Grußwort zum Mönchengladbacher Stadtschützenfest 2018

Klopf! Klopf!HorstThoren

Das Schulterklopfen ist bei Schützentreffen weit verbreitet. Es gehört zu den Begrüßungsritualen besonderer Art und begleitet den freudigen Ausspruch „Mensch, schön dich zu sehen!“
Der sanfte Schlag auf die Schulter symbolisiert den emotionalen Dreiklang: Ich kenn dich, ich mag dich, ich freu mich. So macht schon die Begrüßung deutlich, wie sehr das Miteinander geschätzt wird.

Es gibt viele weitere Formen der Vertrautheit. Beim gemeinsamen Feiern, bei Festzug und Parade, bei Biwak und Königsball. Sie alle bestätigen Freundschaft und Gemeinsinn. Stätestens beim Anstoßen an der Theke: „Komm, wir trinken einen zusammen!“ So dient jeder festliche Anlass in Stadt und Land - ganz besonders beim Stadtschützenfest – zur Bestätigung von Frieden, Freude, von Freundschaft und  Frohsinn.

Wer das Schulterklopfen für altväterliches Verhalten hält, verkennt die Bindungswirkung des niederrheinischen Brauchtums. Durch Bützen, Schulterklopfen und Umarmung drückt sich das enge Miteinander offen sichtbar aus. Die Aussage „Bei uns ist niemand allein“ ist also der tragende Gedanke des Miteinanders, das in der Einladung zum Stadtschützenfest mündet: „Kommt in die Oberstadt, wir feiern rund um den Alten Markt..!“

Wer der Einladung folgt, wird nicht gleich mit Schulterklopfen und Umarmung „überfallen“, wohl aber freundlich begrüßt und kann als mitfeiernder Gast erleben, wie besonders herzlich das Brauchtum in Mönchengladbach gelebt wird . Dabei steht das Gebet am Anfang: Das verbindende Glaubensbekenntnis bei der Krönungsmesse im Gladbacher Münster. Es folgen Festzug und Parade (am Alten Markt) als gemeinsames, heimatliches Erlebnis wie ein Spiel der Borussia, weil alle Beteiligten ihr Bestes geben wollen - aktiv und passiv. Das „Feldlager“ schließlich - mit dem Anstoßen nach  rheinischer Art an Theke und Biertisch – sorgt für gelöste Stimmung und gibt Gelegenheit zum erneuten Schulterklopfen: „Prima, das haben wir richtig gut gemacht!“
Die alljährliche Bestätigung für die veranstaltenden Brauchtumsfreunde. Sowas kann schließlich jeder gut gebrauchen. Freude (und damit Kraft) tanken!

Beim Stadtschützenfest am ersten September-Wochenende ist das möglich. Das große Spiel der Schützen ist als Einladung zu verstehen, mit dem Brauchtum die Gladbacher Seele zu erreichen. Bei Groß und Klein, Alt und Jung, aktiven und passiven Teilnehmern. Typisch rheinisch: Mit viel „Spaß an der Freud“ !

Darauf freut sich

Horst Thoren

Bezirksbundesmeister

Stadtschützenfest 2018 - Termine im Überblick

Samstag und Sonntag, 01. September und 02. September 2018
Treffpunkt Kapuzinerplatz
mit Feldlager, Schlemmermeile und buntem Bühnenprogramm,

jeweils von 11 bis 22 Uhr

Samstag, 01. September 2018

13.30 Uhr Treffen zur Serenade, Edmund-Erlemann-Platz/Alter Markt, 
                 Umzug der Könige zum Rathaus Abtei
                 Serenade am Hospiz St. Christopherus, Abteistraße
                 Umzug durch die Stadt
14.30 Uhr Fassanstich, danach Platzkonzert, Kapuzinerplatz
15.00 Uhr Vogelschuss um die Bezirkskönigswürde, Kapuzinerplatz
18.00 Uhr Freiluft-Schwoof,auf dem Kapuzinerplatz
20.00 Uhr Ball aller Majestäten, Alte Reithalle (Möbel Schaffrath, Theodor-Heuss-Str.)

Sonntag, 02. September 2018

13.45 Uhr Krönungsmesse Münster Basilika
15.30 Uhr Festzug mit 2500 Schützen und Musikanten durch die Innenstadt (ab Rathaus Abtei)
16.15 Uhr Grosse Festparade zu Ehren des neuen Königs, Alter Markt/Hindenburgstraße
17.30 Uhr Königsproklamation, Kapuzinerplatz
                 Musik- und Showabend, Kapuzinerplatz

Sonntag, 2. September 2018 ist verkaufsoffener Sonntag in MG-Innenstadt.

Gladbachs Stadtschützenfest hatte Sonne, Stimmung und 20.000 Gäste

Die Liebeserklärung zu Tischingderassabumm und rheinischer Fröhlichkeit, zu Parademarsch und Feiern im Dreiviertelakt vereinte am ersten September-Wochenende in Mönchengladbach 2500 Schützen und 20.000 Gäste. Sie kamen am Alten Markt zusammen, um sich und die Tradition hochleben zu lassen. Sie erfuhren Brauchtum mit allen Sinnen: Sie schmeckten Süßes und Saures, hörten kölsche Tön und Preußens Gloria, sahen Parademarsch und lustige Musikanten, rochen Popkorn und Pommes Frites, fühlten sich aufgenommen, wohl und wie zu Hause beim Stadtschützenfest in Mönchengladbach.  Mittendrin im Volksfesttrubel steckte der neue Bezirkskönig Dirk Heynckes – ein Herrscher ohne Land, aber mit vielen Freunden, der mit dem gezielten Königsschuss sein Bekenntnis ablegte zu Heimat, Brauchtum, Festesfreude.  

StSF17ParadSchnell, schneller, Bezirkskönig: Dirk Heynckes aus Holt erlangte das höchste Königsamt der Gladbacher Schützen in Rekordzeit. Nach einer knappen halben Stunde fiel beim Stadtschützenfest der Vogel von der Stange. Der siegreiche Schütze, Spross der Holter Heynckes-Dynastie mit Vater Hans und Onkel Jupp Heynckes, hatte mit dem 48. Schuss den entscheidenden Treffer gelandet und sich gegen 12 (!) weitere Kandidaten durchgesetzt. Heynckes, 49, selbständiger Kaufmann, repräsentiert nun für ein Jahr die 38 Bruderschaften und Schützenvereine aus Mönchengladbach und Korschenbroich. An seiner Seite stehen als Minister die beiden Schützen, die vor ihm auf den Vogel geschossen hatten: Alexandcer Cremer, 35, Landschaftsbauer aus Dorthausen, und Ernst Dietschi, 61, Schlosser aus Lürrip.

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Stadtschützenfest

 

Stadtschützenfest soll am 2. und 3. September bis zu 50 000 Gäste locken
Treffpunkt Kapuzinerplatz: Tanzen - Feiern - Schlemmen
Der OB gibt den Schützen das Ja-Wort

Wer Folklore mag, gerne gut isst und Geselligkeit liebt, sollte am ersten September-Wochenende (2. und 3. September) in die Gladbacher Oberstadt kommen: Dort feiern Bruderschaften und Bürger ihr Stadt(schützen)fest, gibt's auf dem Kapuzinerplatz zwei Tage lang Unterhaltung zum Nulltarif. Das Bühnenprogramm (Samstag und Sonntag von 11 bis 22 Uhr) bietet Jux-Jazz und Komik, Klamauk und Tanz, Pop und schöne Mädchen. Sonntag Abend (ab 18.30 Uhr) bringen Tanzmädchen und Mundartbarden Freches und Frohsinn auf die Bühne.
Für das leibliche Wohl der Kauf- und Brauchtumsgäste sorgt Kirmes-Chefkoch Sven Tusch mit seinem Team. Die Festwirte servieren beim "Treffpunkt Kapuzinerplatz" Deftiges und Raffiniertes, zapfen heimisches Altbier an und versprechen zivile Preise. Der Speisezettel zum Stadtschützenfest ist lang und bietet Abwechslung: Aufgetischt werden im Biergarten Scampi-Spieße ebenso wie Holzfällersteaks und Würstchen in Reih und Glied.
Schmucke Uniformen und "staatse Kerls" gibt's zu sehen, wenn die Schützen aus Stadt und Land am Festsamstag, 2. September, auf dem Kapuzinerplatz ihren neuen Bezirkskönig ausschießen (bis zu 39 Kandidaten gibt es) oder am Sonntag nach der Parade die neue Majestät auf offener Bühne dem Volke präsentieren. Schützenchef Horst Thoren: "Der Treffpunkt Kapuzinerplatz macht unser Schützenfest zum Stadtfest. Wir bieten Schützentradition und bunte Unterhaltung."
Parallel zu Bürgerfest und Feldlager auf dem Kapuzinerplatz läuft das Festprogramm der Schützen: Sie krönen am Festsonntag, 3. September, 13.45 Uhr, im Münster ihren neuen König, treten dann um 15.30 Uhr mit 2500 Bruderschaftlern und Musikanten am Rathaus Abtei zum Festzug an. Die große Königs- und Festparade mit 12 Musikkapellen und Tambourkorps wird um 16.15 Uhr am alten Markt sein. An der Spitze reitet General Lothar Erbers, der hoch zu Roß das Schützen-Regiment anführt und später auch bei Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners dasn Ja-Wort zum Parademarsch erbittet. Preußisch-stramm paradiert wird vor großem Publikum und großer Majestätenschaft. Die Könige der 40 Schützenbruderschaften und -vereine sitzen auf der Ehrentribüne. Für die Zuschauer gibt's Stehplätze. Tipp der Schützen: Wer früh kommt, steht in der ersten Reihe.
Festlich geht's am Samstag, 3. September, 20 Uhr, im großen Saal der Kaiser-Friedrich-Halle zu. Dort ist "Ball aller Majestäten" zu Ehren des scheidenden Bezirkskönigs Marc Gülzow aus Lürrip und seiner Minister Heinz Ritters (Wickrathhahn) und Timan Sehlen (Speick). Unten im Foyer der Halle ist derweil Disco-Sound angesagt. Die Party bietet Gelegenheit zum Mitfeiern gerade für junge Leute, die bei freiem Eintritt zu Oldies und Songs aus der Hitparade abrocken können.
Das Stadtschützenfest endet Sonntag Nacht auf dem Kapuzinerplatz mit stimmungsvollen Froh-Singsang und Tanzmelodien. Samstag sorgt dort ab 1 8 Uhr die Gladbacher Formation "Area 41". Die Schützen hoffen, dass ihr Programm zieht und bis zu 50.000 Gäste Herz fürs Brauchtum zeigen.

Grußwort zum Stadtschützenfest 2017
Mönchengladbacher Stadtschützenfest am ersten September-Wochenende
Willkommen zu Tagen der Freude!
Wenn Tradition auf Lebensfreude trifft, dann feiern die Schützen. In Mönchengladbach, einst Glaubensfeste der Benediktiner, sind seit dem 14. Jahrhundert Bruderschaften nachweisbar, die im Zeichen von Abteikirche und Heimat, Tradition und Brauchtum schützten. In ihrer Nachfolge versammeln sich zum großen Stadtschützenfest Anfang September 2500 Bruderschaftler und Musikanten, die sich der bedeutenden Vor-Geschichte bewusst, aber im Hier und Jetzt zu Hause sind. Dabei stärkt Lebensfreude den Zusammenhalt und ist Teil des schönen Brauchtums, das mit vielen tausend Gästen geteilt und gefeiert wird.
Die Frage, wie alt die Tradition nun wirklich ist, kann dabei als nebensächlich betrachtet werden. Denn wichtiger als der historische Nachweis des Gründungsjahres ist die belegte, lebendige Kraft des Schützenbrauchtums. Die hohe Anerkennung der Unesco-Kommission als nationales Kulturerbe unterstreicht, was Brauchtum ausmacht: Es geht darum, Freund und Stütze zu sein.
Die niederrheinischen Brauchtumsfreunde verbindet die Erkenntnis, dass das frohe Miteinander Leib und Seele zusammenhält und hilft, auch schwere Stunden gemeinschaftlich zu ertragen. All dies in guter christlicher, rheinisch-bürgerlicher Ausprägung. Anders gesagt: Leben und leben lassen. Das ist das Geheimnis rheinischer Gemütlichkeit: Wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust. Wir glauben an den lieben Gott und haben auch immer Durst. Die singenden „Höhner“ haben das so schön und wunderbar formuliert und stimmen damit ein Loblied an auf die rheinische Seele, die ja auch in Mönchengladbach das Brauchtum durchweht.
Wenn Stolz und Freude aufeinander treffen, sich Gastfreundschaft mit Herzlichkeit paart, dann feiern die Schützen ihre große, freiheitliche Tradition des Gladbacher Schützenfestes von 1836. Mit Prunk und Trara, mit rheinischer Fröhlichkeit und preußischem Parademarsch wird jubiliert. Dazu wird angestoßen - mit einem leckeren Bierchen nach heimischer Brauart
Ein Prosit also auf Tradition und Gemütlichkeit! Wir stoßen miteinander an und freuen uns: Auf das Stadtschützenfest, auf frohe Begegnungen mit den Freunden der 38 Schützenbruderschaften und –Vereine, auf viele frohe Gäste, auf Tage der Freude im Herzen der Stadtralf.k.

HORST THOREN
Bezirksbundesmeister der 39 Schützenbruderschaften in Mönchengladbach und Korschenbroich

Stadtschützenfest 2017

175 Jahre Gladbacher Schützenfest - Tradition seit 1836

Die wichtigsten Termine im Überblick:

Samstag und Sonntag, 02. September und 03. September 2017
Treffpunkt Kapuzinerplatz
mit Feldlager, Schlemmermeile und buntem Bühnenprogramm,
jeweils von 11 bis 22 Uhr

Samstag, 02. September 2017

13.30 Uhr Serenade, danach Umzug der Könige, Maria Hilf
14.30 Uhr Fassanstich, danach Platzkonzert, Kapuzinerplatz
15.00 Uhr Vogelschuss um die Bezirkskönigswürde, Kapuzinerplatz
18.00 Uhr Freiluft-Schwoof,auf dem Kapuzinerplatz
20.00 Uhr Ball aller Majestäten, Kaiser-Friedrich-Halle

Sonntag, 03. September 2017

13.45 Uhr Krönungsmesse Münster Basilika
15.30 Uhr Festzug mit 2500 Schützen und Musikanten durch die Innenstadt (ab Rathaus Abtei)
16.15 Uhr Grosse Festparade zu Ehren des neuen Königs, Alter Markt
17.45 Uhr Königsproklamation, Kapuzinerplatz
18.30 Uhr Musik- und Showabend, Kapuzinerplatz