oder schlichtweg einen sanften Anstoß brauchen, um mal was Neues zu wagen.
Der Ratgeber, im Buchhandel erhältlich für 9,80 Euro, bietet Rezepte für alle festlichen Mahlzeiten (vom Königsfrühstück über die Parade-Happen bis zur Mitternachtssuppe) und wichtige Hinweise, wie das Essen zur Wohltat wird - und wie Genuss in Maßen die Festfreude erhöht! Eben voller Genuss ohne Völlegefühl!
Schützen-Willi und sein Kochbuch - ein lang erwarteter, wirklich wertvoller Ratgeber für frohe Festtage ohne Kaloriensorgen! Doch eins ist dem Ratgeber-Team um Medizin-Professor Gunter Konrad und Herausgeber Horst Thoren wichtig: "Festtage sind keine Fastentage! Ein Bierchen in Ehren ist immer erlaubt! Und auch ein Stückchen Kuchen ist nicht automatisch ungesund. Alles eine Frage von Maß und Zubereitung!"
Stellen den neuen Schützen-Ratgeber Kochen „Was Leckeres fürs Schützenfest!“ vor: Schützenchef Horst Thoren als Herausgeber und die Autoren Ursula Fiering und Birgitta Ronge mit NEW-Vorstand Rainer Hellekes (rechts) und Verleger Norbert Neuenhofer (Kühlen Verlag) sowie Freunden aus dem Bruderrat (links)
Ursula Fiering / Birgitta Ronge / Horst Thoren - Schützen-Ratgeber Kochen: "Was Leckeres zum Schützenfest!" - 88 Seiten, mehr als 60 Rezepte, € 9,80 - B. Kühlen Verlag Mönchengladbach - ISBN 978-3-87448-364-3


Jörg Pauen will Bundeskönig werden
Er hat nur eine Außenseiterchance, will sie aber nutzen: Jörg Pauen aus Kleinenbroich will Bundeskönig werden. Samstag tritt Pauen (unser Bild zeigt ihn als Gladbacher Bezirkskönig mit seiner Frau Claudia beim Ball aller Majestäten) zum Bundeskönigsschießen in Hürth an. In den vergangenen Wochen hat der 40jährige eifrig mit Bezirksschießmeister Stefan Feiks geübt. Denn anders als im Gladbacher Land üblich, wird die Bundesmajestät nicht beim Vogelschuss, sondern im sportlichen Schießen ermittelt. Da kommt es auf die Treffsicherheit an, spielt Glück kaum eine Rolle. Sportschützen unter den 120 Königskandidaten sind deshalb klar im Vorteil. Dennoch will Jörg Pauen es wagen. Für ihn und den zweiten Gladbacher Bewerber (Paul Schieren aus Lürrip) gilt das Olympische Prinzip: „Dabei sein ist alles.“ Sollte Pauen erfolgreich sein, jubeln ihm beim Festzug am Sonntag 25.000 Schützen zu. Sollte es nicht klappen, ziehen Pauen und seine Gladbach-Korschenbroicher Freunde zu Ehren des neuen Bundeskönigs auf. "Das ist Ehrensache, dass wir in jedem Fall am Sonntag in Hürth dabei sind und gratulieren", sagt Pauen. Für ihn ist der Auftritt beim Bundesschützenfest in Hürth in jedem Fall der krönende Abschluß eines "wunderbaren Königsjahres." ( September 2012 )


Schützen aus der Region beim Europaschützenfest in Polen
Aus Polen zurück meldet sich Europakönigskandidat Michael Keinath. Der Bäckermeister aus Herrenshoff, als ehemaliger Gladbacher Bezirkskönig einer von 130 Bewerbern um die Europakönigswürde, spricht von einem unvergesslichen Erlebnis. Wunderbare Schützentage im polnischen Tuchola liegen hinter ihm. Keinath, der nach dem Europaschützenfest mit seiner Frau Claudia noch Urlaub in der polnischen Ferienregion machte, schwärmt von der Gastfreundschaft (beim Festzug sogar Kuchen am Straßenrand) und vielfältigen Begegnungen. Zwar schied Keinath schon im Vorrunden-Vogelschuß aus. Der Europakönigstitel ging an einen niederländischen Schützenbruder. Doch für Keinath gilt das olympische Prinzip: "Dabei sein ist alles." Wie Keinath waren auch die Gladbacher Bruderratsfreunde Klaus Cörstges und Willi Kempers beim Europaschützenfest in Tuchola. Ihre Festbilanz ist ebenfalls positiv und geprägt von der Herzlichkeiit der polnischen Gastgeber: "Wir waren Fremde und sind als Freunde aufgenommen worden. Das ist gelebtes Europa." ( September 2012 )


Neuer Bezirkskönig nach einem spannenden Vogelschuss: Bernd Knitter aus Waldhausen
Gladbach feierte Wohlfühl-Schützenfest mit 30.000 Gästen
Das Wetter-Glück war mit Gladbachs Schützen: Nach Afrika-Hitze und kalter Sofie kam mit dem Stadtschützenfest die Wohlfühl-Sonne nach Mönchengladbach. Sie ließ 2500 Schützen und Musikanten, 30.000 Gäste und den neuen Bezirkskönig (Bernd Knitter aus Waldhausen) strahlen, machte den Alten Markt zum Sonnendeck der Schützenfreunde. Schunkel-Stimmung in der Oberstadt, wo die Kolibris sangen: "Und dann die Hände zum Himmel." Der rheinische Ohrwurm passte bestens zu einem Fest, das preußischen Parademarsch und rheinischen Frohsinn miteinander verbindet, christliches Selbstverständnis vorlebt und Gastfreundschaft bietet. Das erfuhren - mit Pauken und Trompeten begrüßt – alle Gäste, ganz besonders aber die Gast-Schützen aus den Niederlanden, die nach Parademarsch und Serenade beim abendlichen Altbier erlebten, wie (Sprach-)Grenzen überwunden werden: Ein Prosit der Gemütlichkeit! Die Festbilanz des Bruderates fällt mehr als positiv aus. Schützenchef Horst Thoren spricht von einem Wohlfühl-Wochenende, der neue Bezirkskönig Bernd Knitter sieht sich als Strahlemann für eine ganze Region. Und auch seine Frau teilt die Festfreude, wenn auch der Königsschuss für sie überraschend kam.
Maria Knitter erfuhr per Handy vom Königsschuss: "Schatz, ich hab den Vogel herunter geholt." Der neue Bezirkskönig Bernd Knitter aus Waldhausen wollte sein Glück sofort mit seiner Frau und Königin teilen. Deshalb der schnelle Anruf, noch bevor Gladbachs Oberbürgermeister Norbert Bude seine königlichen Ratschläge geben konnte (Bude: „Erst mal durchatmen und dann genießen“.). Durchatmen musste wohl auch Maria Knitter, die von ihrem Mann gleich den Hinweis bekam: "Mach dich schnell schön. Heute Abend tanzen wir beim Ball aller Majestäten in der Kaiser-Friedrich-Halle." Mit dem 86. Schuss hatte Knitter (46, von Beruf Maler und Lackierer) beim Bezirkskönigsschießen auf dem Kapuzinerplatz den hölzernen Königsadler von der Stange geholt und sich damit gegen acht Bruderschaftskönige, darunter zwei Frauen, durchgesetzt. Knitter beendete mit seinem gezielten Treffer ein spannendes Schießen, das bis zuletzt keinen Favoriten erkennen ließ. Kommentar von Schützenchef Horst Thoren: "Knitter, Knatter, König." Minister des neuen Bezirkskönigs sind die beiden Schützen, die vor ihm geschossen und den Vogel "gelockert hatten": Sven Brosch (26, Friseur) und Wolfgang Schäfer (74, Pensionär). Beide Minister kommen aus Neuwerk und repräsentieren die Bruderschaften Sankt Maria Junggesellen und Sankt Barbara Männer. Bernd Knitter ist amtierender König der ältesten Gladbacher Bruderschaft Sankt Sebastianus und Sankt Vitus Obergeburth Waldhausen von 1279. Das Königstrio steht für drei Bruderschaftsgenerationen und zeigt, so Schützenchef Horst Thoren, "wie jung und alt zusammen stehen, gemeinsam feiern und sich gegenseitig Stütze sind."
Ins Amt eingeführt wurde der neue Bezirkskönig am Festsonntag bei der feierlichen Krönungsmesse im Gladbacher Münster von Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst. Mit van der Vorst zelebrierte Propst Albert Damblon die Festmesse, die der Männerchor Cäcilia Holt und die Big Band Sankt Barbara Neuwerk musikalisch gestalteten. Nach der Messe formierte sich unter dem Kommando von General Lothar Erbers (im Frack mit preußischem Zweispitz) der Festzug der 2500 Schützen und Musikanten, an dessen Spitze Oberbürgermeister Norbert Bude (hoch zu Ross im grünen Schützenrock) als Vorreiter brillierte. Die historische Truppe aus Gladbacher Promis mit Sonnenkönig Michael Schroeren (mit dunkler Lockenpracht) und weiblichem Gefolge erinnerte diesmal an die Niederrhein-Kontakte Ludwig XIV., der 1701 auf Burg Liedberg mit dem Kölner Erzbischof und Kurfürsten ein Bündnis schmiedete. Dem Sonnenkönig folgten (historisch nicht ganz korrekt) Frackträger zu Pferd und in Kutschen, die sich mit ihren überhohen Zylindern auf erste Gladbacher Schützenfest von 1836 bezogen und die Tradition der Schwalbenschwanz-Kompanie "Auf Zack im Frack" fortsetzten.
Zu Ehren der Majestät paradierten schließlich am Alten Markt nach dem Ja-Wort von OB Bude (er gibt traditionell die Erlaubnis zur Parade) 2500 Schützen und Musikanten in sechs Abteilungen, die von zwölf Tambourkorps und Musikkapellen begleitet wurden. Krönender Abschluss der Parade war der Große Zapfenstreich, den Schützen-Hauptmann Francisco de Teba (ein echter Spanier) kommandierte, und der Auftritt der niederländische Schützen aus der Gemeinde Pleen en Maas mit Fahnenschwenkern, Trommlern, Exerzierkompanie und zwei strahlenden Königspaaren.
Später dann traf sich die versammelte Festgemeinde auf dem Kapuzinerplatz – wo die Schützen ihr Feldlager hatten und abends kölsche Tön der rheinischen Kolibris zu hören waren: "Schau mir in die Augen!" Dort nahm Wickrathhahn den Siegerpokal für die größte Abordnung in Empfang (in der Gesamtwertung nur knapp vor Bettrath), freute sich Hardterbroich über den Frauenpokal (gewonnen dank weiblicher Unterstützung aus den Niederlanden), hatte der Bruderrat Gelegenheit, mit den Helfern und Unterstützern beim großen Stadtschützenfest anzustoßen. Besonderen Dank sagten die Schützen Polizei und Feuerwehr, MGMG, Festwirt Rolf Jansen und Marktbeschicker Horst Römgens, allen Förderern und ganz besonders den teilnehmenden Schützen. Schützenchef Horst Thoren wiederholte, was ihm seit Jahren wichtig ist: "Der kleinste Jungschütze ist wichtig für den Erfolg, unser Fest ist eine Gemeinschaftsleistung von 2500 brauchtumsbegeisterten Mitstreitern." Und Thoren fügt hinzu: "Wer mit uns zieht, kann Freunde fürs Leben finden."
Aus Waldhausen kommt der neue Bezirkskönig der 39 Schützenbruderschaften in Mönchengladbach und Korschenbroich: Bernd Knitter, Majestät der Sankt Sebastianus und Sankt Vitus Bruderschaft Obergeburth Waldhausen, holte beim Bezirkskönigsschießen in Gladbach den Vogel mit dem 86. Schuss von der Stange. Er ist damit „König der Könige“ im Bezirksverband. Unser Bild zeigt Bernd Knitter nach dem Vogelschuss mit Bezirksbundesmeister Horst Thoren (von links), Bezirksminister Wolfgang Schäfer (Sankt Barbara Männerbruderschaft Neuwerk), Bezirksminister Sven Brosch (Sankt Maria Junggesellen Bruderschaft Neuwerk) und Gladbachs Oberbürgermeister Norbert Bude. ( September 2012 )


Ordensdank und Pokalerfolg zum Gladbacher Stadtschützenfest
Vier verdiente Schützen wurden zum Gladbacher Stadtschützenfest mit Orden bedacht: Den Sankt-Sebastianus-Ehrenschild erhielt Bruderratsfreund Willi Kempers für sein vielfältiges bruderschaftliches und soziales Engagement. Bezirksschießmeister Stefan Feiks bekam das Sankt-Sebastianus-Ehrenkreuz. Mit dem Hohen Bruderschaftsorden wurde Oberst Frank Matzerath ausgezeichnet, sein junger Reiterkollege Daniel Schnock konnte sich über das Silberne Verdienstkreuz freuen. Die stärkste Truppe bei Festzug und Königsparade stellte wieder einmal Rekordsieger Sankt Hubertus Wickrathhahn. Mannstark und nur knapp dahinter die Sankt Johannes Junggesellen aus Bettrath, die mit einer jungen Riesentruppe im Einheitslook der Schatte Männ beeindruckte. Den Pokal für die größte Frauengruppe holten mit niederländischer Unterstützung die Schützenschwestern von Sankt Apollinaris Hardterbroich. Die Schützengäste von Pleen en Maas - 60 Marschierer, Musikanten und Fahnenschwenker – zeigten Durchhaltevermögen bei Festzug und Parade, aber auch später bei der Nachfeier auf dem Kapuzinerplatz. Besonderen Beifall gab es für die Exerzierkompanie und die beiden prächtigen Königspaare. Die Gruppe führte der Penningmeester der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen, Louis Litjens, der Stadtkämmerer Bernd Kuckels Tipps gab, wie man mit kleinem Geld viel Freude haben kann. Die neuen Ordensträger zum Gladbacher Stadtschützenfest: Stefan Feiks (von links), Willi Kempers, Frank Matzerath und Daniel Schnock. Zweiter von rechts: Diözesanbundesmeister Wolfgang Genenger. Im Hintergrund Schützen der Königswache Bettrath. ( September 2012 )


29 Ordensschwestern im Streifendienst
Verstärkung besonderer Art bekam jetzt die Polizei in Mönchengladbach: 29 Ordensschwestern wurden in den Streifendienst aufgenommen; ausgestattet allerdings mit Polizeiausrüstung aus dem Spielzeugladen. Denn die Dienstverpflichtung war nur ein kleiner Spaß zu Beginn eines Besuchs im Polizeipräsidium Mönchengladbach, den der Bruderrat der Schützenbruderschaften mit Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre arrangiert hatte. Die Ordensleute wurden von Tirre persönlich begrüßt, erfuhren vom Polizeichef und seinen Mitarbeitern Heinz Lennartz und Heiner Schrammen viel über die Aufgaben der Polizei, lernten den Drogen-Spürhund Luke kennen, durften sich im Polizeigewahrsam umschauen ("Die Matratze sieht aber nicht bequem aus.") und auch im Streifenwagen Platz nehmen und dabei sogar auf den Knopf fürs Martinshorn drücken. Der Besuch im Polizeipräsidium gehörte zum Ausflugs- und Besichtigungsprogramm der Schützen für die Ordensleute, die zum 20. Mal eingeladen waren, mit dem Bruderrat auf Entdeckungsreise zu gehen. Seit 25 Jahren geben die Bruderschaften den Schwestern Schützenhilfe, um, so Schützenchef Horst Thoren, "Danke zu sagen für den aufopfernden Dienst in Schulen und Krankenhäusern der Stadt." Die Einladung hat immer auch einen religiösen Aspekt. Diesmal schauten sich die Ordensleute nach dem Besuch bei der Polizei die Glaswerkstatt Pongs in Speick an, wo die Schwestern und die sie begleitenden Schützen den Kunsthandwerkern um Rudolf Pongs über die Schulter schauen durften. Derzeit ist in Speick das achte große Fenster für den Kölner Dom in Arbeit, das nach historischen Vorlagen aus dem 19. Jahrhundert gefertigt wird. Die im Krieg zerstörten Originalfenster werden nach und nach von der Gladbacher Fachwerkstatt ersetzt. In der benachbarten Speicker Kirche, seit einigen Jahren griechisch-orthodoxes Gotteshaus, nahmen die Ordensleute an Rosenkranzandacht und Gottesdienst der katholischen Gemeinde teil. Der Tag endete im Euro-Raum der Volksbank Mönchengladbach. Volksbank-Chef Lothar Erbers ließ zum Abendessen Leckeres servieren und hatte auch den Hinweis von Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst aufgenommen: "Unser Tag heute ist so etwas wie eine Marienwallfahrt. Deshalb ist ein Gläschen Mariacron erlaubt." ( September 2012 )


Gladbachs Stadtschützenfest lockte 30.000 Gäste in die Oberstadt
Bernd Knitter aus Waldhausen ist neuer Bezirkskönig
Seine Frau Maria erfuhr per Handy vom Königsschuss: "Schatz, ich hab den Vogel herunter geholt." Der neue Bezirkskönig Bernd Knitter aus Waldhausen wollte sein Glück sofort mit seiner Frau und Königin teilen. Deshalb der schnelle Anruf, noch bevor Oberbürgermeister Norbert Bude seine königlichen Ratschläge geben konnte (Bude: "Erst mal durchatmen und dann genießen".). Durchatmen musste wohl auch Maria Knitter, die von ihrem Mann gleich den Hinweis bekam: "Mach dich schnell schön. Heute Abend tanzen wir beim Ball aller Majestäten in der Kaiser-Friedrich-Halle." Mit dem 86. Schuss hatte Knitter (46, von Beruf Maler und Lackierer) beim Bezirkskönigsschießen auf dem Kapuzinerplatz den hölzernen Königsadler von der Stange geholt und sich damit gegen acht Bruderschaftskönige, darunter zwei Frauen, durchgesetzt. Knitter beendete mit seinem gezielten Treffer ein spannendes Schießen, das bis zuletzt keinen Favoriten erkennen ließ. Kommentar von Schützenchef Horst Thoren: "Knitter, Knatter, König." Minister des neuen Bezirkskönigs sind die beiden Schützen, die vor ihm geschossen und den Vogel "gelockert hatten": Sven Brosch (26, Friseur) und Wolfgang Schäfer (74, Pensionär). Beide Minister kommen aus Neuwerk und repräsentieren die Bruderschaften Sankt Maria Junggesellen und Sankt Barbara Männer. Bernd Knitter ist amtierender König der ältesten Gladbacher Bruderschaft Sankt Sebastianus und Sankt Vitus Obergeburth Waldhausen von 1279. Das Königstrio steht für drei Bruderschaftsgenerationen und zeigt, so Schützenchef Horst Thoren, "wie jung und alt zusammen stehen, gemeinsam feiern und sich gegenseitig Stütze sind."
Gekrönt wurde der neue Bezirkskönig am Festsonntag im Gladbacher Münster von Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst. Zu Ehren der Majestät paradierten anschließend am Alten Markt 2500 Schützen und Musikanten. 30.000 Besucher kamen zum Stadtschützenfest und freuten sich an Schützenfolklore (mit Pauken und Trompeten) und Stadtfestprogramm ("Schau mir in die Augen") beim Treffpunkt Kapuzinerplatz. ( September 2012 )


Sonntag singen die Kolibris: Und dann die Hände zum Himmel
Die Kolibris zwitschern beim Stadtschützenfest in Mönchengladbach. Die Kölner Kult-Band („Und dann die Hände zum Himmel“) sorgt Sonntag, 2. September, ab 18 Uhr beim "Treffpunkt Kapuzinerplatz" für kölsche Stimmung. Gefeiert, gesungen und gelacht wird in der Oberstadt am Alten Markt. Da passt der Hit der Kolibris bestens: "Op de Maat, op de Maat stond die Buure." Stehen sollen dort (nach der preußisch-strammen Parade ganz locker) Schützen und Gäste. Mit den Kolibris beginnt der Showabend zum Stadtschützenfest. Dazu versprechen die Schützen: "Wir bieten Unterhaltung zum Nulltarif." Und: "Beste Stimmung!" 8 August 2012 )


Wieder ein Frauenpokal
Tradition hat schon der RP-Pokal für die größte Schützengruppe bei Festzug und Parade zum Stadtschützenfest in Mönchengladbach. Daneben aber gibt es wieder einen zweiten Pokal, wie von der Delegiertenversammlung angeregt. Der "Pokal des Bundesmeisters" ist bestimmt für die größte Frauengruppe (die Bruderschaftsabordnung mit den meisten Schützenschwestern). Pokalübergabe Sonntag, 19.30 Uhr, am Stadtschützen-Bus auf dem Kapuzinerplatz. ( August 2012 )


Piff, paff - der Vurel mott eraff
So heißt es wieder beim Stadtschützenfest in Mönchengladbach, das am kommendenWochenende (1. und 2. September) 2500 Schützen und Musikanten auf die Beine und Fakir, Clown und Tanzmädchen auf die Bühne bringt. Das alles beim Treffpunkt (auf dem) Kapuzinerplatz, wo zum Auftakt am Samstag ab 15 Uhr der neue Bezirkskönig ausgeschossen wird. Den Titel "König der Könige" der 39 Schützenbruderschaften aus Stadt und Land erringt, wer mit gezieltem Schuss den Holzvogel von der Stange holt. Zuschauen (beim Vogelschuss wie beim Bühnenprogramm) kostet nichts, "bietet aber", so der gastgebende Bruderrat, "beste Unterhaltung." So Samstag ab 18 Uhr beim Freiluftschwoof mit der Pop-Formation "Area 41", so Sonntag zur selben Zeit beim Showabend mit den rheinischen "Kolibris". Zwischendurch und immer gibt es in der Oberstadt Schützenfolklore zu sehen und zu erleben. Höhepunkte sind da die Krönungsmesse am Sonntag um 14 Uhr im Gladbacher Münster sowie Festzug (ab 15.15 Uhr) durch die Innenstadt und Festparade (ab 16.15 Uhr) am Alten Markt. Bis zu 50.000 Gäste werden zum Stadtschützenfest erwartet. Die Losung der Schützen zum großen Bruderschaftstreffen: "Freut euch des Lebens ..." ( August 2012 )


Mit Pauken und Trompeten zum Stadtschützenfest
War das eine Gaudi: Erwachsene Männer tröten und trommeln auf Spielzeuginstrumenten. Und haben richtig Spaß dabei. Das alles beim Silberputz zum Stadtschützenfest im Dicken Turm, wo Gladbachs Schützenchef Horst Thoren die versammelte Gästeschar mit der Ankündigung überraschte, er brauche für den Parademarsch noch musikalische Unterstützung und habe auf Schützenhilfe aus dem Freundeskreis gesetzt. Die lustige Idee gefiel und – zumindest beim Silberputz – ergriffen die Freunde und Förderer des Brauchtums die Instrumente. Dabei und besonders tröt- und trommelfähig waren First-Reisebüro-Geschäftsführer Gert Kartheuser, Bürgermeister Klaus Schäfer, DIS-Arbeitsdirektor Raymond Opzalski und Maria-Hilf-Geschäftsführer Ulli Hillekamp. Die Tröt-Attacke war fröhlicher Höhepunkt des Vorfreudeabends zum Stadtschützenfest. Natürlich wurde auch das Königssilber geputzt, konnte der scheidende Bezirkskönig Jörg Pauen mit seinen Freunden und Minister Paul Schieren und Markus Effertz auf eine gute Amtszeit anstoßen. Putzhilfe bekam Pauen von New-Chef Friedhelm Kirchhartz, Karikaturist Nik Ebert, Präses Johannes van der Vorst und einem Frauen-Trio mit Ex-OB Monika Bartsch, Barmer-Regionaldirektorin Gisela Salz und Radio 90,1-Chefredakteurin Gudrun Gehl. Gelacht, posaunt, gesungen (bestens bei Stimme: Borussen-Präsident Rolf Königs) und getrommelt wurde bis in die späte Nacht. Und natürlich nahmen die Gäste ihre Instrumente mit auf den Heimweg. Horst Pawlik (AXA) und Reinhold Schiffers (Bezirksvorsteher Nord) gaben beim Abmarsch den Ton vor: Mit Pauken und Trompeten zum Stadtschützenfest! ( August 2012 )


Niederländer wollen in Gladbach exerzieren
Sie kommen aus Holland mit Pauken und Trompeten, mit Königspaar und Exerzier-Kompanie zum Alten Markt: Die Schützen der Schutterij St. Martinus Maasbree wollen zum Gladbacher Stadtschützenfest am Sonntag, 2. September, aufmarschieren und dabei präsentieren, was niederländisches Schützenwesen ausmacht. Der Besuch, von der Euregio gefördert, soll Traditionen verknüpfen. Und zur niederländischen Schützentradition gehört das Fahnenschwenken, das schnelle Trommeln und entsprechende Marschieren und das Exerzieren. Dafür gibt es die „Exercitiepeleton“, eine eigene Kompanie, die schon seit Wochen übt, um in Gladbach in bester Form zu sein und bestimmt nichts falsch zu machen. Denn die Gladbacher – aus holländischer Sicht Preußen – gelten als besonders streng, obwohl sie selbst (rheinisch geprägt) auch schon mal aus der Reihe tanzen. Insgesamt 50 Schützen von den Vereinigten Bruderschaften Maas en Peel haben sich zum Besuch angesagt. Betreut werden die Schützen-Gäste von Sarah Wershofen aus Hardterbroich, die in Heerlen studiert, bestens niederländisch spricht und von Schützenchef Horst Thoren kurzerhand zu Gladbachs Brauchtumsbotschafterin für Holland bestimmt wurde. Und auch Bruderratsfreund Klaus Cörstges, erprobt als Wegbegleiter britischer Mitlitärkapellen, ist abgeordnet, sich um die Niederländer zu kümmern. Cörstges spricht deutsch, englisch und plattdeutsch. Und mit Jlabbacher Platt hofft er, sich am besten verständlich zu machen. ( August 2012 )


Der neue Pressekönig arbeitet bei einer Bank
Rene Hartmann ist neuer Pressekönig Mönchengladbach der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Der 24jährige PR-Referent der Santander Consumer Bank holte den recht widerspenstigen hölzernen Schwarzkopfadler mit dem 196. Schuss von der Stange. Gut zweieinhalb Stunden dauerte das Pressekönigsschießen im Rathausinnenhof, obwohl die Schießmeister den Holzvogel angesägt hatten, um es denn Journalisten leichter zu machen. Doch brauchte es bis zum erfolgreichen Schuss etliche Tipps der Vogelschusserfahrenen Schützenfreunde. Als er der Vogel endlich fiel, kam Jubel auf. Die silberne Amtskette überreichten Oberbürgermeister Norbert Bude und RP-Chefredakteur Sven Gösmann, der im Vorjahr per Losglück Pressekönig wurde, weil das Gewehr streikte. Als Ministerinnen stehen dem neuen Pressekönig Alice Eckert von der NEW-Kommunikation und die freie Düsseldorfer Journalistin Natascha Plankermann zur Seite. Insgesamt 57 Journalisten aus nah und fern beteiligten sich am Königsspiel. OB Bude nutze die Gelegenheit, um mit stadtnahen Unternehmen für Mönchengladbach zu werben. Schützenchef Horst Thoren lud ein zum Stadtschützenfest am 1. und 2. September. Foto: Freuen sich riesig: Pressekönig René Hartmann (PR-Referent der Santander Bank) und seine Ministerinnen Natascha Plankermann ( Pla-Text, links) und Alice Eckert (NEW) nach dem Vogelschuss im Rathausinnenhof. Oberbürgermeister Norbert Bude (links) und RP-Chefredakteur Sven Gösmann (Pressekönig 2011) rahmen das Königsgespann ein. ( August 2012 )


Kaiserlicher Gardist wirbt fürs Stadtschützenfest
Seine Frau ist schon ganz gespannt: „Überall in der Stadt sein Gesicht. Was werden die Nachbarn sagen?“ Frank Buchweitz selbst ist entspannt. Er ist das „Gesicht“ des Stadtschützenfestes 2012. Überall im Stadtgebiet wirbt der Bruderrat in den nächsten Wochen mit Buchweitz in weißer Paradeuniform fürs Gladbacher Stadtschützenfest, das am ersten September-Wochenende 2500 Schützen und Musikanten auf die Beine bringt und Zehntausende Besucher in die Oberstadt lockt. Buchweitz, Offizier in der Kaisergarde der Sankt-Josef-Brudeschaft Hermges, war im Vorjahr beim großen Bruderschaftstreffen dem königlichen Hoffotografen Mario Winkler aufgefallen. Der schoss das Schützenportrait, das die Designerin Angelika Schreiber fürs Schützenplakat auswählte. Gladbachs Schützenhof Horst Thoren ist wichtig, dass diesmal mit Schützen aus zwei kleineren Gemeinschaften fürs große Bruderschaftstreffen geworben wird. Neben Buchweitz aus Hermges sind noch süße Mini-Schützen von der Sankt-Konrad-Bruderschaft Ohler-Ohlerfeld zu sehen. ( August 2012 )


Stadtschützenfest 2012 in Mönchengladbach
Zwei Tage Stadtschützenfest: Treffpunkt Kapuzinerplatz – Tradition seit 1836
Der Alte Markt zeigt sich am ersten Wochenende im September (Samstag, 1. September, und Sonntag, 2. September) von seiner gemütlichen Seite: Die Schützen ziehen auf, bringen alte Trachten mit und Volksfeststimmung, wie sie früher einmal war und heute noch beliebt ist. Budengassen und Stände, Spaßmacher und Musikanten sorgen am Samstag, 1. September, und Sonntag, 2. September, für ein wenig Jahrmarktatmosphäre. Das alles beim Stadtschützenfest, das 175 Jahre Tradition hat und dank seiner bunten Festmischung (Folklore, Frohsinn, Festmahl) stetig wachsenden Zulauf vorweisen kann. Erwartet werden bis zu 50.000 Marktgäste, die neugierig, hungrig und schaulustig sein sollen: Alle drei Bedürfnisse wollen die gastgebenden Schützen erfüllen.
Wenn die Bruderschaften auch auf Altbewährtes setzen, alles beim alten lassen sie nicht. So hat ihr Stadtschützenfest längst Stadtfestcharakter, geht’s beim „Treffpunkt Kapuzinerplatz“ locker und lustig zu (Festsamstag und Festsonntag, 11 bis 22 Uhr). Tradition ist für die Gastgeber alles, was man kennt und liebt und nicht verstaubt ist.
Das sind die Oldies von Abba, Beatles und Zappa ebenso wie Schützenfolklore und die Geheimnisse von Tausend-und-einer-Nacht. Und zur unterhaltsamen Bühnen-Show zapfen die Festwirte heimisches Altbier an und servieren Deftiges und Kulinarisches: Treffpunkt Kapuzinerplatz.
Historisch sind die Trachten und Uniformen der Schützen, die sich am ersten Wochenende im September auf dem Alten Markt zu Umzügen und Parade sammeln. Am Festsamstag, 1. September, geht’s mit dem Königsschuss los, ermitteln die Bruderschaften unter bis zu 39 Kandidaten um 15 Uhr beim Vogelschuss auf dem Kapuzinerplatz ihre neue Majestät.
Das Schützenprogramm am Festsonntag, 2. September, beginnt um 14 Uhr mit der Krönungsmesse um im Münster, die Propst Albert Damblon gemeinsam mit Bezirkspräses Johannes van der Vorst und Regionaldekan Ulrich Clancett zelebriert. Danach ziehen 2500 Schützen und Musikanten (13 Musikkapellen blasen den Marsch) durch die Innenstadt und zur Parade, die um 16 Uhr am Alten Markt ist. Die Marscherlaubnis gibt Oberbürgermeister Norbert Bude, ohne dessen Ja-Wort General Lothar Erbers nicht antreten lässt. Mit Erbers reiten und fahren Gladbacher Promis in Kostümen und Uniformen der Biedermeier-Zeit vor und erinnern damit ans erste bürgerliche Gladbacher Schützenfest von 1836. Als Sondergast kommt sogar der Sonnenkönig nach Gladbach, der zwar historisch zu den Frackträgern von 1836 überhaupt nicht passt, aber nach Ansicht der Schützen dem Fest Glanz verleiht. In die Rolle Ludwig XIV., der 1701 tatsächlich am Niederrhein weilte, schlüpft deshalb der erprobte Majestätendarsteller Michael Schroeren. Ehren-OB Heinz Feldhege hat an diesem zweiten Festtag seine offizielle Arbeit schon hinter sich. Er darf zur Eröffnung das Freibierfass anschlagen und zuprosten.
Die Schützen aber müssen marschieren, erst den Berg hinab und dann wieder hinauf. Nur der König geht nicht zu Fuß. Er lässt vorfahren, sitzt in der Kutsche. Stehen dürfen die Zuschauer, von denen bei gutem Wetter allein bei der Festparade am Sonntag, 2. September, 16.15 Uhr, gut und gern 20.000 am Alten Markt erwartet werden. ( August 2012 )


Michael Keinath will Europakönig werden
Michael Keinath will es wissen. Der Bäckermeister aus Herrenshoff hat ein großes Ziel. Er will Ende August im polnischen Tuchola Europakönig werden. Das würde seine Schützenlaufbahn krönen. Schließlich war er schon zweimal Majestät seiner Sankt-Hubertus-Bruderschaft, 2011 dann Bezirkskönig aller Schützen in Mönchengladbach und Korschenbroich und im Vorjahr auch Kandidat um den Bundestitel. Zum Europakönigsschießen in der Kreisstadt bei Danzig wurde der 47jährige schon vor Wochen angemeldet. Bezirksbundesmeister Horst Thoren hat das erledigt und gleich zwei Bruderratsfreunde gefunden, die Keinath begleiten: Willi Kempers und Klaus Cörstges reisen ebenfalls nach Polen und sind – im Fall der Fälle – Keinaths Adjutanten. In jedem Fall aber drücken sie ihm die Daumen, wenn er im Kreis der gut 150 Königskandidaten antritt. Das Schießen am Samstag, 25. August, ist zweigeteilt. Bei Vorwettbewerben – auch hier mit Vogelschuss – werden die Bewerber ermittelt, die dann später auf den Europavogel schießen dürfen. Sollte Keinath den Vogel abschießen, wird er abends vom Regional-Bischof gekrönt, dann in der Zeltstadt gefeiert und am nächsten Tag beim großen Festzug von Schützen aus sieben Nationen umjubelt. Die Wochen bis zum Europaschützenfest nutzt Keinath zum Schießtraining. Bezirksschießmeister Stefan Feiks hat seine Hilfe angeboten. Keinaths Herrenshoffer Bruderschaftsfreunde sind – wie der gesamte Bezirksverband – gespannt, wie ihr königlicher Bäcker in Polen abschneidet. Ein wenig traurig aber sind sie auch. Denn das Europaschützenfest fällt ausgerechnet mit ihrem Schützenfest zusammen, so dass die Herrenshoffer ihren Freund nicht nach Polen begleiten können. (Juli 2012 )


Königstrio stiftet das Münster in Silber
Was so ein richtiger König ist, der hinterläßt ein bleibendes Andenken an seine Regentschaft: Zwar hat Bezirksmajestät Jörg Pauen aus Kleinenbroich noch gut fünf Wochen bis zum Ende seiner Amtszeit zum Stadtschützenfest am 1. September, doch seine Silberstiftung ist schon da. Gemeinsam mit seinen Ministern Paul Schieren aus Lürrip und Markus Effertz aus Speick erinnert Jubiläumskönig Pauen mit der Königsplakette an das 175jährige des Gladbacher Schützenfestes, dessen Höhepunkt für ihn der Königsschuss im September 2011 war. Der Jubiläumsschild, von Goldschmied Peter Bremer aus Korschenbroich kunstvoll gestaltet, zeigt das Gladbacher Münster und in einer aufgesetzten Medaille eine historische Ansicht des Abteibergs, wie er vor gut 100 Jahren aussah. (Juli 2012)


Stadtschützenfest 2012 in Mönchengladbach
Hier strahlt der Sonnenkönig
Mönchengladbach braucht einen Sonnenkönig. Nach Meinung der Schützen. Und kurzerhand wird – zumindest zum Stadtschützenfest – einer besorgt. Sogar ein echter!
Den historischen Hintergrund liefert der Bruderrat gleich mit: Vor 311 Jahren war der französische König Ludwig XIV. in Liedberg zu Gast, um dort mit dem Kölner Erzbischof Joseph Clemens von Bayern ein Bündnis zu schmieden. Das Treffen auf der Burg ist historisch belegt. Der zeremonielle Ablauf ist zwar nicht in allen Einzelheiten überliefert. Aber eines ist den Schützen klar: Wer erst einmal in der Region ist, schaut auch in Gladbach vorbei! Das wird zu Zeiten des französischen Sonnenkönigs nicht anders gewesen sein als heute, vermuten die Bruderratsfreunde schlitzohrig und denken dabei auch an das sicher bessere Essen, das die reiche Gladbacher Abtei im Vergleich zur kargen Burgküche "auf Liedberg" zu bieten hatte. Wie auch immer - eines ist sicher: Zumindest in diesem Jahr wird der Monarch nebst Gefolge Gast in Gladbach sein!
Der Sonnenkönig kommt am 2. September zum Alten Markt, wird im Rathaus Abtei empfangen und speist im St. Vith. So hat es Schützenchef Horst Thoren arrangiert und nach kurzer Überlegung auch einen würdevollen Kandidaten gefunden, der Seine Exzellenz auf das Trefflichste im Hier und Heute zu verkörpern in der Lage ist!
Dabei war die Suche so kurz wie erfolggekrönt! Denn - wer anders als Gladbachs wohl modebewußtester Politiker, ein Mensch mit dem grazilen Gestus ur-adeliger Attitüde - könnte besser die königliche Puder-Perücke aufsetzen, ins golddurchwirkte Gewand schlüpfen und hoch zu Ross durch die Oberstadt reiten, als der Majestäten-Darsteller schlechthin - Michael Schroeren?
Ihm ist die Mode- und Stilikone Ludwig XIV. auf den Leib geschneidert! Zudem hat er die Zeit, sich mit Muße auf seine Rolle vorzubereiten. Schließlich sitzt er seit der jüngsten Wahl nicht mehr im Landtag und muss deshalb bürgerliche Kritik keinesfalls fürchten, wenn er seine Zeit anderweitig dem Wohle des Gemeinwesens widmet.
"L'état c’est moi!" („Der Staat bin ich“) - diese historische Selbstbeschreibung des Sonnenkönigs dürfte aus dem Munde von Michael Schroeren auch recht überzeugend klingen. Als Sonnenkönig soll und wird ER die besondere historische Note beim Stadtschützenfest sein und, auf Bitten der Schützen, Glanz und Glamour in die Oberstadt bringen. Und natürlich werden sie ihm ein staatstragendes Gefolge zugesellen! Und so wird Gladbachs Sonnenkönig von einer Entourage aus gleich mehreren liebreizenden Damen umrahmt sein! Für den historisch angemessenen Glanz sorgen - prächtig gewandet – Bürgermeisterin Renate Zimmermanns, GEM-Chefin Gabi Teufel und Ex-OB Monika Bartsch.
Hinzu kommen die „schwarzen Männer“. Honoratioren in Frack und Zylinder, die zwar aus einer anderen Zeit kommen, aber dafür in ihrer edlen Gewandung eine ganz besonders würdige Begleitung Seiner Majestät darstellen, bei der Würde und Anstand aus jedem Knopfloch strahlen! Denn seit dem Vorjahr verkörpert die da gegründete „Schwalbenschanz-Kompanie“ („Auf Zack im Frack“) die bürgerliche Tradition des ersten gesamtstädtischen Gladbacher Schützenfestes von 1836.
Im Kreis der edlen Frackträger, angeführt von General Lothar Erbers mit Zweispitz, fühlen sich unter hohen Biedermeier-Zylindern etliche Promis wohl. Wenn Sie ihre 17 Zentimeter hohen Hüte tragen und dann noch heben, gewinnen selbst die (körperlich) Kleineren unter ihnen an äußerer Größe! Ein genußvoller Auftritt – auch für die Zuschauer! Der ursprünglich angedachte Aufmarsch im Gleichschritt (unter dem strengen Kommando von NEW-Vorstandschef Friedhelm Kirchhartz) scheiterte zwar (wen wundert´s, bei Leuten dieser Provenienz?) am gemeinsamen Trainingstremin im Vorfeld des Festes. Dennoch ist die Bereitschaft zum „Mitmischen“ ungebrochen. Und so hat man sich auf eine bequemere Variante des Paradierens verständigt: Man rollt und reitet, dem Bezirkskönig zu Ehren – Zylinder schwenkend vor die Tribüne! Mit Pferd und Wagen werden die „Schwarzkittel“ um Hartmut Wnuck (Sparkasse), Peter Backes (Rechtsanwalt), Gert Kartheuser (First Reisebüro), Lutz Menge (Menge), Hans-Peter Jansen (MKV). Rainer Hellekes (NEW), Gunter Konrad (Medizinprofessor) und Nik Ebert (Karikaturist) durch die City transportiert. Später dann sitzen die Frackträger (unter ihnen, in preußischer Polizeiuniform Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre) in der ersten Reihe, um beim Vorbeimarsch von 2500 Schützen und Musikanten per Augenschein zu lernen, wie rheinisch-richtig paradiert wird – Gleichschritt, Bein hoch, Augen rechts, Lächeln erlaubt!
Wie Gladbachs Oberbürgermeister Norbert Bude auf die Begegnung mit einem Konkurrenz- Sonnenkönig reagieren wird, ist offen. Bislang hat der OB Michael Schroerens Prinzenrollen immer humorvoll begleitet und getragen, ohne jeden sichtbaren Anflug von Neid. Schließlich führt Bude - seit Jahren schon – den Schützenzug als Vorreiter an. Ihm folgt „der Rest vom Schützenfest“ – inklusive Sonnenkönig. Informierte Kreise munkeln bereits von einem neuen, noch kräftigeren Pferd, das Bude trittsicher übers Pflaster tragen soll.
Wir erinnern uns: Sein damals erstes Pferd ist schon lange verschieden, Pferd 2 fristet bereits das Gnadenbrot. Pferd 3 soll nun von Reitlehrer Lothar Erbers (bei den Schützen General, in der Volksbank Chef) eigens für Bude ausgesucht und mit Zückerchen (!) trainiert worden sein. Beim diesjährigen öffentlichen Ausritt trägt der OB am Festsonntag, 2. September, den "gewöhnlichen" grünen Schützenrock. Und das aus Überzeugung - wie schon bei etlichen Fest-Auftritten in diesem Sommer – und bekennt damit "Farbe" für seine Einstellung gegenüber dem christlichen Sommerbrauchtum!
Was Bude am Stadtschützenfest besonders gefällt, ist die familiäre Atmosphäre. Hier spürt man den Zusammenhalt der Gemeinschaft – vor allem auch bei der gemeinsamen Zeit der Besinnung während der Krönungsmesse im Münster. Hier steht nicht der „Sonnenkönig“ im Mittelpunkt, sondern der neue Bezirkskönig der Schützen. Aber das ist für Ludwig XIV. kein Problem. Er kehrt nach dem Fest nach Versailles zurück (bzw. Untereicken) ... (Juli 2012)


Schützen-Präsidium tagte im Borussia-Park
Wo sonst die die Borussen-Reserve auf ihren Einsatz wartet, nahmen jetzt Oberschützen Platz, die im Borussia-Park mit dem Bundes-Präsidium tagten. Beim Probesitzen beobachtet wurden Bundesschützenmeister Heinz-Gerd Dewies (von rechts), Organisationschef Karl-Heinz Körner und Aachens Diözesanbundesmeister Wolfgang Genenger. Nicht auf der Reservebank, sondern auf dem Platz versuchte derweil Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm-Salm sein Glück. Oder besser: Der Prinz (Familiensitz Schloss Anholt) testete als Fachmann für Grün und Garten die Qualität des Rasens. Urteil: Sehr gut. Nach der Stadionbesichtigung, die die Oberschützen mit Gladbachs Schützenchef Horst Thoren absolvierten und von den höchsten Rängen bis ins Stadiongefängnis führten, tagte das Gremium in der VIP-Lounge. Ein Thema auf der Tagesordnung: Die große Rom-Wallfahrt der Schützen im Frühjahr 2013, zu der sich bereits zahlreiche Bruderschaftler aus der Region angemeldet haben. (Juli 2012)


Schützen-Lilli hat eine neue Freundin
Familienzuwachs im Hause Zimmermanns in Odenkirchen: Schützen-Lilli ist bei Bürgermeisterin Renate Zimmermanns eingezogen. Das freche Schwesterchen von Schützen-Willi, ein Geschenk der Bruderschaften, hat das Herz von Oma Renate erobert und soll sogar die beste Freundin von Enkel Paul sein. Das freut die Schützen um Horst Thoren, die mit der Handpuppe Lilli fürs Brauchtum werben und Jungen und Mädchen fürs Schützenwesen begeistern wollen. Selbst im bischöflichen Haushalt von Weihbischof Dr. Heiner Koch in Köln hat Schützen-Lilli inzwischen Einzug gehalten. Heiner Koch, Bundespräses der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, bekam Schützen-Lilli, damit sich das männliche Gegenstück Schützen-Willi (dem Bischof vor Jahren schon überreicht) in Köln nicht so einsam fühlt. Jetzt haben Willi und Lilli in der bischöflichen Wohnung ein schönes Plätzchen mit Blick auf den Dom. Bei Zimmermanns in Odenkirchen ist Lilli derweil beliebtes Spielobjekt - auch für Bürgermeisterin Renate Zimmermanns (Foto). (Juli 2012)


Schützen-Ausflug mit jungen Behinderten
Schon Tradition hat die Einladung des Bruderrates der Bruderschaften, der mit jungen Behinderten einmal im Jahr auf Tour geht. Wieder einmal hatte Willi Kempers vom Bruderrat ein Ausflugsprogramm zusammengestellt, damit die Bewohner und Betreuer der AFbJ (Aktion Freizeit behinderter Jugendlicher) von der Roermonder Straße in Mönchengladbach einen schönen Tag verleben konnten. Diesmal ging es nach Holland an die Maas.
Die kurze Anfahrt bis Kessel stellte kein Problem für die Teilnehmer dar, dann wurde eine kurze Stadtbesichtigung erlaufen bzw. mit dem Rolli erfahren, bevor es auf das Schiff „Vermann“ ging. Bei Limo, Cola, Kaffee und Kuchen ließen es sich alle an Bord „gut gehen“.
Die Fahrt bei herrlichem Wetter ging bis nach Roermond und dort durch die Kanäle und Maasseen zu den „schwimmenden Häusern“. Besonders spannend war die Fahrt durch die Schleuse. Vom Bruderrat kümmerten sich Willi Kempers, Heinz Willi Engels, Stefan Feiks, Frank Engel und Klaus Cörstges um die Gäste. Nach der Rückkehr in Kessel ging es mit den Bussen der AFbJ zurück nach Mönchengladbach.
Alle freuen sich schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Foto / Text: kc ( Juli 2012 )


Schützenfreunde treffsicher wie die Fußball-Stars
Schon vor der EM haben Schützenkönige aus Mönchengladbach und Korschenbroch gezeigt, dass sie auch beim Fußball treffsicher sind: Zum Königsehrenabend, den der Bruderrat der Bruderschaften traditionell mit Schützenhilfe der Carlsberg-Tochter "House of Beer" ausrichtet, ließ Schützenchef Horst Thoren Majestäten und Ehrengäste zum Torwandschießen antreten. Das war ein Spaß und ein Spiel um kleine Trophäen aus dem EM-Fanshop der Carlsberg-Brauerei. Zu den Tor-Schützen-Königen des fröhlichen Abends gehörten Sparkassendirektor Hartmut Wnuck ebenso wie Schausteller Sven Tusch oder Bürgermeister Heinz-Josef Dick aus Korschenbroich. Den besten Schuss platzierte Bezirkskönigsadjutant Detlev Robens, der mit einem gezielten Heber den Ball ins obere Loch der Torwand lenkte. Bei den Majestäten war Korschenbrochs Sebastianer-König Thomas Schmitten besonders treffsicher. Voll des Lobes ob der Leistung und der Disziplin der Mitspieler zeigten sich Professor Gunter Konrad als Schiedsrichter und Bruderschaftsfreund Dieter Röhlen als Linienrichter. Und auch Mitgastgeberin Gabi Teufel von der GEM, die ihr Casino für den Wettbewerb zur Verfügung gestellt hat, jubelte mit. Nach dem Schlußpfiff wurde noch einmal angestoßen: Diesmal allerdings mit leckeren Bierchen (Hannen Alt und Carlsberg Pils), die Gastgeberin Frauke Bruckes von "Schankwerk" servierte. Obwohl beim Torwandschießen nicht so erfolgreich, gab es süffige Präsente für Bezirkskönig Jörg Pauen aus Kleinenbroich und seine Minister Paul Schieren aus Lürrip und Markus Effertz aus Speick sowie Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst. Der Präses aber nutzte die Gelegenheit und die gute Stimmung, um zu sammeln - für die Sozialaufgaben der Bruderschaften. "Wer feiert", so sagte van der Vorst", sollte auch die nicht vergessen, denen es nicht so gut geht." Das hörten die Gäste und gaben gern. ( Juni 2012 )


Gladbachs Schützenchef Horst Thoren kann jetzt mit einem besonderen Schützenpaar durch die Festzelte, aber vor allem auch durch die Kindergärten touren: Die Schützen-Puppe Willi hat nämlich ein Schwesterchen bekommen: die freche Lilli.

Wenn die Lilli mit dem Willi ...
Schützen-Willi hat ein Schwesterchen bekommen und Schützenchef Horst Thoren jetzt „eine Frau am Hals“. Denn Willis Schwesterchen Lilli ist schon eher eine große Schwester. Sie hat eine große Klappe, noch viel größer als die von Willi. Sie ist blond, blauäugig und unberechenbar. Mit diesem Puppen-Paar wird Thoren sicher alle Aufmerksamkeit auf den Schützenfesten und vor allem auch in den Kindergärten auf sich, pardon, natürlich auf Lilli und Willi, ziehen. Denn auch Lilli soll, so wie ihr (Schützen)-Bruder Willi, den Nachwuchs für das heimische Brauchtum ansprechen und Interesse am Schützenwesen wecken.
Brigitta Ronge hat die Schützen-Puppe Lilli entworfen. Ihre ersten Auftritte hat Schützen-Lilli schon souverän auf dem Arm von Horst Thoren hinter sich gebracht und dabei mit ihrer frechen, großen Klappe nicht hinterm Berg gehalten. So hat sie beim Bundesköniginnen-Tag in Verl schon keck behauptet: „Ich werde auch mal Königin!“ Und dabei hat die Lilli neben Bundesschützenkönigin Anke Stahl schon eine prima Figur gemacht. Das wird auch Hochmeister Dr. Emmanuel Prinz zu Salm Salm bestätigen, der aus adels-fachlicher Sicht beobachten konnte, ob die freche Schützen-Lilli im richtigen Moment auch mal ihre große Klappe halten und stattdessen auf die Etikette achten kann.
Als Sympathieträger fürs Schützenwesen hat sich Willi schon in vielen Kindergärten einen Namen gemacht. Nun gibt’s Lilli als zweite Knuddelpuppe hinzu. Denn erst als Geschwister und vielleicht eines Tages auch mal als „Königs-Paar“ sind Willi und Lilli so richtig stark und unschlagbar: Frauenpower auf die charmante Art, wenn Lili will, dann kann sie nämlich auch richtig nett sein. Das werden die kleinen Leute in den Gladbacher Kindergärten sicherlich bald auch erleben. Sie dürfen sich schon auf die neue Schützen-Knudellpuppe freuen.
Übrigens ist Schützen-Lilli auch ein ganz klein wenig eitel. So widerspenstig wie ihre strohblonde Frisur, so keck wie sie aus ihren wasserblauen Knopfaugen dreinblickt, so achtet sie doch auf ihre Kleidung. Denn da passen auch die Schützenfarben Grün, Schwarz, Weiß bis ins kleinste Detail zueinander. Ganz modebewusstes Girly trägt Lilli zum grünen Kleid, schwarzen Ballerinas und weißen Söckchen ein grünes Haarband und, was aber nur Eingeweihte wissen, ein samtgrünes Unterhöschen.
Derart ausstaffiert kann sich Schützen-Lilli jetzt in die Saison der Schützenfeste stürzen. Und während ihr Brüderchen Willi noch marschiert, da wird die Lilli hier und da schon den Takt angeben. Nicht nur der Schützenchef, auch alle Schützenbrüder haben jetzt „eine neue Frau am Hals“: Denn mit Lilli muss Mann rechnen. ( Juni 2012 )
Unser Bild zeigt Schützen-Lilli (auf dem Arm von Gladbachs Schützenchef Horst Thoren) mit dem Bundeskönigspaar Anke und Thomas Stahl und Hochmeister Prinz Emmanuel zu Salm Salm. Foto (frei): Kuck


Schützen-Lilli: Ein Schwesterchen für die Bruderschaften
Schützen-Willi hat ein Schwesterchen bekommen. Das Schützen-Mädchen heißt Lilli, trägt grasgrünen Girly-Look, hat listig-blaue Augen, strohgelbe, widerspenstige Haare und ist unberechenbar. Wo Schützen-Willi brav in der Parade mit marschiert, gibt Schützen-Lilli den Takt an. Lilli ist, so Gladbachs Schützenchef Horst Thoren, die charmant-fröhliche Antwort auf Alice Schwarzer. Kurzum: Die neue Handpuppe soll deutlich machen, dass Schützenwesen längst auch Frauensache ist. Der freche Rotschopf Schützen-Willi und seine Girly-Schwester Schützen-Lilli werben fürs Brauchtum, wie es sich bei den Festen in Stadt und Land modern und zeitgemäß präsentiert. Die Puppen, nach Zeichnungen von Birgitta Ronge entworfen, sind Symbol und Sympathieträger fürs Schützenwesen, sagt Puppen-Vater Horst Thoren. Und er fügt hinzu: "Willi und Lili sind das Schützen-Knuddelpärchen zum Liebhaben. Aber Vorsicht. Lilli reißt die Klappe auf ..." Schon bei seinem ersten Auftritt verkündete das Püppchen vor versammelter Majestätenschar zum Königsehrenabend im GEM-Casino: "Ich werde Königin !" ( Mai 2012 )
Unser Bild zeigt Schützen-Lilli (auf dem Arm von Gladbachs Schützenchef Horst Thoren) mit Bezirkskönig Jörg Pauen und den Patinnen (von links) Gabi Teufel (GEM), Frauke Bruckes (Carlsberg-Brauerei) und Bürgermeisterin Renate Zimmermanns. Foto: Katz


Rebecca und Lena - zwei Prinzessinnen repräsentieren die Schützenjugend
Ihre neuen Bezirksjugendmajestäten ermittelte die Sankt-Sebastianus-Schützenjugend Mönchengladbach, Rheydt, Korschenbroich beim Bezirksprinzenschießen in Hermges. Beim Vogelschuss um die Bezirksprinzenwürde war Rebecca Rumpf von der Sankt-Rochus-Bruderschaft Broich-Peel mit dem 137. Schuss erfolgreich. Ihre Ritter sind Fabian Dahmen aus Mülfort und Phlipp Schloot aus Venn. Den Titel der Bezirksschülerprinzessin errang mit dem 93. Schuss Lena Weidemann von der Sankt-Vitus-Martinus-Bruderschaft Eicken. Ihr stehen Peter Vieten aus Broich-Peel Jean-Pierre Mörsheim aus Mülfort als Ritter zur Seite. Vorgestellt wurden die neuen Jugendmajestäten nach dem Schießen von Bezirksjungschützenmeister Frank Engel. Ins Amt eingeführt werden sie Anfang September bei der Krönungsmesse zum Stadtschützenfest von Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst. ( Mai 2012 )


Königstreffen an Gladbachs Schützen-Feste
Zur Eröffnung der Schützen-Festzeit 2012 formierten sich an der „Schützen-Feste Dicker Turm“ in der Gladbacher Altstadt die versammelten Majestäten der Bruderschaften und Vereine aus dem Bezirksverband Mönchengladbach, Rheydt, Korschenbroich zum Gruppenbild. Unser Foto zeigt in der ersten Reihe sitzend Bezirkskönig Jörg Pauen aus Kleinenbroich (Mitte), eingerahmt von seinen Ministern Markus Effertz aus Speick (rechts) und Paul Schieren aus Lürrip, sowie Kulturausschussvorsitzende Manuela Luhnen und Norbert Post aus dem Landtag, Bezirksbundesmeister Horst Thoren (dritter von links), Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst (zweiter von rechts), Königsadjutant Detlev Robens (rechts) und Rittmeister zu Fuß Heinz-Josef Katz (links). ( Mai 2012 )


Schützen-Willi holt die Schützen an den Kochtopf
Die Schützen-Fitness-Inititiative hat den Kochtopf erreicht. Lecker essen und doch gesund leben. Das wollen Gladbachs Schützen. Um ihrem Ziel „Ohne Bauch geht´s auch“ näher zu kommen, wird der schützenfestliche Speiseplan umgestellt: Mehr Möhrchen, weniger Fett, lieber Vollwert statt Fritten. Doch schmecken soll es auch. Deshalb hat sich der Bruderrat der Bruderschaften sachkundige Unterstützung gesucht und mit Ursula Fiering aus der NEW-Versuchsküche eine Fachfrau mit Geschmacks- und Kalorienexpertise gefunden. Die Grundidee, die demnächst in ein Schützen-Kochbuch einfließen soll: Von allem genug, aber nicht zuviel. Oder: Den Gürtel enger schnallen, damit die Uniform besser sitzt. Und zwar aus Überzeugung. Wie das geht - vor und während der Festtage und in der Erholungsphase danach - hat Fachköchin Ursula Fiering in einer Rezeptsammlung zusammengestellt und mit einer prominent besetzten Kochrunde in der NEW-Versuchsküche ausprobiert. Dort standen neben den Bruderratsfreunden um Schützenchef Horst Thoren an Herd und Backofen ihren Mann die drei NEW-Vorstände Friedhelm Kirchhartz, Dr. Rainer Hellekes und Frank Kindervatter, Medizin-Professor Dr. Gunter Konrad, Architekt Burkhard Schrammen und Sparkassenvorstand Hartmut Wnuck. Besonders hilfreich, weil geschickt und geschmackssicher, aber war die Frauen-Riege mit Ex-OB Monika Bartsch, Bürgermeisterin Renate Zimmermanns, GEM-Chefin Gabi Teufel, Kirmesköchin Gerda Römgens und Rechtsanwältin Doris Overlack-Kosel. Mit vereinten Kräften brachte die Küchen-Crew Leckeres auf dem Tisch - vom Kartoffelsüppchen über Rote-Beete-Carpaccio und gerollten dreierlei Filets bis zu selbst gemachten Sorbet und Rosettenkuchen. Nach dem Kochen wurde geschmaust und auch bewertet: Zehn Punkte gab die Autorin Birgitta Ronge, zeichnerische Mutter des Maskottchens Schützen-Willi, dem Menü und versprach das Kochbuch zu illustrieren. Dann wird Schützen-Willi auch noch zum Schützen-Koch und sein Kochbuch zum Ratgeber für frohe Festtage ohne Kaloriensorgen. ( Mai 2012 )


Am 1. Mai zu sehen: Gemalte Schützen im Dicken Turm
Die schweren Türen im Dicken Turm der Gladbacher Altstadt stehen am Dienstag, 1. Mai, 11 bis 18 Uhr, offen. Der Bruderrat bittet Besucher in die „Schützen-Feste“ an der Turmstiege 16 und will dort die gesammelte Schützenpracht präsentieren. Was sonst in Kisten und Truhen lagert oder im Sparkassen-Tresor sicher verwahrt wird, soll beim „Fest am Dicken Turm“ mit „Offener Turm-Tür“ gezeigt werden. Die Archivare Willi Kempers und Klaus Cörstges haben die Ausstellung (Schwerpunktthema „Die Bruderschaftspatrone - unsere heiligen Wegbegleiter“) vorbereitet und werden auf drei Ebenen Schützfestliches zeigen (von Fahnen, Uniformen und Urkunden über Orden und Königssilber bis hin zu Musikinstrumenten und Bildern). Mit einer Gast-Ausstellung ist der Gladbacher Maler Klaus Callsen im Dicken Turm vertreten. Er hat sich auf Schützen-Motive spezialisiert und stellt seine neuesten Aquarelle aus. Was die Schützen-Freunde aus Stadt und Land besonders interessieren durfte: Callsen malt nach eigener Anschauung und hat als Beobachter bei vielen Festen (auch beim Stadtschützenfest) Motive gefunden. So wird sich der eine oder andere Schützenfreunde gemalt im Dicken Turm bewundern können. Als sachkundiger Berater in Sachen Silbergestaltung will der Korschenbroicher Goldschmied Peter Bremer im Turm Tipps geben, wie historische Silberketten geputzt und gepflegt werden können und welche neuen Motive sich für moderne Königsplatten anbieten. Zum „Tag der offenen Turmtür“ gibt es das „Fest am Dicken Turm“, bei dem die Schützen ein paar Fässchen Bier anzapfen und Schützenfest-Stimmung bieten. Dazu tragen besonders die Majestäten der 39 Schützenbruderschaften und –vereine bei, die am 1. Mai, 12 Uhr, zum Königsfoto antreten und natürlich mit Gefolge kommen. Die versammelte Königsschar wird am Turm abgelichtet. Auch das hat Tradition. Der Bruderrat lässt Jahr für Jahr ein Königsfoto für die Ahnengalerie der Schützen schießen - vom königlichen Hoffotografen. Der hat in diesem Jahr noch eine Sonderaufgabe. Im Turm wird ein Fotostudio eingerichtet, um Fahnen und Standarten der Bruderschaften und Vereine für eine Foto-Dokumentation im Bild festzuhalten. Der Bruderrat will ein Gladbacher Fahnenbuch herausgeben. ( April 2012 )


Ansgar Heveling zum Ritter geschlagen
Ansgar Heveling darf sich jetzt Ritter nennen. Der Bundestagsabgeordnete aus Korschenbroich wurde in Kevelaer in die Ritterschaft vom heiligen Sebastianus in Europa aufgenommen. Den Ritterschlag vollzog Ordensprior Prinz Charles-Louis de Merode bei einer feierlicherlichen Investiturmesse mit dem Aachener Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff in der Marienbasilika zu Kevelaer. Zu den ersten Gratulanten zählten Hochmeister Prinz Dr. Emanuel zu Salm Salm und Bezirksbundesmeister Horst Thoren aus Korschenbroich, selbst Träger des Donatenkreuzes und Justiziar der Ritterschaft. Mit der Aufnahme in die ritterliche Glaubensgemeinschaft wird, so Thoren, Hevelings vorbildliches Wirken für Kirche und Bruderschaft gewürdigt. Mit Heveling wurden 33 weitere Persönlichkeiten – unter ihnen auch der bekannte Rheinberger Unternehmer und Mäzen Emil Underberg – zum Ritter geschlagen. Die Ritterschaft vom heiligen Sebastianus in Europa gehört als christliche Verbindung zur Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen. ( April 2012 )


Junge Frau aus Afghanistan verpasst den Bruderschaften einen modischen Schützen-Look
Note 1,3 für „Uniform der Zukunft“
Weil Schützen in ihren dicken Jacken oft schwitzen, hat eine junge Frau ihnen einen modischeren Look verpasst. Die Anregung dazu kam von Gladbachs Schützenchef Horst Thoren. Auf Schloss Anholt stellte die gebürtige Afgahnin Nawida Ariyan ihre Entwürfe jetzt vor. Nun könnten sie in Serie gehen.
Sie ist 25 Jahre alt und hat das rheinische Schützenwesen erst im Studium kennengelernt. Für ihre Bachelorarbeit an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach (bewertet mit Bestnote 1,3) entwickelte Nawida Ariyan moderne Schützenuniformen, die man waschen kann, die nicht kratzen – und so leicht sind, dass der Schütze beim Parademarsch nicht das Gefühl hat, er marschiere durch einen Backofen.
Gerade das Schwitzen war es, unter dem viele Schützen litten. „Im Sommer hat man oft das Gefühl, man habe die Sauna gleich dabei“, berichtete Horst Thoren, Vorsitzender des Ausschusses für Brauchtum und Geschichte im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften auf Schloss Anholt dem Hausherrn, Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm Salm. Dort stellte die gebürtige Afghanin dem Hochmeister als obersten Schützenbruder Deutschlands die „Uniform der Zukunft“ vor. Dem traditionellen Gemisch aus Schurwolle und Polyester stellte Ariyan ein „Softshell“-Material gegenüber. „Softshell ist leicht, atmungsaktiv und elastisch“, erläuterte Ariyan, „außerdem wasser- und schmutzabweisend“. In Zusammenarbeit mit einem westfälischen Kleiderproduzenten brachte Ariyan die Teile nun zur Produktionsreife.
Für vier Zielgruppen entwickelte sie neue Uniformen: die „Classic Line“ als Auffrischung für traditionelle Schützen, die Linie „Stylish“ für junge Schützen, die „Military Line“ mit Elementen historischer Uniformen und die Linie „Tailcoat“ für Frackträger. Das Besondere: Für alle Linien entwarf Ariyan gleich auch ein Damen-Modell. „Ein Drittel aller rheinischen Schützenvereine nimmt inzwischen auch Frauen auf“, stellte Ariyan fest. Da es für Frauen aber bislang keine eigenen Uniformen gebe, sei es ihr wichtig gewesen, auch für sie passende Modelle zu entwickeln.
Die Kombinationen kamen bei Prinz Salm und den Mitgliedern des Ausschusses für Geschichte und Brauchtum bestens an. Der Hochmeister lobte Paßform und Material und freute sich besonders darüber, dass Nawida Ariyan mit ihren Entwürfen Tradition und modischen Chic zusammengebracht hat. Begeistert waren auch Horst Thoren und seine Brauchtumsexperten – die gleich wissen wollten, ob die Uniformen denn auch in anderen Farben zu haben wären. Thoren hofft nun, dass „sich der ein oder andere Traditionalist überlegt, mal was Neues auszuprobieren“. (April 2012)
Foto 1: Stadtoffizier Heinz-Josef Katz (v.l.), Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm-Salm und Horst Thoren, Vorsitzender des Ausschusses für Brauchtum und Geschichte im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, waren von Nawida Ariyans „Uniform der Zukunft“ begeistert. RP-Fotos: Markus van Offern Foto 2: Historische Kulisse für moderne Uniformen: die Studentin mit der so genannten „Military“-Line vor Schloss Anholt. Foto 3: Zwei Senior-Schützen freuen sich mit Nawida Ariyan: Kurt Franken und Albert Kremer, selbst noch im traditionellen Bruderrats-Grau, bewundern die Musterjacken.


Gladbachs OB lobte die Bruderschaften
So viel Lob hören die Schützen gerne. Gladbachs Oberbürgermeister Norbert Bude sparte bei der Königsvesper im Rathaus Abtei nicht mit anerkennenden Worte für die Leistungen des Brauchtums in der Stadt. Bude betonte das soziale Engagement, sprach von der Festfreude und vom besonderen Einsatz der Würdenträger. Als Zeichen des Dankes waren der Bruderrat mit Bezirksbundesmeister Horst Thoren, die Präsidenten der Bruderschaften und Vereine und das Bezirkskönigshaus mit Majestät Jörg Pauen und den Ministern Paul Schieren und Markus Effertz zum Grünkohlessen in den Ratssaal eingeladen. Gladbachs Schützenchef Horst Thoren nutzte die Gelegenheit, den Oberbürgermeister erneut als Vorreiter fürs Stadtschützenfest zu werben und ihm zum Anstoßen gleich besondere Bierkrüge zu überreichen. Bude bekam den Jubiläumskrug für seine Wegbegeleitung beim Jubiläumsfest „!75 Jahre Gladbacher Schützenfest“, den Hannelore-Kraft-Krug für seine Vermittlung beim Besuch der Ministerpräsidentin und den Guten-Durst-Krug für seine Gastfreundschaft. Bude und Thoren freuten sich der Schützenschar Nawida Ariyan vorstellen zu können, die als Absolventin der Hochschule Niederrhein die „Uniform der Zukunft“ entwickelt hat. Die 25jährige gebürtige Afgahinin stellte ihre Musterröcke im Ratssaal vor und wurde mit Beifall für ihre kreativen und praktischen Einfälle belohnt. Der Abend im Freundeskreis (unter den Gästen auch Sparkassenchef Horst Wateler, der Leitende Polizeidirektor Ulrich Fomferra und die Hochschul-Professorin Ute Detering-Koll) endete mit der herzlichen Einladung der Schützen die vielfältigen Volks- und Heimatfeste zu besuchen, die von Mai bis Oktober den Festkalender in Mönchengladbach und Korschenbroich bestimmen. Thoren: „Brauchtum führt uns zusammen, gibt uns Heimat, Freude und Freunde.“ ( März 2012 )


600 Schützen pilgerten nach Hehn
„Glaub-würdig leben!“ Unter diesem Leitwort zogen in Mönchengladbach 600 Schützen betend zum Marienheiligtum in Hehn. Zur 30. Nachtwallfahrt hatten Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst und Bezirksbundesmeister Horst Thoren die Bruderschaften aus Stadt und Land aufgerufen: „Die Vertrauensfrage stellt sich drängender denn je. Vermeintliche Vorbilder aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind vom Sockel gestürzt. Viele fragen sich deshalb, wem oder auf was sie noch vertrauen können“, erklärten van der Vorst und Thoren in ihrem Aufruf. Die Hauptpilgergruppe (Foto) um Bezirkskönig Jörg Pauen aus Kleinenbroich – er trug das Friedenskreuz des Bezirksverbandes – machte sich ab Pfarrkirche Speick auf den Weg. Die Pilgermesse in Hehn las Präses van der Vorst gemeinsam mit Propst Dr. Albert Damblon und Pfarrer Wilhelm Pötter. In seiner Predigt rief van der Vorst dazu auf, den Glaubenaktiv zu leben und durch Gebet und Gottesdienstbesuch Zeichen zu setzen. Thoren betonte: „Der Betgang der Bruderschaften soll uns Kraft geben, aus dem Glauben heraus das eigene Leben zu meistern und dem Nächsten voll Vertrauen Freund und Stütze zu sein“. Nach dem Gottesdienst kamen Schützen und Gäste – unter ihnen die frühere Oberbürgermeisterin Monika Bartsch - zur Agape im Pfarrheim zusammen. Gegen 22.30 Uhr wurde an den Hehner Grotten der Schlußsegen erteilt. Zur Nachtwallfahrt der Bruderschaften ziehen Schützen des Bezirksverbandes seit 1983 in der Nacht zum Passionssonntag nach Hehn. Jedes Jahr stellen die Bruderschaften ihren Pilgergang unter ein Leitwort, das den Gebeten Inhalt und Richtung geben soll. ( März 2012 )


Nachtwallfahrt der Bruderschaften am 24. März
„Glaub-würdig leben!“ - Schützen beten
„Glaub-würdig leben!“ Unter diesem Leitwort ziehen die Bruderschaften aus Stadt und Land am Samstag, 24. März, betend zum Marienheiligtum in Hehn. „Die Vertrauensfrage stellt sich drängender denn je. Vermeintliche Vorbilder aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind vom Sockel gestürzt. Viele fragen sich deshalb, wem oder auf was sie noch vertrauen können“, erklären Bezirkspräses Johannes van der Vorst und Bezirksbundesmeister Horst Thoren in ihrem Aufruf zur Nachtwallfahrt 2012. Angesichts der Schuldenkrise wachse zudem die Sorge, wie es wirtschaftlich weitergehe, ob das Geld noch sicher sei, die Euro-Krise Arbeitsplätze und Wohlstand gefährden könne. „Der Betgang der Bruderschaften soll uns Kraft geben, aus dem Glauben heraus das eigene Leben zu meistern und dem Nächsten voll Vertrauen Freund und Stütze zu sein“, heißt es in der Einladung weiter. Die Hauptpilgergruppe um Bezirkskönig Jörg Pauen aus Kleinenbroich – er trägt das Friedenskreuz des Bezirksverbandes - macht sich am 24. März um 19 Uhr ab Pfarrkirche Speick auf den Weg. Die Pilgermesse um 20.30 Uhr in Hehn liest Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst. Nach dem Gottesdienst kommen Schützen und Gäste zur Agape im Pfarrheim zusammen. Gegen 22.00 Uhr wird an den Grotten der Schlußsegen erteilt. Zur Nachtwallfahrt der Bruderschaften, 1983 neubegründet, kommen jeweils 600 Schützen zu Fuß nach Hehn. Jedes Jahr stellen die Bruderschaften ihren Pilgergang unter ein Leitwort, das den Gebeten Inhalt und Richtung geben soll. ( März 2012 )


Bruderkreuz für Borussen-Nothelfer Hermann Jansen
Das freute Hermann Jansen, rührte ihn sichtlich: Der Bruderrat der Bruderschaften verlieh dem 80jährigen seine höchste Auszeichnung, das Bruderkreuz. Jansen, Aufsichtsratsvorsitzender von Borussia und früherer Landtagsabgeordneter, habe sich stets als Nothelfer verstanden, sagte Schützenchef Horst Thoren bei der Brauchtumsmesse im Maria Hilf. Der Bezirksbundesmeister würdigte Jansen als Mann, der sich in allen Funktionen und Aufgaben treu geblieben ist: „Er war und ist stets für seine Mitmenschen da. Wer von diesem Ehrenmann in den Arm genommen wird, kann sich geborgen fühlen.“ Mit der Ehrung dankten die Schützen aus Stadt und Land Jansen für seinen „bruderschaftlichen Dienst“. Thoren und Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst überreichten den silbernen Orden (er zeigt das Gladbacher Münster) mit dem Hinweis auf den Leitgedanken der Auszeichnung, der auch in der Urkunde hervorgehoben wird: „Bruder sein ist mehr“. ( Februar 2012 )
Foto: Unser Bild zeigt Hermann Jansen mit Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst (links) und Schützenchef Horst Thoren (rechts) bei der Ehrung in der Krankenhauskapelle Maria Hilf. Im Hintergrund Stadtoffizier Heinz-Josef Katz.


König und Prinz schunkelten „Ruet, ruet send de Ruese“
Der Abend hat Tradition und führt die Spitzen des Brauchtums zusammen: Seit gefühlt 20 Jahren treffen sich im Maria Hilf Karnevalisten und Schützen, um gemeinsam zu schunkeln, zu lachen und rheinisch deftig zu speisen. Der frohe Abend mit Prinzenpaar (diesmal Hartmut und Bärbel) und Bezirkskönig (Jörg Pauen mit den Ministern Paul Schieren und Markus Effertz) eröffnete die letzte Woche vor Karneval und war mit der Brauchtumsmesse zu Beginn ein Bekenntnis zu den christlichen Wurzeln des Brauchtums. Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst predigte in der Krankenhauskapelle zu „Ruet, ruet, ruet send e Ruse“ und rief (wie auch Schützenchef Horst Thoren) dazu auf, den Nachbarn in den Arm zu nehmen. Dazu verteilte van der Vorst rote Rosen und dankte damit (unter anderen den Ordensschwestern) für Dienst am Nächsten. Nach dem Gottesdienst ließ Krankenhaus-Geschäftsführer Joachim Püllen im Casino Grünkohl, Muurejubbel und Panhas servieren, wurde mit Alt angestoßen, sangen Karnevalsboss Bernd Gothe und Schützenchef Horst Thoren ein Loblied auf Freundschaft und Brauchtum, in das auch Oberbürgermeister Norbert Bude einstimmte. Den Ehrentitel des Doktor humoris causa verlieh die Klinik an den städtischen Beigeordneten Peter Holzenleuchter, den MdL Norbert Post als rheinischen Menschen mit barocker Lebensfreude vorstellte. Der Abend schloss rheinisch-fröhlich mit einem Hoch auf Borussia Mönchengladbach „Steht auf, wenn ihr Borussen seid“. Der Aufforderung der Brauchtumsfreunde folgtten alle, an der Spitze Borussenpräsident Rolf Königs, Vize Siegfried Söllner und Aufsichtsratschef Hermann Jansen. ( Februar 2012 )





 

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