Sachstand 18. April zur Absage von Schützenfesten 2020

Schweren Herzens haben sich mittlerweile 14 Bruderschaften und Schützenvereine in Mönchengladbach und Korschenbroich zur Absage ihrer Schützenfeste entschlossen. Den Anfang machten Giesenkirchen und Kleinenbroich, nach dem angekündigten Veranstaltungsverbot bis 31. August kamen zuletzt die vier Bruderschaften in Neuwerk und Bettrath sowie die beiden Korschenbroicher Bruderschaften und Wickrathhahn hinzu. Weitere Absagen sind für die nächsten Tage zu erwarten.

„Viele Vereine warten noch ab, weil die Rechtsverordnung des Landes noch nicht vorliegt. Sie ist für nächste Woche angekündigt.“, erklärte am Freitag Bezirksbundesmeister Horst Thoren: „Wer Regreßforderungen fürchten muss, braucht die Rechtsverordnung zur Absicherung.“ Deshalb zögern auch die Jubiläums-Bruderschaften in Westend (150 Jahre) und Broich-Peel (100 Jahre) noch, die Absage förmlich zu verkünden.Wanlo, Geistenbeck, Hardterbroich, Dahl und Ohler-Ohlerfeld haben die Entscheidung bereits getroffen.

Dazu Thoren: „Unsere Bruderschaften und Vereine sind sich ihrer Verantwortung bewusst.“ Er wiederholte am Freitag seine Aussage vom Beginn der Corona-Krise: „Die Sorge um die Gesundheit hat Vorrang vor dem Wunsch nach Festfreude.“ Der Bezirksbundesmeister weiß, dass viele Schützenfreunde sehr traurig sind, in diesem Sommer auf die frohe Begegnung in den Festzelten verzichten zu müssen. Thoren: „Es ist uns ein Anliegen, bei Festzug und Parade Flagge zu zeigen für Heimat und Brauchtum.“ Wenn jetzt bis 31. August die Schützenfeste ausfielen, müsse es andere Formen des Miteinanders geben. Thoren denkt über neue Aktivitäten nach und will dazu die sozialen Medien, Livestream und Schützenpartys per Video nutzen. Dem Schützenchef ist wichtig, dass die Schutzfunktion der Bruderschaften in Zeiten der Krise betont und gelebt wird. Er lobte am Freitag noch einmal die vielen sozialen Aktivitäten der 38 Bruderschaften und Vereine, „die mit großen und kleinen Diensten Vorbildliches leisten.“ Bislang haben sich bis auf Hermges und Stadtmitte, die statt im Juni nun im September feiern wollen, alle anderen von Absage betroffenen Vereine auf eine Verschiebung ihrer Feste in den Herbst verzichtet. Thoren: „Wie bei Unges Pengste in Korschenbroich geht die allgemeine Tendenz dahin, das Schützenfest 2020 ersatzlos ausfallen zu lassen. Dann aber im nächsten Jahr größer zu feiern.“  Ob das Stadtschützenfest als Gemeinschaftsfest aller Bruderschaften und Vereine Anfang September 2020 stattfinden kann, ist noch nicht entschieden. Der Termin liegt hinter dem bislang angekündigten Veranstaltungsverbot bis 31. August Über das Stadtschützenfest soll im Sommer in Kenntnis aller dann bekannten Umstände beraten werden. Dazu Thoren: „Auch hier gilt der Grundsatz, dass der Schutz der Gesundheit Vorrang vor allem hat.“ (2020-04-18)