Gebetsstunde der Bruderschaften im Internet am 28. März

Eine Video-Gebetsstunde mit Bezirkspräses Pfarrer Johannes van der Vorst soll am Samstag - in der Nacht zum Passionssonntag - die Nachtwallfahrt der Bruderschaften ersetzen, die wegen der Corona-Krise abgesagt wurde. Die Schützen um Bezirksbundesmeister Horst Thoren haben die Filmemacherin Alice Häuser gebeten, auf ihrer Live-Homepage www.facebook.com/ah.tv.live die Gebetsstunde um 19 Uhr zu übertragen.

Dazu Thoren: "In Zeiten der Krise braucht es Zeichen der Verbundenheit, der Stärkung und Aufmunterung. Weil aber die persönliche Begegnung nicht mehr möglich ist, weil wir gezwungen sind, Abstand zu halten, muss es andere Wege geben, Gemeinschaft zu bekunden."  Deshalb habe sich der Bruderrat für "Gottes Wort als Video-Botschaft" entschieden. Van der Vorst und Thoren hoffen, dass möglichst viele Zuschauer der Gebetsstunde im Internet folgen.

Damit soll das Glaubensbekenntnis der Nachtwallfahrt, zu der sich seit 1983 in jedem Jahr mehr als 600 Schützen auf den Fußweg zum Marienheiligtum in Hehn gemacht haben, in eine breite virtuelle Öffentlichkeit getragen werden. Nach dem Video-Gottesdienst soll das gemeinsame Beten seine Fortsetzung im jeweiligen Zuhause der Zuschauer finden. Thoren erklärt: "Jeder betet für sich das ´Vater unser´. Wir sind zwar nicht vor Ort verbunden, aber im Bewusstsein vereint, dass viele Freunde zu selben Zeit um Gottes Beistand bitten."

Video-Gebetsstunde der Bruderschaften Samstag, 28. März, 19 Uhr, www.facebook.com/ah.tv.live

Wort des Bezirksbundsmeisters zur Corona-Krise

"Liebe Freunde, wie gerne würde ich mit Euch anstoßen, Prost sagen. Sagen, prima, dass wir uns treffen, dass wir zusammen sind - aber all dass geht nicht. ..."

So beginnt Bezirksbundesmeister Horst Thoren seine Videobotschaft, die per Link auf facebook abrufbar ist, und in der er die Aufgaben der Bruderschaften in dieser Zeit herausstellt. 

Mit Blick auf die bald anstehende Zeit des Sommerbrauchtums mit seinen Schützenfesten schließt er mit dem Appell, der auch in den Sozialen Medien kursiert:

"Wer im Sommer feiern will, muss jetzt Abstand halten!" 

Derzeit noch keine amtliche Absage von Schützenfesten in Mönchengladbach

Bruderschaften wollen in Zeiten der Krise alten und kranken Menschen Wegbeleiter sein

Eine Falschmeldung aus dem Kreis Viersen sorgt für Aufregung bei Schützen und Schaustellern in Mönchengladbach. Darin heißt es, der Kreis Viersen habe bereits jetzt alle Schützenfeste für das Jahr 2020 untersagt.

Richtig ist, dass derzeit größere Veranstaltungen nicht genehmigt werden können. In Mönchengladbach hat Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners zuletzt zugesagt, dass die städtischen Ordnungsbehörden Veranstalter beratend zur Seite stehen. Dabei wird unter anderem auf die Checkliste für Veranstaltungen verwiesen, die die Stadt auf ihrer Homepage veröffentlicht hat.

Für den Bezirksverband der 38 Bruderschaften in Mönchengladbach und Korschenbroich hat Bezirksbundesmeister Horst Thoren am Wochenende vom 15. März 2020 klargestellt,  dass Vorsorge zum  Schutz der Menschen Vorrang hat vor dem Wunsch nach Festfreude. Die Schützen würden in Abstimmung mit den Behörden verantwortungsvoll entscheiden.  

Zumindest bis zum Ende der Osterferien am 19. April werde es wohl keine Veranstaltungen geben. Deshalb hat der Bruderrat auch die für die Nacht zum Passionssonntag angekündigte Nachtwallfahrt zum Marienheiligtum in Hehn mit erwarteten 600 Pilgern in den Oktober verschoben.

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Nachtwallfahrt der Schützen nach Hehn wird verschoben

In Abstimmung mit dem Bezirkspräses Johannes van der Vorst verschiebt der Bruderrat die Nachtwallfahrtwallfahrt der Schützen am 28. März 2020, die traditionell in der Nacht zum Passionssonntag stattfindet, auf einen noch zu bestimmenden Termin im Oktober.

Das Leitwort „Fürchtet euch nicht“ möge uns am 28. März im Gebet vereinen. Wir kommen zwar nicht in der Wallfahrtskirche in Hehn zusammen, wollen aber – jeder für sich und im Glauben verbunden – Gott um seinen Beistand bitten. Der gute Vater möge uns die Kraft geben, die Furcht zu überwinden und Menschen in Not Freund und Stütze zu sein.

Jungschützen jubilieren mit Johannes van der Vorst

Gleich drei Jubiläen vermelden die Schützen in Stadt und Land: Der prominenteste Jubilar ist sicher Pfarrer Johannes van der Vorst. Der 89jährige, den Freunde gern den "Don Camillo vom Niederrhein" nennen, hat vor nunmehr 40 Jahren das Präsesamt der Schützenjugend übernommen.

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Im Vorgriff auf die Jubiläumsfeier setzte ihm Schützenchef Horst Thoren (selbst Jubiliar, weil vor  30 Jahren zum ersten Mal zum Bezirksbundesmeister gewählt) vor kurzem in Rom ein Birett aufs silbergelockte Haupt. Die Don Camillo-Kopfbedeckung wird van der Vorst auch zur Jubiläumsfeier der Schützenjugend tragen, die seit 60 Jahren auf Bezirksebene tätig ist und deshalb zu einem Fest am Freitag nach Geistenbeck geladen hat.
Der dreifache Jubiläumsjubel für Schützenjugend (60 Jahre), van der Vorst (40 Jahre) und Thoren (30 Jahre) passt zum Leitwort der Feier: Freut euch des Lebens!

Foto: Tillmanns