Dankmesse für die Corona-Nothelfer am Gladbacher Münster

Die Dankmesse "statt Stadtschützenfest", zelebriert von Johannes van der Vorst, stellte den brüderlichen Dienst in Zeiten der Not in den Vordergrund. Ausgezeichnet wurden, stellvertretend für viele sozial engagierte Bruderschaftler, 14 "Corona-Nothelfer", die durch ihren Einsatz für Alte und Kranke, Familien und Bedürftige beispielhaft zeigen, was es heißt, dem Nächsten Bruder und Schwester zu sein.
Bezirksbundesmeister Horst Thoren sprach von den Nothelfern im Himmel und ihren Helfern auf Erden und betonte: "Sie leisten mit Zuversicht und Mut ihren Dienst." Hilfsbereitschaft und Solidarität seien das bruderschaftliche Gebot in der Corona-Krise. Zuversicht und Herzlichkeit stünden gegen die häßliche Fratze des Hasses.

SSF2020 CoronaHelfer red

Statt Stadtschützenfest: Mutmacher-Zeichen in Mönchengladbach

Bezirkspräses Johannes van der Vorst hatte die Losung ausgegeben: "Nur nicht traurig sein, gefeiert wird 2021!" Statt des Stadtschützenfest gab es in Mönchengladbach mit Dankmesse am Gladbacher Münster und Heimatabend an Schloss Rheydt zwei Mutmacher-Zeichen, die der Bruderrat um Bezirksbundesmeister Horst Thoren per Livestream übertragen ließ. Möglichst viele Brauchtmsfreunde sollten neben dem überschaubaren Kreis der zugelassenen Besucher (100 am Münster, 200 am Schloss) miterleben, wie das Brauchtum in Mönchengladbach der Corona-Krise trotzt.

Die Dankmesse, zelebriert von Johannes van der Vorst, stellte den brüderlichen Dienst in Zeiten der Not in den Vordergrund. Ausgezeichnet wurden, stellvertretend für viele sozial engagierte Bruderschaftler, 14 "Corona-Nothelfer", die durch ihren Einsatz für Alte und Kranke, Familien und Bedürftige beispielhaft zeigen, was es heißt, dem Nächsten Bruder und Schwester zu sein. Bezirksbundesmeister Horst Thoren sprach von den Nothelfern im Himmel und ihren Helfern auf Erden und betonte: "Sie leisten mit Zuversicht und Mut ihren Dienst." Hilfsbereitschaft und Solidarität seien das bruderschaftliche Gebot in der Corona-Krise. Zuversicht und Herzlichkeit stünden gegen die häßliche Fratze des Hasses. Signale der Hoffnung und Glaubensfreude vermittelten mit ihrer Musik Alphornbläser aus Korschenbroich und ein Bläserensemble, das Münsterkantor Klaus Paulsen zusammengestellt hatte und summend leitete.

Denn Singen war bei der Dankmesse nicht erlaubt. Das war am Rheydter Schloß anders. Dort erlebten an die 200 Brauchtumsfreunde einen Heimatabend besonderer Art. Das musikalische Schützentreffen, von Festival-Organisator Günter vom Dorp im Rahmen der Sommermusik arrangiert, bot trotz der Corona-Bestimmungen Möglichkeiten zur Begegnung.
Horst Thoren sagte bei der Begrüßung: "Wir halten anderthalb Meter Abstand, sind uns aber von Herzen nahe." Sein besonderes Mitgefühl galt den versammelten Majestäten: "Unsere Könige gehen in die Verlängerung, 2021 soll nachgeholt werden, was jetzt nicht möglich ist." Was Bezirkskönig Jens Schmidt, seinen Ministern Barbara Kremer und Michael Verbocket und allen Bruderschaftsmajestäten auf der Seele brennt, drückte am Ende eines stimmungsvollen Abends die gefeierte kölsche Kultband "de Boore" aus: "Sha la la - komm doch mal näher und hör gut zu ..."

Bruderrat der Schützen will Nothelfer der Krise mit Sebastianus-Pfeilen ehren

Statt Stadtschützenfest Dankmesse am Münster und Heimatabend am Schloss

Die Losung der Schützen für 2020 ist klar: Lasst uns froh und vernünftig sein. Das bedeutet: Keine Feste, aber Signale der Freundschaft. Zwei Mutmacher-Zeichen sollen am Wochenende des Stadtschützenfestes (5. Und 6. September) ersetzen, was derzeit nicht möglich ist.

Statt des großen Feierns und der prächtigen Parade mit Zehntausenden Gästen gibt es unter Corona-Bedingungen eine Dankmesse zu Ehren der Krisen-Nothelfer auf dem Münstervorplatz und einen Heimatabend im Rahmen der Sommermusik an Schloss Rheydt. Und damit neben nur kleinen zugelassenen Gästeschar möglichst viele Brauchtumsfreunde zumindest virtuell teilnehmen können, wird beides per Livestream übertragen.

Citylight 2020„In Zeiten der Krise sichern die sozialen Medien den Zusammenhalt und das Miteinander“, sagt Bezirksbundesmeister Horst Thoren: „Wir würden lieber im großen Kreis zusammenkommen, müssen aber vernünftig sein“, fügt er hinzu: „Verzicht sichert Gesundheit.“ Deshalb setzt der Bruderrat auf zwei Internet-Signale, die Stadt und Land zeigen sollen: Das Brauchtum lebt.Deshalb gibt es auch im Vorfeld des Stadtschützenfesttermins eine Plakataktion mit der Marketinggesellschaft Mönchengladbach. Überall in der Stadt wird auf Citylights mit Fotos fröhlicher Klompenfrauen und Schützenbbrüder verkündet, worauf Horst Thoren und der Bruderrat hoffen: Gefeiert wird 2021. Dann ist Mönchengladbach zum vierten Mal (nach 1956, 1972 und 1986) Gastgeber des Bundesschützenfestes (mit XXL-Zelt am Geroplatz), weiter feiern drei Vereine Jubiläen (St. Sebastianus Giesenkirchen, St. Vitus Martinus Eicken, St. Donatus Pesch), schließlich gibt es 38 Schützenfeste in Stadt und Land und das Stadtschützenfest (noch einmal mit Jens Schmidt, dessen Amtszeit um ein Jahr verlängert wurde).

Horst Thoren, seit 32 Jahren Bezirksbundesmeister für Mönchengladbach und Korschenbroich und Anfang August erneut einstimmig im Amt bestätigt, hob bei der Neuwahl die soziale Kraft der Bruderschaften hervor: „Das Feiern ist uns wichtig. Deshalb freuen wir uns auf 2021. Wichtiger aber als die frohen Feste sind uns das brüderliche Handeln und Helfen.“ Thoren zeigte sich beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der 38 Bruderschaften und Vereine und lobte die vielfältigen karitativen Dienste der Schützen, die diese in den Monaten der Corona-Epidemie für Alte und Kranke, Familien und Bedürftige geleistet hätten. Deshalb will der Bruderrat bei der Dankmesse am Münster Anfang September Nothelfer der Krise unter dem Leitwort „Bruder sei ist mehr“ mit Sebastianus-Pfeilen ehren. Sankt Sebastianus, Schutzpatron der Schützen, wird seit Jahrhunderten auch als Nothelfer bei Krankheiten und Seuchen angerufen.   

Corona-Sebastianus für Schlosskapelle auf Merode

Nach fünf Monaten Corona-Zwangspause gab es jetzt die erste persönliche Begegnung im Führungskreis der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen auf Schloss Merode. Aus dem Rhein-Kreis Neuss besuchten Vizepräsident Horst Thoren (Korschenbroich) und Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann (Dormagen) Präsident Prinz Charles-Louis de Merode auf seinem Familiensitz in Langerwehe. Die Gespräche, an denen auch Europakönig Leo Niessen aus dem niederländischen Leudal teilnahm, waren bestimmt von der Sorge um die vielfältigen negativen Wirkungen der Krise.
Mitgebracht hatte Horst Thoren eine besondere Stiftung für die Schlosskapelle.  Ein von der Korschenbroicher Künstlerin Steffanie Hermes geschaffener Corona-Sebastianus mit Virus-Pfeilen soll an die Opfer der Pandemie erinnern und den Gebeten Richtung geben: "Sankt Sebastianus, beschütze uns." Die Künstlerin hat im Auftrag des Korschenbroicher Ratsherren Raymond Opzalski aus Anlass eines besonderen Geburtstages insgesamt drei Sebastianus-Darstellungen gestaltet, die als Stiftungen an besonderen Orten ausgestellt werden. Ein Kunstwerk hängt bereits in der Kapelle in Korschenbroich-Neersbroich, ein zweites kommt in den Dicken Turm nach Mönchengladbach, die künstlerisch wertvollste abstrakte Darstellung des Schutzpatrons hat ihren Platz in der Schlosskapelle auf Merode gefunden. Prinz Charles-Louis de Merode dankte ausdrücklich für das Geschenk. Peter-Olaf Hoffmann und Horst Thoren sehen in der Sebastianus-Darstellung auch ein Mutmacher-Zeichen. Wie der Prinz loben sie Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft der europäischen Schützenfreunde in schwerer Zeit.

Merode Corona 2020 07 26webFoto: Goldbronze hebt die plastische Wirkung der Sebastianus-Darstellung hervor, die Stephanie Hermes für die Schlosskapelle auf Merode gefertigt hat. Unser Foto zeigt den Hausherren Prinz Charles-Louis de Merode, mit dem Europakönigspaar Leo und Irma Niessen, Vizepräsident Horst Thoren und Generalsekretär Peter-Olaf Hoffmann am Altar der Kapelle. Foto: Tillmanns

Zum 90. Geburtstag von Johannes van der Vorst

Nach der Dankmesse zum 90. Geburtstag von Johannes van der Vorst (nur 21 Gläubige durften wegen der Corona-Krise) teilnehmen ließ der Bruderrat vor der Pfarrkirche Geistenbeck 90 Luftballons aufsteigen.

BR zum 90 JohvdFPropst Albert Damblon hatte dem Wunsch des Jubilars entsprechend (“bitte kein Gedöns”) kurz, aber prägnant gepredigt. Er nannte ihn einen starken guten Hirten und lobte seine Art der “Seelsorge im Homeoffice” mit unzähligen Telefonkontakten in Corona-Zeiten.