Schützen-Senior Heinz Thoren ist mit 89 Jahren gestorben

HeinzThorenEGSSeinen letzten großen Auftritt hatte er bei den Europa-Schützen-Tagen Mitte August, als das Präsidium der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen im Korschenbroicher Hannen-Haus tagte (Foto). Heinz Thoren, Ehrenmitglied im Bruderrat, kam dazu und wurde von Präsident Charles-Louis de Merode besonders begrüßt. Jetzt ist der Senior des Bezirksvorstandes gestorben. Im April 2018 wäre er 90 Jahre alt geworden.

Heinz Thoren, Schütze seit dem Neubeginn von Unges Pengste 1949, war in den Bruderschaftskreisen der Region anerkannt als kluger Ratgeber und als Förderer des Stadtschützenfestes in Mönchengladbach. Gemeinsam mit seinem Sohn Horst, den er bei den dessen Terminen als Bezirksbundesmeister häufig begleitete, war er bei vielen Festen in Stadt und Land zu Gast. Seine Heimat aber war Korschenbroich. In der Sankt-Donatus-Bruderschaft Pesch gehörte er zum Jägerzug Edelweiss, der zahlreiche Schützenkönige stellte.

Über lange Jahre war Heinz Thoren auch politisch engagiert. Er saß für die CDU im Rat der früheren Gemeinde Pesch und in Ausschüssen der Stadt Korschenbroich. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde er vielfältig ausgezeichnet. Der Ritterschlag durch Otto von Habsburg, dem Sohn des letzten österreichischen Kaisers, war für ihn besondere Anerkennung.

Beruflich war Heinz Thoren zunächst in verantwortlicher Stellung in der Mönchengladbacher Textilindustrie tätig und dann über Jahre bis zur Pensionierung als Organisationsleiter beim Internationalen katholischen Missionswerk Missio in Aachen. Der Tätigkeit für Missio verdankt er die Teilnahme an einer Privataudienz mit Papst Johannes Paul II. und einem Gedankenaustausch mit dem Kölner Kardinal Meisner.

Im Ruhestand unterstützte Thoren seine 2015 verstorbene Frau Gertrud in ihrem Textilgeschäft und widmete sich verstärkt der ehrenamtlichen Tätigkeit im Bruderrat der Bruderschaften, dem er bis zuletzt als Ehrenmitglied angehörte. Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst würdigte Heinz Thoren „als klugen, herzensguten Freund und treuen Weggefährten.“

Heinz Thoren wurde am Drei-Königs-Tag unter großer Anteilnahme aus Bruderschaft und Bürgerschaft beigesetzt.

Kurt Franken ist tot

Er war einer der bekanntesten Botschafter des Brauchtums, allseits beliebt, einsatzfreudig bis ins hohe Alter: Kurt Franken ist tot. Der  angesehene Korschenbroicher Bruderschafter, Mentor der Fahnenschwenker und Stütze im Bruderrat der Bruderschaften, starb im Alter von 89 Jahren. Sein Tod, trotz schwerer Krankheit überraschend, löste in Korschenbroich große Betroffenheit aus.

Noch zum Schützenfest Anfang Oktober in Pesch hatte Franken die Freunde herzlich aus dem Krankenhaus grüßen lassen und sehr bedauert, dass er zum ersten Mal seit 1950 nicht mit der Sankt-Donatus-Bruderschaft feiern konnte. In Pesch war er ebenso Ehrenmitglied wie bei den Sebastianern in Korschenbroich.

Treue, überzeugte Pflichterfüllung und rheinische, von lauten Lachern unterstriche Fröhlichkeit zeichneten Kurt Franken aus. Ihm war es ein Herzensanliegen, Bruderschaft „würdig zu vertreten“. Ihm war es eine besondere Freude, das Brauchtum zu repräsentieren. Seine Freunde, im Schützenzug „Lott mar komme“ wie in Bruderschaft und Bruderrat, wussten, dass sie stets auf Kurt Franken zählen konnten – auf seine Tatkraft, seine zupackende Art, seine Hilfsbereitschaft. Er war immer Vorbild, ob als Fahnenschwenker, Vorstand oder Schützenkönig. Er übernahm gern Sonderaufgaben. Er war einer der erfolgreichsten Spendensammler zu Unges Pengste, förderte die jungen Fahnenschwenker. Er unterstützte das Mönchengladbacher Stadtschützenfest, arbeitete mit am Ausbau der Schützen-Feste Dicker Turm. Er zeigte Flagge für Korschenbroich bei vielen Bundesfesten und europäischen Schützentreffen.

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Ehrung für Venner Schützen auf dem Bundesfest in Heinsberg

Bund17VennCaritBeispielhafte Sozialaktionen würdigt der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften mit der Hochmeisterplakette. Diesen Sozialpreis der Schützen erhielt jetzt die Sankt-Josef-Bruderschaft Venn. Beim Bundesschützenfest in Heinsberg würdigte Hochmeister Prinz Emanuel zu Salm-Salm die Venner Schützen als "tatkräftig und allzeit hilfsbereit." Was Schützenhilfe heißt, hatten die Venner Bruderschaftler mit ihrer Initiative für das Kinderrestaurant "Cantina Nest" gezeigt. Die Schützen spendeten für den Mittagstish bedürftiger Kinder 3000 Euro, die sie bei Sammlungen und kleinen Festivitäten zusammengebracht hatten. Unser Bild zeigt die Abordnung aus Venn (von links) mit Jürgen Zimmermanns, Ulrich Willekes, Friedhelm Bohnen und Herbert Hennekes im Gespräch mit Hochmeister Prinz Salm, der den Preis überreichte. Foto: Tobias Herbst

Ball der Majestäten in der KFH mit Heiratsantrag

KFH17Beim Ball der Majestäten in der Kaiser-Friedrich-Halle ehrt der scheidende Bezirkskönig üblicherweise verdiente Schützen. So machten es auch die Jungschützen. Der König Marc Gülzow jedoch ging vor seiner Ehefrau Sarah in die Knie und machte ihr einen zweiten Heiratsantrag: Die beiden sind schon seit drei Jahren verheiratet - jedoch "nur" standesamtlich. Nun soll auch kirchlich geheiratet werden.

Er war das soziale Gewissen der Schützen - Heinz-Josef Esser starb im Alter von 73 Jahren

Heinz-Josef Esser starb im Alter von 73 Jahren

 Er war das soziale Gewissen der Schützen

 Einer der engagiertesten Schützenbrüder dieser Stadt ist tot: Heinz-Josef Esser aus Geistenbeck, treuer Wegbegleiter von Bezirkspräses Johannes van der Vorst und anerkannt als „soziales Gewissen“ der Bruderschaften, erlitt am Donnerstag einen Herzinfarkt. Er wurde 73 Jahre alt. Die Nachricht von seinem überraschende Tod löste in Pfarrgemeinde und Schützenkreisen tiefe Betroffenheit aus. Hatte sich doch Esser, der über lange Monate ans Bett gefesselt war, erst vor kurzen aus dem Rollstuhl gekämpft  und offensichtlich neue Kraft gewonnen. Er nahm nach langer Zeit wieder am öffentlichen Leben teil, war noch am Wochenende für den Bruderrat unterwegs. Das soziale Engagement war ihm Verpflichtung. In seiner Heimatbruderschaft St. Josef Geistenbeck, im Bruderrat der Bruderschaften und in der Pfarrgemeinde Heilig Geist trug er über mehr als fünf Jahrzehnte besondere Verantwortung - als Brudermeister und General, als Bezirksjungschützenmeister und Sozialreferent, als Mitglied in Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand. Besondere eng war sein Zusammenwirken mit Pfarrer van der Vorst, den er vielfältig unterstützte. Esser war ein gläubiger Mensch, der stets für andere da war. Er war herzlich und hilfsbereit. Er konnte zuhören und trösten. Er konnte Rat geben und begeistern. Er war der Jugend nahe und mit den Nöten der Alten vertraut. Seine Dienste waren vielfältig. Er besuchte Kranke. Er begleitete Beerdigungen, wenn kein Priester zur Verfügung stand. Er half im Gladbacher Münster. Er unterstützte Menschen in Not. Er teilte gerne – vor allem seine Zeit und seine Freude. Bezirkspräses  Johannes van der Vorst und Bezirksbundesmeister Horst Thoren sehen in Heinz-Josef Esser ein Vorbild an Brüderlichkeit und Herzensgüte. Heinz-Josef Esser wurden für seine Verdienste um Kirche, Stadt und Bruderschaft vielfältige Auszeichnungen zuteil – zuletzt erhielt er den selten vergebenen Goldenen Stern zum Sankt-Sebastianus-Ehrenkreuz.Sein größter Wusch blieb ihm verwehrt – mit seiner Frau, mit Familie und Freunden im September das Fest der Goldenen Hochzeit zu feiern. ( August 2017 )