Europaschützenfest in Leudal/NL

EST 2018Am Wochenende von Freitag, 17. August bis Sonntag 19. August findet in Leudal in der niederländischen Provinz Limburg das Europaschützenfest der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS). Leudal bzw. der Ortsteil Neer ist nördlich von Roermond, westlich der Maas gelegen und in weniger als einer Stunde mit dem Auto zu erreichen. 

Nachdem im August 2018 das Delegiertentreffen der EGS in Mönchengladbach stattgefunden hat und damals nur vereinzelte Schützen aus anderen Gegenden Europas in der Stadt zu sehen waren, gibt es nun die Chance eine größere Anzahl beim Festzug am Sonntag, 19. August ab 12 Uhr in Leudal (Neer) zu sehen.

Am Samstag 18. August sind die Schießwettbewerbe um die Würde des Europa-Königs und des Europa-Prinzen. Der Wettbewerb findet nach niederländischem/limburgischem Brauch statt, der von den bei uns üblichen Vogelschüssen abweicht.

Die schießberechtigten Könige unseres Bezirksverbandes der letzten drei Jahre werden an den Schießwettbewerben teilnehmen - eine größere Abordnung des Bezirksverbandes und seiner Mitgliedsbruderschaften wird sie am Sonntag bei Fest und Festzug begleiten. Auch eine individuelle Anreise, sei es "nur zum Gucken" der unterschiedlichen Trachten und Uniformen aus ganz Europa wird sich lohnen, es wird auf absehbare Zeit nicht wieder in direkter Nachbarschaft ein Europäisches Schützentreffen geben.

Weitere Informationen zum Fest gibt es auf der Webseite der EGS oder direkt auf der Veranstalter-Webseite des Schützentreffens in den Niederlanden (ggfs. dort auch die NL-Seiten ansehen, da nicht alle Informationen übersetzt wurden).

 

Stadtschützenfest 1. & 2. September 2018

Am ersten Wochenende im September findet das Stadtschützenfest des Bezirksverbandes Mönchengladbach-Rheydt-Korschenbroich rund um den Kapuzinerplatz in Mönchengladbach statt.

ssf2018fuerweb

Weitere Details unter Stadtschützenfest im Menü.

Anlässlich des Stadtschützenfestes ist am Sonntag, 2. September ein verkaufsoffener Sonntag in Mönchengladbach-Innenstadt.

Schützen-Feste Dicker Turm jetzt auch Museum - Fest am 1. Mai 2018

Fest am Dicken Turm 2018 400Der Dicke Turm hat ein neues Innenleben bekommen. Wenn sich Dienstag, 1. Mai, zur Eröffnung der Schützen-Festzeit die schweren Türen öffnen, können die Bruderschaften ihr Schützen-Museum erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.

Mit Hilfe des Landschaftsverbandes Rheinland, sachkundig beraten von den Architekten Katja Mehring und Tom Bolzen, hat der Bruderrat um Bezirksbundesmeister Horst Thoren sein Konzept des „europäischen Schützenhauses“ umgesetzt. Die selbstbewussten Brauchtumsfreunde wollen in der Schützen-Feste „das grenzüberschreitende Lebensgefühl darstellen, das Bruderschaft ausmacht: Wir sind mehr als Tradition. Wir geben Heimat.“ Die beiden Turmgewölbe, einstmals Heimstatt der Stadtbewacher, sollen nun Einblicke in Schützengeschichte und Bruderschaftsauftrag geben.

Die Anerkennung des Schützenwesens als „nationales Kulturerbe“   war für die Gladbacher, seinerzeit über Horst Thoren in die Unesco-Bewerbung eingebunden, Anlass beim Landschaftsverband um Unterstützung für ihre Museumsidee zu bitten. Türöffner war Frank Boss, inzwischen Landtagsabgeordneter, der den Kontakt zu den Museumsexperten herstellte und mit Oberbürgermeister Hans-Wilhelm  Reiners und Kulturdezernent Dr. Gert Fischer um die Förderung warb. Bewilligt wurden schließlich über 100.000 Euro, noch einmal die Hälfte dieses Betrages kam aus Spendengeldern dazu. Die große Investition ermöglichte eine behutsame Herrichtung der Gewölbe für Ausstellungszwecke mit Technik und Vitrinen, die eigens auf die besonderen Anforderungen des 600 Jahre alten Turmbaus ausgerichtet wurden.

Die erste Ausstellung, zusammengestellt unter sachkundiger Beratung von Britta Spies vom Rheinischen Schützenmuseum in Neuss, zeigt besondere Stücke der eigenen Sammlung und konzentriert sich auf die Kernbegriffe des Brauchtums – von Feiern bis Freundschaft. Zukünftig wollen sich die Schützen mit ihren Ausstellungen verstärkt der Wechselwirkung von Brauchtum und Zeitgeschehen widmen und dafür Exponate auch grenzüberschreitend ausleihen. Dabei geht es insbesondere auch um die soziale, integrative Kraft des Bruderschaftswesens.

Die Ausstellung am 1. Mai, zusammengestellt von Willi Kempers und Peter Voswinkel, ist geöffnet ab 11 Uhr. Dann beginnt auch das Fest am Dicken Turm.  

Karl von Habsburg lobt verbindende Rolle des Brauchtums für Europa

Von einem guten und politisch spannenden Gedankenaustausch mit Karl von Habsburg berichtet Schützenchef Horst Thoren. Im österreichischen Mondsee, wo der Korschenbroicher als Vizepräsident der Europa-Schützen zu Gast war, traf er mit dem Enkel des letzten österreichischen Kaisers zusammen.

2018 Mondsee Karl von Habsburg EuropaschützenKarl von Habsburg, als Berater in Völkerrechtsfragen unter anderem in der Ukraine und im Nahen Osten tätig, besuchte das Europakönigsfest, das die örtlichen Prangerschützen zu Ehren des scheidenden Europakönigspaares Josef und Berta Lohninger in Vöcklamarkt ausrichteten. Habsburg lobte im Gespräch die verbindende Rolle des Brauchtums in Europa-kritischer Zeit. Als Protektor der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen wird er im August auch am Europa-Schützen-Treffen im niederländischen Leudal (bei Roermond) teilnehmen. Dort will er den Gedankenaustausch zum Prozess der europäischen Einigung fortsetzen.

Anlass für die Sitzung des Europa-Schützen-Präsidiums war auch eine wichtige Vertragsunterzeichnung. Präsident Charles-Louis de Merode und Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann unterzeichneten in Mondsee für das Präsidium den Festvertrag für das Europäische Schützentreffen 2024. Gemeinsam mit dem örtlichen Bürgermeister und Vertretern der gastgebenden Pranger-Schützen besiegelten sie die Vereinbarung, die das Europafest der Schützen ins Salzkammergut vergibt. Der Vertrag wurde so frühzeitig abgeschlossen, damit den österreichischen Gastgebern ausreichend Lern- und Vorbereitungszeit für die Ausrichtung des Treffens von bis zu 20.000 Schützen aus zehn Nationen bleibt.

Unser Foto zeigt Karl von Habsburg mit dem Europa-Königspaar Josef und Berta Lohninger (zuletzt im August 2017 in Gladbach zu Besuch) und Mitgliedern des Präsidiums, dabei Peter-Olaf Hoffmann und Horst Thoren.
Foto: Dirk Heupts (frei)

Deutsche Europa-Schützen lobten Korschenbroicher Gastfreundschaft

logo egs

Die 110 Schützengäste kamen aus deutschen Landen nach Korschenbroich, um in der niederrheinischen Schützenstadt ein Bekenntnis zu Europa abzulegen.  Die Tagung der deutschen Europa-Schützen, vom Korschenbroicher Friedhelm Pauen als Regionalsekretär mit Schützenhilfe seiner Bruderschaftsfreunde bestens vorbereitet, war geprägt vom Wunsch, Botschafter für Europa zu sein und das Brauchtum in seiner Vielfalt zu pflegen.

Pfarrer Marc Zimmermann und sein evangelischer Mitbruder Dr. Werner Lohrberg hatten in einem ökumenischen Gottesdienst in St. Andreas den Europa-Schützen die Richtung vorgegeben. Während Lohrberg Nachfolge einforderte, wünschte sich Zimmermann Tischgemeinschaft. Beides passe zusammen, fand Regionalpräsident Bernhard Adams, der durch die Sitzung führte. Er lobte die Korschenbroicher Gastfreundschaft und Feierfreudigkeit, am Vorabend im Gasthaus Anker als wohltuend empfunden, und sah im Miteinander an Tisch (und Theke) die beste Möglichkeit, grenzüberschreitende Freundschaft zu erfahren.

Weiterlesen: Deutsche Europa-Schützen lobten Korschenbroicher Gastfreundschaft